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Links der Woche

Die 10 häufigsten Stichwörter in dieser Rubrik:
1. Georg Seeßlen (68)
2. Martin Heidegger (56)
3. Slavoj Žižek (50)
4. Kapitalismus (40)
5. Peter Sloterdijk (38)
6. Hans Ulrich Gumbrecht (31)
7. Demokratie (25)
8. Donald Trump (24)
9. Künstliche Intelligenz (20)
10. Friedrich Nietzsche (19)

Links der Woche, rechts der Welt: Jeden Samstag Nachmittag empfiehlt der Lichtwolf die interessantesten Texte der Woche der Leserschaft zur Wochenendlektüre.


Es gibt in dieser Rubrik 354 Artikel auf 36 Seiten:

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Links der Woche am 15.10.2016, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 42/16

Angstkampagnen rocken mehr als Fakten

Überall weidet man sich beispielsweise an der Angstlust, Trump könne zum US-Präsidenten gewählt werden. Auch Susanne Berkenheger gibt sich diesem medialen life thrill hin und überlegt im Freitag mit einigen Psychologen und Soziologen, ob dem täglichen Apokalypsenporno nicht eigentlich resignative Wut auf die Zivilisation zugrunde liegt (09.10.16)

„Desaster deutscher Geistesgeschichte“

Die Demaskierung oder Demontage Heideggers geht weiter: Adam Soboczynski und Alexander Cammann haben für die ZEIT in den Briefwechsel zwischen den Gebrüdern Heidegger zwischen 1930 und 46 geblickt, in dem sich der Seinsdenker als profan antisemitischer, komplett uneinsichtiger Nazi-Anhänger äußert. (12.10.16)

Angst und Langeweile der Selbstbestätigung

Ronja von Rönne berichtet in der WELT, wie sie nach vollzogenem Onlinshopping den Reklame-Algorithmen sei dank im Internet mit nichts anderem mehr als ihren vermeintlichen Bedürfnissen konfrontiert wird. Sie sorgen dafür, „dass man noch mehr der Mensch wird, der man schon ist“ - ob nun Shopping Queen oder besorgter Bürger. (13.10.16)

Roboterrechte und -pflichten

Die ZEIT setzt ihre Reihe über Künstliche Intelligenz und die Arbeitswelt fort, diese Woche mit einem Text von Adrian Lobe über die ethischen und rechtlichen Fragen, die sich zum Beispiel ergeben, wenn ein Roboter einen Menschen oder einen anderen Roboter tötet. Auch in anderen Fällen wirft uns die KI manch harte Nuss in Sachen Willen, Gewissen und Verantwortung vor die Füße. (14.10.16)

Content- statt Kulturindustrie

Das, was drin ist, zählt nur noch mit Blick auf das, was hinten rauskommt: Mark Siemons schreibt in der FAZ über Content, in dem Unterhaltung, Journalismus und Werbung zusammenfließen und dessen instrumentelle Logik die gesamte Text- und Bild„produktion“ erfasst und erst zu einer solchen macht - die sich übrigens umso leichter automatisieren lässt. (15.10.16)

Das Weitere und Engere:

Die NZZ weist auf Pierre Bayles nicht ganz leicht zu lesenden Grundschrift der Toleranzphilosophie aus dem 17. Jahrhundert hin. +++ Michael Angele bespricht im Freitag Gisela von Wysockis Roman „Wiesengrund“, der der Faszination nachgehen will, die Adorno auf die Generation der 68er ausgeübt hat. +++ Um nicht schreiben zu müssen, er habe es ja immer schon gesagt, erklärt Gewaltforscher Wilhelm Heitmeyer im Freitag, warum er von der Brutalisierung der Gesellschaft nicht überrascht ist. +++ Das Jüdische Museum Berlin zeigt eine Ausstellung, in deren Zentrum laut FAZ der Golem und seine modernen technischen Nachfolger stehen. +++ In der FR ist von der Klage der Verbände über den stagnierenden E-Book-Markt in Deutschland zu lesen. Dem kann sich der catware.net Verlag mit seinen DRM-freien und halb so teuren E-Book-Fassungen des Lichtwolf nur anschließen.


Links der Woche am 08.10.2016, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 41/16

Die Rückkehr der Utopien

Emanuel Herold plädiert bei Telepolis für eine Renaissance des politischen Grundbegriffs der Utopie, und zwar mit Blick auf die ungewisse Zukunft Europas. Im Diskurs ist der Begriff jedenfalls wieder zurück, seine soziale und politische Bedeutung ist erkannt und doch wird er, wie an u.a. Sarrazin und Oskar Negt gezeigt wird, durchaus ambivalent verwendet. (03.10.16)

Der Fremde, das Andere, die Veränderung

Der Flüchtling verkörpere das Ideal des unternehmerischen Subjekts, so hebt Stephan Lessenich in der FAZ gwagt an und sieht mit Simmel im Bleiben das Merkmal des Fremden, der das Andere kenntlich macht. Das benachbarte Aktivum der Veränderung wiederum müsste zur totalen Mobilmachung der Leistungsgesellschaft passen, die aber durchweg für ein Unbehagen sorgt, das sich in vorauseilender Missgunst äußert. (06.10.16)

Kreolisierung des Gesprochenen

Veränderung konkret: Johanna Bruckner unterhält sich für die SZ mit dem Linguisten Uwe Hinrichs darüber, wie sich das Deutsche insbesondere durch die Zuwanderung verändern wird. Hinrichs ist optimistisch, sagt eine wachsende Trennung von schriftlicher und mündlicher Sprache und eine weitere anglisierte Vereinfachung der Grammatik voraus. (07.10.16)

Ästhetik und Orientierung

Der Niedergang der Literaturkritik ist ein Subtopos zum Niedergang des Feuilleton und diesmal ist Roman Bucheli in der NZZ an der Reihe, jenen zu beklagen: Entweder ist die moderne Kritik, allen hehren Ansprüchen zum Trotz, pöbelnd oder bieder - und damit auf dem besten Weg in die Irrelevanz. (08.10.16)

Lachen statt schießen

Mit den spezifischen Humorqualitäten der Nationen, Religionen und Generationen beschäftigt sich der Satiriker Andreas Thiel in der NZZ. Sie scheinen eng mit der Phylogenese verbunden, mit dem Begreifen von Normen, Schamgrenzen und der Freude am Spielen. Wichtig ist aber gerade in finstren Zeiten, dass überhaupt gelacht wird. (08.10.16)

Neue Bücher:

Die ZEIT stellt Michael Pauens neues Buch vor, worin er versucht, das subjektive Erleben von Qualia als Scheingewissheiten zu entlarven. +++ Bei Glanz & Elend bespricht Klaus Bittermann begeistert Sarah Bakewells Kollektivbiographie „Das Café der Existenzialisten“, die ihre Kraft auch durch die Faszination der Autorin vom Denken der Personen erhält. +++ Für die taz hat Jochen Schimmang die Essays über das Unverfügbare der Sprache gelesen, die der Schriftsteller Thomas Stangl im Band „Freiheit und Langeweile“ versammelt hat. +++ André Kieserling hat sich für die FAZ mit Luhmann im Gepäck Schumpeters Rechtfertigung des Unternehmer-Profits aus den neu edierten „Schriften zur Ökonomie und Soziologie“ vorgenommen.

Et cetera:

Die FAZ startet die neue Reihe „Internet und Demokratie“ mit Überlegungen, wie jenes mit seinen Filterblasen den Populismus und Autoritarismus gestärkt und den Ayn-Rand-Kapitalismus durchgesetzt hat. +++ Brian Leiter hat seine Leser gefragt, wen sie für den noch zu stiftenden Nobelpreis für Philosophie nominieren, und der Sieger steht fest: Saul Kripke. +++ Michael Allmaier ist passiv-aggressiv und regt sich dafür ganz untypisch in der ZEIT darüber auf, wie die Unfähigkeit zu offenen Zornesausbrüchen pathologisiert wird. +++ Heute Abend gibt es im DLF ab 23:05 Uhr die Lange Nacht über Michel Foucault.


Links der Woche am 02.10.2016, 15:05 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 40/16

weniger Akte X, mehr House of Cards

28 Prozent der US-Wähler glauben, dass eine verborgene Elite nach autoritärer Weltherrschaft strebt, schreibt Houssam Hamade im Freitag über den strukturell antisemitischen Trend, hinter allem eine große Verschwörung zu wittern. Das ist unter anderem darum problematisch, weil es ja wirklich Verschwörungen in der Politik gibt. (28.09.16)

Die Verteidiger des Abendlands

Die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor schreibt in ihrem neuen Buch über die Bringschuld der Mehrheitsgesellschaft bei der Integration. Seither wird sie massiver denn je bedroht und gibt in der ZEIT selbsternannten konservativen Intellektuellen eine Mitschuld an der neuen Welle an Morddrohungen gegen sie. (30.09.16)

Dystopie der entgrenzten Systeme

In der ZEIT-Reihe über Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt nimmt uns Sci-Fi-Autor Marc Elsberg mit ins Jahr 2031, in dem moralische Werte quantifizierbar sind, eine KI die Legislative und die Kulturproduktion übernommen hat und auch sonst praktisch jeder (selbst die Programmierer) durch intelligente Systeme ersetzt worden ist. (30.09.16)

Keine Fakten, nur Interpretationen

Nach dem Rededuell der beiden US-Präsidentschaftskandidaten beschäftigt sich Thomas Assheuer in der ZEIT mit dem locker-verächtlichen Verhältnis zur Wahrheit, das Donald Trump und alle Rechtspopulisten auszeichnet. Sie ersetzen Ideale durch gefühlige Mythen, die autoritaristische Sehnsüchte bedienen. Schuld ist die Postmoderne. (01.10.16) [ Ums postfaktische Zeitalter ging es - ausführlich und mit Links zu Assheuers Quellen - auch nebenan bei Schwein & Zeit in drei Teilen. ]

Außerdemos von Sonstnochos:

Die taz berichtet kurz vom diesmal ziemlich gottlastigen 20. Philosophicum in Lech. +++ Der iranische Regisseur Amir Reza Koohestani bringt in München Kamel Daouds Roman „Der Fall Meursault – Eine Entgegnung“ auf die Bühne; der Standard zeigt sich von der Inszenierung begeistert, auch die FR kommt nachdenklich angeregt aus dem Theater. +++ Die NZZ bespricht Terry Eagletons dichten Essay über Optimismus, Pessimismus und Fatalismus sowie die Frage, was die Hoffnung in der Büchse der Pandora verloren hat. +++ Die SZ rezensiert das neue Buch des Historikers Timothy Garton Ash, der darin die Entstehung und Ordnung der Internet-Weltgesellschaft beschreibt - und mit welchen Grundregeln sich liberale Werte darin bewahren lassen.


Links der Woche am 25.09.2016, 15:21 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 39/16

Geschi geht es auch nicht gut

Diese Woche fand der Deutsche Historikertag statt und man ist nicht glücklich über den Zustand des Schulfachs Geschichte. Martin Schulze Wessel erklärt in der FAZ, wie das Fach durch Output- und Kompetenzorientierung sowie Überfüllung in Krisenzeiten ruiniert wird, die es nötiger denn je machen. (25.09.16)

Spielen Maschinen uns aus?

Zum Start einer neuen Serie der ZEIT über Künstliche Intelligenz (KI) und deren Folgen beschäftigt sich Lars Gaede mit der digitalen Revolution, die die Arbeitswelt ähnlich verändern wird wie die Industrialisierung. Dazu trifft er IT-Forscher, die zuversichtlich oder kritisch auf KIs blicken, die bald nahezu alle Jobs besser erledigen können werden als wir. Einen Spezialfall beim Stand der Technik betrachtet Georg Rüschemeyer für die FAZ: Es geht um die Cepheus-KI und wie sie lernt, das schwer berechenbare Poker-Spiel zu meistern.

Neue Bücher

Jürgen Nielsen-Sikora zeigt sich bei Glanz & Elend begeistert von John Higgs’ ungewöhnlicher Art, die Geschichte des 20. Jahrhunderts als die der neuen Unübersichtlichkeit zu erzählen. +++ Ebenfalls bei G&E bespricht Wolfram Schütte Bettina Stangneths Essay „Böses Denken“, der mit Kant Vernunft, Freiheit und Moral nach ihrer Entwertung im 20. Jahrhundert auslotet. +++ Die NZZ rezensiert Kerry Howleys Romandebut „Geworfen“, dessen Protagonistin eine Phänomenologin ist, die der Faszination von Mixed Martial Arts-Kämpfen erliegt.

Unn sünst?

Die Wuppertaler Campuszeitung blickfeld spricht mit Peter Trawny über sein Heidegger-Institut und den Privatdozenten als akademischen Tagelöhner. +++ Christian Schwägerl schreibt in der FAZ über das schwierige Ringen der Geologenzunft mit dem Begriff des Anthropozäns für das aktuelle Erdzeitalter. +++ Ludger Lütkehaus würdigt in der NZZ den Ethnopsychoanalytiker und Anarchisten Paul Parin zum 100. Geburtstag. +++ Die FAZ unterhält sich ausgiebig mit dem Psychologen Claus Koch darüber, warum die Zeit zwischen 18 und 30 die härteste des Lebens ist. +++ In der Jungle World betreibt Georg Seeßlen eine umfassende politisch-phänomenologische Bildanalyse eines Portraits der schrecklich netten Familie Trump. +++ Ohne erkennbaren Anlass widmet sich Olaf Velte in der FR dem Doyen der Grauen Literatur, Victor Otto Stomps, der auch Schutzpatron der Mainzer Minipressen-Messe ist, an der der Lichtwolf im Mai / Juni 2017 wieder teilnimmt.


Links der Woche am 17.09.2016, 14:28 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 38/16

Die Zeit zwischen den Bücherwänden

Mit den Bibliotheken geht es zu Ende, weshalb die Schriftstellerin und frühere UB-Hiwi Stefanie de Velasco ihnen in der ZEIT einen Abschiedsbrief widmet: Sie und die Bücherei hätten sich entfremdet, Schuld sind neue Signaturen, die Verunmöglichung des Stöberns und hemmungslos schwätzende Besucher in den zu „Information Stores“ hochrationalisierten Internet-Outlets. (11.09.16)

Schlechte Praxis der Physik

Gleich drei Physiker und Mathematiker beklagen den bildungsreformerischen Abbau der Schulfachfassungen ihrer Disziplinen: Der Physikunterricht werde schlechtgeredet, um ihn sodann von Fachwissen, wissenschaftlicher Methodik und Mathematik zu entschlacken zugunsten von Kompetenzerwerb („Könnenserwartungen“). (14.09.16)

Philosophie im Studi-Alltag

Für ZEIT Campus befragt Michael Wolf fünf Philosophen zu aktuellen Problemlagen des fröhlichen Studentenlebens: Nietzsche exkulpiert Notlügen, Heidegger hilft bei defekten Spülmaschinen, Kant klaut aus dem WG-Kühlschrank, Kierkegaard langweilt sich in der Vorlesung und Russell lobt die Prokrastination. (14.09.16)

Philosophie in Palästina

Auch in Palästina wird Philosophie studiert. Adania Shibli, die dort Philo unterrichtet, erzählt in der ZEIT vom Denken und Zweifeln unter Besatzung und Armut und wie die Grundtexte europäischer Aufklärung von den jungen Palästinensern aufgenommen werden, die in der Universität eine Zuflucht vor ihrem traurigen Alltag gefunden haben. (14.09.16)

So werde ich Byung-Chul Han

Magnus Klaue traut sich in der ZEIT etwas indirekte Publikumsbeschimpfung, indem er sich den ebd. veröffentlichenden, liebsten Pop-Philosophen der ZEIT-Leserinnen vornimmt: Der Zivilisationskritiker Byung-Chul Han liest sich wie eine Erfindung von Botho Strauß und haut Pocketbooks voller Phrasen raus, für deren Nachahmung Klaue sieben Regeln angibt. (14.09.16)

Das zweite Mal als Farce

Der Historiker Dan Diner gibt Europas Gegenwart in der FAZ ein paar Tipps anhand von Europas geopolitischer Vergangenheit. Der Kalte Krieg regulierte noch die Krisen, die neue Unübersichtlichkeit aber betrifft auch Raum und Zeit und schafft Konfliktherde, die eher an das neunzehnte Jahrhundert erinnern. (15.09.16)

Außerdemchen:

In der NZZ denkt Robert Misik über den Mythos vom Meinungskartell der Mainstreammedien nach. +++ Die NZZ bespricht außerdem eher skeptisch Thomas Rids kurze Geschichte der Kybernetik mit dem Titel „Maschinendämmerung“. +++ An diesem Wochenende steigt in Hamburg der 51. Deutsche Historikertag, der sich laut Ulrike Heitmüller (Telepolis) mit Glaubensfragen (und Gastland Indien) befasst. +++ Die WELT hat jetzt auch eine Paywall, hinter der ein Artikel über neue Ergebnisse von Sprachforschern steckt, dessen lesbarer Teil immerhin verrät, dass die Lektüre acht Minuten dauert und „Warum das wichtig ist: Weil es die bisherigen Annahmen über die Entstehung von Sprache in Frage stellt.“ +++ Der neue Lichtwolf zum Thema „Nasen & Füße“ geht am Montag in die Post: Verraten Sie uns Ihre Anschrift, geben Sie uns Geld und seien Sie als Abonnentin ganz ohne Periscope und trotzdem live hinter der Offline-Paywall dabei!


Links der Woche am 10.09.2016, 14:22 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 37/16

Die Realität der Bildungsrepublik

Bei Telepolis gibt es einen langen, sehr guten Text von Britta Ohm über das neue akademische Prekariat, der im Jobcenter beginnt, wo man nichts mit promovierten Akademikern anzufangen weiß, obwohl der Staat viel Geld in sie investiert hat und sich als Bildungsstandort inszeniert. Die deutsche Bildungspolitik allerdings ist, wie Ohm an der Exzellenzinitiative zeigt, wissenschaftsfeindlich. (06.09.16)

Hobby wider die Verflachung

Im Uniblog der FAZ wendet sich Michael G. Gromotka gegen das Bild von Geisteswissenschaftlern als „fehlgeleitete Schwärmer, deren Hobby [vom Staat] zu finanzieren ist“. Die Realität sieht ähnlich wie bei Britta Ohm aus: Die Universität lässt ihren geisteswissenschaftlichen Nachwuchs am ausgestreckten Arm verhungern, was durch die Bologna-Reformen noch verschärft wurde. Dem stellt Gromotka seine Ideen für eine akademische Zukunft der Geistis entgegen. (09.09.16)

Balkanisierung des Diskurses

Philip Faigle und Sascha Venohr unterhalten sich für die ZEIT mit dem Medienjournalisten Gerret von Nordheim über Bestätigungsfehler und Filterblasen, die er nach dem Amoklauf von München anhand von Twitter-Nachrichten messen und visualisieren konnte. Poppers Traum von der kritisch-rationalen offenen Gesellschaft sieht er demnach in Gefahr. (09.09.16)

Mikro-Aggression und Trigger-Warnungen

In der NZZ überlegt der um keine originelle These verlegene Hans Ulrich Gumbrecht, ob politische Korrektheit eine neue Jugendbewegung à la 1968 sein könnte. Anlass ist ein Rüffel, den sich Gumbrecht eingehandelt hat, und derartig motiviert betrachtet er - trotzdem sine ira et studio - den modernen Moralismus seiner Studenten, dessen Vorzüge in globalisierten Zeiten er einsieht. (10.09.16)

Bücher, Bücher, Bücher

Star Trek wird in diesen Tagen 50 und aus diesem Anlass wird im Wissenteil der FAZ Metin Tolans Buch über die Physik des Raumschiffs Enterprise und ihren Einfluss auf weltliche Wissenschaftler besprochen. +++ In der NZZ findet sich weniger eine Besprechung als eine Meditation über das Anthropozän, für das Andreas Weber in seinem Buch „Enlivenment“ eine neue poetisch-philosophische Kultur des Lebens sucht. +++ Die ZEIT stellt das Buch von Svenja Flaßpöhler vor, in dem sie anhand konkreter Biographien über das Verzeihen und den Umgang mit Schuld schreibt. +++ Die FAZ rezensiert Oliver Nachtweys „Die Abstiegsgesellschaft“, worin der Autor u.a. eine fatale Komplizenschaft des 68er-Postmaterialismus mit dem Neoliberalismus ausmacht und auf ein „Aufbegehren in der regressiven Moderne“ (Untertitel) hofft. +++ Hilal Sezgin bespricht für die ZEIT Valentin Becks Theorie der globalen Verantwortung, worin er eine Moralphilosophie für das Verhältnis des Westens zu ärmeren Weltteilen vorlegt. +++ Bei Glanz & Elend rezensiert Peter V. Brinkemper ausführlich Michel Foucaults soziologisch-philosophische Vorlesungen 1972/73, die unter dem Titel „Die Strafgesellschaft“ erschienen sind. +++ Peter Sloterdijk hat übrigens auch wieder ein Buch geschrieben, und zwar einen Roman über die Naturphilosophie des weiblichen Orgasmus. Kein Link.

Das Weitere und Engere:

David Spencer schildert im Freitag mit vielen links die individuellen und gesellschaftlichen Vorzüge einer Verkürzung der Arbeitszeit. +++ Der Freitag weist außerdem auf die Theaterfassung von Kamel Daouds Roman „Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung“ bei der Ruhrtriennale hin. +++ Georg Seeßlen schreibt bei Getidan über die Mittelschicht, die AfD wählt aus Sorge, ihren Status (und damit ihre Identität) als umhegtes und tonangebendes Ideal im „Wohlfühlkapitalismus“ zu verlieren. +++ Andrea Köhler beschreibt in der NZZ mit Sigmund Freud die Katze mit ihren Ritualen als das konservative Tier schlechthin.


Links der Woche am 27.08.2016, 14:14 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 35/16

Paradigmenwechsel oder Hype?

Markus C. Schulte von Drach erklärt in der SZ mal ausführlich, was es mit Epigenetik auf sich hat, also der Theorie, dass Erfahrungen sich in den Genen niederschlagen und weitergegeben werden. Diese Wiederkehr des von Darwin widerlegten Lamarckismus aus dem 19. Jahrhundert birgt faszinierende Forschungsergebnisse, ruft aber auch Skepsis hervor. (22.08.16)

Scheitern ist out

„Der gescheiterte Künstler hat seinen Glamour verloren“, schreibt Annette Weisser in der ZEIT und erinnert sich an das West-Berlin der 1980er Jahre sowie an Chris Kraus’ Roman „I Love Dick“: Die damals und dort praktizierte Verweigerung und das existenzielle Scheitern sind für die im Neoliberalismus Aufgewachsenen keine Option mehr. (24.08.16)

Gutes tun mit Hand und Fuß

Im Uni-Blog der FAZ portraitiert Henrike Wiemker zwei Anhänger des „effektiven Altruismus“, die beim Weltverbessern möglichst rational vorgehen wollen. Beide haben unter dem Gesichtspunkt ihre Karrierewege verändert, um z.B. als Besserverdiener mit Spenden einen größeren Beitrag zum Menschheitswohl zu leisten als es einem HNO-Arzt möglich wäre. (26.08.16)

Zwischen Hetze und Verwertung

Mit dem Rechtspopulismus breitet sich die Irrationalität in der Politik aus. Heike Schmoll schreibt in der FAZ über die EU-Forschungspolitik, die „real solutions“ für „real problems“ erwartet, sprich diejenigen Geistes- und Sozialwissenschaften marginalisiert, die weniger der Wirtschaft als den Ideen von Pluralismus und Toleranz dienen. (26.08.16)

Unverzagt an die große Aufgabe

Der Politologe Herfried Münkler hat mit seiner Frau Marina ein Buch geschrieben und beide werden deswegen von gleich drei FAZ-Redakteuren interviewt. Denn ihre Sozialutopie über die neuen Deutschen ist eine Absage an Identität und Leitkultur, ein Plädoyer für moralische Politik und richtet sich besonders an diejenigen, die Merkels „Wir schaffen das“ in der Flüchtlingspolitik mit Skepsis betrachten. (26.08.16)

Lektüre, die bleibt

Der Schriftsteller Rolf Dobelli empfiehlt in der NZZ eine neue Lesekultur: „Weniger lesen, dafür doppelt.“ Denn auch Dobelli hat wie so viele mehr Bücher, als er lesen kann, und konnte sich an die gelesenen kaum erinnern, bis er diese eher nutzenorientierte Form der Lektüre wählte. (27.08.16)

Die Maschine rettet Rotkäppchen

Christoph Drösser will wissen, ob Algorithmen Texte schreiben können, und hat mit einem Algorithmus einen Text darüber für ZEIT Wissen geschrieben. Darin erklärt er an einigen konkreten Beispielen, wie maschinelles Lernen funktioniert - mit neuronalen Netzen ähnlich wie im menschlichen Gehirn. (27.08.16)

Et cetera:

Markus Christen macht sich in der Huffington Post Gedanken darüber, wie Digitalisierung, Big Data und Künstliche Intelligenz das Kerngeschäft der Philosophie, philosophische Texte zu produzieren, verändern werden. +++ Der Freitag empfiehlt die Hörspielfassung von Victor Klemperers Analyse der Sprache des Nationalsozialismus. +++ Der Freitag-Leser Peter Nowak empfiehlt wiederum das Buch, in dem der Wiener Soziologe Alfred E. Noll nachweist, dass Heidegger lange vor der NSDAP-Mitgliedschaft ein Nazi war und es danach blieb. +++ Zwei Öko-Filme: Georg Seeßlen bespricht bei Glanz & Elend den angenehm ambivalenten Aussteigerfilm „Captain Fantastic“, Martin Schwickert weist in der ZEIT auf den modernen Märchenfilm „El Olivo“ hin, in dem es nur vordergründig um einen Olivenbaum geht.


Links der Woche am 20.08.2016, 14:27 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 34/16

Lokalpatriotismus in der Globalisierung

In seinem Essay im Standard hebt Tobias Moorstedt mit der guten Frage an, was Hipster und Donald Trump gemeinsam hätten. Die Lösung: Während die I<3NY-Kampagne in den 70ern einen Moloch rettete, sind heutige Liebesbekenntnisse zum eigene Kiez repressiver Eskapismus ins Bornierte. (13.08.16)

Hochschulfinanzierung über Trinkgelder

Für ZEIT Campus portraitiert Miriam Gebhardt den Philosophen Günter Fröhlich, der als unbezahlter Privatdozent an der Uni Regensburg arbeitet, sich das mit einem Kellnerjob finanzieren muss und eine Popularklage gegen die systematische Ausbeutung der Habilitierten angestrengt hat. (18.08.16)

Vorm Arzt sind alle ungleich

In der Medizin gibt es keine Gender-Debatte bzw. ganz besonders: So berichtet Miray Caliskan in der FAZ von allerhand Studien der „Gendermedizin“, die zeigen, wie wichtig es ist, geschlechtsspezifische Faktoren wie Sexualhormone und Lebensstil in Diagnostik und Behandlung zu berücksichtigen. (19.08.16)

Der Islam kann so bunt sein

Der Schriftsteller Ilija Trojanow spricht sich in der FAZ dafür aus, die Sufi-Tradition der islamischen Mystik zu unterstützen, deren friedfertige, humorvolle, eigenwillige, undogmatische Vielfalt sie zum Hauptfeind von Islamisten, aber auch zum ungerechten Ziel westlicher Skepsis macht. (19.08.16)

Die gute, alte Zeit

Vor einigen Wochen ist Bommi Baumann gestorben, dem sein langjähriger Bekannter Günter Langer, weiland Redakteur von Agit-883, bei Telepolis einen ausführlichen Nachruf widmet, der die berühmten Episoden der Hasch-Rebellen, Kommunarden, SDSler und Verfassungsschützer nach 1968 aus seiner Perspektive behandelt. (19.08.16)

Außerdemos von Sonstnochos:

Jackie Thomae wundert sich in der ZEIT, dass plötzlich alle als Kind ein Nerd gewesen sein wollen. +++ Bei Glanz & Elend wird Peter Trawnys „Technik.Kapital.Medium“ besprochen. +++ Beim Freitag entdeckt Matthias Dell in den beiden Doku-Filmen „Krieg und Spiele“ (über Drohnenkrieg) und „Comrade, Where Are You Today?“ (über die linke Internationale) das gemeinsame Thema der Entpolitisierung der Welt. +++ Die FR empfiehlt des hugenottischen Philosophen Pierre Bayle Schrift über das Verhältnis von Vernunft und Toleranz gegenüber Andersgläubigen.


Links der Woche am 13.08.2016, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 33/16

Es ist fünf vor zwölf

Andreas Wirsching, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, schreibt in der SZ einen Essay als Warnruf: Nicht nur im europäischen Südosten ist die Demokratie gefährdet, sondern auch hierzulande. Terrorismus und Fremdenhass einerseits, konkurrierende Extremismen andererseits nehmen die politische Kultur der Menschenrechte in die Zange.

Die Linken und die Religion

Linkssein heißt mindestens religionsskpetisch zu sein, schreibt Michael Jäger im Freitag. Linke sind hin und hergerissen zwischen Solidarität mit Flüchtlingen und einer Reserviertheit gegenüber dem Islam. Jäger blickt dazu in die linke Ideengeschichte seit Marx zurück, die stets eine des Streits um das Verhältnis zur Religion im Kapitalismus und zum Kapitalismus als Religion war. (10.08.16)

Auch eine Art von Antidiskriminierung...

WASP-Männchen haben es nicht leicht unter dem Diktat der politischen Korrektheit, wie René Scheu in der NZZ schreibt. Ein bunter Strauß an Diskriminierungs-Vorwurf werde inflationär gebraucht, obwohl die Gesellschaft egalitär wie nie sei. Grund sei der ubiquitäre Narzissmus infantil-staatsgläubiger Egos, die sich andauernd verletzt fühlen. (12.08.16)

Trash wählt Trump?

Hans Ulrich Gumbrecht fragt von seinem FAZ-Blog aus nach dem revolutionären Potential, das im Trump-wählenden White Trash stecken mag. Dazu schaut er zunächst mal bei Marx, Bakunin und Fanon nach dem Lumpenproletariat. Mit einer ähnlichen Fragestellung, aber klügeren Ergebnissen hat Nils Markwardt für den Freitag neue Bücher von Didier Eribon und Daniele Giglioli gelesen, die der Linken einiges ins Stammbuch schreiben, um sich nicht vom Rechtspopulismus abhängen zu lassen.

Unn sünst?

Die ZEIT ist ganz fasziniert von dem Buch, in dem Roberto Calasso den abendländischen Menschen mit Fremdheit, Transzendenz und Metaphysik der vedischen Mythen konfrontiert. +++ Vor 25 Jahren ging die erste Website online - die taz gratuliert dem WWW zur Quarterlifecrisis. +++ In der NZZ zeigt sich Alain Claude Sulzer skeptisch, ob Intellektuelle immer die klügeren Kommentatoren sind, und lehnt darum deren Pflicht, sich einzumischen, ab.


Links der Woche am 06.08.2016, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 32/16

Noumenauten und ihr Zeug

Peter Sjöstedt hat bei den Psychedelik-Fachleuten von HighExistence.com sorgfältige Konsumportraits von 13 Philosophen zusammengestellt, die immer oder hauptsächlich auf Droge waren: Von Platons Mutterkorntrips über William James, der erst auf Lachgas Hegel zu verstehen glaubte, bis zu Sartres Meskalin-Experimenten.

Alles ist eitel

„Geht es mit der westlichen Kultur zu Ende?“, fragt Wolfgang Müller-Funk im Standard, wo er sich mit dem Dekadenznarrativ von Giambattista Vico bis Michel Houellebecq befasst und feststellt: Der allgemeine Niedergang wurde schon immer diagnostiziert und heutzutage natürlich ganz besonders leidenschaftlich. (31.07.16)

Rendezvous der Littérature engagée

In der FR fragt sich Christina Lenz angesichts einiger literarischer Neuerscheinungen mit politischer Botschaft, ob der engagierte Intellektuelle in die Öffentlichkeit zurückgekehrt ist: Matthias Jügler hat 25 Texte jüngerer Autorinnen und Autoren zur Frage zusammengetragen, „wie wir leben wollen“, und eine Schriftstellerkonferenz nimmt sich das Motto „Grenzen nieder schreiben“ vor. (02.08.16)

Die nicht ganz entzauberte Welt

Karl-Heinz Ott rekapituliert in der NZZ die Diagnostik vom Ende der Erzählungen, die vor hundert Jahren von Freud, Weber, Benjamin & Co. vorgenommen wurde, um sogleich mit allerhand anderen Philosophen an die auch in der kapitalistischen Postmoderne noch aktive Kraft von Mythen (Marxismus und Islam) zu erinnern. (05.08.16)

Wer jung bleibt, altert und stirbt nicht

Andrea Köhler unterhält sich für die NZZ mit dem Kulturwissenschafter Robert Harrison über Jugendwahn und die Infantilisierung der Gesellschaft. Beide scheinen ein Effekt der länger werdenden Lebenserwartung zu sein - und Internet und Smartphones haben auch was damit zu tun. (05.08.16)

Bücher zur rechten Zeit

Die FAZ bespricht Bettina Stangneths an Kant und Arendt geschulte Analyse „Böses Denken“. Das Buch kommt in Zeiten von Terror und Gewalt gerade recht, weshalb sich Michael Girke für den Freitag von Stangneth München und Menschenverachtung erklären lässt. Ebenfalls zur rechten Zeit - diesmal mit Blick auf den Vormarsch des Rechtspopulismus - ist Hannah Arendts „Apologie der Pluralität“ auf Deutsch wiederaufgelegt worden und wird von der ZEIT vorgestellt.



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Da wird die Geschichte der westdeutschen Intelligenz lebendig: Martin Gohlkes Roman gibt es als Hardcover mit 394 Seiten beim catware.net Verlag oder hier im Einkaufszentrum für nur 19,80 €.


Marc Hieronimus: Der Schritt zur Seite

Die erste Gesamtdarstellung der Décroissance-Bewegung und ihrer Ursprünge, ihrer Motive, Denker und falschen Freunde: Das leidenschaftliche und fundierte Plädoyer für ein anderes Leben ist erhältlich direkt beim catware.net Verlag oder im Buchhandel (ISBN 9783941921634) erhältlich.


David Hume: Von der Regel des Geschmacks

David Humes Essay über die Ästhetik „Von der Regel des Geschmacks“, von Martin Köhler neu übersetzt: als Taschenbuch beim catware.net Verlag oder hier im Einkaufszentrum für nur 6,80 € - sowie als E-Book für Kindle oder im epub-Format für bloß 2,99 €.



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