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Links der Woche

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10. Friedrich Nietzsche (19)

Links der Woche, rechts der Welt: Jeden Samstag Nachmittag empfiehlt der Lichtwolf die interessantesten Texte der Woche der Leserschaft zur Wochenendlektüre.


Es gibt in dieser Rubrik 354 Artikel auf 36 Seiten:

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Links der Woche am 19.05.2012, 14:30 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 20/12

Der Preis der Arbeit

Die DDR hat (politische) Strafgefangene für IKEA Spanplatten ausfräsen lassen, die Deutschland AG hätte ohne Zwangsarbeit kaum so schnell nach '45 wieder Fuß gefasst. Wirtschaftsphilosoph Frank Wiebe macht sich Gedanken, wie Zwangsarbeit zu entschädigen wäre (gar nicht) und wie vertrackt die Frage nach Verantwortung hier ist. (07.05.12)

Das Guckloch in die Welt an sich

Kausale Abgeschlossenheit ist philosophisch bequem und naturwissenschaftlich praktisch, weil sich der Forscher auf einen kleinen Bereich konzentrieren kann, in dem dann alles gesetzmäßig ablaufen müsste. Josef Honerkamp ist jedoch skeptisch, ob es kausale Abgeschlossenheit überhaupt geben kann oder ob sie nicht Symptom unserer beschränkten Erkenntnisfähigkeit ist. (14.05.12)

And what's the deal with...

Der Philosophy Bro beantwortet wieder Leserzuschriften. Diesmal erklärt er, wie sich sinnvoll für Tierrechte argumentieren lässt, warum der Positivismus Anfang des 20. Jahrhunderts so beliebt war und was es mit Wittgensteins Abbildtheorie auf sich hat. (14.05.12)

Zum Schluss

Der blinde Hund hat einen Artikel von Paul Boghossian über logische Schlussweisen gelesen und ist ins Zweifeln darüber geraten, ob es sich bei Induktion und Deduktion wirklich um verschiedene handelt. (17.05.12)

Fichte, Geichte

Heute feiert Johann Gottlieb Fichte irgendwie im Ideenhimmel seinen 250. Geburtstag. Drum kann Uwe Justus Wenzel in der NZZ zwei Fichte-Biographien vorstellen sowie das nur anzudeutende Werk des Teutonosophen, der meist erst genannt wird, wenn der Atemzug nach "Kant, Hegel, Schelling" bereits versiegt ist. Die Märkische Allgemeine hält Fichte für verheideggert.

Unn sünst:

Apropos Wirtschaftsethik: Der Spaemann-Schüler Peter Koslowski ist gestorben, die FAZ ruft nach. +++ Gar nicht traurig ist man bei der taz über das Ende des Philosophischen Quartetts. +++ Für die FAZ bespricht Werner Plumpe David Graebers Kapitalismuskritik, die sich am Schuldwesen festmacht. +++ Der Freitag stellt Neuerscheinungen zu Albert Hofmann und LSD vor (im Sinne von "präsentieren", nicht "halluzinieren").


Links der Woche am 12.05.2012, 10:12 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 19/12

Du bist nichts

"Der Kampf um die Urheberrechte im Internet ist mehr als nur ein Streit um die Vergütung", ahnt Thomas Assheuer in der ZEIT. Nicht nur der Urheber, sondern gleich das ganze bürgerliche Subjekt sei qua Digitalrevolution im Verschwinden begriffen, so denkt Assheuer das Piraten-Programm weiter bzw. zurück in die philosophische Debatte des 20. Jahrhunderts über Bedeutung und Bedeutungslosigkeit der philosophischen Gewohnheit "Subjekt". (05.05.12)

Was nun, was tun?

Wer kennt das nicht: Man spaziert am Bahndamm entlang und wird eines führerlosen Frachtzugs gewahr, der auf ein Kind zurast. Die einzige Chance, es zu retten, besteht darin, den Zug auf ein Nebengleis umzuleiten, wo er fünf Bahnarbeiter überfahren würde, oder darin, einen Adipösen auf die Gleise zu stoßen, um den Zug zum Entgleisen zu bringen. Der Philosophy Bro dröselt die Doktrin des Doppeleffekts auf. Fucking A. (07.05.12)

nomm nomm nomm

Die FR unterhält sich mit der Philosophin Agnes Heller über Marx, ihr Heimatland Ungarn und die Zukunft Europas. Darin kommt Heller zu dem plakativen Urteil, Philosophen gäben uns "spirituelle Nahrung". Mehr von Frau Heller ist heute Abend im Radio zu hören: Der Deutschlandfunk bringt ab 23:05 Uhr die Lange Nacht über Ágnes Heller. (08.05.12)

Voll in die Augenklappe

Die Piraten-Partei hat es gerade nicht leicht: Nach Sven Regener und 51 "Tatort"-Autoren rotten sich jetzt Tausende von Künstlern gegen ihre Vorstellungen vom Urheberrecht im Zeitalter technischer Reproduzierbarkeit zusammen! Zu allem Überfluss haut Johannes Thumfart in der taz der piratischen Ideologie vom rhizomischen Bürgerschwarm auch noch die philosophischen Füße weg. Ein Glück für die Piraten, dass Parteien erst mit als absurd entlarvten Ideologien bei Bundestagswahlen über 14 Prozent kriegen! (10.05.12)

Das Weitere:

Apropos Piraten-Partei & Urheberrechte: Ganz schön differenziert (und arriviert) für ADHS! +++ Die taz meldet das Erscheinen einer Derrida-DVD. +++ Schlotterdeik lästert über seinen TV-Nachfolger Precht, wie SPON kolportiert, dagegen verteidigt Barbara Bleisch Philosophie in der Glotze und besonders Precht. +++ via Der blinde Hund (wo man übrigens häufiger vorbeigucken sollte): Auf Tumblr ist zu sehen, wie Philosophen aussehen.


Links der Woche am 05.05.2012, 14:32 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 18/12

Die Zimmer Turings und Chinas

Vor einer Weile wurde bereits auf eine Artikelserie hingewiesen, die sich zu Alan Turings 100. Geburtstag seiner Maschine und ihrem Test widmet. Tarek Richard Besold hat unter der nach wie vor schönen Überschrift "Turings Werk und Searles Beitrag" bei den SciLogs inzwischen Teil 1, Teil 2 und Teil 3 seiner Betrachtungen zur Künstlichen Intelligenz nach Turing veröffentlicht.

Gegen Mubarak und Ackermann

Unruheexperte Wolfgang Kraushaar hat ein Buch geschrieben, das Stefan Reinecke in der taz vorstellt: "Aufruhr der Ausgebildeten. Vom Arabischen Frühling zur Occupy-Bewegung" sieht erstmals seit 1968 erstmals wieder die Armen Seit' an Seit' mit jungen Akademikern gegen die herrschende Ordnung protestieren, allerdings in führer- und visionsloser Offenheit. (30.04.12)

Die gebende Hand mit dem Goldring

Bei Telepolis führt Reinhard Jellen ein Gespräch mit Kathrin Hartmann über Super-Gentrifizierung und die Tafeln als Sinnbild eines ökonomistischen Zeitgeistes, der die Gesellschaft in angehimmelte Gewinner und verachtete Verlierer entsolidarisiert. Hartmann hat für ihr Buch "Wir müssen leider draußen bleiben" in den Armutszonen von Bangladesch und München recherchiert. (02.05.12) (Und wer darob einen richtigen Hals kriegt, dem sei "Die Lange Nacht vom Zorn" heute ab 23:05 Uhr im Deutschlandfunk empfohlen.)

Demokrise

Wirtschaftskrisen sind Vertrauenskrisen sind Krisen der Demokratie. Drum wird auch weiterhin akut über die Staatsform unter Druck nachgedacht. In der NZZ blickt der Historiker Christian Meier zurück auf die Vorfahren der morgen wählenden Griechen. Schon im antiken Athen herrschten stets nur einige, nie das ganze Volk, dessen Herrschaftsanspruch die Demokratie nicht erfüllen kann.

Ebenfalls den Blick zurück zu den erfreulichen europäischen Wurzeln anstatt die unerquickliche Gegenwart lenkt Sahra Wagenknecht (Linke) in der FAZ. (Jawohl, die Kommunisten stehen jetzt auch schon in der FAZ!) Kunst, Geist oder Demokratie sind wie Europa überhaupt den Märkten überlassen worden, die nötig reguliert gehören.

Das Älteste

Die ZEIT bespricht Robert Spaemanns autobiographischen Gesprächsband über "Gott und die Welt". +++ Die FAZ stellt "Platon in Bagdad" von John Freely vor, der darin beschreibt, wie das Wissen der Antike über den Orient zurück nach Europa kam. +++ Der Bayrische Rundfunk erinnert zum 250. Geburtstag an Johann Gottlieb Fichte. Herzlichen Glückwunsch zum Vierteljahrtausend, altes Möbel!


Links der Woche am 28.04.2012, 15:00 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 17/12

Ein Prosit dem Volkskörper

In der WELT freut sich Alan Posener über eine "Studie" der amerikanischen Onlinezeitung "The Daily Beast", die unter den nutzlosesten Uni-Abschlüssen vor allem geisteswissenschaftliche wie Politik, Geschichte, Philosophie oder Kunst aufführt: "Ein Land, in dem es kein geisteswissenschaftliches und künstlerisches Prekariat gibt, ist ein Land ohne Seele." (25.04.12)

Demokratie unter Druck

Unserer Lieblingsstaatsform geht es gerade nicht gut: Von außen machen der wirtschaftliche Erfolg Chinas und das EU-Sparkommissariat Druck, im Innern wählen die Bürger wenn überhaupt dann nur noch aus Protest. Herfried Münkler macht sich in der NZZ seine Gedanken über den Scheideweg zwischen elitärer Kommando-Demokratie und irrationaler Massenbewegung. (25.04.12)

YPS kommt zurück

...so wird gemeldet, und zwar eine YPS für die, die damit aufgewachsen sind und heute auf Titten, Grillwürste und Club-Mate-Lifestyle statt Urzeitkrebse stehen.


Links der Woche am 21.04.2012, 15:10 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 16/12

Looking for Freedom

In der taz verteidigt Micha Brumlik den Vordenker des Individualismus, John Stuart Mill gegen seine Vereinnahmung durch den Neoliberalismus. Seine Ablehnung jeglicher staatlicher Einmischung war keineswegs so rigoros, wie z.B. Hayek meinte, und zum Lebensende hin machte sich Mill gar Gedanken über den Sozialismus. (17.04.12)

Agamben zum Siebzigsten

Zu seinem 70. Geburtstag bekommt Giorgio Agamben in der taz ein kurzes Portrait von Cord Riechelmann, das die Pioniertat des "Homo sacer" würdigt, Auschwitz philosophisch und nicht nur geschichtswissenschaftlich zu begegnen. Leider bricht es viel zu früh ab. Ausführlicher dagegen die Geburtstagsgrüße, die Agamben in der NZZ von Uwe Justus Wenzel bekommt.

Träger Muff

Markus Dahlem fragt sich in den BrainLogs, ob eine wissenschaftliche Karriere überhaupt noch lohnt. Anlass ist eine aktuelle Radiosendung, die die Starrheit akademischer Strukturen nicht gesetzlich oder finanziell begründet sieht, sondern der muffigen Trägheit geschuldet. (20.04.12)

Quickstep von links nach rechts

Hans Ulrich Gumbrecht widmet sich in seinem FAZ-Blog Digital/Pausen diese Woche der nicht mehr ganz so taufrischen Frage, ob "links" und "rechts" im politischen Diskurs noch Sinn machen. Von der Begriffsgeschichte, in der die Positionierung einst relativ zum Verständnis des Begriffs "Gleichheit" stattfand über die Godesberger SPD und die Schwärze der Grünen bis zur erzlinken Staatsgläubigkeit geht der "Quickstep". (20.04.12)

Paddi machen: Letzte Woche Festival in Hannover, heute Party in Bielefeld: Die dortige Uni-Abteilung Philosophie haut auf den Putz, Mauri Antero Numminen ist Stargast.


Links der Woche am 14.04.2012, 14:48 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 15/12

Vorsorge gegen die Sorgen

Wenn nichts mehr hilft, hilft nur noch der Weltuntergang: Im US-Fernsehen starten zwei Reality-Dokus, in denen es um Leute geht, die sich auf die Apokalypse vorbereiten. Johannes Thumfahrt sieht das eschatologische Prinzip der Casting-Show darin auf die Spitze getrieben und berichtet in der taz über ein Land, in dem sich Bewohner bewaffnen und einbunkern, weil sie mit dem Weltuntergang besser umgehen können als mit der nächsten Tilgungszahlung. (11.04.12)

Quantentricks

Wer beeindruckt nicht gern eine fesche Erstsemesterin, einen feschen Erstsemester mit der modernen Physik entlehnten Paradoxa? Dieses geisteswissenschaftliche Balzritual könnte bald an sein Ende kommen, denn Physiker Joachim Schulz erklärt gerade in seinem Scilog "Quantenwelt" allgemein verständlich relativistische Paradoxa - und ihre schnöde Auflösung! (12.04.12)

Calvins Erbe

Malochen ist scheiße, aber es geht immer noch beschissener, wie der Doku-Film zeigt, der das Business-Punk-Motto "Work hard, play hard" als Titel hat und von der taz, der ZEIT und der der FAZ vorgestellt wird, die gar meint, der Film zeige, "wie die Betriebswirtschaft unser Leben zerstört und am Ende vielleicht auch den klassischen Kapitalismus". Zur positiven Stimulation des Fluchtreflexes sei abermals an die taz verwiesen, die ein Gespräch mit dem Aussteiger Tom Hodgkinson geführt hat.

Festival oder Kneipe?

In Hannover findet gerade das dritte Festival der Philosophie statt. +++ Das Panoptikum der Stammkneipenkultur, Adam Seides "ABC der Lähmungen" wurde neu aufgelegt, wie die ZEIT meldet.


Links der Woche am 07.04.2012, 15:04 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 14/12

Put your Schlegel in my Kant

Die Spaßgesellschaft endete am 11. September 2001, seither hat es die Ironie schwer gehabt im öffentlichen Diskurs. Das tut ihm nicht gut und der Kunst im weitesten Sinne auch nicht, findet Peter Richter, und weist in einem wunderbaren FAZ-Text nach, das auch schon Griesgrame wie Hegel müßige Verspieltheit unter dem verbissenen Ernst des bürgerlichen Realitätssinns begruben. (01.04.12)

Warum Flaggen brennbar sind

Thomas Grüter fragt in seinem Scilog "Gedankenwerkstatt", ob Irrationalität womöglich kein Defekt, sondern nur ein weiterer üblicher Modus des Denkens ist. Der Glaube an übersinnliche Kräfte ist schließlich in allen Kulturen verbreitet, ebenso wie der an Rituale, Wahrsagerei und Symbole, wie der hierzulande gültige § 90a StGB bezeugt. (02.04.12)

Kaum Diskurs im Diskurs

Nebenan bei Glanz & Elend rekapituliert Peter V. Brinkemper eine Wuppertaler Tagung zu Habermas' Update des Historischen Materialismus', die eher zu einer (mäßigen) Werkschau geriet. Was sind Kapitalismus und Demokratie heute in Europa? Was bedeuten Erkenntnis und Interesse für den Diskurs? Was machen Wissenschaft und Technik im Überbau?

"deutsche Gebrauchsliteratur"

Kürzlich lasen vor 250 "eher linken" Zuhörern die Redakteure Mely Kiyak (FR), Yassin Musharbash (SPON) und Deniz Yücel (taz) aus der Hatemail vor, die sie in den vergangenen Jahren erhalten haben: Leserbriefe, aus denen Rassismus, aber auch Sexismus und Antisemitismus nur so herausmüffeln. Der kathartische Abend schien - dem taz-Bericht nach - sogar lustig gewesen zu sein, wenn nämlich die Zuschriften vor lauter Hass gar zu sehr ins Absurde kippten. (02.04.12)

Von der Fahne gegangen

Die Zentripetalkraft des abendländischen Kapitalismus und seiner Leistungsnorm lässt nach. Dokumentiert wird das von der Selbstauskunft einer jungen Hochschulabsolventin mit Karriereaussichten, die nicht etwa hingeworfen hat, um sich mit Sabbatjahr oder Abenteuerurlaub für den Job zu regenerieren. Vielmehr lebt sie jetzt einfach von Arbeitslosengeld jenseits von Schland; mit Oscar Wilde: "I don't want to earn a living, I want to live." (04.04.12)

Das Weitere und Engere

In der NZZ bespricht Ludger Lütkehaus das neue Buch "Aufklärung. Das europäische Projekt." von Manfred Geier. +++ Anlässlich der Veröffentlichung von Theodor W. Adornos Vorlesungen zur Ästhetik und Dialektik läuft in Berlin eine Ausstellung zu TWA, schreibt der Tagesspiegel. +++ Sensation: Fichte war kein Rammenauer, sondern aus Oschatz, wie die Oschatzer Allgemeine Zeitung atemlos meldet!


Links der Woche am 01.04.2012, 15:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 13/12

Glück auf beim Data Mining

Dietmar Dath glaubt nicht, dass früher alles besser war, aber auch nicht, dass in Zukunft alles besser wird. In der FAZ skizziert er die vier Paradigmen der exakten Wissenschaften, deren jüngstes viertes ein Kind der Möglichkeit ist, komplizierte Berechnungen mit einer Turingmaschine zu erledigen. Vernetzt man Millionen davon, schlägt die Quantität in eine neue Qualität um, in welcher Theorie, Experiment und Simulation ununterscheidbar sind. (28.03.12)

Der Unvermeidliche

Hans Ulrich Gumbrecht denkt in seinem philosophischen FAZ-Blog "Digital/Pausen" diese Woche über die Frage nach, ob Heidegger unvermeidlich sei. (In Freiburg: ja) Grund ist die Tatsache, dass Subjektphilosophie und Konstruktivismus abgewirtschaft sind und besonders Heideggers Spätwerk neue Impulse zur Gegenwartsanalyse geben könnte. Daneben setzt sich Gumbrecht noch mit seinen inzwischen abgelegten Vorbehalten gegen Heidegger wg. 1933/34 auseinander. (30.03.12)

Metametameta

Leonie Seng verweist in Ihrem Philosophie-Blog auf das Philolink-Blog, das seit einigen Tagen Links zu philosophischen Themen sammelt, und wir verweisen in unserer wöchentlichen Sammlung von Links zu philosophischen Themen auf den Verweis zur Verweissammlung. Deconstruct this, Poststrukturalismus! (30.03.12)

Weltwissen in 45-Minuten-Häppchen

Judith Schalansky hat mit "Der Hals der Giraffe" den wunderbaren Monolog einer verbitterten Bio-Paukerin verfasst und denkt nun in der FAZ über Schulbücher gestern, heute und morgen nach; sowie über das Rätsel, das über jeder Schulzeit hängt - gerade wenn Klausuren anstehen: Wofür soll man den ganzen Stoff später mal brauchen? (01.04.12)


Links der Woche am 24.03.2012, 19:38 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 12/12

Die Ironie der Zensur

Macha Séry hat in den Archiven einen Artikel gefunden, in dem Albert Camus 1939 beschrieb, wie Freiheit, vor allem Pressefreiheit unter den Bedingungen der Unfreiheit möglich ist. Es ist von passender Ironie, dass dieser Text der Zensur zum Opfer fiel und erst jetzt in deren Archiven gefunden wurde, wie Jürg Altwegg in der FAZ berichtet. (20.03.12)

Vom Gekritzel zum Opus

In der NZZ bespricht Ludger Lütkehaus den neunten Band von Nietzsches "Handschriftlichem Nachlass ab Frühjahr 1885", der ab sofort für lumpige 338 Euro erhältlich ist (alternativ kann man dafür 13 Jahre lang den Lichtwolf abonnieren). Die Philologen waren gut - vielleicht zu gut - zu Nietzsche, der in den Arbeitsheften von 1888 einräumt, "wie ein Schwein zu schreiben". (24.02.12)

Apropos Gekritzel

Zwei Texte beschäftigten sich diese Woche mit dem Wandel der Schriftkultur, der ja wie die Plattentektonik nur von Fachleuten mit komplizierten Geräten zu bestimmen ist. Zum einen stellt Eduard Kaeser in der NZZ die Rolle der Haptik beim Schreiben in den Vordergrund, um sich sodann mit dem Gewische und Gefingere des Touchscreen-Wesens zu beschäftigen. Zum anderen bemerkt Harald Jähner in der FR das Aussterben der Grußfloskel "Lieber..." - in einem Text, der trotz eines homophoben Ausreißers lesenswert ist.

Wonnen der Maloche

Mit dem Buch von Alain de Botton über "Freuden und Mühen der Arbeit" beschäftigt sich in der ZEIT Max Neufeind, der beim Rezensieren einmal den Roman im Blick behält, den Thomas von Steinaecker ebenfalls der modernen Arbeitswelt gewidmet hat, und daneben auch Hegels Definition von sinnvoller Arbeit. (22.03.12)

Mind the Gap

An einer lückenlosen Geschichte der Philosophie wird am King's College in London gearbeitet. Die Zeitleiste startet mit Hesiod und ist inzwischen bei Marc Aurel angelangt.


Links der Woche am 17.03.2012, 14:32 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 11/12

KI sag mal "Piep"!

In diesem Jahr wäre der Computerpionier Alan Turing 100 Jahre alt geworden. Bei den Scilogs eröffnet Tarek Richard Besold darum unter der schönen Überschrift "Turings Werk und Searles Beitrag" eine Reihe zum Turing-Test, den eine künstliche Intelligenz bestehen müsste, um als solche anerkannt zu werden. (13.03.12)

Nach dem Vektor zum Bahnhof fragen

Quantenphysiker Joachim Schulz lässt uns - ganz formelfrei! - in den Scilogs an einer der vielen Segnungen der Mathematik teilhaben, nämlich am Vektorraum, der als Koordinatensystem jeder Leserin und jedem Leser noch bekannt vorkommen sollte. Damit lässt sich der Raum beschreiben und womöglich auch die Raumzeit. (13.03.12)

Am Katheder auf Arbeit

In der FAZ wird weiter über den Privatdozenten debattiert. Remigius Bunia stellt im Rückblick fest, dass nicht der Umgang mit dem PD, sondern der mit der Lehre das Problem ist. Zur Lehre ist man befugt oder berufen, zum Unterrichten wird man gezwungen (13.03.12)

Die laue Flut

Jürgen Kaube beschäftigt sich in der FAZ mit der Sachbuchflut und den Gründen, warum von ihr nicht mehr als einige Pfützen bleiben werden. In den 60ern hinterließ jede Sachbuchsaison Klassiker, die in Diskussionen gestählt, von Lektoren fit gemacht und unter Entbehrungen fertiggestellt wurden! Heute hat die DFG "Sondertöpfe für Vorhaben, die besonders riskant sind, weil man nicht schon vorher weiß, was dabei herauskommt." (16.03.12)

Alles fließt

Die Frankfurter Universität feiert Derrida gerade mit einer Riesenkonferenz ab und mutmaßlich aus Anlass eines Derrida-Revivals besucht Maximilian Probst für die ZEIT den Dekonstruktionsschüler Jean-Luc Nancy. Zufrieden ratlos darf er miterleben, wie die starren Verhältnisse, gegen die man einst denkend antrat, sich inzwischen komplett verflüssigt haben. (16.03.12)

Außerdem:

Rüdiger Safranski hat Joachim Gaucks Buch "Freiheit" gelesen und zeigt sich in der WELT begeistert vom Liberalismus des abmorgigen Bundespräsidenten. +++ Anlässlich seines 90. Geburtstags würdigt die ZEIT den Philosophietransformator Karl Otto Apel, wie gewohnt ausführlicher bei Glanz & Elend nebenan. +++ Im Freitag weist Tom Strohschneider darauf hin, dass Terry Eagleton die Kapitalismuskritik eines gewissen Herrn Marx gegen Kritiker verteidigt. +++ Harald Lesch und Wilhelm Vossenkuhl haben sich bei Rotwein über Philosophie unterhalten, herauskam ein 700-Seiten-Buch, von dem die SZ überhaupt nicht begeistert ist.



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