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Links der Woche

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10. Friedrich Nietzsche (19)

Links der Woche, rechts der Welt: Jeden Samstag Nachmittag empfiehlt der Lichtwolf die interessantesten Texte der Woche der Leserschaft zur Wochenendlektüre.


Es gibt in dieser Rubrik 354 Artikel auf 36 Seiten:

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Links der Woche am 23.02.2013, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 08/13

Erbenlose Denkwende

Philip Bloms Buch "Böse Philosophen" erzählt von dem Pariser Salon, in dem Diderot, Hume, Laurence Sterne, Rousseau und andere Aufklärer miteinander debattierten. Goedart Palm nimmt das Buch bei Glanz & Elend zum Anlass, in einem Essay der Frage nachzugehen, was heute noch von der Aufklärung als bedenkenswert übrig geblieben ist. (16.02.13)

Die blöde kapriziöse Kuh von Verbraucher

Jens Friebe "ist Musiker, Autor und Vegetarier", wie es unter seinem FAZ-Beitrag zum aktuellen Pferdefleischskandal heißt, und hat als solcher einen besonders scharfen Einblick in die Ideenwelt der im wahrsten Sinne "Fleischverbraucher"; titeln tut der Text mit einem heißen Kandidaten für die "Überschrift des Jahres 2013": "Man hat uns Tier ins Fleisch gemischt!" (20.02.13)

Philosophie und Vertrauen

Die NZZ bringt die gekürzte Abschiedsvorlesung des Basler Philosophen Emil Angehrn, worin er beschreibt, wie die Philosophie Vertrauen und Misstrauen voraussetzt und selbst zum Gegenstand hat. Es ist nicht wenig, worauf sie so vertraut: die Intelligibilität der Welt, die Wahrheitsfähigkeit von Sprache und Ratio usw. - andererseits ist das sonst unmögliche Gespräch den Vertrauensvorschuss wert. (22.02.13)

Und sonst so?

Auch Uwe Justus Wenzel schreibt in der NZZ von Philosophie und Vertrauen, namentlich mit Blick auf den Universalhermeneutiker Paul Ricœur. +++ Kein Vertrauen mehr bzw. nie gehabt, sondern den vorige Woche dokumentierten Umgang mit Leiharbeitern zum Anlass genommen, die Zusammenarbeit mit Amazon zu beenden, haben Lichtwolf und catware.net Verlag. +++ In der FAZ bespricht Dietmar Dath den neuen Eckhard Henscheid und Thomas Assheuer bespricht für die ZEIT das neue Buch von Andreas Reckwitz, in dem dieser das Aufgehen der Kreativität im Kapitalismus beschreibt. +++ In Lichtwolf Nr. 39 ("Jenseits des Menschen") hat der Blinde Hund uns Peter Singers tierethische Argumentation vorgestellt - der Text ist nun auch im Blog vom blinden Hund zu lesen. +++ Eine Würdigung zum 100. Todestag erhält der rätselhafte Ferdinand de Saussure in der NZZ von Bernhard Dotzler. +++ Die ZEIT stellt einige der jungen, kleinen, kritischen Zeitschriften vor, die an der US-Ostküste wie Pilze aus dem Boden schießen.


Links der Woche am 16.02.2013, 14:29 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 07/13

Die Gelegenheit wird zur Pflicht

Der Historiker Valentin Groebner zeigt in der FAZ, wie alt die Elemente der zeitgemäßen Heilslehre vom Mitmach-Netz sind, und kommt nach dem wissenschaftshistorischen Rückblick auf die immer schon forschende Schwarmintelligenz auf das Problem zu sprechen: Überproduktion von Texten, die mit Überproduktion von Metatexten bekämpft wird. (10.02.13)

Das Gute, Wahre, Schöne ist nicht das Soziale

Ameisenforscher Edward O. Wilson hat ein Buch über das (soziale) Wesen des Menschen geschrieben, von dem die FAZ nicht so begeistert ist. Frank Schirrmacher, Mitherausgeber eben jener Zeitung, hat auch ein neues Buch geschrieben, in dem er die Spieltheorie als wissenschaftliche Grundlage des Neoliberalismus ausmacht, und das Georg Seeßlen für den Freitag bespricht. Die menschlichen Bedürfnisse bringen die Menschen in Handel und Wandel zusammen, wo sie bald sich verselbstständigen Umständen unterliegen: Vom Individuum in den Systemen des Kapitalismus erzählt Ökonomin und Philosophin Shoshana Zuboff ausführlich im FAZ-Gespräch. Individuenwoche auch bei Hans Ulrich Gumbrecht, der in seinem FAZ-Blog mit Canetti und Heidegger eine neue Sehnsucht nach Aufgehen in der Masse ausmacht, was in Stadien gelegentlich auch mal einen Superorganismus hervorbringt. Der Ökologe Ludwig Trepl dagegen ist gar nicht einverstanden mit der Gaia-Hypothese, wonach die Erde wegen der vielfältigen Rückkopplungs- und Selbstorganisationsphänomene auf ihr als Superorganismus zu verstehen sei. Und Eva Berendsen zu guter Letzt sieht die Generation Vielleichtsager komplett überfordert von der poststrukturalistischen Unübersichtlichkeit.

Das Weitere und Engere:

Der Rechtsphilosoph Ronald Dworkin ist gestorben, die Nachrufe in der FAZ und in der NZZ würdigen seine politisch-ethische Lehre, im Deutschlandfunk ordnet Ottfried Höffe Dworkins Werk ein. +++ Der blinde Hund hat "ferngesehen", nämlich Kent Brockmans Bemerkung über arbeitslose Philo-Absolventen. +++ Und mal was von Spon: Dort darf die Philosophie Ursula Wolf Auskunft geben über Arbeit, Stress und "Diogenes' Performance-Philosophie".


Links der Woche am 09.02.2013, 14:26 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 06/13

Das Fast-Nachten der Fasnet

Aus aktuellem Anlass (Karneval) stellt uns Maximilian Krämer in der FAZ die Gebrüder Heidegger vor: Der eine, Martin, umstrittener Fundamentalontologe, der andere, Fritz, ein in der Schwabenprovinz gefeierter Fasnetprediger. Aus dem (Un)Vermögen der Sprache schenkt sich die Grenze zwischen Ernst und Komik und Philosophie und Fastnacht. (08.02.13) (Mehr Tiefsinn aus Frohsinn schürft Marc Hieronimus in seinem Aufsatz über Fastnacht und ihr revolutionäres und konterrevolutionäres Potential, siehe Lichtwolf Nr. 36.)

Wie man Dr. wird

Nachdem es nun doch ernst geworden ist mit dem Doktortitel der mutmaßlichen Plagiatorin Annette Schavan, fragt sich das staunende Publikum: Was ist das eigentlich, so eine Promotion - und wie ging und geht das vor sich? Ulrich M. Schmid, Professor in St. Gallen, erklärt in der NZZ den Promotionsprozess. (08.02.13) (Haben Sie den klugen Aufsatz von Peter V. Brinkemper zum Fall Schavan bei Glanz & Elend schon gelesen?)

Außerdemchen:

Micha Brumlik war wohl im Kino und hat für die taz mit Hannah Arendt "Lincoln" und mit Hegel "Django Unchained" geguckt. +++ Die NZZ stellt das neue Buch des Rechtsphilosophen Ronald Dworkin über/wider Metaethik vor. +++ Außerdem verweist die NZZ auf die in New York erscheinende neo-marxistische Revue "Jacobin". (Hier geht es direkt zu den US-Kollegen.)


Links der Woche am 02.02.2013, 14:25 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 05/13

Ein Mann für alles

Diese Woche waren bekanntlich diverse großdeutsche Gedenktage. Der Historiker Thomas Weber blickt in der FAZ auf die NS-Forschung hierzulande, und zwar weniger auf den Forschungsstand als auf die Strukturen, die an hiesigen historischen Seminaren bestenfalls "enervierende, obskurantistische Hitler-Folklore" zulassen. (29.01.13)

Und sonst?

Sibylle Berg ist in der Reihe der NZZ schlaflos mit einem Leistungsträger. +++ Wolfgang Büscher erinnert in der WELT an Botho Strauß' Essay "Anschwellender Bocksgesang", der vor 20 Jahren das Feuilleton in mächtige Wallung brachte. +++ Sonst war nicht so viel los diese Woche. Falls Sie noch was zu den Gedenktagen nacharbeiten möchten, sei Ihnen der Tittenhitler empfohlen, in dem es auch ein bisschen um Sexismus geht. Zur abschwellenden Debatte um politisch korrekte Kinderbücher sei an Fiete Fatmoakers beliebte "Verbotene Wörter" erinnert. Und wo wir schon dabei sind: Haben Sie eigentlich schon Ihr Lichtwolf-Abo bestellt?


Links der Woche am 26.01.2013, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 04/13

Vom Dazwischensein zum Bewusstsein

Interesse wirkt nicht harmlos zwischen Subjekt und Objekt, diagnostiziert Georg Seeßlen in seinem Blog, sondern hängt mit Neugier, Begierde und nackter Gier zusammen. Drum ist es in der Warenwelt hochwillkommen, aber auch die Politik kennt Interessen, die lieber im Verborgenen verfolgt werden, und am Ende kommt im Wettbewerb negatives Interesse heraus. (20.01.13)

Wie ein Fisch im Wasser

Bei "Information Philosophie" ist ein Vortrag von Ekkehard Martens über "Philosophie in der Öffentlichkeit heute" zu lesen. Philo-Absolventen könnten ihren Lebensunterhalt mit Vorträgen vor und Gesprächen mit Laien bestreiten. Zur Umsetzung dieser sokratischen Sitte auf den heutigen "Marktplätzen" gibt Martens vier Varianten mit einem Anwendungsfall. (21.01.13)

Piiiiiiiiiiiiiiiiiiii

Rousseau hatte ihn, Luther auch: Der Tinnitus ist, so überlegt Uwe Justus Wenzel in der NZZ, Begleiter, wenn nicht gar Mitauslöser des Subjektivitätsgedanken in der frühen Neuzeit. Das legt zumindest die Lektüre von Uwe C. Steiners Essay zur vollständigen Kulturgeschichte des Tinnitus nahe. (22.01.13)

Die Beuys-Prophezeiung

Entsteht ein Kunstwerk, wenn man ein Kunstwerk nachmacht? Hanno Rauterberg sieht in der gegenwärtigen Kunstszene wenig Willen zum Neuen, stattdessen Recycling und Remix. Sein ZEIT-Essay verschwendet keine Zeilen aufs Beklagen, sondern gibt einen Überblick über die Originalitätsbegriffe der heutigen Kunsttheorie. (25.01.13)

Außerdemos von Sonstnochos:

Die taz lobt Felix Haslers "Neuromythologie", eine Streitschrift gegen die Deutungsmacht der Hirnforschung. +++ Suhrkamp hat die Kracauer-Werkausgabe mit "Von Caligari zu Hitler" abgeschlossen, meldet die NZZ. +++ Noch einmal Anthropozän: Reinhold Leinfelder erklärt als einer der Ausstellungsorganisatoren in den Scilogs, warum er sich über die Diskussion um das aktuelle Erdzeitalter freut. +++ Sind Forschung und Lehre frei oder dienen sie Unternehmensinteressen? Transparency International, der fzs und die taz haben Hochschulwatch gestartet, "ein Nachschlagewerk über die Verbindungen der Wirtschaft zur Wissenschaft." (Betrifft unseren Fachbereich ja eher selten.)


Links der Woche am 19.01.2013, 14:25 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 03/13

Das Eigene als das Andere

In der NZZ bespricht Andreas Cremonini das neue Buch von Maria-Sibylla Lotter (u.a. Übersetzerin von Stanley Cavell), "Scham, Schuld, Verantwortung. Über die kulturellen Grundlagen der Moral". Darin geht es vor allem erstmal um Metamoral, also das Verhältnis zu eigenen und fremden Moralvorstellungen. (16.01.13)

Philosophie-Schabernack

Ein Hashtag bei Twitter kann schnell ein Eigenleben annehmen, wie es diese Woche passiert ist, als im Gefolge des zuletzt eher schweigsamen Philosophy Bro Business-Bücher der Philosophie unter dem Hashtag #philobusinesspitches ersonnen wurden. Außerdem hat das Institut für Polytoxikomanologie und Perspektivismus eine Seite mit tanzenden Philosophen aufgetan.

Der Bürger in der Wehr

Nach dem Massaker an einer Grundschule in Newtown wird in den USA wieder um eine Verschärfung des Waffenrechts gerungen. Eduard Kaeser macht sich in der NZZ Gedanken über das staatliche Gewaltmonopol und das dafür nötige Grundvertrauen, das durch allgemeine Bewaffnung zersetzt wird. (18.01.13)

Das kalte Auge der Macht

Zwei Arten von Kamera gibt es: Die Filmkamera - idealerweise im Namen der Kunst, aber auf jeden Fall von Menschen geführt - und die Überwachungskamera - die als Apparat eines Apparats Angst und Macht ausstrahlt. Georg Seeßlen bringt als Medienphänomenologe in seinem Blog mal eben Walter Benjamins "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit" auf den neuesten zwiespältigen Stand der Technik. (18.01.13)

Unn sünst?

Letzte Woche wurde bereits auf eine Ausstellung zum Anthropozän in Berlin hingewiesen, die uns Uwe Justus Wenzel in der NZZ mit Schopenhauerschem Selbstekel nahelegt. +++ Die taz berichtet vom Lehrer Arne Ulbricht, der im Namen der Freiheit seine Verbeamtung auflösen ließ. +++ Schneideggers Aufsatz über die Subtraktion nach Alain Badiou und Slavoj Žižek aus dem aktuellen Lichtwolf ist nebenan bei Glanz & Elend in Überlänge zu lesen.


Links der Woche am 12.01.2013, 14:30 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 02/13

Die Raststättenmenschen

Georg Seeßlen erzählt in seinem Blog nach einer nächtlichen Begegnung im SB-Restaurant an der Autobahn ein wunderbares modernes Märchen von den Menschen, die am Rande des rasenden Güter- und Personenfernverkehrs leben. (04.01.13)

Hannah Arendt im Kino

Margarethe von Trottas Film über Hannah Arendt (gespielt von Barbara Sukova) ist diese Woche in rauchfreien Kinos angelaufen und wird ringsum besprochen, von der WELT über die FAZ bis hin zur taz.

Es vorher gewusst haben werden

Der Laplacesche Dämon wird gerade an der ETH Zürich konstruiert: Carolin Wiedemann und Benjamin Seibel berichten in der FAZ von einem Datenprojekt, das alle künftigen Staus, Krisen und Katastrophen vorausberechnen und sie verhindern soll, indem es die zur Selbstorganisation nötigen Infos liefert. (07.01.13)

Maschinen, die Maschinen machen

Computerkapazität auf der Überholspur ist das eine, 3D-Drucker sind das andere: Dietmar Dath stellt in der FAZ einige solche Projekte vor, die - irgendwo zwischen Kunst und Maschinenbau - computergenerierte Objekte in der handgreiflichen Welt materialisieren. Bald womöglich auch in jedem Wohnzimmer. (07.01.13)

Manufaktumzeitgeist

FAZ zum Dritten: Henning Ritter legt einen Essay über das Verlernen vor, das Raum für Neues schafft und zugleich Teil der Sehnsucht nach Ursprung und Eigentlichkeit ist. Perfektion ist erreicht, wenn nichts mehr weggelassen werden kann, Wahrheit, wenn alles bis aufs Wesentliche verlernt ist, und Gegenwart, wenn die Tradition gründlich vergessen ist. (11.01.13)

Das Weitere und Engere:

Ein Haufen ZEIT-Redakteurinnen und -Redakteure macht sich Gedanken, wo und wie sich die Welt verbessern ließe in postutopischen Zeiten. +++ Wirtschaftsethiker Frank Wiebe bemerkt in den Scilogs, dass sich ethische Fragen immer an die anderen richten, aber selten wie es sich gehört an den Fragenden selbst. +++ Im Berliner Haus der Kulturen läuft gerade ein Projekt, das das Anthropozän als erdgeschichtliches Zeitalter rechtfertigen will, berichtet die FR. +++ Vor einem Monat wurde an dieser Stelle auf den Kampf für eine vegetarische Mensa an der Uni Basel hingewiesen; die FAZ berichtet nun von der ersten vegetarischen Mensa in Berlin. +++ In der WELT blicken Alexander Kluge und Florian Illies voraus ins Jahr 2013. +++ Richard Dawkins hat ein neues Buch geschrieben, in dem er von Dave McKean illustriert die Welt erklärt, so heißt es in der WELT (Großbuchstaben).


Links der Woche am 05.01.2013, 14:14 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 01/13

Wofür uns die Maschinen brauchen

Wer ausprobieren will, ob Neurophilosophie weniger drittmittelfinanziert größenwahnsinnig daherkommt, wenn Alexander Kluge ihr seine aussagesätzigen Fragen zuraunt, dem ist "eine Watsch'n im richtigen Moment", Quatsch: sein in der WELT abgedrucktes Gespräch mit Wolf Singer zu empfehlen. (30.12.12)

Auferstanden in Neubauten

Hoo Nam Seelmann berichtet uns in der NZZ von der Wiederkehr der von Mao geächteten Moralphilosophen Konfuzius und Menzius in China. Lange nach der Kulturrevolution besinnt man sich in der Provinz Shandong auf das philosophische Erbe und wer wissen will, was es damit auf sich hat, findet in diesem Artikel einen guten Einstieg, zumal auch der weniger bekannte Menzius vorgestellt wird. (31.12.12)

Leben und Funktion

Ludwig Trepl beschäftigt sich als Ökologe von Berufungswegen mit Leben (und nicht etwa mit Häusern) und widmet sich in einem Nachklapp zu seiner Kritik der Öko-Ideologie noch einmal der Unterscheidung zwischen Lebewesen und organisch anmutenden Systemen, die nicht rein naturwissenschaftlich zu treffen ist, sondern teleologisch-semantischen Feingespürs bedarf. (02.01.13)

Außerdemchen:

Falls Sie sich fragen, was das für einer ist: Zum 70. Geburtstag erhält der US-Soziologe Sozialphilosoph Richard Sennett in der FR eine Würdigung aus der Feder von Christian Schlüter, die schon im ersten Satz gut (i.S.v. wahr) losgeht. +++ Eine Reihe von Wissenschaftlern fordert im Suhrkamp-Streit beide Parteien auf, das Renommée des Hauses zu wahren, und Axel Honneth schlägt Joachim Gauck als Vermittler vor.


Links der Woche am 29.12.2012, 14:27 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 52/12

Besser nach Neukölln

Die beiden ZEIT-Reporter Nadine Ahr und Henning Sußebach haben sich als Obdachlose verkleidet, um zu gucken, ob man in Neukölln die Weihnachtsgeschichte kennt. Vor einem Jahr blitzten sie mit der Masche bei den Wohlhabenden im Taunus ab, die daraufhin leserbrieften, die Armen wären bestimmt auch nicht mitfühlender. (26.12.12)

Bei der FAZ würde man lieber nicht

Auch bei der FAZ hat die Zentripetalkraft der herrschenden Ordnung merklich nachgelassen. Für Nils Minkmar ist die Große Müdigkeit das Symptom der arschoffenen Gesellschaft und fast könnte man meinen, er empfehle die Subtraktion, wie sie im aktuellen Lichtwolf behandelt wird. Längst sollen sich auch und besonders die Frauen verheizen lassen. Der Feminismus ist im Medienalltag vor allem Wirtschaftsfeminismus, also die Frage, wie "Frauen möglichst zackig in die Wirtschaft reinstalliert werden" und nebenher genug künftige Akademiker gebären können sowie sexy bleiben. Antonia Baum sieht ihre Geschlechtsgenossinnen mehr Zwängen und Widersprüchen ausgesetzt als Männer es je waren.

Schneller leben

Schnauze voll von der Überfütterung auch in der NZZ: Alles wird immer eiliger, konstatiert Martin Meyer, denn Blumenbergs Zeitschere öffnet sich, sogar die Jugend zeigt müde Routine im Umgang mit den sekündlichen Updates der Unsicherheit. Der Kulturpessimist rät daher zu konzentrierter Versenkung in Schönes. (24.12.12)

Zahlen zählen

Sophia Amalie Antoinette Infinitesimalia stellt in ihrem FAZ-Blog schöne mathematische Gesetzmäßigkeiten vor wie z.B. das Zipfsche Gesetz, das zur Beschreibung von Häufigkeitsverteilungen unterschiedlichster Art (Wörter, Städte, Musiknoten) taugt, oder das Benfordsche Gesetz über die Häufigkeit von Anfangsziffern längerer Zahlenfolgen. (26.12.12) Noch mehr zu Zahlen, Ziffern und Nummern im aktuellen Lichtwolf.)

Zum Schluss des Jahres:

So starten Sie von Musen geküsst ins neue Jahr: Die FAZ informiert uns über einige Inspirationsquellen Berliner Gelehrter. Guten Rutsch!


Links der Woche am 22.12.2012, 14:28 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 51/12

Sie ist halt doch die Schönste

via Klaus Holthausen: In den Philosophy News gibt Rick Pimentel fünf gute Gründe "Why I Love Philosophy". Warum Philosophie dagegen so unbeliebt ist, fragt Addliss - und seine These von der quasireligiösen Funktion der Naturwissenschaften, Unsicherheit zu kompensieren, wird auch im kommenden Lichtwolf ("Zahlen, Ziffern und Nummern") behandelt.

Frankfurter Sprechakte

Sebastian Dörfler berichtet für die FAZ von einer Oldenburger Tagung über Habermas und die Kritische Theorie, die noch eher pessimistisch über das richtige Sprechen im falschen Leben dachte. Die Vorträge widerlegten die Fama, erst mit Habermas habe Frankfurt seinen linguistic turn gemacht. (18.12.12)

Bachelor für und wider

Vorige Woche war in der taz der vielgescholtene Bachelor verteidigt worden; nun antwortet Soziologe Stefan Kühl, die vermeintliche Bildungsgerechtigkeit von verschulten Bachelor/Master-Studiengängen sei um den Preis der Selbstständigkeit erkauft, die notwendige Betreuung schlechter denn je und die Methodenkompetenz beschränke sich aufs Schlawinertum.

Weiter in den Untergang

Der Globus ist noch heile und die Welt kann weiter untergehen. Der Astrophysiker Ben Moore hat in der FAZ eine Reihe von Extinktionsszenarien mitsamt ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit (von 0 bis 100 Prozent) zusammengestellt. (21.12.12)

Todesmaschinen Facebook, Google usw.

Für das SZ-Magazin hat sich Tobias Haberl mit dem "Philosophen der schlechten Laune" Byung-Chul Han unterhalten. Der hat neulich - obschon kein Politiker oder Bankfuzzi - mit einer profunden Kritik der Transparenz von sich reden gemacht und sagt der Gesellschaft den kommunikativen Hitzetod voraus.

Das Weitere:

In der NZZ wird Stefan Breuers Buch über Max Webers Herrschaftssoziologie besprochen. +++ Die Schriftsteller Arno Geiger und John Burnside sind gleichfalls in der NZZ schlaflos und haben dem einiges zu verdanken. +++ Irgendwann ist auch wieder Frühling: Bei Cicero wird Horst Bredekamps Buch "Leibniz und die Revolution der Gartenkunst" vorgestellt.



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