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Links der Woche

Die 10 häufigsten Stichwörter in dieser Rubrik:
1. Georg Seeßlen (68)
2. Martin Heidegger (56)
3. Slavoj Žižek (50)
4. Kapitalismus (40)
5. Peter Sloterdijk (38)
6. Hans Ulrich Gumbrecht (31)
7. Demokratie (25)
8. Donald Trump (24)
9. Künstliche Intelligenz (20)
10. Friedrich Nietzsche (19)

Links der Woche, rechts der Welt: Jeden Samstag Nachmittag empfiehlt der Lichtwolf die interessantesten Texte der Woche der Leserschaft zur Wochenendlektüre.


Es gibt in dieser Rubrik 354 Artikel auf 36 Seiten:

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Links der Woche am 13.09.2014, 14:25 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 37/14

Stumm lärmendes Zeitalter

Niels Boeing und Andreas Lebert von der ZEIT haben es geschafft, den scheuen und beschäftigten Byung-Chul Han in ein Interview zu verwickeln. Darin gibt er Auskunft über das Schöne als das Glatte, über den Zwang als gefühlte Freiheit und das erschwerte und ausgebeutete Glück, das es zurückzuweisen gilt.

Prekariat im Mittelbau

Roland Preuß berichtet für die SZ am Beispiel eines promovierten Historikers vom Schicksal des wissenschaftlichen Nachwuchses, das von Zeitverträgen, Arbeitslosengeld und Existenzängsten geprägt ist. Die Verantwortlichen an der Universität verweisen auf die Politik und diese auf den Wettbewerbsdruck. (09.09.14)

Unn sünst?

Georg Seeßlen war wieder sehr fleißig: Er denkt mit Ibn Rushd und Levi ben Gershon über das Verhältnis von Religion, Macht und Terror nach sowie a.a.O. über das verhinderte tatsächlich Neue und über die vielfältigen Beziehungen und Analogien von Sprache und Gesellschaft. +++ Die ZEIT portraitiert die Informatikerin Yvonne Hofstetter, die fordert, Künstliche Intelligenz politisch zu reglementieren, solange dafür noch Gelegenheit ist. +++ Die NZZ bespricht das neue Buch des Theologen Friedrich Wilhelm Graf über Religionen in der Globalisierung. +++ Telepolis berichtet vom Briefwechsel von Einstein mit der Philosophin Ilse Rosenthal-Schneider über die Natur der Naturkonstanten. +++ Die Sendung „Sein und Streit“ im Deutschlandradio Kultur beschäftigte sich diese Woche mit dem Krieg und (seiner) Sprache. Unter anderem darum geht es auch in der neuen Lichtwolf-Ausgabe zum Thema „Mars“, die in einer Woche die Briefkästen der werten Abonnenten erreicht.


Links der Woche am 06.09.2014, 16:04 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 36/14

Früher, ja früher!

Im allsommerlichen Klagen über den Intellektuellen kommt nun der Einsatz des NZZ-Feuilletonchefs Martin Meyer: Anders als früher, wo noch mit Furor über Grundsätzliches öffentlich gestritten wurde, plantschen die Intellektuellen seit 1989 und erst recht seit dem Internet nur noch in der Ironiesuppe herum. (01.09.14)

Et cetera:

In seinem Blog denkt Georg Seeßlen über das Schwierige der Vereinfachung sowie über Sicherheit im Neoliberalismus nach. +++ In der Reihe Essay & Diskurs im DLF ging es letzten Sonntag um Epikur: Matthias Gronemeyer erklärt auf löbliche Weise, was Hedonismus wirklich bedeutet und wie man jenseits der Spaßgesellschaft schön, wahr und gut wohnt. +++ Martin Seel bespricht in der ZEIT ausgiebig und ausgewogen Michael Hampes Abrechnung mit der Systemphilosophie. +++ Lichtwolf Nr. 47 zum Thema „Mars“ ist in der Mache und schickt sich an, der dickste und roteste und besteste Lichtwolf überhaupt je zu werden; mit einem Abo haben Sie das Ding bis zum 20. September im Briefkasten.


Links der Woche am 30.08.2014, 15:30 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 35/14

Carl Schmitt für Ökos?

Für die ZEIT hat sich Elisabeth von Thadden mit dem Soziologen Bruno Latour anlässlich seiner neuen Anthropologie der Moderne getroffen. Ende der 70er erledigte er den Glauben an wissenschaftliche Objektivität, heute mahnt er, pfleglich mit Gaia umzugehen, was weder mit Esoterik noch mit Notstandsgesetzen zu tun hat; Latours neues Buch ist interaktiv und wird online kollaborativ fortgeschrieben. (22.08.14)

Der Wille zur Macht als Krankheitsbild

Von Macht und Geld kann man nie genug haben, weshalb beide Einfallstore für Neurosen aller Art sind und ihrerseits der Triebfeder Neurose bedürfen, bemerkt Georg Seeßlen in seinem Blog. Stellt sich also die Frage, ob es jenseits der Fiktion vernünftige Macht (also Ordnung) ohne Neurose oder Paranoia geben kann. (23.08.14)

Studierenden zur Mahnung

Simona Pfister schreibt den Studis in NZZ Campus hinter die Ohren, nicht immer Bologna die Schuld zu geben, sondern sich durch Wahrheit frei zu machen. Die SZ interviewt Christiane Florin, die sich in einem Buch über die mangelnde Streitkultur der Facebook-Generation an den Unis beklagt.

Bücher, Bücher, Bücher:

Im Freitag verteidigt Nils Markwardt den Peter Sloterdijk gegen linke Reflexkritik, indem er ihn kritisch portraitiert als „Lehrer für Psychogymnastik“, der „den methodischen Kurzschluss zwischen Sokrates und Jürgen Klopp“ vollziehe. +++ Die Politologin Judith Shklar hatte eine kluge Methode, gesellschaftliche Werte zu analysieren: Sie untersuchte, welche Laster wie sehr verachtet werden; die ZEIT freut sich, dass Shklars Essays besser spät als nie ins Deutsche übersetzt wurden. +++ Ebenfalls in der ZEIT wird Mark Rowlands Buch „Der Läufer und der Wolf“ besprochen, demzufolge Laufen wie Philosophie glücklich-existentieller Selbstzweck sei. +++ Die NZZ stellt das Buch des Medientheoretikers Douglas Rushkoff vor, in dem er der Gegenwart eine schockartige Überforderung durch Echtzeit, Gleichzeit, Wahlmöglichkeiten und Beschleunigung attestiert.


Links der Woche am 23.08.2014, 14:30 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 34/14

Capitalism loves you (not)

Ökonom und Sozialforscher Meinhard Miegel fragt sich in der FAZ, warum dem Kapitalismus nicht beizukommen ist. Die Wirtschafts-, Sozial- und Denkordnung stellt das Individuum ins Zentrum, sie ist anspruchslos und doch schwer zu fassen. Der Kapitalismus ist verheerend und trotz aller Skepsis tief in der Bevölkerung verankert, weshalb die Politik die Systemfrage scheut. (17.08.14)

Vom Rechnen und Wissen

Mit der Mode, Wirtschaft und Politik mittels Wahrscheinlichkeitsrechnung zu betreiben, beschäftigt sich Dietmar Dath ebenfalls in der FAZ, indem er den Erkenntnis- und Gestaltungsoptimismus auf die 50er Jahre zurückführt und darüber hinaus bis zu Laplace und Leibniz zurückgeht, den Urvätern der heutigen Algorithmen zur Kundensteuerung und Kriminalitätsprävention. (21.08.14)

Außerdemchen:

„Abort it and try again“, ist Richard Dawkins’ Rat an eine Twitter-Nutzerin, die fragt, was zu tun wäre, wäre sie schwanger mit einem Kind, bei dem das Down-Syndrom diagnostiziert wird; ob das genauso menschenverachtend wie die Leistungsgesellschaft ist, fragt Melanie Mühl in der FAZ leider nicht. +++ „Studenten sind zu arm, um billig zu kaufen“, heißt es in der ZEIT, die daraufhin einigen Experten Spartipps für Studis entlockt. +++ Eine Möglichkeit, (noch mehr) Zeit zu sparen beim Studieren, präsentiert die FAZ in Form von Fast-Track-Studiengängen, die in Berlin und Dortmund binnen vier Jahren zur Promotion führen. +++ Franz Viohl zeigt sich in der WELT begeistert von Byung-Chul Hans Essay über das Wesen der digitalen Technik. +++ Die ZEIT empfiehlt die Globalgeschichte der Arbeit seit dem späten Mittelalter der Historikerin Andrea Komlosy. +++ Der Freitag portraitiert zum 300. Geburtstag - und zur unerwarteten Renaissance des „Diskursmaschinengewehrs“ (F. Kittler) - die Schreibmaschine; zum 290. Geburtstag gab es hier schon mal was über die Bedeutung der Schreibmaschine für den Lichtwolf. +++ Kyle Shire spielt sehr überzeugend in einer vierteiligen Clipreihe nach, wie Slavoj Žižek auf Internetphänomene reagieren würde - mit dekonstruktivistischem Geblubber und Nasegrabbeln und allem!


Links der Woche am 16.08.2014, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 33/14

Forschungs- und Transferleistungen

Remigius Bunia untersucht in der FAZ, ob wirklich das Wissenschaftszeitvertragsgesetz Schuld an der strukturellen Misere von Nachwuchswissenschaftlern in Deutschland ist. Planungsunsicherheit ist demnach der eigentliche Grund, warum die meisten akademischen Karrieren sich als Sackgasse erweisen. Also lieber gar nicht erst promovieren? Leonie Achtnich nimmt sich in der ZEIT fünf Mythen zum geisteswissenschaftlichen Doktor vor und findet dann doch ein paar Gründe für eine Dissertation. Zur Vorbeugung von Hochmut erzählt René Korth im Freitag, wie er nach dem Uni-Abschluss in Hartz IV landete.

Komm, wir sprengen einen Staudamm!

Elena Meilicke bespricht für den Freitag Kelly Reichardts Film „Night Moves“, der sachlich-kühl von jungen Ötoterroristen und von der „Desillusionierung mit der linken Öko-Alternativ-Szene“ erzählt. Julia Dettke von der ZEIT ist begeistert von den moralischen Dilemmata, die der Film aufwirft. Auch Daniel Kothenschulte von der FR ist fasziniert vom Verbrechen aus guter Absicht und dem „vergifteten Urgrund des amerikanischen Patriotismus“, nur Cosima Lutz von der WELT hätte sich mehr Action gewünscht.

Die Reste:

Atheismus-Papst Richard Dawkins bleibt unnachgiebig: Telepolis berichtet von seinem Argument, warum auch gemäßigte Gläubige den religiösen Extremismus stärken. +++ Byung-Chul Han wird hochgelobt als Gegenwartskritiker, aber Klaus Birnstiel vom Freitag findet in Hans jüngstem Essay „Psychopolitik“ nur haltloses Oberseminar-Geraune. +++ Nochmal Kulturkritik der Karlsruher Schule: Ralf Fücks bespricht in der WELT Peter Sloterdijks Buch, demzufolge die Moderne aus den Fugen ist, weil das Neue immerzu das Alte auffrisst. +++ Die FAZ zeigt sich angetan von Eva Horns literaturwissenschaftliche Studie über die Lust am Weltuntergang. +++ Heute ab 23:05 Uhr gibt es im Deutschlandfunk die Lange Nacht über Elias Canetti.


Links der Woche am 09.08.2014, 14:30 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 32/14

„Nicht was, sondern wie man glaubt“

Aus gegebenen traurigen Anlässen schreibt der Theologe Friedrich Wilhelm Graf in der FAZ über religiös motivierte Gewalt. Lange Zeit konnte sich die Religion ihrer integrierenden und stabilisierenden Wirkung rühmen, zugleich dient sie, genauer: ihre strukturierende Symbolsprache mehr denn je der Brutalisierung und Enthemmung. (07.08.14)

Unn sünst?

Der Freitag empfiehlt die hegel-lastige Sci-Fi-Schnurre „Alpha & Omega“ von Markus Orth über eine Zeitreise ins Jahr 2000. +++ Ebenfalls im Freitag portraitiert Evi Lemberger die Front Deutscher Äpfel zum zehnten Fest ihres Bestehens. +++ Apropos: Der Literaturwissenschaftler Helmuth Kiesel hat für die FAZ Hitlers „Mein Kampf“ im Urlaub gelesen, sieht das Urteil vom literarischen Dilettanten widerlegt und plädiert drum für eine kritische Ausgabe. +++ Diese Woche war Weltkatzentag und heute Abend kommt im Deutschlandfunk die Lange Nacht der Katzen. Miausi! +++ Passt total ins Sommerloch: Der aktuelle Lichtwolf zum Thema Perverse. Als Heft mit Saugkraft ebenso erhältlich wie als leicht abwaschbares E-Book.


Links der Woche am 02.08.2014, 14:12 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 31/14

todesmutig oder verrückt

Im Freitag schreibt Ulrike Baureithel anlässlich des aufgehobenen Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern im Bildungsbereich, dessen Arbeitsbedingungen bekanntermaßen nichts für Leute sind, die auf ein geregeltes Einkommen angewiesen sind. (28.07.14)

Außerdem:

Die taz bespricht Alexander Kluges jüngstes Opus Magnum über den Buch „30. April 1945“. +++ In der ZEIT streiten sich ein Jura-Professor und ein Student über die universitäre Pflicht zum Latinum. +++ Die FAZ (und viele andere) würdigt den Sozialphilosophen und 68er Oskar Negt zum 80. Geburtstag. +++ Urs Hafner berichtet in der NZZ an einem Beispiel, was Big Data in den Kulturwissenschaften zu Tage fördern kann. +++ Ehrfurcht vorm Leben geht auch ohne Gott, so lautet eine der Lehren, die Uwe Justus Wenzel von der NZZ aus Ronald Dworkins letztem Buch „Religion ohne Gott“ herausgelesen hat. +++ In ihrer Reihe „Studenten von früher“ portraitiert die ZEIT den Philostudi Albert Camus.


Links der Woche am 26.07.2014, 14:29 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 30/14

Atomkrieg und Klangtapete

Wer Listen des Unglücks und Unheils in der Geschichte anlegt, ist weniger leicht zu verunsichern und kommt doch nie aus dem Staunen heraus. Arno Widmann von der FR unterhält sich mit Alexander Kluge auf typische Weise darüber, wie man die Welt und ihre Monströsitäten als Geschichte erzählt. (22.07.14)

Wissenschaftlicher Generationsschrott

Beim Wissenschaftszeitvertragsgesetz, welches das up-or-out-Prinzip an den Unis durchsetzte, hat sich die Politik angeblich was gedacht, erklärt Stefan Kühl in der FAZ. Sodann zählt er die Denkfehler und offenen Fragen der befristeten Akademikerexistenz auf, die die Rechts- und Personalabteilungen der Hochschulen auf Trab halten. (25.07.14)

Unleserliche Zeiten

Die neue Unübersichtlichkeit seit 1989 ist nicht nur politischen Komplexitäten zu verdanken, schreibt Martin Meyer in der NZZ. Dem Philosophen Mark Lilla folgend hat auch die Analysefähigkeit abgenommen, seit das libertäre Denken keine Systemalternative mehr ernst nimmt und nur noch im eigenen Saft sintert. (26.07.14)

Bildung und Wissenschaft

Die FAZ berichtet von einem Workshop der VW-Stiftung über Werbung und Kommunikation in der Wissenschaft. +++ Die NZZ stellt Valentin Groebners Essay über den Geisteswissenschaftler im digitalen Zeitalter vor. +++ Die FAZ greift die Klagen über mangelnde Reife wegen G8 und Bachelor auf. +++ Jürgen Kaube von der FAZ hat eine Studie gelesen, die den scheinbaren Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungserfolg nach wie vor unklar lässt. +++ Im Freitag schreibt Achtermann über Geschichte und Gesetzeslage von Religions- und Ethikunterricht in Deutschland.

Et cetera:

In seinem Blog denkt Georg Seeßlen über das Ideogramm als Mittel des bürgerlichen Subjekts gegen moralisch-intellektuelle Dilemmata nach. +++ Der Freitag stellt ein Lesebuch mit weniger bekannten Texten Erich Mühsams vor, der vor 80 Jahren von der SS ermordet wurde. +++ Hannes Stein von der WELT hat sich mit Jim Holt unterhalten, der über die Grundfrage einen humorigen Metaphysik-Bestseller geschrieben hat.


Links der Woche am 19.07.2014, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 29/14

Ex Internet Lux

Wie jeden Sommer beschäftigen sich Feuilleton und Intellektuelle mit ihrem eigenen Fehlen in der Öffentlichkeit. Den Auftakt macht dieses Jahr Gundolf S. Freyermuth bei Telepolis, wo er auf Geschichte und Verfall des engagierten Gelehrten zurückblickt und die Rettung im Internet sieht. (13.07.14)

Fotzen und Arschlöcher

Im Freitag schreibt Jürgen Busche recht unterhaltsam darüber, warum vulgäre Sprache in der Politik so irritierend wirkt: Mit jener werden Grobheit und Bildungsmangel verbunden, die nicht zu dem Bild von dieser passen, das von aufgeräumten Lehrbüchern gezeichnet wird. (16.07.14)

Fußball als politische Metapher

Der Fußball des Jahres 1954 hat nichts mehr mit dem des Jahres 2014 zu tun, schreibt Georg Seeßlen im Freitag. In seiner Analyse schreibt er eine politisch-ökonomischen Analyse der deutschen Verhältnisse anhand der fußballhistorischen Wegmarken nationaler Identitätsbildung. (16.07.14)

Neue Bücher:

Michael Hampes neues Buch zur Rettung der Philosophie vor sich selbst wird auch bei Spektrum der Wissenschaft besprochen. +++ Lange nichts mehr aus Heideggers Nachlass gelesen? Ludger Lütkehaus stellt in der NZZ den ersten Band mit erstaunlich zivilen Briefwechseln der Familie Heidegger vor. +++ Marc Reichwein zeigt sich in der WELT skeptisch über Stefan Müller-Doohms Habermas-Biographie, weil dem Autor als Schüler des Portraitierten die nötige Distanz fehle. +++ Albert Camus’ Liebe zu seiner algerischen Heimat war stets schwierig; nun haben zwei algerische Autoren seinen als neo-kolonialistisch bezeichneten Roman „Der Fremde“ neu geschrieben. +++ Die Philosophin Rosi Braidotti hat ein mühsam zu lesendes Buch über posthumane Subjektivität geschrieben, das in der NZZ rezensiert wird und dessen Untertitel Lichtwolf-Lesern bekannt vorkommen dürfte.

Außerdemos von Sonstnochos:

Und noch was aus dem Heft-Archiv: Heute Abend ab 23:05 Uhr kommt im Deutschlandfunk die Lange Nacht über die Magie der Zahlen und dazu passt doch sehr gut Lichtwolf Nr. 40 über Zahlen, Ziffern und Nummern. +++ Der Kapitalismus hat sich selbst transzendiert und produziert nur noch negative Werte (Krisen und Elend), schreibt abermals Georg Seeßlen in seinem Blog und konstatiert als Modell dieses untoten Kapitalismus die „Supermarkt-Kassiererin, deren hungriger Blick zwischen den Waren und der Überwachungskamera hin und her geht“. +++ Die Berner Zeitung brachte diese Woche eine Serie zur Ethik von Menschenrechten und -würde. +++ Marcus Hammerschmitt berichtet bei Telepolis von einer Studie über die verbissene Ethik-Konkurrenz zwischen Veganern und Vegetariern. +++ Der Veganismus ist auch in der Schweiz längst „in aller Munde“, wie Nadine Jürgensen in der NZZ bedenkt. +++ Hans Ulrich Gumbrecht war in Lissabon und schreibt in seinem FAZ-Blog über die Authentizität des Fado und was Derrida davon hielte. +++ Ebenfalls in der FAZ beschweren sich sieben Autoren über die Studentenjugend von heute.


Links der Woche am 12.07.2014, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 28/14

Das totale Management

In der FAZ nimmt Dietmar Dath u.a. den Roman „The Circle“ von Dave Eggers zum Anlass für einige Betrachtungen über die nächste Zukunft der Ausbeutung, die im digitalen Business zur sektenartig verzückten Code-Fron wird. Scheinbar abgeschaffte Hierarchien und Stimmung wie auf dem Kindergeburtstag prägen den jüngsten Kreis der Hölle des Erwerbslebens zwopunktnull. (06.07.14)

ZEIT und Neuer Realismus

Seit einem Weilchen feiert die ZEIT eine Reihe zum Thema Neuer Realismus ab, dem Schlagwort Markus Gabriels. Bislang haben sich dazu einige geäußert, diese Woche war Iris Radisch dran. Sie nimmt die Annäherung des digitalen Alltags an die Science-Fiction zum Anlass, über den philosophischen Realitätsverlust nachzudenken. (09.07.14)

Unn sünst?

Die taz stellt Michael Hampes Buch vor, das zur Rettung der Philosophie durch argumentative Rationalität aufruft. +++ Anlässlich des WM-Finales denket Georg Seeßlen in der taz über nationale Identität als Konsumprodukt nach. +++ Slavoj Žižek wird vorgeworfen, aus einem Rassistenblatt abgeschrieben zu haben. +++ Zum Tod seines Freunds und Kollegen Hans-Ulrich Wehler schreibt Jürgen Habermas in der FAZ. +++ Apropos: Bei Glanz & Elend bespricht Dieter Kaltwasser die bislang umfassendste Habermas-Biographie. +++ Eine Leipziger Ausstellung blickt zurück auf die seit 100 Jahren im Meiner Verlag erscheinende Philosophische Bibliothek, wie das Börsenblatt meldet. +++ Die ZEIT ist total begeistert von Peter Sloterdijks neuem Hauptwerk, das kulturkritisch von Madame de Pompadour bis zu virtuellem Geld mäandert. +++ Die FR stellt das Buch „Zukunft als Katastrophe“ vor, in dem die Germanistin Eva Horn der Dystopie in Film und Literatur nachgeht.



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