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Links der Woche

Die 10 häufigsten Stichwörter in dieser Rubrik:
1. Georg Seeßlen (68)
2. Martin Heidegger (56)
3. Slavoj Žižek (50)
4. Kapitalismus (40)
5. Peter Sloterdijk (38)
6. Hans Ulrich Gumbrecht (31)
7. Demokratie (25)
8. Donald Trump (24)
9. Künstliche Intelligenz (20)
10. Friedrich Nietzsche (19)

Links der Woche, rechts der Welt: Jeden Samstag Nachmittag empfiehlt der Lichtwolf die interessantesten Texte der Woche der Leserschaft zur Wochenendlektüre.


Es gibt in dieser Rubrik 354 Artikel auf 36 Seiten:

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Links der Woche am 31.01.2015, 14:19 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 05/15

Auf der Suche nach dem Narrativ

In der Woche des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus überlegt Anja Reiter in der FAZ, wie der Holocaust noch im Geschichtsunterricht vermittelt werden kann - 70 Jahre nach Befreiung des KZ Auschwitz und für eine wachsende Zahl von Schülern, zu deren Geschichte der Holocaust qua Migrationshintergrund nicht zu gehören scheint. (29.01.15)

Außerdemchen:

Die FAZ meldet, dass die Mainzer „Open Mind“-Gruppe um Thomas Metzinger eine ganze Textsammlung zu Geist, Gehirn und Bewusstsein ins Netz gestellt hat: Unter open-mind.net gibt es den Lesestoff als PDF oder im .epub-Format. +++ Die taz weist auf eine zweibändige Ausgabe mit Albert Camus’ journalistischen Arbeiten hin, die ihn einmal mehr als politischen Denker zeigen. +++ Im Interview mit dem Standard erklärt Slavoj Žižek, was den Macht-Begriff der IS-Miliz vom westlichen unterscheidet und warum nur eine radikale Linke die Rettung vor Islamismus und letzten Menschen bietet. +++ Heute Abend gibt es ab 23:05 Uhr im Deutschlandfunk die Lange Nacht über Else Lasker-Schüler, Gertrud Kolmar und Simone Weil. +++ Der hübsche RDP diskutiert in seiner ZDF-Sendung am Sonntag mit dem Cicero-Chef Christoph Schwennicke über konservatives Denken.


Links der Woche am 24.01.2015, 14:20 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 04/15

Kann man Heideggerianer sein?

Für die FAZ berichtet Jürg Altwegg vom Pariser Kongress zum Thema „Heidegger und ,die Juden‘“. Er rekapituliert den merkwürdigen Einfluss, den der Todtnauberger auf das linksrheinische Denken hat, für welchen Aufruhr dort die Schwarzen Hefte vergangenes Jahr sorgten und wie deren Herausgeber Peter Trawny kritisiert wird. (21.01.15)

Das Studium als vortragbarer Verlust

Steuererklärungen sind nur was für die Zeit nach dem Studium? Mitnichten! Barbara Brandstetter rät in der FAZ mit diversen superspannenden Gerichtsurteilen und Beispielrechnungen, sich bereits in Aus- und Fortbildung mit Verlustvortrag, Werbungskosten und der „Anlage N“ zu beschäftigen. Sofern man damit rechnet, später überhaupt Steuerzahler zu werden. (24.01.15)

Unser schöner Planet

In der NZZ setzt sich Uwe Justus Wenzel anlässlich zweier Ausstellungen mit den Bildern auseinander, die Philosophen sich von unserem Planeten Erde gemacht haben und damit auch stets Menschheitsbilder lieferten. Bei Telepolis lesen wir von einer überfälligen Betriebsanleitung für den Planeten, aus der hervorgeht, wie man das Ding betreibt, ohne es kaputtzumachen. Wenn doch alles den Bach runtergehen bzw. die Menschheit von der Vogelgrippe dahingerafft sein sollte, dürfen sich die Überlebenden an Lewis Dartnells „Handbuch für den Neustart der Welt“ halten, das in der FAZ vorgestellt wird. Bis dahin teilen wir uns weiter den Planeten mit haufenweise Tieren, von deren Subjektivität wir keine Ahnung haben (können), wie Eduard Kaeser in der NZZ überlegt.

Weiteres zu Islam und Terrorismus

Zwei Wochen nach den mörderischen Anschlägen von Paris geht die intellektuelle Auseinandersetzung weiter. Nicht religiöser Wahn ist schuld am Terror, schreibt Guillaume Paoli in der FAZ, sondern der andere übliche Verdächtige: Computerspiele. Dass und wie deren Ästhetik in IS-Propaganda verwendet wird, erweist den Islamismus als blutrünstige Jugendrevolte. Mohammed Khallouk dagegen unterhält sich im Freitag mit dem Philosophen Rachid Boutayeb über Sexualität und sein Projekt eines islamischen Dekonstruktivismus.

Et cetera:

Die taz berichtet von einem Kongress der britischen Zeitschrift Radical Philosophy über den denkerischen Abbau des Kapitalismus. +++ Akademisierungswahn, Bologna, Kompetenzfimmel, doofe Studis: Die NZZ bespricht gleich vier Bücher über die Bildung in der Krise. +++ Die FAZ berichtet von einem Data-Mining-Projekt zur Analyse und Vorhersage politischer Unruhen in Kooperation mit Google. +++ Ulrike Baureithel erinnert im Freitag an den verstorbenen Soziologen Ulrich Beck und seine Verdienste um die Krisenanalytik.


Links der Woche am 17.01.2015, 16:25 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 03/15

Zeugnisse des Verlusts

Ob man nun schlussmacht oder stirbt, nie ist man so richtig weg. Sven Stillich schreibt in der ZEIT, was so alles von jedem übrig bleibt (Kleinigkeiten und Abfall), was manch einer auf keinen Fall zurücklassen will und wie wir wichtige Dinge und Momente (auch unabsichtlich) bewahren.

Der nächste US-Präsident ist ein Cyborg

Bei Telepolis gibt Zukunftsforscher Roland Benedikter im Interview einen Überblick über die drei Schritte, die 2014 auf dem Weg zur transhumanistischen Gesellschaft gemacht worden sind und welche ethischen Herausforderungen in der technischen Zukunft warten. (11.01.15)

Die Anschläge von Paris

Die Wut und Trauer nach den Anschlägen von Paris legen sich langsam und die gedankliche Aufarbeitung geht los. Im New Statesman fragt Slavoj Žižek mit etwas Nietzsche nach dem Minderwertigkeitskomplex islamistischer Fundamentalisten. In der FAZ untersucht der Soziologe Jens Alber den scheinbaren Zusammenhang zwischen „dem“ Islam und dem Terrorismus in seinem Namen. Michel Houellebecqs Roman über die Wahl eines Muslim zum französischen Präsidenten erschien am Tag der Anschläge. Cord Riechelmann untersucht in der FAZ die Parallelen zu „Untergang des Abendlandes“ und was Spengler tatsächlich darunter verstand. Die ZEIT bringt Navid Kermanis Trauerrede für die Opfer der Pariser Anschläge, in der er die Werte des Islam und der Französischen Revolution betont.


Links der Woche am 10.01.2015, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 02/15

Das Wissen ums Sterben

Einige Tiere bekommen gepflegte Gräber, andere werden zu Fischmehl oder Festtagsbraten verarbeitet. Ronald Roggen besucht für die NZZ einen Schweizer Tierfriedhof und überlegt, welche vielfältigen Schlaglichter der Tod von Tieren auf ihre Verhältnisse zum Menschen wirft. (03.01.15)

Stränge und Häute

Matthias Matting setzt bei Telepolis seinen letzte Woche begonnenen Einstieg in die Stringtheorie fort. In Teil 2 erfahren wir, warum das Universum supersymmetrisch sein und jedes Teilchen einen Partner haben sollte, wie man mathematisch nötige zusätzliche Dimensionen aufwickelt und warum Gravitation die coolste Naturkraft ist. (06.01.15)

back that shit up

Der Philosophy Bro hat diese Woche wieder Post bekommen und nimmt sich der kniffligen Frage an, warum Kant sich trotz des kategorischen Imperativs für die Todesstrafe aussprach. Dieser Widerspruch ist nur ein scheinbarer, nämlich sogar eine Folgerung, aber das heißt weder, dass Kant widerlegt wäre, noch dass er unwiderlegbar wäre. (06.01.15)

Das wohlverwaltete Prekariat

Um wissenschaftliche Mitarbeiter durch Verunsicherung und Kontrolle zur Exzellenz zu treiben, braucht es Personal. Björn Brembs und Axel Brennicke - beide selbst Uni-Wissenschaftler - beschreiben in der FAZ, wie die Prekarisierung des akademischen Nachwuchses mit einem Wuchern unbefristeter Verwaltungsstellen einhergeht. (07.01.15)

Die eigentlichen Märtyrer von „Charlie Hebdo“

Unter den vielen Reaktionen auf die Morde in Paris sei an dieser Stelle des Filters wegen lediglich auf die von Bernard-Henri Lévy verwiesen, die in der FAZ nachzulesen ist. Darin rechnet er die ermordeten „Charlie Hebdo“-Mitarbeiter zu den Helden der Aufklärung und ruft mit republikanischem Pathos zu „Nationaler Einheit“ und zur Befreiung des Islam vom Islamismus auf. (09.01.15)

Das Weitere und Engere:

In dieser Woche wäre Kurt Tucholsky 125 geworden. +++ Der Freitag weist auf den neuen Zukunftsalmanach aus Harald Welzers Stiftung Futurzwei hin, der statt Apokalyptik zu betreiben lieber erfolgreiche soziale und ökologische Alternativen portraitiert. +++ Mega-Žižek: Für Glanz & Elend überlegt Peter V. Brinkemper, was es mit dem Büchlein „Žižek’s Jokes, Treffen sich zwei Hegelianer“ auf sich hat, und bespricht zudem - aber viel kürzer - das knapp zehnmal so dicke Opus Žižeks über Hegel und einen rekonstruierten Idealismus. Einmal in Fahrt gekommen, nimmt er sich auch noch Žižeks jüngstes Buch vor, das mit Heidegger, Hawking usw. fragt, was ein Ereignis sei, und selbst eines ist. +++ Telepolis weist auf das Alan-Turing-Biopic hin, das mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle in die Kinos kommt. +++ Im Freitag unterhält sich Nora Zaremba mit dem Neurobiologen Gerald Hüther über seine Flucht aus der DDR, Mut, Glück und die lebenslange Freiheit zur neuen Erfahrung.


Links der Woche am 03.01.2015, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 01/15

Uneinstellbare Employability

Die Bologna-Reformen sollten einen „europäischen Hochschulraum“ und vor allem die employability der Studierenden herstellen. Joachim Nettelbeck zeichnet in der FAZ das 15 Jahre währende verheerende Scheitern der Reform an ihren Grundübeln nach und rät den Universitäten, sich auf sich selbst im 21. Jahrhundert zu besinnen. (29.12.15)

Das gitarrenförmige Universum

Falls Ihnen Quantenphysik nicht kompliziert genug ist, gibt es ja noch die Stringtheorie. Matthias Matting gibt bei Telepolis einen Einstieg in die aus reiner Mathematik geborene Erklärung, warum nicht alles auseinanderfliegt, mit hilfreichen Analogien und good vibrations. (02.01.15)

Wissen, wie man’s macht(e)

In der FR unterhält sich der gute Arno Widmann mit dem Wissenschaftshistoriker Jürgen Renn, warum seine Disziplin nicht nur dokumentieren, sondern auch Fortschritt inspirieren kann, warum Planung die Triebfeder aller Wissenschaft ist und welche Rolle Macht und Freiheit darin spiel(t)en. (02.01.15)

Von Leonidas zu Themistokles, von Dionysos zu Apoll

Bei Glanz & Elend beschäftigt sich Peter V. Brinkemper mit den historischen und ästhetischen Grundlagen von Frank Millers blutrünstigen Comic-Opern „300“, die Friedrich Nietzsche mit seiner Vorliebe für tragisches Griechentum und als Illustration seiner Kritik am Athenertum gefallen hätten. (02.01.15)

Außerdemos von Sonstnochos:

Der Soziologe der Risikogesellschaft Ulrich Beck ist gestorben. Schade. +++ Leute knipsen sich selbst sogar im Kino. Hans Ulrich Gumbrecht überlegt in seinem FAZ-Blog, was hinter der „laufenden elektronischen Erinnerungsproduktion“ mittels Selfies steckt. +++ In Sachen Feminismus gibt es in der ZEIT ein Interview mit der Literaturwissenschaftlerin Barbara Vinken über mögliche weibliche Vorbilder in der Literatur, die Lust und Erfolg gedeichselt kriegen. +++ Die FR stellt zwei neue Bücher über Religion, Gewalt und Gesellschaft vor, deren Verhältnis doch wohl mehrere Bände bedarf. +++ Büschen Wirtschaftsethik zum neuen Jahr: Ulrike Herrmann stellt in der taz noch einmal fest, dass Wirtschaft nicht aus Zahlen, sondern aus Ängsten und Hoffnungen besteht. In der ZEIT fragt Maike Brzoska einige Leute vom Fach, ob es unethisch ist, als Anleger auf schlechte Nachrichten zu hoffen und von Leid und Elend zu profitieren. +++ Recht hymnisch bespricht unser alter Freund Günter Figal in der NZZ Gunnar Hindrichs’ phänomenologische Ontologie der Musik. Ob der Festvortrag, den Hindrichs letztes Jahr zu Figals Geburtstag hielt, ebenso hymnisch war, ist online nicht rauszukriegen.


Links der Woche am 27.12.2014, 14:20 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 52/14

Nobody expects the feminist inquisition!

In der aktuellen Debatte um Feminismus meldet sich Ekkehard Knörer vom Freitag zu Wort, rekapituliert (unterhaltsam) den Auslöser (den Wunsch einx Sprachwissenschaftlerx, „Profx“ genannt zu werden) und die schäumende Aufregung darüber bis hin zur Metafrage vom Nutzen und Nachteil des Humors in der ganzen Chose inkl. TV-Tipp. (17.12.14)

Politische Ökonomie des Potlatsch

Zu Weihnachten als sozialer Institution ist jeder gezwungen sich zu verhalten. Bei Getidan schreibt Zombie- und Klassenkampf-Experte Georg Seeßlen aus gegebenem Anlass über das Schenken als semiotischen Kriegsakt in einer Welt, in der nichts mehr zu gebrauchen ist. (22.12.14)

Surfen wie Walter Benjamin

Wie man im Internet Zeit verplempert kann man demnächst an der Uni Pennsylvania vom Künstler Kenneth Goldsmith lernen, der 2013 bereits das Internet ausgedruckt hat. Felix-Emeric Tota stellt uns den Konzeptkünstler, der es so todernst meint wie einst Breton und Debord, in der FAZ vor. (26.12.14)

Et cetera:

Thomas Hettche meditiert in der NZZ über Orpheus, Sprache und Viehtransporte. +++ Die taz unterhält sich mit dem philosophischen Superstar Markus Gabriel über Hoffnung in Anthropologie und Christentum. +++ In seinem neuesten Buch erklärt der Neurowissenschaftler Gerhard Roth Psychotherapie zur Parawissenschaft, meldet die WELT. +++ Viele philosophische Buchempfehlungen nebenan bei Glanz & Elend: Gregor Keuschnig bespricht das von Jens Kulenkampff herausgegebene Buch mit Aperçus von Kant. Schneidegger stellt Peter Trawnys essayistische Nachlese zu Heideggers Schwarzen Heften vor. Byung-Chul Hans digitale Foucaultiade „Psychopolitik“ wird gleich zweimal vorgestellt: mit Fokus auf Leistungsgesellschaft und Widerstand von Jürgen Nielsen-Sikora, deutlich ausführlicher von Peter V. Brinkemper, der die Dokumentation der Verheerungen durch den internalisierten Neoliberalismus mit der Gegenwartskritik von Hardt, Negri, Sloterdijk und Naomi Klein vergleicht. +++ In der SZ wird Byung-Chul Han übrigens praktisch und stellt eine psychopolitische Analyse der PEGIDA-Bewegung inkl. Helene-Fischer-Exegese an. +++ Der Freitag bespricht neue Bücher über den „Stadtraumphilosophen“ Le Corbusier, der natürlich auch im aktuellen Lichtwolf zum Thema „Häuser“ vorkommt, welchen es auch als E-Book gibt. Der Lichtwolf wünscht einen guten Rutsch!


Links der Woche am 20.12.2014, 14:26 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 51/14

Der Raum am Anfang von allem

Ein Gehirn ist für viele Dinge hilfreich, zuallererst für die (koordinierte) Bewegung. Für die Entdeckung der zuständigen Ortszellen im Hippocampus gibt es den diesjährigen Medizinnobelpreis und der Hirnforscher Peter Thier erklärt in der FAZ, warum die Verwaltung von Raum und Zeit Grundlage aller anderen Hirnfunktionen ist. (15.12.14)

Der wöchentliche Weltuntergang

Die Simpsons werden 25 und Georg Seeßlen betrachtet die gelbe Familie in der ZEIT als tragische Helden im Menschheitsdrama Kapitalismus. Springfield ist überall, und damit der brutale Zynismus, die „Dialektik von Menschen, die können, aber nicht wollen und anderen, die wollen, aber nicht können“, angesichts derer es nicht so viel zu lachen gibt. (17.12.14)

Was „Neger“ bedeutet

Elisabeth von Thadden portraitiert in der ZEIT den Philosophen Achille Mbembe, der in seiner „Kritik der schwarzen Vernunft“ die Ökonomisierung aller Lebensbereiche auf den Sklavenhandel zurückführt und für eine humanere Zukunft nicht nur in Afrika plädiert. (17.12.14)

Vom Urknall zur Epigenetik

Der großartige Gottfried Schatz schreibt in der NZZ, wie uns das moderne, wissenschaftliche Weltbild unsere Nichtigkeit vor Augen hält, aber eben auch das unwahrscheinliche Wunder des Lebens, dessen Geschichte vom Urknall bis zu Epigenetik und Mitsein der Biochemiker geschwind skizziert. (19.12.14)

Unn sünst?

Matthias Dell schreibt im Freitag eine kleine Begriffsgeschichte des Wortes „Ausländer“. +++ Die NZZ zeigt sich enthusiasmiert Martha Nussbaums „Einstein Lectures“ über Wut und Rache in der Politik. +++ Sophie Elmenthaler reagiert in der ZEIT auf den Vorwurf der Humorlosigkeit, der letzte Woche dem Feminismus gemacht wurde.

Bücher kaufen/lesen: Zum Fest fast zu knapp, aber vielleicht als Hilfe für gute Konsumvorsätze: Die taz bringt eine Liste mit Alternativen zu Amazon für Buchkonsument_innen mit sozialen, ökologischen oder anderen Ansprüchen. +++ Bei Glanz & Elend bespricht Jürgen Nielsen-Sikora das Buch, in dem sich Nick Bostrom hauptsächlich „im Konjunktiv“ mit autonomer, d.h. starker künstlicher Intelligenz beschäftigt. +++ Die NZZ stellt die spannende Biographie Paul Watzlawicks vor, dem wir den radikalen Konstruktivismus verdanken. +++ Im Freitag weist Florian Schmid auf das neue Buch von Slavoj Žižek hin, in dem es wie immer um Kapitalismus, Krise und Revolution geht.


Links der Woche am 14.12.2014, 09:38 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 50/14

1789, 1814, 1914, 1945

Im Völkerrecht ist der Krieg die längste Zeit eine gerechte Sache gewesen, schreibt der Fachmann Miloš Vec in der FR. Da das Völkerrecht sich auf immer mehr Lebensbereiche auswirkt, versucht Vec herauszukriegen, welche Gerechtigkeitsvorstellungen darin wirksam sind und woher sie stammen. (12.12.14)

Töten und sterbenlassen

In der Sterbehilfedebatte erinnert Manfred Lütz in der FAZ an die Euthanasieprogramme der Nazis: „Was vor siebzig Jahren der Begriff ‚Volksgesundheit‘ war, ist heute der Begriff ‚Selbstbestimmung‘.“ Statt die Menschenwürde und hippokratischen Eid weiter in Frage zu stellen, solle man sich lieber auf das Hospiz besinnen. (12.12.14)

Führungsfigur statt Katzen-Memes

In der ZEIT beschwert sich Hannah Lühmann über die neue Ästhetik bzw. die Humorlosigkeit des Feminismus bzw. Netzfeminismus, dem bestenfalls angestrengte Albernheit gelingt. Das macht ihn unattraktiv und erschwert es, mit einigen weit verbreiteten Missverständnissen aufzuräumen. (12.12.14)

In Sachen Kraus: In Journalistenschulen wird mit Karl Kraus gelehrt, wie man „Menschen erledigt“, behaupten Niklas Maak und Volker Weidermann in der FAZ und machen sich anlässlich von Jonathan Franzens Buch „Das Kraus-Projekt“ daran, den Mythos vom humanen Stilisten Kraus zu zerstreuen. Im Freitag zeigt sich Lukas Latz wenig überzeugt von Franzens Art, Kraus’ Texte u.a. gegen das Internet zu wenden. Et cetera: Günter Riederer erinnert im Freitag daran, wie der als Pressecoup gedachte Besuch von Sartre anno 1974 beim inhaftierten Andreas Baader in Stammheim scheiterte. +++ Ebenfalls im Freitag wird Andy Weirs Roman über die kapitalistische Eroberung des Mars durch einen gestrandeten Astronauten besprochen. +++ Apropos Mars: Der ist ja auch Titelthema der aktuellen Lichtwolf-Ausgabe, die Sie ja bestimmt schon haben. Was, schon durchgelesen? Gut dass kommende Woche das neue Heft (diesmal zum Thema Häuser) kommt! Schon abonniert?


Links der Woche am 06.12.2014, 14:32 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 49/14

Das große Warum

Religionswissenschaftler Michael Blume beschäftigt sich bei den Scilogs anhand eines Katzenvideos mit der Theodizee-Frage und wie sie mit der Anthropodizee und der Fruchtbarkeit zusammenhängt. (29.11.14)

Die Wächter des verlogenen Schatzes

Eggert Blum kommt in der ZEIT noch einmal auf Heideggers Antisemitismus zu sprechen, der zu Beginn des Jahres mit der Edition der Schwarzen Hefte Schlagzeilen machte. Blum schildert (ziemlich spannend), wie Heidegger und seine Erben zum Schutz der Marke und des Familienunternehmens jede historisch-kritische Erforschung des Nachlasses verhindern. (29.11.14)

Die Aura ist out

Die Zeiten, als keine Hausarbeit ohne ein Walter-Benjamin-Zitat auskam, sind vorbei, berichtet Hans Ulrich Gumbrecht in der NZZ und blickt zurück auf Leben, Werk und Rezeptionsgeschichte des Kulturkritikers im Schatten Adornos, um dann zu mutmaßen, was von Benjamin nach dem Hype bleiben wird. (05.12.14)

Zwischenbefund zum 21. Jahrhundert

Das 21. Jahrhundert hat erst neulich angefangen - und schon wird an seiner kulturhistorischen Einordnung gearbeitet. Martin Meyer von der NZZ sieht das laufende Jahrhundert von enttäuschten demokratischen Hoffnungen, vielfältigen Ängsten und den Eigentümlichkeiten der Netzzivilisation bestimmt. (06.12.14)


Links der Woche am 29.11.2014, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 48/14

Nicht neu, nur verschärft

In den Blättern beschäftigt sich Andreas Keller mit der Misere des „wissenschaftlichen Nachwuchses“, der an deutschen Unis in die Sackgasse Prekariat gerät. Die akademische Personalpolitik ist gewollt und beeinträchtigt ungewollt die Forschung. Reformkonzepte drohen eher „Verschlimmbesserungen“ zu werden.

Eigentum ist Diebstahl

Die gewaltsame Geburt des Kapitalismus aus Raub und Vertreibung ist in der südlichen Hemisphäre allerorts live zu beobachten. Patrick Spät blickt bei Telepolis zurück auf die Geschichte des Allmende-Raubs, der den Mythos von Robin Hood ebenso wie die protestantisch glorifizierte Not der Lohnarbeit hervorbrachte. (22.11.14)

Bessere Gesellschaften durch bessere Technologie

Andreas Exner äußert bei Telepolis einige Bedenken gegenüber der schönen neuen Welt der Shareconomy, die uns der 3D-Drucker eröffnen soll. Die Arbeit wird nicht überflüssig werden und der durch Technologie befreite „neue Mensch“ entspricht eher dem fordistischen Menschenbild. Mit dem Kapitalismus kann es aber auch so nicht weitergehen. (23.11.14)

Früchtchen des Kampfes

Hannelore Schlaffer blickt im Rahmen des NZZ-Podiums „Was will die Frau? Ortsbestimmungen der Gegenwart“ auf Geschichte und Stand der Frauenbewegung, beobachtet vor allem am Verhältnis zwischen einst aufständischer Mutter und emanzipierter Tochter. (28.11.14)

Das Weitere und Engere:

Ulrike Draesner war im Zoo und schreibt in der ZEIT, was wir von Affen über uns selbst lernen können. +++ Der Schweizer Schriftsteller Jens Steiner appelliert in der NZZ an das Ehrgefühl der erfindungsreichsten Spezies, sich nicht mehr aus Knappheit und Not freizukaufen. +++ Im Freitag unterhalten sich Thomas Piketty und Jürgen Trittin über Ungleichheit und den Fiskalstaat. +++ Die NZZ bespricht Bruno Latours neues Buch über „Existenzweisen“, deren Vielfalt das Anthropozän multiversal macht.



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