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Links der Woche

Die 10 häufigsten Stichwörter in dieser Rubrik:
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8. Donald Trump (24)
9. Künstliche Intelligenz (20)
10. Friedrich Nietzsche (19)

Links der Woche, rechts der Welt: Jeden Samstag Nachmittag empfiehlt der Lichtwolf die interessantesten Texte der Woche der Leserschaft zur Wochenendlektüre.


Es gibt in dieser Rubrik 354 Artikel auf 36 Seiten:

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Links der Woche am 04.04.2015, 13:54 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 14/15

Wiwi besser machen

Die Kolleginnen und Kollegen der Wirtschaftswissenschaften haben die Nase voll: Sebastian Puschner und Jonas Weyrosta schreiben im Freitag über den wachsenden Unmut über die theoretische und methodische Starre in der Disziplin, deren Nachwuchs bereits an einer „Pluralen Ökonomik“ arbeitet. (30.03.15)

Geisterbahn Kapitalismus

Der Kapitalismus hat mehr mit Erobern als Erwirtschaften zu tun, skizziert Georg Seeßlen skizziert in seinem Blog. Das Eroberte spukt als Gespenst durch die kapitalistische Kultur und wird in einem politischen Akt als Beute an die Integrierten verteilt. Am Ende sind selbst Menschen nur noch Beute und Gespenst. (02.04.15)

Weiter mit Heidegger

Helmuth Vetter, Vorsitzenden der Martin-Heidegger-Gesellschaft, gibt eine Stellungnahme zur Debatte um den Namenspatron ab, in der er auf die strikte Unterscheidung von Philosophie und Antisemitismus drängt. Uwe Justus Wenzel sieht in dem Drama um den fundamentalontologischen Nachlass den besten Grund, nun eine historisch-kritische Heidegger-Werkausgabe in Angriff zu nehmen. Der Baseler Philosoph Markus Wild schließlich versucht in der SZ, die Debatte um die Umwidmung des Heidegger-Lehrstuhls an der Uni Freiburg geradezurücken.

Unn sünst?

Harald Lemke hat laut Telepolis ein Buch zu einer vermeintlichen Leerstelle geschrieben, nämlich zur Philosophie der Ernährung. Lichtwolf Nr. 32 zum Thema Essen & Trinken von 2010 gibt es hier für fümpf Euro. +++ Der famose Ulrich Horstmann hat einen ganz schicken neuen Internetauftritt zu seiner Verherrlichung bekommen. Er sei gepriesen! +++ Der Freitag portraitiert die marxistische Feministin Frigga Haug, deren Lebensthema die insgeheime Zustimmung zu Kapitalismus und Unterdrückung ist. +++ Kann man immer gebrauchen: Wolf-Dietrich Plackenberg erklärt bei Telepolis am 1. April, wie man ruckizucki eine Zahl in Primfaktoren zerlegt. +++ Der Freitag-Leser Gunnar Kaiser widerspricht der These des österreichischen Philosophen Robert Pfaller, wir hätten uns den Genuss verboten: der Genussbegriff ist verquer und die Verallgemeinerung falsch. +++ Lichtwolf Nr. 49 zum Thema Blumenkraft gibt es seit dieser Woche auch als E-Book für Kindle und im epub-Format.


Links der Woche am 28.03.2015, 14:27 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 13/15

Schicksalsgemeinschaft Mensch und Hund

Zum Ende einer dermaßen unerfreulichen Woche mal was Nettes: Christina Hucklenbroich setzt sich in der FAZ mit der Lage des Hundes auseinander, der keineswegs bloß als Ersatzkind fungiert, auch wenn um Hundeerziehung genauso wie um Kindererziehung gestritten wird und der Hund manches Herz zu öffnen vermag. (28.03.15)

Nochmal wg. Heidegger

Der jüngste Band der „Schwarzen Hefte“ Martin Heideggers hält das Feu weiterhin auf Trab. Für die WELT hat Markus Gabriel darin geblättert und schildert die Entschuldigung des Geschicks im „Wahnsystem[...] des Seynsdenkers Heidegger“. Adam Soboczynski geht in der ZEIT dem Verdacht nach, die bisherigen Bände der Heidegger-Gesamtausgabe könnten von den Herausgebern gesäubert worden sein, was den Klostermann Verlag nervös macht. Der Freiburger Emeritus Rainer Marten fordert ebenfalls in der ZEIT, endlich Heideggers Nachlass komplett freizugeben. Parapsychologisch fundiert beschäftigt sich Hannah Lühmann in der WELT mit Heideggers Geist und seinen Freiburger Ghostbustern.

Das Weitere und Engere:

Georg Seeßlen denkt über Diskriminierung nach. +++ Jürgen Nielsen-Sikora zeigt sich bei Glanz & Elend enttäuscht von Leo Schestows antiakademischem Denktagebuch „Apotheose der Grundlosigkeit“. +++ Die taz meldet den Tod von Barbara Emme, der Supermarkt-Kassiererin, die sich erfolgreich gegen ihre Kündigung wegen eines Pfandbons wehrte. +++ Die NZZ bespricht Herausgaben aus dem Nachlass Hans Blumenbergs u.a. zur Bedeutung des Mythos in der Politik. Auch der Freitag beschäftigt sich mit Blumenbergs nachgelassener Kritik an Hannah Arendts Entzauberung Eichmanns. +++ Klaus Theweleit hat seine „Männerphantasien“ fortgesetzt: Die FAZ bespricht sein Buch über die Lust am Töten von Breivik bis zur IS-Miliz. +++ Mit Frühling ist noch nicht so viel, aber die Frühlingsausgabe zum Thema Blumenkraft ist schon da.


Links der Woche am 21.03.2015, 14:02 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 12/15

Die SZ unterhält sich mit dem Rektor der Uni Freiburg, Hans-Jochen Schiewer, der die Aufregung nicht versteht, die die Ankündigung ausgelöst hat, man wolle den Heidegger-Lehrstuhl in eine Juniorprofessur für Logik umwandeln. Darüber kann Jürgen Kaube in der FAZ nur abermals kräftig den Kopf schütteln. +++ Die FAZ geht anscheinend davon aus, dass die Neuauflage der Exzellenzinitiative scheitern wird. +++ Die NZZ berichtet von den offengelegten Akten der schwedischen Akademie, die zeigen, wie schwer sie sich mit dem Nobelpreis für Jean-Paul Sartre tat, der ihn 1964 dann auch noch ablehnte. +++ In der ZEIT verteidigt Nicklas Baschek den Hip Hop gegen das kulturkritische Gerede vom Pop-Dschihad des IS. +++ Der Freitag unterhält sich mit dem Künstler Tucké Royale, der sich zum Ersten Sprecher des Zentralrats der Asozialen in Deutschland ernannt hat. +++ David Hugendick regt sich in der ZEIT über den Begriff des Abendlandes auf. +++ Nebenan bei Glanz & Elend ist der Siegertext unseres gemeinsamen Essaywettbewerbs zu lesen: „Der stolze weiße Schwan der Metaphysik“ von Ulrich Elsbroek. +++ In halb eigener Sache sei zum einen auf die taz hingewiesen, die den Wolf als den Moslem der Tierwelt decouvriert, zum anderen auf die Kölner Kapelle Grau feat. MC Hieronimus, von der es neue Tondokumente auf MP3 gibt. +++ Heute ist Indie-Book-Day. Also gehen Sie bitte in den Anderen Buchladen (in Köln) und kaufen Sie sich dort halt was Schönes.


Lichtwolf Nr. 49 (1/2015)Lichtwolf Nr. 49 (1/2015), S. 118 (Links der Woche):
Das Gerede vom Winter 2014/15

...gemäß der Links der Woche (immer samstags auf www.lichtwolf.de) und anderer obskurer Quellen...
von Georg Frost & Timotheus Schneidegger


Links der Woche am 14.03.2015, 14:20 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 11/15

Wider den Pathos der Freiheit

Im Standard veröffentlicht Bert Rebhandl einen Essay darüber, wie Gerechtigkeit nur mittels Perspektivwechsel hergestellt werden kann: An konkreten Fragen der Verteilungsgerechtigkeit exerziert er Begriffe wie Rawls’ „Schleier des Nichtwissens“ oder Sedmaks „Geburtslotterie“ durch. (14.03.15)

...zwischen Erklären und Verstehen

Mit dem wüsten Durcheinander von Meinungen und Standpunkten setzt sich Klaus Lüderssen in der FR auseinander. Dabei nimmt er Karl Jaspers’ „Psychologie der Weltanschauungen“ zur Hilfe, um zu ergründen, woher unsere Urteile und Wirklichkeiten kommen und welche Rolle dabei Mythen und Erzählungen spielen - nicht nur bei PEGIDA. (11.03.15)

Nichts außer Revolution oder Eskapismus

Der Literaturwissenschaftler Joseph Vogl hat mit „Der Souveränitätseffekt“ eine Geschichte des Finanzmarkts geschrieben. Demnach seien die Zentralbanken Quell des neoliberalen Ungeists, der sich die Demokratie nur noch als Fassade gefallen lässt. Die FAZ bespricht das Buch skeptisch, aber interessiert. (11.03.15)

Et cetera:

Auch der Freitag befasst sich eingehend, nämlich in einem Interview mit Vogls Thesen zu Finanzmarkt und Griechenlandpolitik. +++ Der Freitag-Leser Ernstchen beschäftigt sich in einem Nutzerbeitrag mit Künstlicher Intelligenz aus dem Schoß der destruktiven Intelligenz. +++ Die Uni Freiburg nimmt Stellung zu den Gerüchten um die Abschaffung des Heidegger-Lehrstuhls: „Husserl und Heidegger bleiben in Freiburg“. +++ Aram Lintzel bedauert in seiner taz-Kolumne, dass Vernunftkritik nicht mehr nur emanzipatorisch, sondern längst auch sehr rechts sein kann. +++ In der FAZ-Serie „Die Weltverbesserer“ würdigt Otfried Höffe Kant als Pionier von Eigentums- und Handelsgeist. +++ Die FR stellt Jan Assmanns neues Buch über die Entstehung des Monotheismus als Monument vor, an dem keiner vorbeikommt. +++ Die NZZ bespricht die Medientheorie des Bibliothekars Uwe Jochum, der kulturkritisch zwischen Wandmedien, Handmedien, Digitalia unterscheidet. +++ Dietmar Dath erklärt den Kindern in der FAZ, wie man Schriftsteller wird.


Links der Woche am 07.03.2015, 14:26 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 10/15

Angst und Schrecken in Österreich

Österreich hat Angst, so schreibt Marlene Streeruwitz im Standard. In diversen Krisen übernehmen Staatsleute weder Führung noch Verantwortung, und recht eigentlich haben die Leute Furcht, nicht Angst. Außerdem geht es um Exogamie, Inzest und Integration. (01.03.15)

Mit Humboldt gegen die OECD

Der Standard hat sich mit Julian Nida-Rümelin über die Steigerung der Akademikerquote, die zugrundeliegenden Denkfehler und die wirtschaftlichen Folgen unterhalten. Hinter dem Akademisierungswahn stecke u.a. das Bestreben der Wirtschaft, den Selbstzweck von Bildung zugunsten von employability zurückzudrängen. (04.03.15)

Subjekt und die ganze Realität

Der „der Shooting-Star der Deutschen Philosophie“ Markus Gabriel hat sich Slavoj Žižeks Hegelschwarte für die ZEIT vorgenommen und zeigt sich etwas enttäuscht, darin lediglich eine Summe der bisherigen Denkarbeit zu finden. Auch die Verteidigung seiner Lesart des Idealismus als Materialismus überzeugt den Rezensenten ebenso wenig die Selbstpositionierung durch Auseinandersetzung mit den Klassikern. (06.03.15)

Der Heidegger-Stuhl

Uwe Justus Wenzel äußert sich in der NZZ zu den letzte Woche bekannt gewordenen Überlegungen der Uni Freiburg, den Heidegger-Lehrstuhl in eine Juniorprofessur für Logik (Welch wunderbare Ironie!) umzuwandeln. Darüber, aber besonders über mögliche Motive - Animositäten, Kostensparen, Personalentwicklung, Exorzismus - schüttelt Wenzel wortreich den Kopf. (07.03.15)


Links der Woche am 28.02.2015, 14:30 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 09/15

Das totale Subjekt seiner selbst

In der FAZ diagnostiziert Melanie Mühl die narzisstische Persönlichkeitsstörung als Pathologie der Moderne, auch wenn Christopher Lasch davon bereits 1979 sprach. Da heute allen Ernstes empfohlen wird, „die eigene Person als Marke zu definieren und etablieren“, habe die krankhafte Selbstbezogenheit mitsamt ihrer Wahrnehmungsdefizite beste Chancen, sich weiter auszubreiten. (24.02.15)

„Und was willst du damit später einmal machen?“

Andrea Roedig beschäftigt sich im Freitag damit, warum Leute Geisteswissenschaften - konkret: Philosophie - studieren und damit zuletzt an ihre Karriere denken. Geisteswissenschaftler haben es schwer auf dem Markt, weil sie dem Konsumenten einiges zumuten und nicht warenförmig sind, und darum eine Künstlerexistenz wählen und sich in Brotberufen verdingen (müssen?). (24.02.15)

Kein Heidegger ist auch keine Lösung

Nach der Edition von Heideggers Schwarzen Heften vor einem Jahr haben auch beinharte Apologeten Probleme, den antisemitischen Fundamentalontologen zu verteidigen. Jürgen Kaube berichtet in der FAZ von Plänen der Uni Freiburg, den Heidegger-Lehrstuhl abzuschaffen, der allerdings - vertrackte Historie! - auch der Husserl-Lehrstuhl ist. (27.02.15)

Außerdemos von Sonstnochos:

In seiner Reihe beim Freitag beklagt Klaus Fürst, dass sich heutige Philosophen in ihren Elfenbeinturm zurückzögen, statt über volksnahe Dinge nachzudenken. +++ Trotz manch spekulativen Überschwangs zeigt sich die NZZ recht zufrieden mit Hermann Parzingers Geschichte der Menschheit vor der Erfindung der Schrift. +++ Die taz bespricht die Kurzportraits früher Pioniere des Umweltschutzes aus der Feder des Soziologen Udo Simonis. +++ Die FR weist auf den Gesprächsband hin, in dem sich die Pop-Ökonomen Tomáš Sedlácek und David Graeber über Zukunft und Ende des Kapitalismus unterhalten.


Links der Woche am 21.02.2015, 14:44 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 08/15

Spiegelwelt der islamisierten Dauerkriminalität

Für die ZEIT war Georg Seeßlens Exegese der Propaganda europäischer Dschihadisten so wichtig, dass sie den Essay auf Deutsch und Englisch veröffentlichte. Der Essay ist auch bei Getidan zu lesen und beschreibt, wie mit westlicher Gangster-Ästhetik ein Gegennarrativ zum westlichen Liberalismus geschaffen wird, der dem nichts für Betroffene ähnlich Attraktives entgegenzusetzen hat. (16.02.15)

Darüber lieber keinen Volksentscheid

Das Für und Wider der Todesstrafe gehört zu den Grundübungen der politischen Philosophie. In seiner ZEIT-Kolumne erklärte Bundesrichter Thomas Fischer diese Woche angenehm elaboriert, warum der Staat seine Bürger nicht töten darf und eine (womöglich gar lebenslange) Freiheitsstrafe für den Menschen als Bürger auch nicht ohne ist. (17.02.15)

Et cetera:

Die beiden Martins Altmeyer und Dornes sind in der FAZ nicht damit einverstanden, dass Slavoj Žižek und Byung-Chul Han die Schuld am IS nicht allein dem Araber in die Schuhe schieben, sondern Liberalismus und Kapitalismus für einen Teil des Problems halten. +++ Der Freitag portraitiert die britische Feministin Lynne Segal, die sich gegen Fokussierung des feministischen Sexualitätsdiskurses auf männliche Gewalt und für mehr Gemeinschaft ausspricht. +++ In Lichtwolf Nr. 45 und 46 hatte sich Bdolf mit kontrafaktischen (Nazi-)Romanen beschäftigt - ein Thema, das wohl in der Luft liegt: Richard J. Evans’ politisch-methodischer Essay „Veränderte Vergangenheiten“ wird in der FR besprochen. +++ Arno Widmann bespricht ebenfalls in der FR den neuen Essayband des Historikers Götz Aly, worin dieser gegen den Mythos von der Kaperung der Deutschen durch die Nazis anschreibt. Der Band heißt „Volk ohne Mitte“ und um die geht es auch im FR-Interview mit dem Soziologen Heinz Bude über Engherzigkeit und Antikapitalismus in Ost- und Westdeutschland. +++ Und noch eine Essaysammlung, nun von Martin Seel, der sich darin laut NZZ-Rezension mit seiner Frankfurter Schuldialektik mit Kunst und Freiheit beschäftigt. +++ Außerdem stellt die NZZ das Buch des Entwicklungspsychologen Thomas Suddendorf vor, worin dieser der Frage nachgeht, was den Menschen zum Menschen macht und ihn vom restlichen Tierreich unterscheidet: Sprache und Zeit. +++ Heidegger laufen die Freunde weg: Die Kollegen von Hohe Luft wissen vom Unbehagen, das den Herausgeber Peter Trawny vor dem nächsten Band der Schwarzen Hefte befällt, und der Freiburger Statthalter Günter Figal hat sich ohnehin längst vom Heideggerianertum losgesagt. +++ Heute Abend gibt es wieder Radio zum Mitdenken: Im Deutschlandfunk beginnt um 23:05 Uhr die Lange Nacht über Bösewichter (von Markus Metz und Georg Seeßlen). +++ Zum Schluss die wirklich gute Nachricht: Der Theologe Jürgen Öff Öff Wagner wohnt in einem Erdloch angeblich ohne Geld und Strom und ist nun tatsächlich von der Rundfunk-Haushaltspauschale befreit, wie Telepolis meldet.


Links der Woche am 14.02.2015, 14:34 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 07/15

Literarische Debattenbegleitung

In Deutschland hadert die Literatur noch mit dem, was in Frankreich längst Konjunktur hat: Sterbehilfe in der Literatur. Marc Keller stellt in der NZZ einige der modernen Variationen von Liedestod, Suizid und würdevollem Sterbetourismus vor. (07.02.15)

Kleine akademische Karriereberatung

Die prekäre Lage des akademischen Nachwuchses ist seit einem Weilchen wieder Thema. Der Philoprof Tobias Rosefeldt rechnet in der FAZ den Zynismus des universitären Mittelbaumodells vor und plädiert für dessen Abschaffung. Eine neue Studie belegt, was wir Bourdieu-Leserinnen ohnehin ahnten, nämlich dass vor allem die soziale Herkunft darüber entscheidet, ob man einen Lehrstuhl ergattert. Rudolf Stumberger unterhält sich bei Telepolis mit Christina Möller, Autorin der Studie. Einen Einblick in das Leben jenseits des Lehrstuhls gibt die taz: Dort erzählt Stefanie Schmidt von ihren verzweifelten Versuchen, als promovierte Historikerin überhaupt irgendeinen Job zu bekommen. Ob man also besser Intellektueller werden soll, erwägt Jan Grossarth unter besonderer Berücksichtigung des Arbeitsmarkts in der FAZ.

Blumendenkkraft

Der Neurobiologe Stefano Mancuso vertritt in seinem neuen Buch die Theorie von der „vegetativen Intelligenz“. Arno Widmann unterhält sich in der FR mit ihm darüber, wie Pflanzen denken und kommunizieren und raffinierter auf die Umwelt reagieren als Mensch und Tier. (13.02.15)

Unn sünst?

Nils Markwardt hat im Freitag ein kleines ABC der Neuen Philosophie zusammengestellt - von Akzelerationismus bis Slavoj Žižek. Dessen neue Hegelschwarte „Weniger als nichts“ wird in der FR von Otto A. Böhmer besprochen und könnte eine Renaissance des Idealismus anschubsen. Aram Lintzel in der taz dagegen schimpft eher mit Žižek wegen dessen Überzeugung, nur eine radikale Linke könne Europa vor dem Fundamentalismus retten - mit eisenharter Disziplin und Organisation.


Links der Woche am 07.02.2015, 14:14 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 06/15

Dr. Hoffnungslos in die Arena!

Nüchtern blickt Daniel Hornuff in der FAZ auf die schlechten Perspektiven habilitierter Geisteswissenschaftler. Statt sich davon entmutigen zu lassen, sollten sie sich mit Agilität und Streitlust öffentlich sichtbar machen, indem sieden Zeitgeist mitgestalten. (31.01.15)

Postdocs in Nöten

Mit dem Russisch Roulette der akademischen Karriereabsicht beschäftigt sich Sibylle Anderl in der FAZ. Denn auch wer Mobilitätszwang und Prekarisierung hinzunehmen bereit ist, muss in existentieller Unsicherheit hoffen und bangen - nicht nur am Wissenschaftsstandort Deutschland. (01.02.15)

Das Gehirn des Angsthasen

Der Münsteraner Physiologe Hans-Christian Paper setzt sich in der FAZ ausführlich mit Angst und Furcht auseinander. Neben der genauen Unterscheidung von Emotionen und Gefühlen widmet er sich insbesondere der, die in der Hirnforschung zwischen überlebenswichtig und pathologisch gezogen wird. (01.02.15)

Gegen Neoliberalismus und Fundamentalismus

Unter anderem in der ZEIT hatte Slavoj Žižek in einer radikalen Linken die Rettung vorm Islamismus gesehen. Nun korrigiert Byung-Chul Han ebendort Žižeks Buddhismus-Bild und Nietzsche-Interpretation. Insbesondere aber sei gegenwärtig eher Carl Schmitt als Karl Marx gefragt. (01.02.15)

Antimilitaristische Psychologie

Bei Telepolis unterhält sich Jens Wernicke mit dem Psychologen Klaus-Jürgen Bruder über die ideologische Mobilmachung, die deutschen Köpfen den Pazifismus austreiben soll und in Form von PEGIDA erste Früchte trägt, aber auch über die politische Bedeutung seiner Disziplin allgemein. (04.02.15)

Der Schein als einzig lebbare Seinsweise

Entweder man ist ein Erfolgsmensch oder man geht unter in der modernen Leistungsgesellschaft. Wie sie das Subjekt ethisch und anthropologisch deformiert ist Robert Misiks Thema in der NZZ. Demnach seufzt inzwischen selbst die Wirtschaftswoche: „Der Zwang zum Erfolg macht uns fertig.“ (06.02.15)

Plädoyer für einen Dummheits-Lehrstuhl

So aufgeklärt die Postmoderne auch sein mag, so sehr greifen Irrationalismus und Aberglaube um sich, konstatiert Jürgen Kaube in der FAZ. Als mögliche Gründe sieht er die Balkanisierung des Wissens, den neoliberalen Perfektionismus, der hinter jedem Fehler Absicht vermutet, und das Internet. (07.02.15)



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