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Links der Woche

Die 10 häufigsten Stichwörter in dieser Rubrik:
1. Georg Seeßlen (68)
2. Martin Heidegger (56)
3. Slavoj Žižek (50)
4. Kapitalismus (40)
5. Peter Sloterdijk (38)
6. Hans Ulrich Gumbrecht (31)
7. Demokratie (25)
8. Donald Trump (24)
9. Künstliche Intelligenz (20)
10. Friedrich Nietzsche (19)

Links der Woche, rechts der Welt: Jeden Samstag Nachmittag empfiehlt der Lichtwolf die interessantesten Texte der Woche der Leserschaft zur Wochenendlektüre.


Es gibt in dieser Rubrik 354 Artikel auf 36 Seiten:

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Links der Woche am 25.10.2015, 08:58 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 43/15

Schwärme, was sonst.

Diese Woche wurde erstmals der Frank-Schirrmacher-Preis verliehen, und zwar an Hans Magnus Enzensberger, der sich in seiner Dankesrede dem letzten Lieblingsthema des Namensgebers widmet: Der Schwarm ist die neue Daseinsform des nach wie vor nomadischen Menschen, mit der eine „Konjunktur der Verbarrikadierung“ einhergeht. (22.10.2015)

Wie im neuen Asterix!

Stefan Rebenich widerlegt schon mit seinem Texteinstieg in der NZZ das Vorurteil, Papyrologie sei so staubig und öde wie ihr Untersuchungsgegenstand. Ohne Papyrusfragmente wären Theologie, Philosophie und Mythologie nicht das, was sie sind, und womöglich harrt im Wüstensand noch eine Schrift ihrer Entdeckung, die unser Weltbild - wie mehrfach geschehen - umwirft. (24.10.15)

Der doppelte Žižek

Slavoj Žižek ist bekanntlich fleißig und so nimmt es nicht wunder, ihn mehrmals pro Woche in der Zeitung zu finden. In der SZ lässt er sich zur deutschen Flüchtlingspolitik befragen, von der er positiv überrascht ist, sich aber mehr Plan und Soldaten wünscht; den Linken rät er, weniger offene Grenzen und mehr Leitkultur zu fordern. Für den Standard berichtet Michael Freund über einen Hegel-Abend mit Žižek (bzw. Žižek-Abend ohne Hegel) in New York, wo er sich wohl mal wieder sehr exzentrisch zum „Rockstar der Kulturtheorie“ spreizte und vom Hölzchen aufs Stöckchen kam.

Unn sünst?

Vor einer Weile hat Jan Drees sich für den Freitag mit Peter Trawny, dem Herausgeber von Heideggers Schwarzen Heften, über die ausgelöste Debatte, Prekarität und die Probleme der Gegenwart unterhalten. In Drees’ Blog „Lesen mit Links“ gibt es das ungekürzte Trawny-Interview nachzulesen. +++ Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie meldet, dass das Innenministerium auf Druck der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) den Vertrieb der Sammelpublikation „Ökonomie und Gesellschaft“ untersagt hat. +++ Oleg Jurjew beschwört uns in der FR, die die Essays und Polemiken des kompromisslosen Linken Eike Geisel gegen die „Wiedergutwerdung der Deutschen“ zu lesen. +++ Apropos lesen: Der einzig vernünftige Text zur Bedeutung des Lesens dieser Buchmessensaison stammt von Stefan Gärtner. +++ Die FAZ berichtet von einer US-Studie über die Korrelation von politischer Einstellung und Lebensstilpräferenzen. +++ Außerdem schmunzelt die FAZ über die photo-optischen Tücken der neuen Uni-Bibliothek in Freiburg. +++ Wolfram Eilenberger portraitiert in der WELT den Datenphilosophen Luciano Floridi anlässlich seines Buchs „Die 4. Revolution. Wie die Infosphäre unser Leben verändert.“, ohne dabei die „große Wanderung muslimischer Jungmänner von Osten nach Westen“ außen vor lassen zu können.


Links der Woche am 17.10.2015, 14:15 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 42/15

Skynet weiß, was du nächsten Sommer tun wirst

Bei Telepolis unterhält sich Marcus Klöckner mit Kai Schlieter über die Gefährdung der Demokratie durch Künstliche Intelligenz: Wenn selbstlernende Systeme gestützt auf Big Data ihre eigenen Modelle entwickeln, die von Menschen nicht mehr zu verstehen, aber Grundlage unseres Alltags sind, ist es mit dem autonomen Subjekt wohl vorbei. (12.10.15)

Das Feuer und die Asche

Vor einigen Wochen beklagte Manfred Frank in der FAZ die Lage der Kontinentalphilosophie. Nun antwortet ihm der analytische Philosoph Tobias Rosefeldt, dass die Philosophie sich ausdifferenziert und vom bloßen Interpretieren der Klassiker gelöst habe. (14.10.15)

Überschussproduktion innen wie außen

Der Freitag bringt ein Interview von Katja Kullmann mit der Wirtschaftssoziologin Saskia Sassen anlässlich ihres neuen Buchs über die neoliberale Ausgrenzungslogik: Mit Grenzzäunen und Austerität reagiert die wohlhabende Welt auf die Probleme, die sie mit ihren wesenhaften „räuberischen Formationen“ auch im Inneren verursacht. (16.10.15)

Neue Bücher:

Hans Magnus Enzensberger hat einen lustigen Bildungsroman über das Geld geschrieben, der laut FR den „Mehrwert eines Poesiealbums des Kapitalismus“ enthält. +++ Ernst Troeltsch war der große politische Kommentator der Weimarer Republik und die NZZ stellt ihn anhand der Edition seiner Briefe vor. +++ Der Freitag rezensiert das Buch, in dem Herfried Münkler die „Evolution der Gewalt im 20. und 21. Jahrhundert“ (Untertitel) und die Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs bis in die Bilderkriege unseres postheroischen Zeitalters beschreibt. +++ Der Freitag stellt die politischen Essays vor, in denen Nina Power Kollektiv, Subjekt, Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit in einem zeitgenössischen Marxismus denken will.

Politisches Denken:

Anlässlich der Verleihung des deutschen Friedenspreises an Navid Kermani würdigt Jürgen Nielsen-Sikora selbnämlichen bei Glanz & Elend als einen zutiefst europäischen Denker und Dichter; ein ähnliches Portrait aus gleicher Feder finden Sie übrigens auch in Lichtwolf Nr. 42. +++ Die FAZ berichtet, wie Google sich nun auch für Regierungsarbeit anbietet und dafür mit Daten aus Smart Cities bezahlen lässt. +++ Die FAZ schreibt auch über die Studie von Lionel Prouteau und Boguslawa Sardinha, die EU-weit der Frage nachgingen, ob die Säkularisierung zum Rückgang freiwilligen Engagements führt. +++ Thomas Borchert berichtet für die FR aus der Freistadt Christiania: Die Alternativ-Kommune in Kopenhagen droht zur Touristenattraktion zu verkommen und zwischen Drogenhändlern und Öko-Starköchen aufgerieben zu werden; mehr zum Kommunenwesen in Lichtwolf Nr. 48 („Häuser“), gell. +++ Im Nahen Osten herrscht in diesen Tag mal wieder die Logik der Rache. Die Schriftstellerin Zeruya Shalev schreibt in der FAZ über die Bedeutung von Zorn und Schmerz im Judentum.


Links der Woche am 10.10.2015, 13:58 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 41/15

Eigenarten der Philosophie

Bei Telepolis unterhält sich Reinhard Jellen mit dem Medienwissenschaftler Joseph Vogl über das Verhältnis zwischen Philosophie und Wissenschaft und welche Vielfalt von Wissensformen dem entspringt. Außerdem geht es um Ideologie, Systemdenken und die Sehnsucht nach Komplexitätsreduktion. (04.10.15)

Freiheit und Anpassung

Jan Drees unterhält sich im Freitag mit dem Heidegger-Editor Peter Trawny, der dem Jobcenter erstmal erklären musste, was es mit den Schwarzen Heften auf sich hat. Aus der Freiheit des Prekariats heraus hat Trawny jüngst eine Theorie der Freiheiten, Orte und Universale unter dem Eindruck von Technik, Kapital und Medium vorgelegt. (05.10.15)

Freiheit, Gleichheit, Bürgerlichkeit

Für die NZZ bespricht Michael Schefczyk Philip Pettits Buch „Gerechte Freiheit. Ein moralischer Kompass für eine komplexe Welt“. Es beschäftigt sich mit dem stetigen Konflikt zwischen Liberalismus und republikanischer Verfasstheit, in dem das bürgerliche Individuum frei und zugleich beteiligt sein will. (06.10.15)

Stromdenken

Was es alles gibt: Die FAZ portraitiert den Datenphilosophen Luciano Floridi in einem Interview über Technophobie, Autonomie, Anthropozentrismus und die Verantwortung des Menschen, einerseits die Realität zu pflegen und zu hegen, andererseits ein neues Denken zu entwickeln, das der vernetzten Wirklichkeit entspricht. (06.10.15)

Politik von jenseits der Ränder her

In Anbetracht der Flüchtlingskrise wurde zuletzt oft an Kants Weltbürgerrecht erinnert. Nils Markwardt wendet sich im Freitag dagegegn Jacques Rancière zu und Giorgio Agambens Homo sacer, der - gleichzeitig vogelfrei und heilig ist und den rechtsfreien Raum bewohnend - für den Geflüchteten stehen und so den Weg weisen kann. (07.10.15)


Links der Woche am 03.10.2015, 14:01 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 40/15

Kapitalismus als Fluchtursache

In der ZEIT schreibt uns Slavoj Žižek ins Stammbuch, dass die Flüchtlingskrise nicht zu lösen ist, ohne die große Gesamtscheiße in Angriff zu nehmen. Denn die Situation in den Herkunftsländern ist eine Folge der neoliberalen Kolonialpolitik. Es gibt viel zu tun und viel zu lernen, denn die großen Krisen kommen erst noch. (24.09.15)

Braune Ökos

Im Freitag beschäftigt sich Andreas Förster mit der rechtsextremen Öko-Bauernbewegung u.a. in der Gemeinde Lalendorf (!). Das ist auch Benjamin Piels Thema, der für die ZEIT über völkische Siedler und den Widerstand gegen sie im Wendland schreibt. Über die Übergänge zwischen Grün und Braun geht es übrigens auch im aktuellen Lichtwolf.

Kongresse & Bücher

Hannah Bethke berichtet für die FAZ vom Jahrestreffen der deutschen Politologen, wo zwischen Konflikt, Konsens und Knatsch diesmal alles dabei war. +++ Für die NZZ war Uwe Justus Wenzel auf dem Internationalen Kant-Kongress in Wien, wo der metaphysische Mindfuck Normalität ist. +++ Der Freitag stellt das Buch der Politologin Ellen Meiksins Wood über die historische Entstehung des Kapitalismus aus der Ideologie der „Verbesserung“. +++ Die FR lobt das Buch, in dem Otfried Höffe die Freiheit gegen ihre Skeptiker und als unverzichtbaren Teil des großen Ganzen verteidigt.

Jubiläum: Vor fünf Jahren gab es die ersten Links der Woche auf lichtwolf.de - hurra!


Links der Woche am 26.09.2015, 14:21 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 39/15

„Künstlichkeit ist die Natur des Menschen“

Die NZZ bringt den Vortrag, den Konrad Paul Liessmann beim diesjährigen Philosophicum Lech über Transhumanismus gehalten hat. Der Mensch ist wie von Nietzsche vorhergesagt das nicht festgestellte Tier, das sich technisch selbst optimiert, um zu werden, was es ist - weshalb den Zukunftstechnologien uralte Sehnsüchte zugrunde liegen. (20.09.15)

Analyse vor Ideal

Der Tübinger Emeritus Manfred Frank zeigt sich in der FAZ unzufrieden mit der philosophischen Landschaft: Die analytische Philosophie habe kontinentale Denktraditionen fast vollständig verdrängt sowie - im Verbund mit den Bologna-Reformen - Kleinteiligkeit, Nabelschau und Hektik befördert. (24.09.15)

Meinung und Freiheit

Nicht erst die Flüchtlingskrise hat manchen aufheulen lassen, man dürfe ja gar nicht alles sagen. Katja Thorwarth macht sich in der FR Gedanken über die wahre Bedeutung der in Online-Kommentarspalten angeblich eingeschränkten Meinungsfreiheit. In Frankreich herrscht ein bisschen Zoff: Dem Philosophen Michel Onfray wird vorgeworfen, mit seinen Äußerungen zu Flüchtlingen und Gleichstellung dem Rechtsextremismus Vorschub zu leisten, wie die NZZ berichtet. Die SZ dagegen unterhält sich mit Alexander Filipovic über die Gründe der Empörung, die Charlie Hebdo mit einer Karikatur des toten syrischen Jungen Aylan Kurdi ausgelöst hat.

Außerdemchen:

Die NZZ stellt zwei Neuerscheinungen vor, die psychedelische Drogen z.B. in der Sterbebegleitung und Zeitforschung konsumistisch rehabilitieren. +++ Der Freitag berichtet über die interne Ratgeber-Kolumne des NSA-Sokrates, der die Geheimdienstmitarbeiter - aber nicht zu sehr! - zum Nachdenken bringen soll. +++ Die aktuelle Herbstausgabe des Lichtwolf ist erschienen.


Links der Woche am 19.09.2015, 14:06 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 38/15

Literatur des außerirdischen Menschen

In der Science-Fiction-Literatur ist Posthumanismus ein alter Hut. Philipp Theisohn denkt für die ZEIT anlässlich der Kinofilme „The Martian“ und „Interstellar“ darüber nach, was aus dem Menschen jenseits der Erde würde, was der digitale mit dem Weltraum gemeinsam hat und wie wichtig Bücher für diese Fragen sind - weshalb auch gleich mal einige posthumane Klassiker vorgestellt werden. (15.09.15)

Reiz-Reaktions-Professoren

Mit Blick auf die leistungsorientierte Mittelvergabe in der Wissenschaft empfiehlt Stefan Kühl in der FAZ den Hochschulmanagern die Lektüre von Motivationsratgebern. In der Wirtschaft habe man nämlich längst verstanden, mit Anreizsystemen lediglich das Frisieren maßgeblicher Kennzahlen zu befördern, wie Kühl es an Universitäten und Lehrstühlen beobachtet. (17.09.15)

Vom Wissen zum Dispositiv

In seinem Blog denkt Georg Seeßlen mit Foucault und Agamben über Wissen als narratives Gut, Funktion der Macht und Objekt des Marktes nach. Er greift dabei seine Dichtomie von Beute und Gespenst und das Dispotiv auf, in dem Wissen und Macht als Mythos aufgehen. (19.09.15)

Et cetera:

Der Politologe Claus Leggewie bespricht in der FR das neue Buch von Armin Nassehi und ist froh, dass es seine These, rechts und links seien als politische Verortungen obsolet, selbst widerlegt. +++ Die NZZ stellt die Biographie des Kirchenvaters und Frühmetaphysikers Augustinus aus der Feder von Klaus Rosen vor. +++ Lichtwolf Nr. 51 ist unterwegs zu den Abonnenten - wenn Sie auch einen haben möchte, bekommen Sie hier Ihr schönes Liwo-Abo.


Links der Woche am 13.09.2015, 11:17 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 37/15

Alles aus dem Ungeraden

Bei satt.org bespricht Andreas Jacke das „Das Andere der Natur“, worin der Physiker und Philosoph Jan Cornelius Schmidt „neue Wege zur Naturphilosophie“ jenseits von Idealismus und naturwissenschaftlichem Reduktionismus sucht. Zentraler Begriff ist dabei die Instabilität, die das Ganze in Gang hält und zugleich unberechenbar macht. (08.09.15)

Europa muss sterm, damit wir leben könne

Die ZEIT unterhält sich ausführlich mit Giorgio Agamben über die Lage Europas, die Agamden als beschissen beurteilt: Da die europäische Idee auf Wirtschaftszone und Biopolitik reduziert worden ist, ist die Krise eine Chance, „erstmals das zu leben, was [...] ungelebt blieb“. Die Zukunft liegt also in der Vergangenheit, die es nicht gab. (27.08.15)

Unn sünst?

Die taz portraitiert den Soziologen und Kursbuch-Herausgeber Armin Nassehi, der vormacht, wie man als überflüssiger Linksintellektueller heutzutage klarkommt. +++ Die FR stellt kurz den Bilder-Philosophen Georges Didi-Huberman vor, der den diesjährigen Adorno-Preis erhält. +++ Die NZZ befasst sich diese Woche ausgiebig mit dem Antisemitismus-Vordenker Houston Stewart Chamberlain. Anlass war zum einen die Edition seiner Briefwechsel mit jüdischen Intellektuellen, zum anderen Udo Bermbachs ausführliche biographische Chamberlain-Studie. +++ Anlässlich der Wiederkehr des 11. Septembers unterhält sich die FR mit Noam Chomsky über Obamas Drohnenkrieg, Edward Snowden, subtile Repression und die Revolution gegen den Neoliberalismus. +++ Ende der Woche gibt es den neuen Lichtwolf (Titelthema: „Ego Null“) - vielleicht haben Sie ja Interesse an einem Abo, das den Preis wert ist?


Links der Woche am 05.09.2015, 14:54 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 36/15

Von Hegel zu Bernd, dem Brot

Wer zu viele Nachrichten konsumiert, flieht vor dem eigenen Ich und bleibt gelangweilt und verwirrt zurück, so der Ausgangspunkt von Alain de Bottons neuem Buch, das Jan Pfaff im Freitag vorstellt. Es analysiert die persönlichen und gesellschaftlichen Bedingungen und Möglichkeiten der stets noch neueren Neuigkeit im vermittelten Vermittelnden. (31.08.15)

Ästhetik ohne Nutzeroberfläche

Die Konsumgesellschaft hat das Schöne markt- und smartphonefähig gemacht und damit zerstört. Davon geht Byung-Chul Han in seinem jüngsten Essay aus, um die (spirituelle) „Errettung des Schönen“ u.a. mit Hegel, Barthes, Baudrillard, Gadamer und Benjamin anzugehen. Peter V. Brinkemper bespricht den Essay bei Glanz & Elend. (31.08.15)

Was, wenn alles wie nie gewesen ist?

Samuel Scheffler hat aus einem Gedankenexperiment ein Buch gemacht: Was heißt es für die Überzeugungen eines Menschen, wenn er wüsste, dass die Menschheit dreißig Tage nach seinem Tod ausgelöscht wird? In der NZZ stellt Uwe Justus Wenzel uns Schefflers Variationen des Lebens nach dem Tod und die interessanten Schlüsse daraus vor. (01.09.15)

Der Argwohn des Sesshaften gegen den Nomaden

Der (nicht unumstrittene) Politologe Herfried Münkler erklärt in der NZZ, wie die Menschheit durch Migration zu dem wurde, was sie ist. Dabei waren es stets saturierte Gesellschaften (und in ihnen natürlich nur das Lumpenproletariat...), die sich von Wandel und Wanderung beunruhigen ließen. (05.09.15)

Heidegger immer weiter...

Die sauertöpfische Zuschrift des ehelichen, nicht leiblichen Heideggersohns Hermann an die ZEIT wurde hier bisher nicht verlinkt, weil wahrlich nicht jeder Kommentar zu Heideggers angeblichem oder tatsächlichem Antisemitismus teuren Strom wert ist. Bei literaturkritik.de nehmen Max Beck und Nicholas Coomann aber die familiäre Apologie so nett auseinander, dass der ganze Kram im Paket (mitsamt der Leserkommentare) zur Lektüre empfohlen sei.


Links der Woche am 29.08.2015, 14:29 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 35/15

Palaver übers Einzelne

Michael Pauen hat mit Harald Welzer ein Buch über Autonomie und Konformität geschrieben und unterhält sich auf Telepolis mit Manuel Schumann just darüber sowie über die Ableitungen wie Datenschutz und die nötigen Abgrenzungen zu Narzissmus, Chaos und digitalem Mobwesen. (23.08.15)

Nietzsche gefällt das (nicht mehr)

Antisemitische Wagnerianer werden von JHWE bestraft, indem sie nach jahrzehntelanger Warterei auf Tickets für die Bayreuther Festspiele ebendort neben dem fülligen, schnaufenden Peter Sloterdijk platziert werden. Der lässt sich in der ZEIT wiederum ausführlich und unnachahmlich über seinen Trip zum grünen Hügel aus. (25.08.15)

Menschheit aus Unruhe und Zwietracht

Hans Magnus Enzensberger hat es schon immer gewusst, schreibt Martin Meyer in der NZZ und empfiehlt daher die hellsichtigen Essays des HME zur Relektüre, für die sich die ergänzte Neuauflage seiner jahrzehntealten Essays über Migration, den molekularen Bürgerkrieg in Europas Städten und Gotteskrieger bestens eignet. (29.08.15)

Flucht und Fremdenfeindlichkeit

Michael Jäger empfiehlt im Freitag, in Dresden schleunigst Aischylos’ Tragödie „Die Schutzflehenden“ aufzuführen. In der taz beobachtet Georg Seeßlen die Rückkehr des hässlichen Deutschen, der von Demokratie, Aufklärung und Humanismus nichts mehr wissen will, wenn das Agambensche Dispositiv lockt. Die NZZ bespricht Achille Mbembes nun auch auf Deutsch vorliegende „Kritik der schwarzen Vernunft“, die den Residuen von Sklaverei, Kolonisierung und Apartheid im eurozentrischen Denken nachspürt.

Die Maschine denkt mit

Kürzlich hatten wir es schon einmal mit den juristischen und ethischen Herausforderungen, die eine zunehmend autonome Technologie u.a. im Straßenverkehr mit sich bringt. Hans-Arthur Marsiske fasst sie bei Telepolis zusammen, stellt einige Maschinenethiker sowie das Trolley-Problem und den guten alten Isaac Asimow als Ratgeber vor. In der NZZ befasst sich auch Eduard Kaeser mit denkenden Maschinen und der Berechnung von Phi, also dem Grad ihres Bewusstseins. Die Maschinen steuern unsere Autos, pflegen unsere Lieben und lösen unsere logisch-mathematischen Probleme, wie Markus Pössel in den Scilogs über automatisierte Beweisverfahren schreibt und dabei nicht außer acht lässt, dass sie auch von Experten kaum noch zu verstehen sind.

Außerdemos von Sonstnochos

Die SZ bespricht den jüngsten Essay von Byung-Chul Han, in dem dieser dem Schönen das disruptive Element jenseits von Gefälltmirbarkeit zurückgeben möchte. +++ Nebenan bei Glanz & Elend würdigt Wolfram Schütte zum 90. Geburtstag den Kulturpolitiker Hilmar Hoffmann, der - wie der jüngst verstorbene Egon Bahr - halt noch Sozialdemokrat im Wortsinn war. +++ Die NZZ stellt uns die Streitschrift vor, in der Rudolf Langthaler (u.a. mit Kant Thomas Nagel) den Naturalismus des Atheismuspapstes Richard Dawkins auseinandernimmt. +++ Unterwegs sein: Fast schon im Ton eines guten, vertrauenswürdigen Heidegger geht, denkt und schreibt Georg Seeßlen dem Pfad nach. (Nachdenken, nie folgen!)


Links der Woche am 22.08.2015, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 34/15

Die Abschaffung des Menschen

Karl Kollmann sieht in seinem Essay auf Telepolis das transhumanistische Zeitalter längst angebrochen: All die elektronischen Helferlein ringsum machen das Leben leichter und ent-lernen ihre Nutzer, bis die ohne Technik völlig aufgeschmissen sind. (16.08.15)

Das agonale Europa

Die Idee Europas ist für Hegel identisch mit der Idee der Freiheit, schreiben Byung-Chul Han und Christian Schüle in der FAZ. Grund genug, sich in der Griechenlandkrise und den sich darin auftuenden Abgründen darum zu sorgen, aber auch für Streit und Empörung, Ethik und Kultur zu werben. (18.08.15)

Einfach leben

Freitag-Leser Sandro Abbate portraitiert Henry David Thoreau als Vordenker aller, denen die moderne Hektik und das reine Nützlichkeitsdenken zuwider sind: Gandhi, Greenpeace, Martin Luther King und Occupy haben ihre Lehren aus Thoreaus Werk gezogen. (19.08.15)

Neue Bücher:

Die NZZ bespricht Giorgio Agambens Essay über den Rücktritt Benedikts XVI., welcher manche Lehren für die Postdemokratie enthält. +++ Die FAZ stellt Angela Grafs Studie über die wenig überraschend sozial überaus homogene „Wissenschaftselite Deutschlands“ vor. +++ Umgekehrt weist die NZZ kurz auf die „ernsten Scherze“ des FAZ-Feu-Chefs Jürgen Kaube zum Bildungssystem hin.



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