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Intime Interna

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Eigenlob stinkt und kommt darum so gut wie nie vor, außer wenn mal wieder irgendein Jubiläum ist. Was dagegen schon mal passieren kann ist ein Beitrag, der weniger mit der Außen- als der Innenwelt des Lichtwolf zu tun hat.
In dieser Abteilung hier plaudern Lichtwolf-Redakteure aus dem Nähkästchen, persönliches oder sonstiger egozentrischer Kram, der mehr mit dem Lichtwolf als anderen Sachen zu tun hat. Reflexionen über Sinn und Unsinn unserer Sache, über die Sache selbst, ihre essentia und existentia - oder ganz einfach über den Alltag in der Redaktion des beliebtesten und allergrößten Kulturmagazins am Freiburger Philosophie-Seminar.


Es gibt in dieser Rubrik 283 Artikel auf 29 Seiten:

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Intime Interna am 15.03.2011, 20:02 Uhr

Betrifft: japanische Atommonster

Es ist genau wie im Film: Wenn der Ozeanboden bebt - sei es wg. Tektonik oder wg. Atomtest - wird Godzilla aus seinem Schönheitsschlaf gerissen. Nun, da das große Erdbeben in Japan den Feuilletonisten wieder allerhand Gelegenheit zur Kontingenzbeschreibung gegeben hat, holen sich die ferndiagnostischen Popkulturexperten auch reihenweise Godzilla ins Boot. Das Vieh stapft überall herum, von der taz über die FAZ bis hin zur WELT.

(Was davon im Übrigen zu halten ist, bringt Bdolf im kommenden Heft schön auf den Punkt: "Erstsemester [!] weisen gerne darauf hin, die Begeisterung der Japaner für ihre 60er Jahre "Horror"-Filme resultiere aus ihren Atombombentraumata zu Ende des Zweiten Weltkrieges. Aussagen wie diese sagen wenig über "Monster" aus, aber viel über die Erstsemester-Qualität der Erstsemester.", Lichtwolf Nr. 33, S. 25)

Apropos Nr. 33 und damit unsere lieben Abonnenten schonmal bescheid wissen, wenn am Samstag die Frühlingsausgabe des Lichtwolf mit dem Titelthema "Monster" im Briefkasten liegt: Die Nummer 33 ist am 10. März, einen Tag vor dem Erdbeben in Druck gegangen. Wenn darin also u.a. sowie en passant die Rede ist von der japanischen Vorliebe für "städteverwüstende Nuklearmutanten", so hat das - wie hier üblich - nichts mit in tagesaktueller Hektik zurechtkonstruiertem Gegenwartsbezug zu tun, sondern ist gewohnt apodiktisch, mithin überzeitlich gemeint.


Intime Interna am 05.01.2011, 10:41 Uhr

Zum Tod von Hadayatullah Hübsch

Der "elder statesman" der Grauen Literatur ist gestorben.

Von Augustinus heißt es, er habe es in seiner Adoleszenz ziemlich wild getrieben, ehe ihn ein Erweckungserlebnis die lebensweltliche 180-Grad-Wende unternehmen ließ. Interessant werden Leute erst, wenn sie nichts ausgelassen haben und zur eigenen Vergangenheit wie zu einem peinlichen Kumpel halten, den man nunmal schon eine Ewigkeit kennt und trotz seiner Eskapaden nicht zum Teufel jagt.

So ein Leut war unser verehrter Kollege Hübsch, der 1946 von seinen Eltern Paul-Gerhard getauft wurde und sich mit Mitte 20 den Vornamen Hadayatullah gab. Da hatte er die Gewässer seiner Zeit schon mehrfach durchschwommen und in den Sümpfen rund um 1968 manche Kelle Dreck geschluckt.

Für die einen holte Hübsch den Beatnik-Stil in die deutsche Sprache, für die anderen stand er schlicht in der Tradition des Expressionismus. Unter dem Pflaster lag der Strand, Marokko war der Nabel der Welt und LSD war im falschen Leben immer noch die bessere Wahl als RAF, DDR oder CDU. Doch im Kalten Krieg blieb es unbehaglich, auch in der Kommune 1 fand Hübsch wohl eher den Schrebergartenverein auf Hasch als eine Lebensgemeinschaft neuen Typs.

Während manch einer seiner damaligen Weggefährten auf einem Trip oder gleich in der Psychiatrie hängen blieb, fand Hübsch zum Islam. (Wer nun an Cat Stevens denkt, liegt nicht ganz falsch: Über Yusuf Islam schrieb Hübsch vor zwei Jahren eine Biographie.) Zwar ersparte ihm Allah nicht den gelegentlichen Flashback, wies ihm aber doch wohl einen Weg, auf dem Hübsch das richtige Maß von Begeisterung und Kopfschütteln über die Welt und die Leute fand. Er gründete eine Familie und stieg in der Frankfurter Nuur-Moschee zum Leiter der Freitagspredigt auf. Fast vier Jahrzehnte lang schrieb er fleißig und alles andere als nebenbei Gedichte und Hörspiele.

Im literarischen Underground wird man nicht berühmt, höchstens die taz kommt mal vorbei und fragt stirnrunzelnd, was einen denn reite, auch in neurechten Organen wie der Jungen Freiheit für die Verständigung zwischen Christentum und Islam zu werben. Ein großer Teil von Hübschs zahlreichen Publikationen beschäftigt sich mit dem Islam, insbesondere der Ahmadiyya-Lehre; ein mindestens so großer ist ganz, ganz graue Literatur: kleine Gedichtbände aus großen Städten, Rückblicke auf die Stationen seines Lebens und natürlich seine Zeitschrift "Holunderground".

Zuletzt schrieb Hübsch in seinen Briefen immer wieder von gesundheitlichen Problemen, die schwerwiegender gewesen sein müssen, als es den Anschein hatte. Seit dem Morgen des 4. Januar 2011 lässt Hübsch seine Augen geschlossen und seine Schreibmaschine schweigen. Die Zeitschrift trotz Philosophie wird ihn nicht mehr um Rat bitten können. In den kommenden Lichtwolf-Ausgaben veröffentlichen wir einige seiner letzten Texte.

Der Familie Hübsch und seiner Gemeinde gilt unsere herzliche Anteilnahme.


Intime Interna am 24.12.2010, 17:27 Uhr

Zum 7. Geburtstag von lichtwolf.de

Bescherung! Heute vor sieben Jahren ging www.lichtwolf.de ans Netz und wie an jedem Heiligabend bringen die Menschen auf der ganzen Welt dem allmächtigen, barmherzigen Internet aus diesem Anlass Weihegeschenke und Opfergaben, um es für den nächsten Sonnenzyklus gnädig zu stimmen. Nichts besänftigt das jähzornige Gemüt des Internet mehr als datentauglich aufbereitetes Zeitschriftenmaterial in Wort und Bild - und zum Glück hat der Lichtwolf davon noch genug für die nächsten 993 Jahre!

Seit heute also sind folgende Beiträge aus den gedruckten Ausgaben im Internet verfügbar:

Der Essay, mit dem Stefan Schulze Beiering in der Nr. 31 die Reihe zur Kritik an den Geisteswissenschaften eröffnete; außerdem die erste Hälfte des zweiten Teils, den Sie im aktuellen Lichtwolf Nr. 32 zu Ende lesen können.

Aus den vergriffenen Ausgaben der Freiburger Zeit, als der Lichtwolf noch mit Schreibmaschine getippt wurde, stammen diese Beiträge:

-Schneideggers Miniatur "Das Ende einer Affäre" über das Ende einer Affäre (aus Nr. 14),

-des Kükators Kommentar zur (Freiburger) Hochschulpolitik (aus Nr. 15),

-August Maria Neanders "Dulce et Decorum" über alles, was man zu Bundeswehr und Ästhetik schreiben könnte (aus Nr. 16),

-der Lichtwelpe, in dem erklärt wird, was eine Universität ist - ebenfalls von Neander (aus Nr. 17) sowie

-das Portrait des Obermisanthropen Ulrich Horstmann von Schneidegger (aus Nr. 18).

Falls Sie auf die Schnelle wissen wollen, wohin mit dem Weihnachtsgeld, lohnt der Blick in die Rubrik "Kurz & Klein", worin in unter 800 Zeichen rezensiert wird. Online sind ab sofort die Besprechungen von Heike Groos' "Ein schöner Tag zum Sterben" und Richard Brautigans Forellenfischen sowie eine der Rezensionen aus der aktuellen Ausgabe mit dem Titelthema "Essen & Trinken": Angela Grubes "Vegane Biografien. Narrative Interviews und biografische Berichte von Veganern".

Als wäre das noch nicht genug, um sich mit dem Lichtwolf die Feiertage am Computer zu vertreiben, sind nun auch die übrigen Seiten der beiden vergriffenen Ausgaben Nr. 21 und Nr. 22 eingescannt und in den LichtwolfReader gesteckt worden, wo Sie bequem und für lau mit dem Mauszeiger in die Hefte reingucken können und logischerweise noch mehr Beiträge zu lesen haben.

Herr, wir loben Deine IP!


Lichtwolf Nr. 32 (4/2010)Lichtwolf Nr. 32 (4/2010), S. 42 (Intime Interna):
Tweetkesselchen, Runde 3

Die dritte Runde des heiteren Homonymeratens, auch bekannt als Teekesselchen.
von Timotheus Schneidegger


Intime Interna am 19.12.2010, 19:50 Uhr

Die Winterausgabe ist da!

Wenn es kälter wird, soll man gut essen und trinken. So lautet das Titelthema der aktuellen Ausgabe des Lichtwolf natürlich auch "Essen & Trinken" und wird die geneigte Leserschaft gut durch den Winter bringen. Sie erfahren darin alles über: Essen & Glück; die Verdauung von Elias Canetti; was es bei Bukowski zu Futtern gab; welches Nahrungsmittel Philosophen wären; ob und warum man Tiere oder Kartoffeln (nicht) essen sollte; was von kulinarischen Redensarten zu halten ist; warum es keine Philosophie des Essens gibt; undundund.

Einen Überblick über den saftigen Gehalt dieses Krustenbratens von Heft erhalten Sie im Einkaufszentrum. Gerne können Sie sich die ersten Seiten der Ausgabe im LichtwolfReader angucken oder als PDF herunterladen, ehe Sie sich das Heft nach Hause kommen lassen. Bestellen Sie hurtig, damit Sie über die Feiertage noch etwas Bekömmliches zu lesen haben!

Abonnenten sollten die Ausgabe spätestens morgen im Briefkasten haben - sofern die gelben Autos nicht allesamt von der Straße geschlittert sind.

Lichtwolf Nr. 32



Intime Interna am 16.11.2010, 19:26 Uhr

Lichtwolf is coming to Fishtown *

Bremer und Nordküstenbewohner mit ÖPNV-Ticket oder Kraftfahrzeug aufgepasst: An diesem Freitag veranstaltet das renommierte Institut für Polytoxikomanologie und Perspektivismus sein II. internationales Symposium im Schlachthof Bremen. (Das heißt nur so!)

Los geht es um 18 Uhr cum multo tempore mit Kornempfang und feierlicher Eröffnungsrede. Es erwarten Sie sodann drei packende Vorträge u.a. von Lichtwolf-Herausgeber Schneidegger, gefolgt von einer Tombola und einem Ritual zu Ehren des Kapitalismus. Näheres erfahren Sie direkt beim IPuP auf Myspace.

IPuP-Symposium

Man sieht sich Freitag Abend!

*) Ein gebürtiger Bremerhavener weist darauf hin, dass Kernbremen (wo der Abend steigt) nicht "Fishtown" ist.


Intime Interna am 21.10.2010, 16:53 Uhr

Bald haben wir das Internet voll

Auf dem Weg zur Vollendung dieses glorreichen Ziels und damit das arme Internet auch mal wieder ein bisschen Lichtwolf zu Gesicht bekommt, sind fünf weitere Artikel aus den gedruckten Ausgaben ins Netz gehievt worden. Es handelt sich um:

"10 Gründe, um das Philosophiestudium abzubrechen", rechtzeitig zum Semesterstart aus der vergriffenen Ausgabe Lichtwolf Nr. 13 ("Erstis") gezogen;

"Aus dem Tagebuch eines Werbefuzzis" von Magister Maier aus Lichtwolf Nr. 26 ("Werbung")

"Neues vom Hai und seinem Alkoholproblem, Folge 3" von Judith Stieber aus Lichtwolf Nr. 27 ("Arbeit")

Aus Rücksicht auf den bald zur Neige gehenden Platz im Weltnetz gibt es nur gekürzte Fassungen dieser beiden Artikel:

"Die saubere Welt der Werbegegner" von J******** F********* aus Lichtwolf Nr. 26 ("Werbung")

"Die größte Bratwurst der Welt", in der fünf Autoren ihren Senf zur Frage abgeben, ob Internet vergesslich macht; (vollständig) erschienen in der nach wie vor lieferbaren Ausgabe Lichtwolf Nr. 29 ("Vergessen").



Intime Interna am 24.09.2010, 16:51 Uhr

Angst vorm Weihnachtsmann?

Das muss nicht sein!

Wie mehrere Quellen übereinstimmend berichten, findet trotz Wirtschaftskrise und Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche auch in diesem Jahr am 24.12. ein sog. "Heiliger Abend" statt. Wie in den Vorjahren werden auch diesmal wieder Leute dafür verachtet, nichts geschenkt zu haben, und noch mehr Verachtung erhalten die, die das Falsche geschenkt haben. Dies wohl wissend, verbringen die Menschen die kommenden drei Monate in großer Seelennot und zermartern sich den Kopf, wem sie was schenken könnten, sollten oder müssten.

Doch Hilfe naht: Den Lichtwolf konnten Sie auch bislang im Abo verschenken, nun aber können Sie sogar ein Weihnachtsgeschenk daraus machen und sich die nächsten drei Monate um wichtigere Dinge sorgen! Einfach im Abo-Formular ankreuzen, dass Sie den Lichtwolf zu Weihnachten schenken wollen und im nächsten Schritt die Adresse des Beschenkten angeben. Die Bestellung wird pünktlich ausgeführt und erreicht ihr Ziel an Heiligabend. Wer mag, lädt sich noch das Geschenk-Anschreiben (PDF, 128 KB) herunter: Ausfüllen, ausdrucken und dem Beschenkten direkt unter den Baum oder in den Adventskranz werfen. Sollen sich doch die anderen Idioten in überfüllten Buchhandelsketten und Parfümerien auf den letzten Drücker um Geschenke schlagen!



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Titelthema: Alte Berufe

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