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Lichtwolf Nr. 45 (1/2014)

Erschienen im März 2014, Titelthema: Spielchen


Lichtwolf Nr. 45 (1/2014)

Der homo ludens und das Spiel des Lebens, Kriegs- und Sprachspiele, Räuber und Gendarm, außerdem: Fun, Katzen, kontrafaktische Nazi-Romane und Svatopluk Turek. 96 illustrierte Seiten im DIN A4 Paperback.

Auszüge aus der Nr. 45 können Sie auch im LichtwolfReader durchblättern.

ISBN 9783941921375

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Lichtwolf Nr. 45 (1/2014) ist auch als DRM-freies E-Book zum Preis von nur 3,99 EUR erhältlich:


Dem homo ludens ist alles ein Spiel, wie bereits aus der Einleitung zum Heft und Bdolfs Propädeutikum und Prolegomena zum Titelthema Spielchen hervorgeht. Gina Reimann macht sich darauf Gedanken über die Miene zu Beziehungsspielchen im historischen, politischen und sexuellen Sinne. Michael Helming zeichnet daraufhin die kriminologische Spieltheorie und die Anthropologie des verspielten Menschen in Jorge Luis Borges’ „Der Tod und der Kompass“ (1942) nach. In Martin Köhlers Kolumne „Stufen zum Nichts“ geht es diesmal um geschlechtsneutrale Sprachspielchen der Bundeszentrale für politische Bildung und Schneidegger hat Oscar Wildes Erzählung „Der selbstsüchtige Riese“ übersetzt. Sodann zeigt Wolfgang Schröder das revolutionäre Potential auf, das im Spiel mit der Dialektik und dem Reim liegt. Lino Wirag berichtet von den lustigen Spieletrends auf der „UpZock 2014“, Johannes Witek erzählt, wie Adornos „Doing things, going places“ in echt aussieht und Clemens Schittko dichtet das Manifest der Nachhut, in dem sich jeder Dichter und Denker wiederfinden kann. Nochmals auf Sprachspielchen und politische Bildung kommt Onkel Schneidegger im Lichtwelpen zu sprechen, wo er die Zuschrift von T3rr0r_Mast3r1997 bzgl. des sog. Minderheitenspiels mit Searle und Wittgenstein beantwortet, ehe die Redaktion Cornelius Gurlitt ein Angebot in Sachen Gustav Klimt unterbreitet. Dann wird es blutig, ferkelig und sauspannend mit drei Miniaturen von Bdolf über das verspulte und verspielte Leben des homo ludens. Clemens Schittko erzählt Guidos Geschichte und Marc Hieronimus überlegt, wie die Spiele hießen, wenn sie wirklich simulierte Ernstfälle des Lebens wären. Jonis Hartmann und Schneidegger bedenken in zwei Miniaturen den Wolf als Spieler und das Leben als Glücksspiel, die Kollegen von Pareidolia machen Reklame. Hernach berichtet Vasile V. Poenaru aus Canada von den Eskapaden des Bürgermeisters von Toronto, Rob Ford, und Mirko Stehr zeichnet den arbeitslosen Akademiker beim Sparkassenbesuch. Das IPuP erklärt in der neuen Reihe „Philosophische Begriffe kurz erklärt“ das Diktum von Adorno/Horkheimer, wonach Fun ein Stahlbad sei. Tina Wirtz beschäftigt sich mit der Untersuchung, in welche Himmelsrichtung sich Hunde beim Koten wenden und die größte Bratwurst der Welt beschließt den vorderen Heftteil mit dem Stichwort „Spielchen des Lebens“, zu dem fünf Autoren ihren Senf abgeben.

Bdolf stellt sodann eine Reihe von Romanen vor, die kontrafaktische Geschichtsverläufe mit Hitler schildern. Stefan Rode erzählt in „siebenuhrfünfundzwanzig“ vom Zeitspiel zwischen Traum und Wirklichkeit. Die zwei Ultrakurzmärchen dieser Ausgabe stammen von Marc Hieronimus und Tobias Stenzel. In der Reihe Viehlosovieh portraitiert diesmal Schneidegger die Katze, dann wird auf das Gerede im Feuilleton der letzten Monate zurückgeblickt. Aus Rüdiger Spiegels trotzphilosophischem Merkzettelkasten kommen zwei Erwägungen zu Dialog und irgendwas. Dann werden wieder einige Bücher und Zeitschriften in unter 800 Zeichen besprochen. Das Lied „In der Zwischenzeit“ von Marc Hieronimus’ Kapelle grau gibt es ohne Musik zu lesen. Anschließend portraitiert Michael Helming in der Reihe „Lebende & Leichen“ den tschechischen Arbeiterschriftsteller Svatopluk Turek. Einige Aphorismen Pro Domo et Mundo sowie die Autorenportraits beschließen dieses bezaubernde Frühlingsheft.

aus dem Inhaltsverzeichnis:

S. 05 (Kultur(terrorismus)):
Propädeutikum und Prolegomena zum Thema Spielchen

13 Leitsätze wie etwa: Das alte „Rein-Raus-Spiel“ kann so manchen tödlich langweiligen Spieleabend ersetzen. Man sollte viel öfter davon Gebrauch machen.
von Bdolf

S. 06 (Sozialphänomenologie):
Wenn nichts mehr geht

Was kann man tun, wenn man bemerkt, dass jemand ein „böses Spielchen“ mit einem treibt? Wie das altbekannte Sprichwort schon sagt, die gute Miene wird zum bösen Spiel.
von Gina Reimann

S. 08 (Kultur(terrorismus)):
Der genarrte Homo ludens

Eine Kriminalgeschichte von Jorge Luis Borges zeigt, dass nicht die Aussicht auf den Sieg ein Spiel verlockend macht, sondern seine Regeln.
von Michael Helming

S. 17 (Politik):
Stufen zum Nichts: Spielchen

Die typographischen Männlein-Weiblein-Spielchen der Bundeszentrale für politische Bildung - und was Alice Schwarzer (mutmaßlich) davon hält.
von Martin Köhler

S. 18 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Der selbstsüchtige Riese

Kurzes Märchen über den Riesen, seinen Garten, die darin spielenden Kinder und die Jahreszeiten aus „Der glückliche Prinz und andere Märchen“ (1888)
von Oscar Wilde & Timotheus Schneidegger

S. 20 (Philosophistik & Misosophie):
Mit der Dialektik spielen

Vom Reiz des Ungereimten: Das alte Reim-dich-oder-ich-fress-dich ist mehr als ein Kinderspielchen und eigentlich läuft alles im Leben eher nach dem Schema acab.
von Wolfgang Schröder

S. 28 (Kultur(terrorismus)):
Trickstöße im Taschenbillard

...und winzige serbische Vergewaltiger: Bericht von der Spielemesse „UpZock 2014“
von Lino Wirag

S. 30 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Doing Things, Going Places

Das Spiel beginnt täglich neu: wie Adornos „Doing things, going places“ in echt aussieht.
von Johannes Witek

S. 31 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Manifest der Nachhut / Wieder und wieder

muss archaisch sein / der Anarchismus / muss ätzen / der Ästhetizismus / muss jaja (leck mich am Arsch) sagen / der Dadaismus...
von Clemens Schittko

S. 32 (Der Lichtwelpe):
Der Lichtwelpe: Sprachspielchen

Der „kleine“ 666-T3rr0r_Mast3r1997 verlangt auf der Kinderseite nach politisch-philosophischer Bildung und erhält Antwort mit Wittgenstein und Searle.
von Timotheus Schneidegger

S. 39 (Kultur(terrorismus)):
In Sachen Gustav Klimt, „Philosophie“

Brief an Cornelius Gurlitt & Co.
von Timotheus Schneidegger

S. 40 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Homo Ludens

Russisches Roulette, Verführung migrationshintergründiger Minderjähriger und Großmeisterschach – drei Erzählungen vom verspielten Menschen.
von Bdolf

S. 43 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Guidos Geschichte

Wo Hitler, Goebbels, Himmler usw. wohnen
von Clemens Schittko

S. 44 (Philosophistik & Misosophie):
Die wollen nur spielen

Spiele sind abstrahierte und damit entschärfte existentielle Ernstfälle. Wie hießen sie, nähme man das mal wirklich ernst?
von Marc Hieronimus

S. 50 (Sozialphänomenologie):
Roulette

Es ist ein Glücksspiel. Jeder macht seine Einsätze. Wer kann, spielt weiter, um erneut über sich entscheiden zu lassen.
von Timotheus Schneidegger

S. 50 (Sozialphänomenologie):
Lupus ludens

Wir spielen. Sie spielen nicht. Und doch wirft man uns in dieselbe Schale. Das Verbindende ist allerdings nicht zu leugnen: die Vorgehensweise.
von Jonis Hartmann

S. 52 (Politik):
Versteckerlspiel in Toronto

Was erwartet man von einem Bürgermeister? Dass er säuft, Crack raucht, Morddrohungen ausstößt und mit der Polizei Katz-und-Maus spielt? Ein Rapport aus Toronto.
von Vasile V. Poenaru

S. 59 (Sozialphänomenologie):
Der arbeitslose Akademiker in der Sparkasse

Comic aus der Reihe Kollidierende Welten.
von Mirko Stehr

S. 60 (Philosophistik & Misosophie):
Fun ist ein Stahlbad

Philosophische Begriffe kurz erklärt: „Fun ist ein Stahlbad“ aus Adorno/Horkheimer: Dialektik der Aufklärung.
von IPuP-Press

S. 61 (Sozialphänomenologie):
So spielt das Leben

oder: alle wollen doch nur ein Geschäft machen
von Tina Wirtz

S. 62 (Lebenswelt):
Die größte Bratwurst der Welt: Spielchen des Lebens

Kollektive Senfabgabe zum Stichwort Spielchen des Lebens.
von Bdolf, Filbinger, Michael Helming, Tobias Stenzel

S. 64 (Kultur(terrorismus)):
„Wenn das der Führer wüsste ...!“

Lebensraum im Kontrafaktischen: Über den Sieg des Nationalsozialismus in diversen (literarischen) Paralleluniversen, Teil 1 des Essays.
von Bdolf

S. 73 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
siebenuhrfünfundzwanzig

Kurze Geschichte vom Zeitspiel zwischen Traum und Wirklichkeit.
von Stefan Rode

S. 75 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Ultrakurzmärchen 45

Es wird einmal gewesen sein: Zwei ultrakurze Märchen über Herrn Reuters Geldsorgen sowie von der Division und der Joy.
von Marc Hieronimus & Tobias Stenzel

S. 76 (Kultur(terrorismus)):
Viehlosovieh: Die Katze

Eine Analytik des Katzenviehs nach Duden, Batman, Baudelaire, Principia Discordia und William S. Burroughs.
von Timotheus Schneidegger

S. 78 (Irgendwas mit Medien):
Das Gerede vom Winter 2013/14

Der Feuilleton-Rückblick auf die Themen der letzten Monate.
von Georg Frost & Timotheus Schneidegger

S. 79 (Philosophistik & Misosophie):
Ungleiches und Gleiches: Dialog und irgendwas

aus Rüdiger Spiegels trotzphilosophischem Merkzettelkasten: „Dialog heißt nicht Zwiegespräch“ und „Irgendwas oder jedes, irgendwer oder jeder“
von Rüdiger Spiegel

S. 80 (Kurz und Klein):
Kurz und Klein 45

Besprechungen von Büchern und Zeitschriften in unter 800 Zeichen (jeweils!).
von Bdolf, Jonis Hartmann, Michael Helming, Stefan Rode, Timotheus Schneidegger, Tobias Stenzel

S. 83 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
In der Zwischenzeit

Liedtext, Musik: grau / www.grau-musik.de
von Marc Hieronimus

S. 84 (Kultur(terrorismus)):
Klassenkampf im Schuhgeschäft

Die Geschichten der Verlierer der Geschichte können auch heute noch interessant sein. Einer jener untergegangenen ist der Held dieses Lebende- & Leichen-Portraits: Svatopluk Turek bzw. T. Svatopluk.
von Michael Helming

S. 93 (Philosophistik & Misosophie):
Pro Domo et Mundo 45

Sentenzen für Latrinentür und Rasierspiegel
von Alexander Eilers, Marc Hieronimus, Michael Helming, Wolfgang Schröder


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