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Lichtwolf Nr. 44 (4/2013)

Erschienen im Dezember 2013, Titelthema: Obst


Lichtwolf Nr. 44 (4/2013)

Das vitaminreiche Winterheft zum Thema Obst, Früchte, Reife und Sünde bedenkt Stillleben, Cioran, Obstler und Zornesfrüchte, außerdem geht es um Brecht, Machiavelli, Karl Schnog und den Wolf: 94 reich illustrierte Seiten im DIN A4 Paperback.

Auszüge aus der Nr. 44 können Sie auch im LichtwolfReader durchblättern.

ISBN 9783941921351

Für nur 7,80 EUR (inkl. Porto) bestellen:

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Lichtwolf Nr. 44 (4/2013) ist auch als DRM-freies E-Book zum Preis von nur 3,99 EUR erhältlich:


Auf die Einleitung mit dem Hegelwort über Philosophie als Obst folgen wie üblich Bdolfs Prolegomena und Propädeutikum zum Thema. Wolfgang Schröder meditiert sodann über die obstreichen Still-Leben der Kunstgeschichte und welche Lebenskunst sie lehren. In der neuen Kolumne Stufen zum Nichts erzählt Martin Köhler vom Obstbau nach Pythagoras und Marc Hieronimus nimmt Früchte des Zorns zum Anlass, über Gewalt und ihre Triebe nachzudenken. Auf der Kinderseite Lichtwelpe beantwortet Bdolf die religionslehrerkritische Zuschrift des kleinen Kevin-Apostatis. Michael Helming hat nach Obst im Werke Emil Ciorans gesucht und den Apfel als Chiffre für das Lebensthema des Denkerdichters entdeckt. Nebukadnezar Böhm hat ein fruchtig-frisches Bühnenstück vom kommenden Aufstand (u.a. mit Teddy und Slavo) zusammengestellt und Matthias Laux exerziert an der Frage, wem die Kokosnuss gehört, in Märchenform die Geschichte der politischen Philosophie durch. Zwischendurch etwas Reklame für den Jubiläumsband vom Lichtwolf und für Pareidolia, das sehr gute Fachblatt für den Salonkommunismus. Die Wahrheit des schrumpeligen Apfels ist dem technisch-urbanen Denken unzugänglich, wie Schneidegger mit Adorno und Heidegger darlegt (und bei der Gelegenheit noch das Quiz „Wer hats gesagt - Adorno oder Heidegger?“ veranstaltet). Auf ein Rezept für Apfelkuchen folgt Tristan V. Katzenellenbogens Photocollage zum Titelthema Obst und dann verschafft uns Bdolf Einblicke in die philosophisch-weltanschauliche Sittengeschichte des Obstes. Tina Wirtz schreibt die Schöpfungs- und Vertreibungsgeschichte des Menschen im Markenzeichen des angebissenen Apfels um. Hernach erzählt Vasile V. Poenaru bei einem Obstler von den Wegen, die der Apfel vom Garten Eden über Newtons und Tells Schädeldecken bis in die Weltweisheit rumänischer Grundschulpädagoginnen genommen hat. Das Institut für Polytoxikomanologie und Perspektivismus war im wilden Osten unterwegs und berichtet aus der Bananenrepublik. Marc Hieronimus hat uns die Einträge Paradies und Obst aus der morphoetymologischen Enzyklopädie der deutschen Alltagsprache kopiert und auch die größte Bratwurst der Welt blickt auf den wichtigsten früchtetragenden Baum der Menschheitsgeschichte: Diesmal geben acht Autoren ihren Senf zu den Früchten am Baum der Erkenntnis ab. Georg Frost beschließt das Titelthema mit einer Übersicht über die Erkenntnis der Früchte.

In Kurz und Klein werden wieder einige Bücher und Kleinzeitschriften in je unter 800 Zeichen besprochen, es folgt der Feuilleton-Rückblick auf das Gerede vom Herbst. Zurückgeblickt wird auch auf die Lichtwolf-Anzeigen in der Titanic. Aus Rüdiger Spiegels trotzphilosophischem Merkzettelkasten stammen Überlegungen zu Cogito und I guess. Sodann stellt Philip J. Dingeldey mit etwas Gramsci im Hinterkopf die gar nicht so konträren politischen Autoren Brecht und Machiavelli einander gegenüber. Nach zwei Ultrakurzmärchen von Hieronimus und Schneidegger erzählen Johannes Witek vom Leben im Standgas, Poenaru vom Leben und Schreiben in Kanada und Tucholsky vom Leben in Berlin. Die neue Reihe Viehlosovieh wird standesgemäß mit dem Wolf eröffnet, den uns Hieronimus als Denk- und Lebenstier vorstellt. Stefan Rode dagegen stellt in der Portrait-Reihe Lebende & Leichen den zu Unrecht vergessenen Kabarettisten Karl Schnog vor. Dann kommen Grüße zum Jahresende, Bdolf erzählt vom Ende überhaupt, es gibt noch einen Batzen Sentenzen Pro Domo et Mundo ehe Impressum und Autorenverzeichnis das schöne Heftlein beschließen.

aus dem Inhaltsverzeichnis:

S. 05 (Kultur(terrorismus)):
Propädeutikum und Prolegomena zum Thema Obst

Lebensmittel sind voller Widersprüche. Das gilt – auch wenn es Frutarier leugnen müssen, um nicht zu verhungern – auch für Obst. Es ist einerseits sehr gesund, andererseits auch bei Parasiten beliebt und kann die Butze vollschimmeln.
von Bdolf

S. 06 (Kultur(terrorismus)):
Saure Kirschen

Künstliches Obst gibt zu denken. Gemalte Früchte sind tote Natur. Aber der Mangel an Leben provoziert und im Still-Leben melden sich Kraft und Begierde. Man will mehr – wahrnehmen, denken, lesen...
von Wolfgang Schröder

S. 13 (Sozialphänomenologie):
Stufen zum Nichts: Obst

Die neue Kolumne von Martin Köhler wagt die Seelenwanderung im Obstgarten des Pythagoras und warnt vor Bohnen.
von Martin Köhler

S. 14 (Politik):
Vom Zorn und seinen Früchten

Oder: Die Wurzeln der Gewalt. Das Dörrobst revolutionärer Theorie? Sagen wir bescheiden: Salonanarchistisches Beharken des immer noch allzu fruchtbaren Bodens menschlicher Grausamkeit.
von Marc Hieronimus

S. 18 (Der Lichtwelpe):
Der Lichtwelpe: Äpfel pflücken im Paradies

Der kleine Kevin-Apostates möchte im Selbststudium eine Thematik des Religionsunterrichts vertiefen sowie Rechtsbeistand in einer delikaten Angelegenheit erheischen; Rat erhält er vom lieben Onkel Bdolf.
von Bdolf

S. 20 (Philosophistik & Misosophie):
Die paradiesische Pomologie des Emil Cioran

Landläufig wird er als „König der Pessimisten“ geführt; seine Äußerungen über Tod und Selbstmord werden „schwarz“ oder „provozierend“ genannt. Ein Blick in Ciorans kargen Obstkorb verweist jedoch auf eine Sehnsucht, die nurauf den ersten Blick düster ist.
von Michael Helming

S. 27 (Politik):
Fallobst. Eine Collage

Drama um die Frucht: Ein Freitagnachmittag im Spätsommer 2015 auf einer Anhöhe im Schwäbischen, Obstplantagen ringsum, in der Ferne die Ruinen einer Stadt. Etwa ein Dutzend junge Männer unterschiedlicher Herkunft hat sich um eine Parkbank versammelt.
von Nebukadnezar Böhm

S. 30 (Philosophistik & Misosophie):
Wem gehört die Kokosnuss...

...und wer hat den Apfel mit der Birne getauscht? Diese Fragen sind so selbstverständlich, dass man kaum überlegt, wo sie herkommen oder warum sie überhaupt gestellt werden. Ein Märchen über die Evolution der Herrschaft des Obsts.
von Matthias Laux

S. 34 (Philosophistik & Misosophie):
Die Wahrheit des schrumpeligen Apfels

Wo kein Obst wächst, ist Wahrheit Geschmackssache. These: Die Stadt mit ihrem vorherrschenden technisch-urbanen Denken ist nicht wahrheitsfähig im Gegensatz zum provinziell-physischen Denken.
von Timotheus Schneidegger

S. 38 (Philosophistik & Misosophie):
Wer hat’s gesagt – Adorno oder Heidegger?

Das heitere Ratespiel der Rationalitätskritik für zwischendurch.
von Timotheus Schneidegger

S. 44 (Lebenswelt):
Obst-Collagen

Zwei überraschend gruselige Collagen zum Titelthema aus Photos und Zeitungsausschnitten.
von Tristan Valentin Katzenellenbogen

S. 46 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Toda la fruda

Eine philosophisch-weltanschauliche Sittengeschichte des Obstes in Konjunktion mit fruchtigen Geschichtchen aus dem wirklichen Leben: „Na, proschd Obschd!“
von Bdolf

S. 49 (Sozialphänomenologie):
Überfall-Obst

oder der Beweis, dass nicht nur Rindviecher arme Schweine sind. Eine kleine Geschichte zum Mit- und Nachdenken.
von Tina Wirtz

S. 50 (Lebenswelt):
Kulturgeschichte beim Obstler

Bei einem Fäßchen Trinkobst ist gut Räsonieren über die Wege, die der Apfel vom Garten Eden über Newtons und Tells Schädeldecken bis in die Weltweisheit rumänischer Grundschulpädagoginnen und darüber hinaus genommen hat.
von Vasile V. Poenaru

S. 56 (Lebenswelt):
Bananenrepublik

Zeilen eines westdeutschen Kosmonauten aus ostdeutschen Großstädten, wo WLAN geschnorrt werden muss und der Banane als Signum der Globalisierung nachgespürt wird.
von IPuP-Press

S. 58 (Kultur(terrorismus)):
Obst / Paradies

Zwei kopierte Einträge aus der "Morpho-etymologische Enzyklopädie der deutschen Alltagsprache" hrsg. von von Arno I. Mumreisch.
von Marc Hieronimus

S. 60 (Lebenswelt):
Die größte Bratwurst der Welt: Die Früchte am Baum der Erkenntnis

...sind bekanntlich in der Bibel unbestimmt und erst später als Äpfel dargestellt worden. Zum Fordern und Fördern der Geschmacksnerven geben acht Autoren ihren Senf zu christlicher Pomologie und zur Botanik von Sünde und Erkenntnis ab.
von Bdolf, Filbinger, Jörn-Hagen Progrogge, Michael Helming, Rüdiger Spiegel, Tina Wirtz, Tobias Stenzel, Wolfgang Schröder

S. 62 (Lebenswelt):
Erkenntnis der Früchte

Eine Übersicht über Alltagsobst sortiert nach Ekligkeit und Leckerheit - von Holger Apfel über gespritztes Obst und Leibesfrüchte bis hin zum Bananenschlecken.
von Georg Frost

S. 64 (Kurz und Klein):
Kurz und Klein 44

In unter 800 Zeichen werden besprochen Bücher von Christoph Helferich, Elmar Dod, Schröder und Kalender, Tardi und Vautrin sowie aktuelle Ausgaben der Zeitschriften Asphaltspuren, DUM und Zeitzoo.
von Bdolf, Marc Hieronimus, Michael Helming, Timotheus Schneidegger

S. 66 (Irgendwas mit Medien):
Das Gerede vom Herbst 2013

Rückblick auf die Feuilleton-Themen der vergangenen Saison, u.a. Reich-Ranicki, Wahlherbst, Lampedusa, Buchmesse, Snowden, Gurlitt und Tebartz-van Elst.
von Georg Frost & Timotheus Schneidegger

S. 67 (Intime Interna):
Endlich wieder unter uns!

Anmerkungen zum Ende einer unerhörten öffentlichen Aufmerksamkeit durch das endgültige Satiremagazin Titanic.
von Timotheus Schneidegger

S. 67 (Philosophistik & Misosophie):
Ungleiches und Gleiches: Cogito trifft I guess

Aus Rüdiger Spiegels trotz-philosophischem Merkzettelkasten stammen Notizen zu verschiedenen Arten zu denken und davon zu sprechen.


von Rüdiger Spiegel

S. 68 (Politik):
Brecht und Machiavelli

...sind kein Gegensatz, eher im Gegenteil. Denn blickt man (mit Antonio Gramsci im Hinterkopf) auf die politischen Bezüge in Bertolt Brechts literarischem Werk, lassen sich machiavellistische Kernelemente nicht übersehen.
von Philip J. Dingeldey

S. 75 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Ultrakurzmärchen 44

Warum werden keine Mehrchen mär geschrieben und wenn ja, nur als dicke Schwarten unzeitgemäßen Gehalts? Zwei ultrakurze Märchen vom Börgerkönig und vom Schicksal.
von Marc Hieronimus & Timotheus Schneidegger

S. 76 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Leben im Standgas

Lifelong Learning, heute: Glück. GLÜCK!!
von Johannes Witek

S. 77 (Intime Interna):
Totem über mich

Zweimal wurde Vasile V. Poenaru im Text gewordenen Gruppenphoto am Ende der Lichtwolf-Ausgabe vergessen. Als Wiedergutmachung erhält unser Mann in Kanada nun eine ganze Seite zur Selbstauskunft.
von Vasile V. Poenaru

S. 78 (Politik):
Berlin und die Provinz

Beitrag aus: Die Weltbühne, 13.01.1928, Nr. 11, S. 405.
von Ignaz Wrobel

S. 80 (Kultur(terrorismus)):
Viehlosovieh: Der Wolf

Der Freund der vorliegenden Zeitschrift kennt die Skepsis des Uneingeweihten beim nur gut gemeinten Anwerbeversuch: „Wie heißt das Blatt!?“ So sei die erste Folge der Viehlosovieh-Rubrik der ambivalenten Species des Titelhelden gewidmet.
von Marc Hieronimus

S. 82 (Kultur(terrorismus)):
Humor ist eine ernste Sache

Ein Portrait des zu Unrecht vergessenen, rührigen Kabarettisten Karl Schnog aus der Reihe Lebende & Leichen.
von Stefan Rode

S. 90 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Das Ende

Kurze subatomare Geschichte von dem, was die Welt im Innersten zusammenhielt. (Imperfekt!)
von Bdolf

S. 91 (Philosophistik & Misosophie):
Pro Domo et Mundo 44

Neue Sentenzen für Latrinentür und Rasierspiegel.
von Alexander Eilers, Michael Helming, Wolfgang Schröder


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