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Lichtwolf Nr. 43 (3/2013)

Erschienen im September 2013, Titelthema: Bürgerpflicht


Lichtwolf Nr. 43 (3/2013)

Was ist, was soll der Bürger? Bürgerpflicht wird anschaulich gemacht und bedacht u.a. mit Fichte, Stirner, Schweijk, Friedrich II., Georg Seeßlen, Žižek, Sloterdijks Steuerberater und natürlich Kant. 100 reichlich illustrierte Seiten DIN A4 zum alljährlichen Deutschen Herbst.

Auszüge aus der Nr. 43 können Sie auch im LichtwolfReader durchblättern.

ISBN 9783941921290

Für nur 7,80 EUR (inkl. Porto) bestellen:

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Lichtwolf Nr. 43 (3/2013) ist auch als DRM-freies E-Book zum Preis von nur 3,99 EUR erhältlich:


Was ist, was soll der Bürger? Noch dazu in der Postdemokratie, wo er nur noch als überwachtes Mittel zum Wirtschaftswachstum taugt?

Nach einer Einleitung über die Citoyenne und Bourgeoise in uns allen ist es beim Titelthema Bürgerpflicht notwendig, nicht allein Bdolfs Propädeutikum und Prolegomena voranzustellen, sondern eben auch Immanuel Kants entscheidende Stelle über die Imperative. Sodann erwägt Michael Helming, was Mauthner, vor allem aber Fichte und Stirner vom Bürger verlangen (alles bzw. nichts). Johannes Witek erzählt dann von den körperlichen Symptomen vorbildlicher Bürgerlichkeit (Erythrophobie) und Marc Hieronimus zählt "Dinge mit F" auf, die den Bürger der neuen Gesellschaft ausmachen. Tristan V. Katzenellenbogen rätselt (mit Schreibmaschine), wie er seiner Pflicht zur Mülltrennung nachkommen soll, wenn er nicht weiß, was Verbundstoffe sind. Unser Mann in Kanada, Vasile V. Poenaru berichtet, wie dort Ehrbarkeit und Anstand in einem hochrangigen Untreueskandal aussehen; und Tina Wirtz hat schon vor der Wahl die Dankesrede der Kanzlerin zur Klage der Nation fertig. Bewusster, ethischer oder auch bloß fairer Konsum hat schon Pflichtcharakter in aufgeklärteren Kreisen, denen das Institut für Polytoxikomanologie und Perspektivismus mit Slavoj Žižek auseinandersetzt, wie Ethik und Kapitalismus zusammenkommen. Eher enttäuscht vom Ist und Soll rekapituliert Timotheus Schneidegger die Steuerdebatte, die Peter Sloterdijk und Axel Honneth anno 2009 im Feuilleton austrugen. Wolfgang Schröder wird wieder grundsätzlich und befragt Adolf Eichmann und die Weltliteratur über Pflicht und Eigeninitiative, Gehorsam und Widerstand. Bdolf erzählt vom Pflichtbewusstsein von Insassen eines unbekannten Lagers, ehe Georg Seeßlen über Macht, Übermacht und Ohnmacht angesichts der sich entfaltenden Postdemokratie schreibt. Von der Bürgerpflicht, ein überwachbares Leben zu führen, erzählt Johannes Witek in "Transparenz" und Stefan Rode hat in germanistischen Archiven ausgegraben, was Nibelungentreue eigentlich und vorgeblich ist und warum sie nicht zum Nationalmythos taugt. Noch militanter wird es auf der Kinderseite Lichtwelpe, wo Georg Frost die Zuschrift der 11-jährigen Maike-Fee beantwortet, die trotz bzw. wegen Zivilklausel und Aussetzung der Wehrpflicht Deutschland in Uniform dienen möchte. Schließlich denkt Schneidegger darüber nach, wie sich Bürger und Pflichtbewusstsein in der Zeit von Friedrich II. und Kant bis zu Hans-Peter Friedrich und PRISM verändert haben. Die größte Bratwurst der Welt beschließt das Titelthema, indem fünf Autoren und Willibald Alexis ihren Senf dazu abgeben, wann Ruhe erste Bürgerpflicht ist.

Tobias Stenzel hat sich im hinteren Heftteil einiges vorgenommen und denkt über den Tod in Punk- und Nazi-Musik, den Gröfaz, Jeff Hannemann und SPEX-Artikel nach. Eine neue Reihe begründet Marc Hieronimus mit zwei modernen Ultrakurzmärchen (vom Montessoriprinzen und vom Wohnberechtigungsschein), dann folgen die Feuilleton-Rückschau auf das Gerede vom Sommer sowie Rezensionen in unter 800 Zeichen. Abermals Marc Hieronimus denkt dann über Geschichte nach - als persönliche Biographie, als Erzählung, als Gegenstand des Historikers, als verhängnisvolles Schulfach und Schlüssel zur Zukunft. Einen Horrorschocker für Hebelleser liefert Bdolf mit dem "Bluthegel" ab und Kirchenconnaisseur Michael Helming sieht Gott (mit Ernst Jünger) weniger tot denn als Museumsdirektor und Kunstmäzen höchst rührig. Dann gibt es noch einige Sinnsprüche Pro Domo et Mundo, das Text gewordene Gruppenphoto am Ende des Hefts sowie ein superspannendes Impressum.

Diese Ausgabe enthält außerdem Reklame für den Jubiläumsband, die E-Book-Reihen Le chat sans papier sowie Lichtwolf Short Circuits, vor allem aber zwei sehr gute Anzeigen für die sehr gute Zeitschrift des Salonkommunismus Pareidolia.
Insgesamt kann der gute Bürger es nicht nur kaufen, er soll es kaufen wollen (und das auch tun).

aus dem Inhaltsverzeichnis:

S. 05 (Kultur(terrorismus)):
Propädeutikum und Prolegomena zum Thema Bürgerpflicht

Heranführung der verwirrten Jugend ans Titelthema vermittelst zwölf redensart- und volksmundorientierter Thesen.
von Bdolf

S. 06 (Philosophistik & Misosophie):
Grundlegung zur Metaphysik der Sitten

Aus dem Zweiten Abschnitt: Übergang von der populären sittlichen Weltweisheit zur Metaphysik der Sitten - hypothetischer und kategorischer Imperativ.
von Immanuel Kant

S. 08 (Philosophistik & Misosophie):
Vom virtuellen Gewicht der bürgerlichen Pflicht

Was wiegt die Pflicht in einer vom Egoismus regierten Welt? Falls der Pflichtbegriff leer ist, ohne Masse, ohne echten Gehalt, müssten wir uns dann nicht sogar zum radikalen Egoismus bekennen? Eine Spurensuche bei Mauthner, Fichte und Stirner...
von Michael Helming

S. 15 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Erythrophobie

Ein mustergültiger Bürger und seine Psychosomatik.
von Johannes Witek

S. 16 (Lebenswelt):
Dinge mit F

Gemeinschaftliche Erlebnisse sind die Kristallisationspunkte im Prozess der Systemüberwindung. Ihre Bezugsgröße ist die Gruppe, nicht die Masse; in dieser verschwindet das Individuum, in jener kommt es zu sich selbst. Sollen und Müssen sind passé.
von Marc Hieronimus

S. 22 (Lebenswelt):
Ihr kleyner Beitrag / Vielen Danck

Wie der Pflicht zur Mülltrennung nachkommen, wenn unklar ist, was Verbundstoffe sind?
von Tristan Valentin Katzenellenbogen

S. 24 (Politik):
Vom guten Bürger zum gefallenen Senator

Unsere kanadischen NATO-Partner plagen sich – in ihren Pausen beim großen Lauschangriff gegen Europa – mit einem veritablen Fall von Untreue als leadership in höchsten politischen Kreisen herum: Mike Duffy – the man who killed the Senate.
von Vasile V. Poenaru

S. 27 (Politik):
Glauben Sie doch, was ich will

Vor der Wahl ist nach der Wahl ist ganz egal: Die Rede einer Nichtssagenden zur Klage der Nation.
von Tina Wirtz

S. 28 (Lebenswelt):
Schlechter Konsumieren mit Slavoj Žižek

Je radikaler der Kaffee, desto radikaler das politische Selbst(bild). Der Verzicht auf McDonald’s, H&M und Ikea zugunsten von Fairtrade, Second Hand und Flohmarkt sind im ethischen Kapitalismus Pflicht für den bewussten Konsumenten.
von IPuP-Press

S. 36 (Politik):
Sloterdijks Steuererklärung

Auch vor vier Jahren schwärten Sommerloch und Bundestagswahlkampf, als Peter Sloterdijk mit einem Essay in der FAZ („Die Revolution der gebenden Hand“) eine monatelange Steuerdebatte entfachte, in die sich auch Axel Honneth einschaltete.
von Timotheus Schneidegger

S. 38 (Philosophistik & Misosophie):
Die Schlichtheit des Richtigen

Pflicht verhält sich zu Gehorsam wie Eigeninitiative zu Fremdbestimmung, wie Moralität zu Legalität, wie Vernunft zu Befehl. Autonomie heißt, den auferlegten Zwängen zu entkommen. Der Impuls ist negativ. Deshalb nennt Kant die Aufklärung einen „Ausgang“.
von Wolfgang Schröder

S. 45 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Lagerhaft

„Der Mensch ... und sein Käfig ...ist der Mensch nicht sein Käfig ... ?“ (Hasan-i Sabbah, aka Der Weise vom Berge)
von Bdolf

S. 46 (Politik):
Macht und Übermacht

Hinter jeder Macht scheint eine noch größere Macht zu stehen. Hinter der Macht der Fürsten steht die Macht der Götter. Hinter der Macht der Götter aber steht die Macht des Schicksals. Essay über die drei postdemokratischen Transformationen.
von Georg Seeßlen

S. 53 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Transparenz

Die Pflicht, Ordnung zu halten vor allem, ist auch die Pflicht, ein überwachbares Leben zu führen.
von Johannes Witek

S. 54 (Kultur(terrorismus)):
Nibelungentreue 2.0

Die Pflicht, bei Fahne und Kamerad zu verbleiben: Taugte das Nibelungenlied wirklich als Nationalmythos, mit dem die Deutschen zwei Mal einen Weltkrieg begannen – oder lehrt es uns einen aufgeklärteren Treuebegriff?
von Stefan Rode

S. 60 (Politik):
Der Lichtwelpe: Wehrpflicht

Auf unserer aufklärerischen Kinderseite beantwortet dieses Mal der Stabsunteroffizier a.D., aber trotzdem ganz liebe Onkel Georg Frost die Zuschrift der kleinen Maike-Fee über die Pflicht- und die Freiwilligenarmee.
von Georg Frost

S. 66 (Philosophistik & Misosophie):
Von Friedrich dem Großen zu Friedrich dem Pudel

Der bestirnte Himmel über und das Preußen in uns: Kein Staat ohne Bürger, kein Bürger ohne Pflichten: Räsonnement über Gehorsam und Freiheit, Privatheit und Öffentlichkeit unter Berücksichtigung preußisch-protestantischen Pflichtgefühls und PRISMs.
von Timotheus Schneidegger

S. 74 (Lebenswelt):
Die größte Bratwurst der Welt: Wann ist Ruhe erste Bürgerpflicht?

Das geflügelte Wort von der ersten Bürgerpflicht lehnt sich an die preußischen Niederlagen von Jena und Auerstädt an. Sie griff Willibald Alexis in seinem 1852 veröffentlichten Roman auf und hier geben fünf Lichtwolf-Autoren ihren Senf dazu ab.
von Bdolf, Filbinger, Michael Helming, Timotheus Schneidegger, Tina Wirtz

S. 76 (Kultur(terrorismus)):
Abwärts, der Tod, irgendein Buch über den Gröfaz...

… & the Facts In The Case Of Jeff Hanneman: Herbst ist die Jahreszeit für (Gedanken an)s Sterben. Eine Suche nach Rat gegeben von Punkrock, Wagner und Trash Metal inkl. Exkurs über Spex-Artikel, einen SPIEGEL-Bestseller und Tod als popkulturelle Ekstasis.
von Tobias Stenzel

S. 83 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Ultrakurzmärchen 43

Warum werden keine Mehrchen mär geschrieben und wenn ja, nur als dicke Schwarten unzeitgemäßen Gehalts? Wer lauscht den Mythen unseres kargen Alltags und notiert auf Brottütenpapier, was das gemeine Volk sich im Eisenpferd zuraunt?
von Marc Hieronimus

S. 84 (Irgendwas mit Medien):
Das Gerede vom Sommer 2013

Der Juni begann für den Lichtwolf zwar sehr schön mit der Mainzer Minipressen-Messe, wo jedoch schon zu ahnen war, dass die Zeitschrift trotz Philosophie mit ihrem beliebten Messestand in diesem Sommer nicht das Hauptthema in den Feuilletons werden würde.
von Georg Frost & Timotheus Schneidegger

S. 85 (Kurz und Klein):
Kurz und Klein 43

Rezensionen in <800 Zeichen von Bdolf (bd), Georg Frost (gf), Michael Helming (mh), Stefan Rode (sr) und Timotheus Schneidegger (ts).
von Bdolf, Georg Frost, Michael Helming, Stefan Rode, Timotheus Schneidegger

S. 86 (Kultur(terrorismus)):
Das Vermögen der Erinnerung

In diesem Internet steht einfach alles! Und doch müssen wir den grandiosen Gratis-Rechner pflegen, der uns bei der Geburt mitgegeben wurde – und uns erinnern, dass Geschichte nicht von selbst passiert.
von Marc Hieronimus

S. 89 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Bluthegel

Eine Kafkaeske für absolute Geister, Hartgesottene, Hebelleser und Gutedelgourmets.
von Bdolf

S. 90 (Kultur(terrorismus)):
Vom Creator zum Kurator

Totgesagte leben länger. Nachdem der Mensch selbst zum Schöpfer geworden ist, etabliert sich der alte Rauschebart in einem anderen Wirkungskreis und überlebt wieder einmal.
von Michael Helming


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