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Lichtwolf Nr. 39 (3/2012)

Erschienen im September 2012, Titelthema: Jenseits des Menschen


Lichtwolf Nr. 39 (3/2012)

Alles, was jenseits des Menschen liegt oder führt, in einem Paperback mit 92 Seiten DIN A4 behandelt - von Menschen für Menschen und andere alphabetisierte Primaten.

Auszüge aus der Nr. 39 können Sie auch im LichtwolfReader durchblättern.

ISBN 9783941921160

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Lichtwolf Nr. 39 (3/2012) ist auch als DRM-freies E-Book zum Preis von nur 3,99 EUR erhältlich:


Alles Streben des Menschen zielt, wie es scheint, jenseits seinesgleichen - und jenseits des Menschen erwarten ihn u.a. die Unter-, Über- und Unmenschen. Mindestens so interessant sind das Streben selbst und die Wege, die es nimmt.

In der Einleitung zum Titelthema "Jenseits des Menschen" werden aktuelle transhumanistische Tendenzen vorgestellt. Sodann untersucht Marc Hieronimus die Ränder des Humanismus, um Antworten auf die kantische Frage nach dem Menschen zu finden. Bdolf führt die Jugend gewohnt behutsam ans Thema heran bzw. treibt ihr den Speziesoptimismus aus. Wie sehr das Transzendieren des Menschen eine anthropologische Selbstbeschäftigung ist, zeigt Wolfgang Schröders Essay, auf den die Frage von Crauss. folgt, ob Sie das Gefühl kennen, das einen an der Infotheke des Jenseits ereilt. Nach Fußball und Ficken ist die Wissenschaft des Menschen drittliebste Beschäftigung, mit der er sich über sich selbst hinwegtröstet, so die Polemik von Ní Gudix. Im folgenden Dessin zeigt Mirko Stehr, wie sehr das menschliche Selbstbild von neolithischem Schabernack geprägt ist. Das IPuP kennt die Zecke als Kunstwerk und erklärt, wie man mit Deleuze, Guattari und einer handvoll Kunst zum Tier werden kann. Johannes Witek legt den Anwendungsfall vor, indem er Wien, seine Gerichtssäle und Schlachtvieh bedichtet. Wenn Sie glauben, Zombies an sich seien schon schlimm genug, sorgt Bdolfs Rapport von der "Duesenberg-Krankheit" für die Extraportion Angstlust. Überhaupt kann "Jenseits des Menschen" auch als Ortsangabe verstanden werden, wie Michael Helming es getan und Foucault, Vergil und Dante als Reiseführer der Heterotopien befragt hat. Mittendrin ist es allerdings schon jenseits des Menschen genug, wie Wolfgang F. Berger atemlos aus westlichen Metropolen dichterberichtet. Es folgt der blinde Hund mit einer Einführung in Peter Singers "Prinzip der gleichen Interessensabwägung" und die daraus abgeleitete Tierethik. Jürgen Nielsen-Sikora nimmt sich mit Star Wars des machtphilosophischen Walser-Ausspruchs an, es sei leichter, gigantisch als gut zu sein. Georg Frost überlegt, was jenseits des Menschen in der Nahrungskette folgen könnte und entwirft eine anthropophage Spezies. In seinem Kurz & Klein Spezial stellt Michael Helming sechs Standardwerke zum Jenseits in unter 800 Zeichen vor. Marc Hieronimus versammelt einen ganzen Batzen Gedanken zum Verhältnis zwischen Mensch und Maschine(n). Bei Johannes Witek brechen die Tage des Grases aus, die weniger bekifft und sehr anthropologisch die Schöpfungsgeschichte zurückspulen. In einem antiquarischen Buch stößt Stefan Rode auf Notizen, die ihn auf die Spur des Psychiaters Konrad Zucker und dessen Engagement in der NS-Medizin führen. Marc Hieronimus hat die Einträge "Mensch" und "Monster" aus der "Morpho-etymologische Enzyklopädie der deutschen Alltagsprache" kopiert und aus dem IPuP wird der Schriftverkehr des SFB Thingism / KI über denkende Dinge bzw. das Denken der Dinge abgedruckt. Wolfgang Schröder erklärt hernach, wie Ulrich Horstmann mittels seines "unverwandten Blicks" zu einem Denken jenseits des Menschen gelangt, und Bdolf schießt vier Schnapsdrosseln zum Mond. Mit der größten Bratwurst der Welt wird das Thema beschlossen: Diesmal geben sechs Autoren ihren Senf dazu ab, was alles so rein gar nix mit Menschen zu tun hat.

Im hinteren Heftteil wird das Feuilleton des Sommers 2012 zusammengefasst. In der Warenumschau werden drei neue Preziosen des Kapitalismus vorgestellt, daneben sind frische Apercus Pro Domo et Mundo versammelt. Kurz & Klein bespricht wieder eine Reihe von Alt- und Neuerscheinungen kürzestmöglich. Zum Schluss eröffnet Michael Helming die Debatte um den Roman als obsolete und überschätzte Textgattung und auf der Heftrückseite wird fleißig Werbung gemacht für den Band "Die erste Dekade", der das Beste aus den Lichtwolf-Jahrgängen 2002 bis 2012 versammelt.

aus dem Inhaltsverzeichnis:

S. 04 (Philosophistik & Misosophie):
Auf sieben Krücken musst du stehen

Er steht zugleich zu sehr im Mittelpunkt und im Abseits, als dass man noch von ihm spräche: Vielleicht ist „der“ Mensch eine Fiktion. Er steht auf sieben Krücken und erhebt sich nicht. Wir brauchen einen neuen Humanismus. Beginnen wir bei den Rändern.
von Marc Hieronimus

S. 13 (Kultur(terrorismus)):
Propädeutikum und Prolegomena zum Thema „Jenseits des Menschen“

Zwölf Thesen für die Jugend zum und weit über den Menschen hinaus.
von Bdolf

S. 14 (Philosophistik & Misosophie):
Selbstbezug mit Überschwung

Dilettantismen humaner Transzendenz: Transzendieren ist abstraktes Turnen. Die Abstands- und Überwindungsübungen passieren in der menschlichen Immanenz. Alles ganz diesseitig also. Will sagen: Hals- und Beinbruch beim Lesen!
von Wolfgang Schröder

S. 19 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
kennen Sie das gefühl?

Sie sterben, bereiten sich darauf vor, all Ihre Freunde wiederzusehen (die bucklige Verwandtschaft lebt zum Glück noch), dann schreiten Sie durch die Röhre, dem strahlenden Licht entgegen und...
von Crauss.

S. 20 (Philosophistik & Misosophie):
Der Mensch, die Fußnote der Wissenschaft

Jenseits des Menschen befindet sich die Wissenschaft. Die „objektive“ Wissenschaft ist der allmächtige Gott, dem alles unterworfen wird; sie ist der größte Kompensationsphallus. Wenn Religion Opium fürs Volk ist, dann ist die Wissenschaft das Heroin.
von Ní Gudix

S. 25 (Kultur(terrorismus)):
Die einzige aller denkbaren Welten

Comic: Wie neolithischer Jugendvandalismus das Selbstbild des Menschen prägte...
von Mirko Stehr

S. 26 (Philosophistik & Misosophie):
Die Zecke - ein Kunstwerk

Im Werk von Gilles Deleuze und Felix Guattari findet sich ein Jenseits-des-Menschen im Tier-werden des Menschen. Dieses Tier-werden ist Teil des Begriffs der Kunst, den Deleuze / Guattari in ihrer letzten gemeinsamen Veröffentlichung entwarfen.
von IPuP-Press

S. 31 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Schweine befreien

Wien gewidmet, und seinen Gerichtssälen.
von Johannes Witek

S. 32 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Die Duesenberg-Krankheit

Der Tod fickt jeden: Wenn die Postkästen ungeleert bleiben, läuft die Gen-Technik aus dem Ruder und die durchsexualisierten Alpträume aller Resident-Evil-Fans werden wahr.
von Bdolf

S. 34 (Philosophistik & Misosophie):
..und Heterotopia schräg gegenüber

Das Jenseits in vertrauter Ferne, als begehbarer Gegenort und tatsächlich verwirklichte Utopie!? – Ist das überhaupt möglich, und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen? Foucault, Vergil und Dante quer gelesen zum Zweck einer Anthropotopographie.
von Michael Helming

S. 41 (Lebenswelt):
1 affengelierter traum

ich liege am dreitagesofa und starre in die kiste, wo der abspann von i robot läuft. im hintergrund überschwemmt mich der ipod, der lässig von meiner gürtelschnalle hängt. die kopfhörer schlängeln sich meinen körper entlang nach oben und ...
von Wolfgang F. Berger

S. 42 (Philosophistik & Misosophie):
Peter Singer über die Grenzen moralischer Rücksichtnahme

Peter Singer ist unter den zeitgenössischen Philosophen wohl derjenige, der am häufigsten und auch in der groteskesten Weise missverstanden wurde. Dieser Essay leitet hin zum "Prinzip der gleichen Interessensabwägung" und der daraus folgenden Tierethik.
von Der blinde Hund

S. 44 (Politik):
Übermenschen und Untertanen

Star Wars und Martin Walser nähren den Verdacht, es sei leichter, gigantisch als zu sein als gut. Wie ohnmächtig die Mächtigen sind, zeigt sich in Anti-Terror-Krieg und EU-Politik. Eine Klarstellung, wohin der Wille zur Macht wirklich verweist.
von Jürgen Nielsen-Sikora

S. 50 (Sozialphänomenologie):
Die Kette rauf, die Krone runter

Einige unsystematische, illustrierte Überlegungen zu einem ökologischen Antagonisten, der den Menschen von der Spitze der Nahrungskette verdrängt und seine Hybris wie Population zurechtstutzt.
von Georg Frost

S. 53 (Kurz und Klein):
Kurz und Klein Spezial: Jenseits

Kürzeste Besprechungen von Standardwerken der Jenseitsliteratur: Blumenberg, Tumler, Apel / Laun, Lord Halifax, James Webb und Joseph Roth.
von Michael Helming

S. 54 (Lebenswelt):
Wächter des Maschinenparks

Maschinen sind überall – bewacht, gepflegt, geliebt von Menschen, die glauben, sie aufzuziehen, wo sie selbst nur Aufzieh-Männchen sind und viel zu eng verzahnt, überhaupt Mensch zu sein. Ein paar fluoreszierende Sandkörner ins Dunkel des Gewerks.
von Marc Hieronimus

S. 57 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Tages des Grases

Am ersten Tag des Grases hat mir noch keiner geglaubt, dass jetzt die Tage des Grases begonnen hatten. „Hey“, habe ich gesagt. „Da wächst Gras?“
„Das ist der Teppich oder seine Fransen“, haben alle gesagt...
von Johannes Witek

S. 58 (Kultur(terrorismus)):
Metatext unterm Skalpell

Notizen in einem alten Klages-Buch führen auf die Spur des Psychiaters Konrad Zucker. Seine aktive Beteiligung am Euthanasie-Programm dokumentiert, wie Nazis und Wissenschaft ohne Gewissen einander dienten.
von Stefan Rode

S. 64 (Kultur(terrorismus)):
Mensch / Monster

Zwei kopierte Einträge aus Band 15 der "Morpho-etymologische Enzyklopädie der deutschen Alltagsprache" hrsg. von von Arno I. Mumreisch.
von Marc Hieronimus

S. 66 (Philosophistik & Misosophie):
Schriftverkehr des SFB Thingism / KI @IPuP

Entgegen dem üblichen philosophischen Vorgehen stand am Anfang unserer Forschung ein leerer Begriff: Thingism scheint auf die Dominanz der Dinge, sowohl in der Welt als auch in unserem Denken, zu referieren - Überlegungen zu Freud und KI.
von IPuP-Press

S. 70 (Philosophistik & Misosophie):
Defamiliarisierung – oder: Wie man vom Menschen absieht

Ulrich Horstmann verwendet einen Verfremdungsbegriff, der hier erstmals gründlich erläutert wird. Im philosophischen Denktheater zeigt er, dass man der anthropozentrischen Befangenheit entkommen und auf humanistische Bevormundung pfeifen kann.
von Wolfgang Schröder

S. 77 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Raumfahrt tut Noth

Vier Schnapsdrosseln überwinden hinter Erna ihrm Kiosk und mit etwas Hilfe der ESA die menschliche Bindung ans Irdische.
von Bdolf

S. 78 (Lebenswelt):
Die größte Bratwurst der Welt: Was alles so rein gar nix mit Menschen zu tun hat.

Sechs Autoren, sechs mal Senf dazu, ob irgendwas und wenn ja, was überhaupt nichts mit Menschen zu tun hat.
von Bdolf, Filbinger, Georg Frost, Marc Hieronimus, Michael Helming, Timotheus Schneidegger

S. 80 (Irgendwas mit Medien):
Das Gerede vom Sommer 2012

Zusammenfassung der Debatte und Skandälchen im Feuilleton des Sommerlochs: Blasphemie, Beschneidung, Caravaggio, Schießereien, Griechenland, Bayern und die literarische Telemachie des Thomas Steinfeld (SZ).
von Georg Frost & Timotheus Schneidegger

S. 81 (Lebenswelt):
Warenumschau 39

Wohlbegründete und unbezahlte Kaufempfehlungen bzw. Boykottaufrufe, um einen Feldweg in den Dschungel kapitalistischer Hervorbringungen zu bahnen.
von Magister Maier & Timotheus Schneidegger

S. 81 (Philosophistik & Misosophie):
Pro Domo et Mundo 39

Kurze Sentenzen weiser Leute für zum in Stein meißeln.
von Magister Maier, Marc Hieronimus, Michael Helming

S. 82 (Kurz und Klein):
Kurz und Klein 39 + UntergRundschau 39

Rezensionen in unter 800 Zeichen von Werken u.a. folgender Autoren: Ludger Lütkehaus, Manfred Koch, Florian Freistetter, Fallada, Susanne Leeb, Peter Schneider, Heike Groos, ...
von Bdolf, Crauss., Georg Frost, Michael Helming, Ní Gudix, Timotheus Schneidegger

S. 84 (Kultur(terrorismus)):
Vom langen Werden der kurzen Form

Eröffnung der Debatte um die Dominanz des Romans in der Literatur: Die ihm in allen Bereichen überlegene Kurzgeschichte hätte längst triumphiert, stünden nicht Verkaufszahlen – und was gekauft wird, wird noch lange nicht gelesen – im Zentrum des Betriebs.
von Michael Helming


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