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Lichtwolf Nr. 21 (4/2006)

Ausverkauft!

Erschienen im Oktober 2006, Titelthema: Manien


Lichtwolf Nr. 21 (4/2006), Ausverkauft!

Schönes Heft, zum Großteil mit frischem Farbband erstellt, kontrastreiches Schwarzweiß auf 40 Seiten, dicker, samtweicher Umschlag - DIN A4.

Die komplette Ausgabe Nr. 21 können Sie auch im LichtwolfReader durchblättern.

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Der fünfte Jahrgang endet ordnungsgemäß mit einem gewohnt hervorragenden Heft, dem einundzwangzigsten, dessen jedes Exemplar ein Unikat ist, weil vor dem Kopieren vergessen wurde, das "für" in "Zeitschrift für Philosophie" durchzustreichen und durch ein "trotz" zu ersetzen, was somit an jedem einzelnen Exemplar von Hand nachgeholt werden musste. Das Malheur findet sich auf dem

Titelbild
das einmal mehr von der daran unschuldigen Ida Baumsturmrose gezeichnet wurde und unheilsschwanger vom Inhalt dieser Ausgabe kündet, einem

Titelthema
nämlich, das der Redaktion alles andere als fremd ist: MANIEN werden in der titelthematischen ersten Hälfte der Nr.21 mit dem Furor persönlicher Betroffenheit und Erfahrung behandelt. Den Auftakt macht Michael Helming mit der Erzählung über einen radikalen (De)Konstruktivisten und sein feines Gespür für Schrott. Im Lichtwelpen dieser Ausgabe beantwortet August Maria Neander eine Zuschrift der kleinen Mara-Luise und erklärt ihr die drapetomanischen Züge moderner, westlicher Zivilisation. Mit "Lococephalus" liefert Nasicus die Geschichte über einen Mann, seinen Eimer und eine Wand ab, im Anschluß daran erklärt Johannes Franzen "Das Kohlhaas-Syndrom", das er an den manisch beleidigten Islamisten diagnostiziert. Lino Wirag schlägt mit 16 neuen Zwangsvorstellungen in die gleiche Bresche der neomanischen Grundlagenforschung. Tina Wirtz verschreibt ein Heilmittel für die "Mania Reformicum", von der unser Land geplagt ist, und August Maria Neander gesteht gewohnt eloquent seine Bibliomanie. Zum guten Schluß erzählt der Kükator von seinen TV-Plänen und Erfahrungen mit Zwangsvorstellungen.

weitere Themen
Ein neues Heftmittenposter von Felisande sowie der aktuelle Quartalsbericht trennen das Titelthema vom restlichen Heft, in dem Schneidegger ein irisches Volkslied interpretiert, eine Hommage an Benjamin Lebert und Schigalew schreibt und schließlich einen prophetischen Blick auf den Rest desjenigen Jahrhunderts wirft, an dessen Anfang wir gerade stehen. Neander seinerseits bestreitet den hauptsächlichen Teil des EXTRAs zum Studienbeginn - für alle Erstsemester insbesondere der Geisteswissenschaften eine unentbehrliche Lektüre!
Asmus Ohrt resümiert die Lage im Nahen Osten nach dem 34-Tage-Krieg im Libanon und Helming schreibt in der angemessenen Kürze und Härte aus der Sicht einer abgefeuerten Kugel. Dazwischen findet sich gewohnt aparte Lyrik von Norbert Hildebrand und Monika Koncz, die Malgeschichte (Comic) "Inspektor Kniesport" von Lino Wirag und J.M. - sowie Errata, Veranstaltungshinweise, u.a. auf die Lichtwolf-Lesung am 19.11., und - ganz neu - prickelnde Kurzbiographien der im Heft vertretenen Autoren.

aus dem Inhaltsverzeichnis:

S. 04 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Die vorläufig letzte Fassung der Gegenwart

Benny ist kein Freak, obwohl ihn mancher dafür halten könnte, sondern er weiß genau, was er (manisch!) tut: Schrott produzieren für eine bessere Welt.
von Michael Helming

S. 07 (Der Lichtwelpe):
Der Lichtwelpe: Drapetomanie

Ausgehend von der "Negerpsychologie" S.Cartwrights diagnostiziert der Autor in einer Antwort auf die Zuschrift von der kleinen Mara-Luise der westlichen Moderne eine besondere Form von Fluchtwahn.
von Augušt Maria Neander

S. 09 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Lococephalus

Eines Montags steht ein seltsamer Mann mit Eimer im Hof und entpuppt sich als regelrecht besessen von einer Wand, die ihn schließlich töten, aber nicht besiegen wird.
von Nasicus

S. 11 (Politik):
Das Kohlhaas-Syndrom

Davon, beleidigt oder gekränkt worden zu sein, kann man regelrecht besessen sein und danach so süchtig wie nach Schokolade werden. Und einen positiven Effekt für potemkische Identität und Einflüsterung hat das noch dazu.
von J******* F******

S. 14 (Sozialphänomenologie):
Neue Zwangsvorstellungen

16 neue Manien, u.a. die, sich für Lino Wirag zu halten und die, sich als solcher zwanghaft neue Manien auszudenken.
von Lino Wirag

S. 15 (Politik):
Mania Reformicum

Ein vom Reformwahn geplagtes Land und eine davon in den Halb- bis Totalwahnsinn getriebene Regierung sollten auf den Beipackzettel des nötigen Remediums blicken, der hier abgedruckt ist.
von Tina Wirtz

S. 16 (Kultur(terrorismus)):
Es gibt keine Seligkeit ohne Bücher

Dem angebrachten Ausspruch Arno Schmidts folgend gesteht der Autor seine Bibliomanie, was sie ausmacht und als was sie ihm Enzyklopädien, diese Monolithe der Aufklärung, golden erscheinen lässt.
von Augušt Maria Neander

S. 17 (Sozialphänomenologie):
Zum Thema Manien

Der Kükator kennt sich mit allem aus, v.a. mit Zwangsvorstellungen. Aus eigener Erfahrung und Beobachtung weiß er sie zu beurteilen und zu geißeln - und nebenher noch sein geplantes TV-Projekt zu erläutern.
von Der Kükator

S. 19 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Wortqualle

Heftmittenposter mit einer Gestade aus Worten durchschwebenden Qualle.
von Felisande

S. 23 (Hochschule):
Nichtstudien-Beratung

Extra zum Studienbeginn: Willkommen in der - mit Dante: Hölle - also Universität, lasset alle Hoffnung fahren und kniet idealerweise gleich nieder vor dem einzigen Heidegger und seinen Propheten.
von Augušt Maria Neander

S. 24 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
She moved through the fair

Eingehende Analyse des irischen Volksliedes "She moved through the fair" mit Anwendung auf Leben, Tod, Islamismus, Schnaps und Bohnen in Sauce.
von Timotheus Schneidegger

S. 24 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Arbeitstag

Kurzer Mehrzeiler über den Aufwand und die Last der alltäglichen Uni-Vorbereitungen.
von Georg Frost

S. 27 (Politik):
Im Nahen Osten nichts neues

Israel verlässt den Libanon und es zeigt sich: Außer Tod und Zerstörung hat der 34-Tage-Krieg des Sommers nichts gebracht, schon gar keine Bewegung in den Nahost-Friedensprozeß. Dazu einige Anregungen.
von Asmus Ohrt

S. 29 (Kultur(terrorismus)):
Und ich sag das jetzt nicht nur so.

Eine Hommage an Benjamin Lebert und Schigalew, deren erster zumindest die Geschicke der deutschen Literaturlandschaft nachhaltig prägen wird, was nicht nur so dahergesagt, sondern überhaupt nicht so gemeint ist.
von Timotheus Schneidegger

S. 31 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Spelunkenlied

Ein Gedicht.
von Monika Koncz

S. 32 (Kultur(terrorismus)):
Inspektor Kniesport

Gemalte Erzählung (vulgo: Comic) über den findigen Inspektor, der keine Mühen scheut, um einen grausamen Mord aufzuklären.
von J***** M******* & Lino Wirag

S. 33 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Ciao Mani

Gedicht über Manfred, der Gott war.
von Norbert Hildebrand

S. 33 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Aus dem Lauf

Die rasenden Gedanken eines Projektils zwischen dem Moment des Abfeuerns bis zum Einschlag - in gebotener Brutalität und Kompaktheit erzählt.
von Michael Helming

S. 34 (Intime Interna):
Errata

Leider notwendige Korrekturen und Anmerkungen zur vergangenen Ausgabe des Lichtwolf (Nr.20).
von Augušt Maria Neander & Timotheus Schneidegger

S. 34 (Philosophistik & Misosophie):
Die frigide Eris (Teil 1)

Um vordenken zu können ist es zunächst einmal notwendig, nachzudenken. Am Anfang dieses Essays steht der Blick zurück auf die Ursprünge der westlichen Denkstruktur, deren Entwicklung für das 21.Jahrhundert maßgeblich sein wird.
von Timotheus Schneidegger

S. 36 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Beispielhaft und laut, ganz laut vorgetragen

Ode an den Edmund.
von Norbert Hildebrand


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Titelthema: Wurst

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