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Lichtwolf Nr. 18 (1/2006)

Ausverkauft!

Erschienen im Januar 2006, Titelthema: Misanthropie


Lichtwolf Nr. 18 (1/2006), Ausverkauft!

Größe: DIN A4. Spektrum: Schwarz, grau, weiß mit zahlreichen Fotos und Zeichnungen, komplett mit einer Olympia SG-1 zusammengesetzt. Kartonummantelung mit einer Stärke von 100g/qm², Stärke im Kern 80g/qm². Mittig geheftet.

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Eine ganze Latte neuer Schreibtischtäter ist in die Reihen des Lichtwolf getreten und hat diese erste Ausgabe des fünften Jahrgangs der "Zeitschrift trotz Philosophie" merklich geprägt.

Titelbild
...ist schön und schlicht geraten aus der Feder von Grafik-Eule Georg Frost, der auch die Initiale des fünften Jahrgangs gezeichnet hat. Kleine optische Tricks wie schiefe Textausrichtung usw. sollen den Lichtwolf im Kioskregal angemessen herausragen lassen, denn das

Titelthema
"Misanthropie (Menschenfeindschaft)" ist eine Herzensangelegenheit, der auf 14 schön dicht betippten Seiten nachgespürt wird. Ro Haben und Nasicus malen je ein fiktives misanthropisches Schicksal in Prosa aus, Norbert Hildebrand tut dies in der ihm eigenen lyrischen Art, Monika Koncz beantwortet im Rahmen der Kinderseite "Lichtwelpe", was es mit Nächstenliebe und Misanthropie auf sich hat, und hoch professionelle, aber gar nicht langweilige weil sehr interessante Beiträge stellen zwei Herren der zeitgenössischen schreibenden Zunft vor, die im Rahmen des Titelthemas Beachtung verdient haben: Timotheus Schneidegger befasst sich mit dem "anthropofugalen Denken" Ulrich Horstmanns, Johannes Franzen beschreibt die Misanthropiekonzeption des Misanthropen Thomas Bernhard. Das letzte Wort zum Thema hat wie immer der Kükator.

weitere Themen
Harte Fakten aus dem Reich der Notwendigkeit und sanften Trost aus dem Reich der Freiheit verspricht dieser Lichtwolf auf dem Deckblatt. Zur erstgenannten Lesenahrung gehören die Berichte zur aktuellen politischen Lage: Ro Haben fasst zusammen, wie sich an Unis, auf der Straße und im Stuttgarter Landtag die letzten Gefechte ausnahmen, die um die Einführung von Studiengebühren ausgetragen wurden, ehe am 15.12.05 die schwarzgelbe Mehrheit in Stuttgart das entsprechende Gesetz verabschiedete. Sehr ausschweifend die Themen, die Herr Schneidegger in einem ebenso ausführlichen Bericht zusammenbringt: In "Israelhetze, Holocaustleugnung, Atombomben" steht alles über die haßerfüllten Rüpeleien des iranischen Präsidenten Ahmadineschaad (inkl. eines Psychogramms), über das iranische Atomprogramm, die unmittelbaren und denkbaren zukünftigen Reaktionen der Weltöffentlichkeit, sowie über die deutsch-iranische Städtepartnerschaft zwischen Freiburg und Isfahan, die im Schatten des eskalierenden "Atomstreits" fortbesteht. dr faustus legt eine "glasklare" phänomenologische Studie des Kneipenalltags vor und die Online-Redaktion wie gewohnt ihren Bericht über die wichtigsten Ereignisse des vierten Quartals 2005 vor. Außerdem Kurzmeldungen aus Freiburg und der Welt.
Aus dem Reich der Freiheit wird der damit nötige Trost gereicht: Die Seifenoper "Gute Zeiten, schlechte Seinsweisen" setzt sich spannend wie nie fort. Jürgen Cissarek, Norbert Hildebrand und Monika Koncz schließlich überbieten einander in der Kunst des geschriebenen Wortes.

Erstmals übrigens in der Geschichte des Lichtwolf enthält diese Ausgabe WERBUNG. Die PARTEI Freiburg hat sich an die Vorgaben gehalten und eine ausschließlich mit Schreibmaschine produzierte Anzeige eingereicht, in der sie um Ihre Stimme bei der Landtagswahl am 26.März 2006 bittet.
Weitere Nova sind ein kleines Preisausschreiben im Heft und des Lichtwolfs Sturm auf den Einzelhandel. Ab dieser Ausgabe nämlich wird der Lichtwolf vom Pressegroßhandel im guten Sinne des Wortes "vertrieben". Sollten Sie, ob misanthropisch bedingt oder nicht, den Weg zum Kiosk scheuen, können Sie das Heft natürlich auch weiterhin hier im Einkaufszentrum bestellen.

aus dem Inhaltsverzeichnis:

S. 04 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Der Misander

Hildebrands Gedicht "Der Misander" aus Lichtwolf Nr.18
von Norbert Hildebrand

S. 05 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Atemzüge

Prosastudie über einen menschenscheuen Zivilisations- und Lebensflüchtling.
von Nasicus

S. 07 (Kultur(terrorismus)):
Der ganze Mensch nur Einwände gegen sich selbst

Die Misanthropiekonzeption in Thomas Bernhards Roman "Frost".
von J******* F******

S. 07 (Politik):
Helmut Kohl sein Sohn.

Miniatur mit Zeichnung über die Zukunft des Ex-Kanzler-Sprosses.
von Timotheus Schneidegger

S. 10 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
"Und stets das Gute schafft"

Geschichten, die keinen Roman brauchen, um erzählt zu werden: Im Schnelldurchgang entwickelt sich ein Menschenhasser wider Willen zum Retter der Menschheit.
von Ro Haben

S. 11 (Der Lichtwelpe):
Der Lichtwelpe: Was ist Nächstenliebe?

Der kleine Thomas-Finn möchten wissen, was Nächstenliebe ist, und warum seine katholische Schwester dem Lichtwolf das aktuelle Titelthema übelnimmt.
von Monika Koncz

S. 12 (Philosophistik & Misosophie):
Ulrich Horstmann

Portrait des "anthropofugalen Denkens" im Buch "Das Untier" und in Werk und Wirken des Nekrosophen Horstmann: "Modern" als Imperativ.
von Timotheus Schneidegger

S. 15 (Philosophistik & Misosophie):
Zum Thema Misanthropie

Der Kükator begibt sich selbstkritisch in seine Kindheitserinnerungen und beschreibt sein Ringen gegen die Versuchung des Menschenhasses.
von Der Kükator

S. 17 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Nachruf 2006

Ein schonungslos objektives Epitaph auf das hinter uns liegende Jahr und die es beschließenden Festlichkeiten.
von Norbert Hildebrand

S. 20 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Heißer Tropfen auf kalten Stein

Experimentalliteratur vom Feinsten: Die beiden Autoren schreiben von ihren gegensätzlichen Standpunkten zum Thema "Leben und Lesen" Satz für Satz gegen einander an.
von Monika Koncz & Timotheus Schneidegger

S. 22 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Stolperstein

Ein Gedicht aus dem Brotsack eines Friedenssoldaten und kämpferischen Pazifisten.
von Jürgen Cissarek

S. 23 (Hochschule):
Guten Zeiten, schlechte Seinsweisen - Folge 5

Die Schlinge der heimtückischen Intrige zieht sich immer enger zu um den Hals der Protagonisten! Uiuiui ist das spannend geworden!
von Timotheus Schneidegger

S. 25 (Lebenswelt):
Prost!

Eine "glasklare" Phänomenologie des Kneipenalltags, sowie der Dynamik, Kinetik und Individualpathologie besoffener Kleingruppen.
von dr faustus

S. 26 (Hochschule):
Bier zu Bildung

Laut W.Pfisterer (CDU) werden Studierende in Zukunft auf ihr tägliches Bier verzichten müssen, denn Mitte Dezember im Stuttgarter Landtag trotz eines letztens Aufbäumens des studentischen Widerstands Studiengebühren ab 2007 beschlossen worden.
von Ro Haben

S. 29 (Hochschule):
Sitzungsprotokoll des Stuttgarter Landtags vom 15.12.

Die Ausschnitte aus dem Plenarprotokoll der Sitzung, in der die Einführung allgemeiner Studiengebühren beschlossen wurde, zeigen, wie lustig Politik auch dann noch sein kann, wenn es ernst wird.
von Ro Haben

S. 32 (Politik):
Israelhetze, Holocaustleugnung, Atombomben

Alles über die Rüpeleien des iranischen Präsidenten, über das iranische Atomprogramm, die unmittelbaren und denkbaren zukünftigen Reaktionen der Welt, sowie über die in den Schatten der Großpolitik getretene einzige deutsch-iranische Städtepartnerschaft.
von Timotheus Schneidegger

S. 35 (Politik):
Ein Euro für Zion

Iranchef Ahmadineschaad forderte, Israel nach Europa zu verlegen, und erhält Zustimmung u.a. von Henryk M. Broder und Harry Rowohlt. Hier wird das künftige Neu-Israel im Herzen Europas schon einmal entworfen.
von Timotheus Schneidegger

S. 37 (Lebenswelt):
Segle fort!

Der Stil dieses Prosastücks könnte der "Du bist Deutschland"-Kampagne entlehnt sein - wäre er nicht älter und erfolgreicher darin, ein Individuum zu einem besseren Leben anzuspornen.
von Jürgen Cissarek


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