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Philosophistik & Misosophie am 15.03.2010, 19:44 Uhr (Neues Zeitalter) - zurück zu "Der Katholizismus - Fragen und Antworten"

Fragen an den Katholizismus

von (n·k)² / Kommentare Kommentare (1)

die folgenden Zeilen werde ich dazu nutzen, mich endlich einmal ausgiebig über den Katholizismus aufzuregen. Der Anlass ergab sich praktischerweise vor einigen Tagen. Gerade war die Welt so langweilig geworden; keine Naturkatastrophen, keine allzu blutigen Kriege in unmittelbarer Nachbarschaft. Und dann... Endlich... Der Papst ist tot und endlich können alle wieder bittere Tränen weinen. Ist ja auch traurig, dass der alte Opi ins Gras gebissen hat. Allerdings ist so viel Trauer langsam zum Heulen. Tot ist der Papst sogar noch nerviger als lebendig. Die Medienpräsenz ist nicht mehr zu steigern, man sollte sich aber noch eine Eskalationsstufe der Klatsch- und Informationsverbreitungssucht aufheben, falls der Papst wiederaufersteht. "Wojtyla reloaded - der Zombie ist wieder da!"

Egal, ob tot oder lebendig, der Papst bewegt die Gemüter. Ich habe vor ca. fünf Jahren mit jemandem gesprochen, der voller Überzeugung behauptete, der Papst sei längst tot. Das, was man stattdessen im Fernsehen zu sehen bekommt, sei ein Papst-Roboter. Als ich Beweise verlangte, sagte er, ich solle bei Fernsehübertragungen mal auf die Kutte des Papstes achten; manchmal wehe diese beiseite, dann könne man die Räder sehen.

Nun ist Wojtyla in die ewigen Jagdgründe eingegangen, es sei denn, er war tatsächlich ein Roboter. Dann liegt er jetzt auf dem Schrottplatz oder wird gerade zu Kompottdosen gewalzt. Doch wenn das stimmt, warum ist dann gerade jetzt Feierabend mit Johannes Paul II? Wäre er etwa nicht mehr durch den TüV gekommen? Naja, polnische Konstruktion...

Vermutlich war das mit dem Roboter nur eine verrückte Verschwörungstheorie, aber mit den Katholiken könnte man es echt machen, die fallen bekanntlich auf alles rein. Wer jeden Sonntag seinen Messias auffuttert, kann auch einen R2D2 mit Robe anbeten. Falls ich je das Glück habe, einem zutraulichen Katholiken zu begegnen, werde ich ihm in einem ruhigen Moment all die Fragen stellen, die ich in den letzten Jahren bezüglich dieser verrückten Religion angesammelt habe. Jungfrauen, die Kinder kriegen! Wie und vor allem wo soll das Kind denn rausgekommen sein? Ich will gar nicht anfangen, zu fragen, wie der Heilige Geist reingekommen ist und was Josef dazu gesagt hat.

Was mich zuletzt in Erstaunen versetzte, war die Sache mit dem Weihwasser. Eine Freundin erklärte mir am Karfreitag diesen Jahres, dass Weihwasser nur in der Nacht zum Ostersonntag geweiht werden kann. Ist der Heilige Geist nur in dieser Nacht wasserlöslich? Aber egal, bloß nicht zu viele Fragen stellen.

In dieser einen Nacht wird also bottichweise Leitungswasser in göttliche Brühe verwandelt, man muss ja Vorräte für das ganze Jahr anlegen. Meine Freundin erzählte weiter, dass es vor einiger Zeit ein kleines Problem gab: Das Weihwasser ging zur Neige und Ostern war noch weit. So ging man dazu über, Weihwasser zu strecken. Natürlich musste man sich zuerst beim Vatikan erkundigen, ob dann noch genug Gott drin ist. Glücklicherweise ist Gott unendlich.

Der Katholizismus scheint im Großen und Ganzen darauf zu beruhen, dass eine blinde Masse einem Guru folgt und sinnentleerte Rituale praktiziert. Sehr findig ist niemand in der katholischen Kirche, was sich an der Weihwasser-Angelegenheit nur allzu deutlich zeigt. Mit ein bisschen gesundem Menschenverstand könnte man sparsamer damit umgehen. Man darf es nicht einfach in den Gully schütten und zulassen, dass der Heilige Geist ins Grundwasser gelangt. Eine sinnvolle Vorrichtung wäre ein spezieller Filter in den Kläranlagen. Und wenn man schon einen Weihwassermangel hat, warum ist dann noch kein schlauer Priester auf die Idee gekommen, einen Wasserhahn zu weihen? Denkbar ist auch eine Weihwasserdusche. So könnte sich der Katholik in Sünden suhlen, dann schnell unter die Dusche springen und knapp ist er dem Fegefeuer entkommen.

Nun wird zu allem Überfluss auch noch ein neuer Kult geschaffen, indem der Johannes Paul II zum Papst der Jugend stilisiert wird. "Generation JPII" nennt sich dieser gerade im Entstehen begriffene Kult. Was bleibt, ist die nüchterne Erkenntnis: Egal, ob Papst oder Weihwasser, solange man es anfassen kann oder sein Gesicht auf ein T-Shirt passt, kann man es auch anbeten. Dem Volk sein Opium!

>>>>>[ Beschäftige Dich mal ca. 1 Jahr mit vergangenen Kulturen, dann 1 Jahr der Physik, dann ein Jahr mit der Evolutionstheorie, dann 1 Monat mit der Bibel. Am Ende wirst Du verstehen, dass die Antwort auf Deine Fragen in der Bibel steckt und (hoffentlich), dass der Papst KEIN wahrer Vertreter des Christentums ist und es überhaupt kein Sinn hat sich mit ihm zu beschäftigen. ]<<<<<
- Thomas <13.04.2015, 15:55 Uhr>

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[Kollege Neander gab im nächsten Heft Antworten des Katholizismus]


Stichworte: Papst, Wojtyla, Johannes Paul II., Katholizismus, Weihwasser, Jungfrau, Atheismus, Philosophistik & Misosophie

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Dieser Artikel ist die unveränderte Fassung des Beitrags "Fragen an den Katholizismus" aus

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