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Monatsbuch

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Mit dem Stichwort "Social Media" sind die folgenden Artikel markiert:


Links der Woche am 12.03.2016, 14:33 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 11/16

Müll als Sinnbild

Für die NZZ hat sich Roman Bucheli recht poetisch mit dem Zeichen unserer Zeit befasst, nämlich dem Müll und unserem Umgang damit: „Wir mögen zwar immer mehr davon hervorbringen, aber wir sehen trotzdem (oder vielleicht gerade darum) immer weniger davon.“ Philosophisch wäre es, genau hinzusehen. (12.03.16)

Sloterdijk rettet Deutschland

Im Februar gab Peter Sloterdijk dem Cicero ein Interview zur deutschen Flüchtlingspolitik, mit dem er sich („Souveränitätsverzicht“, „Überrollung Deutschlands“, „Lügenäther“) in die Riege der nationalkonservativen Denker einreihte. Dafür erhielt er mächtig Flak, u.a. von Herfried Münkler, gegen die er sich nun in der ZEIT zur Wehr setzt, indem er den Sozialkrisengewinnlern (Journalisten, Politologen und Soziologen) vorwirft, in pawlowscher Art reflexdressiert zu sein, und auf seiner Skepsis gegenüber der Willkommenskultur beharrt. Daraufhin meldet sich ebd. der Soziologe Armin Nassehi mit einer Gegenrede zur Gegenrede als gleichfalls Gemeinter zu Wort und liefert noch einmal Belege für seinen Vorwurf, Sloti und Safranski bedienten „genau jene Semantik, von der rechte und rechtsintellektuelle Invektiven derzeit leben.“ Nebenbei sind einige von Schlotterdeiks Essays unter dem irreführenden Titel „Was geschah im 20. Jahrhundert?“ als Buch erschienen, das Andreas Rödder in der FAZ nicht so überzeugt, während Ingo Arend bei Getidan Sloterdijk durch seine Essays gar vom Ruch des Nationalkonservativismus befreit sieht. Florian Rötzer hat sich für Telepolis mit dem Sloterdijk-Schüler Marc Jongen beschäftigt, der in Götz Kubitscheks rechtsnationaler Zeitschrift gefeiert wird als derjenige, der dem AfD-Wutbürgertum die philosophischen Weihen verpasst.

Was ist bloß los mit den Leuten?

...wollte die FR vom Soziologen Heinz Bude wissen, der im Interview erklärt, warum die Deutschen gerade so mega unentspannt sind. (Ihnen fehlt eine positive Zukunuftsvision.) André Kieserling guckt in der FAZ darauf, wie wichtig es in der Konkurrenzgesellschaft ist, Eindruck zu machen, und was mit den Verlierern dieses Dauerspielchens wird. Und ginge es auch anders als mit Aufwallungen innerhalb der eigenen Filterblase? Fridtjof Küchemann stellt ebenfalls in der FAZ das litauische Start-up-Netzwerk „Plag“ vor, das es nur als App gibt und dessen „unsozialer“ Ansatz („Deine Meinung ist nichts wert.“) eine ungeahnte Debattenkultur hervorbringt. Bei Netz gegen Nazis gibt es übrigens für alle, die weiter in den klassischen asozialen Netzwerken unterwegs sind, eine nützliche Übersicht über rechtspopulistische Gesprächsstrategien.

Et cetera:

Die NZZ stellt das Buch von Carlos Fraenkel vor, der mit altem philosophischen Kopfwerkzeug u.a. im Nahostkonflikt und anderen Krisengebieten vermittelt hat. +++ Apropos: Heute Abend ab 23:05 Uhr geht es im DLF in der Langen Nacht um Konflikt, Mediation und Dialog. +++ Und weil Radio halt generell gut ist, seien hier auch mal die Sendungen Essay und Diskurs (sonntags, 9:30 Uhr, DLF) und Sein und Streit (samstags, 13:05 Uhr, Deutschlandradio Kultur) live oder als Podcast empfohlen. +++ Mindestens so gut übrigens wird der neue Lichtwolf, der in einer Woche zum Titelthema „Schloch“ erscheint. Als Abonnentin können Sie ganz vorne mit dabei sein beim unwahrscheinlichsten Magazin der Welt.

Und wenn Sie in einem Bundesland mit Bindestrich leben: Morgen wählen gehen!, auch wenn in Ihrem Bindestrichland gerade keine Wahl sein sollte!


Intime Interna am 03.10.2011, 15:05 Uhr

Soziales und Technisches zum Deutschland-Day

Regierte hier die Feiertagsfaulheit, begönne dieser Text so: "Vor zwei Jahren hat die "Zeitschrift trotz Philosophie" den Tag der deutschen Einheit genutzt, um sich langsam in das Web 2.0 zu tasten, mit den Zehen voran ins Mitmachnetz." Nämlich genauso wie der Text, mit dem hier vor 365 Tagen Bilanz gezogen wurde über ein Jahr Verfallenheit in Social Media.

Genau betrachtet bestehen heute nach zwei Jahren aber keine Gründe zur Unzufriedenheit oder abermaligen Bilanz in Sachen Web 2.0, denn die Entwicklung hat sich einfach fortgesetzt. Zuletzt mit dem Willen zum System geschuldeter Gewalt Geschwätzigkeit gelang es dem Lichtwolf, auf Twitter einen Durchschnitt von gerade so einem Tweet pro Tag herauszuzwitschern. Die Zahl der dortigen Follower und der Facebook-Fans hält sich die Waage. Pro Jahr gewinnt der Lichtwolf hier wie dort knapp 50 neue Freunde hinzu, denen er - stets mit einem offenen Ohr und Herz - Zeit, Liebe und Aufmerksamkeit schenkt.

Lichtwolf bei FacebookIn den letzten sechs Monaten war hier auf lichtwolf.de - entgegen der datenschutzrechtlichen Bedenken - wieder der berüchtige Gefällt-mir-Knopf zu sehen. Mit ihm war die Klickschwelle hin zum Lichtwolf-FB-Fan-tum deutlich gesenkt, ohne dass dies die Klickrate beeinflusst hätte. Darum ist der Gefällt-mir-Knopf wieder der allgemeinen Privatsphäre zuliebe verschwunden und der Lichtwolf auf Facebook nur noch via Link zu erreichen. Ebenfalls eingestellt wurde das Engagement der Zeitschrift trotz Philosophie auf myspace: Die dortige Dependance steht - dem Verfall preisgegeben - zum Verkauf resp. Hausbesetzern und jungen Galeristen zur Verfügung.

Wer genauer hinguckt oder die Ladezeit von lichtwolf.de stoppt, wird bemerkt haben, dass zum Tag der deutschen Einheit hier ein paar technische Verbesserungen vorgenommen wurden, die vor allem effizientere Programmierung unter der dezent aufgehübschten Haube bedeuten. Die bemerkenswertesten drei Neuerungen sind:

(1) die überarbeitete Kommentarfunktion, die nun hoffentlich benutzerfreundlicher ist als in der vorigen Version; probieren Sie es ruhig mal aus, z.B. bei den Tweetkesselchen, da sind immer noch welche ungelöst;

(2) der hochdatierte Laudatomat, der jetzt noch mehr Preisreden auf Knopfdruck ausspuckt und für die Preisverleihungen auf der baldigen Buchmesse unverzichtbar ist;

(3) das Mobil-Layout, mit dem lichtwolf.de mutmaßlich auch auf die Leuchtschrippen von Apple, Samsung usw. draufpasst; die Netzseitenoptik lässt sich oben und ganz unten auf jeder Seite einstellen.

Der technische Dienst vom Lichtwolf hofft, Ihnen mit diesem Einblick in das elektrosoziale Wirken dieser Zeitschrift das Herz gewärmt zu haben und mit den vorgenommenen Neuerungen das Leben zu erleichtern. Ihre Kommentare können Sie - wie gewohnt - nach jedem Absatz hinterlassen.




Irgendwas mit Medien am 14.04.2010, 10:19 Uhr

Du bist lächerlich, Internet!

Betrachtungen über die Zugriffsstatistik von lichtwolf.de anlässlich der heute beginnenden re:publica 2010

Ich habe vor kurzem den mit Abstand beliebtesten Artikel auf lichtwolf.de geschrieben. Mit einer kurzen Erklärungen einiger Funktionen dieser Seite habe ich bisherige Spitzenreiter auf die Plätze verwiesen: Schneideggers Artikel über die "venia legendi", der von Google seit Jahren gefressen wird, als würde der Begriff nirgendwo sonst im Internet auftauchen; und Neanders Essay "Sex als Arbeit", in dem - so witzelt man hier - nur noch Piraten neben den Huren vorkommen müssten, um den Text zum beliebtesten aller Zeiten zu machen.

So nämlich funktioniert die Wissensgesellschaft im Internet. Und so hat auch die hiesige Hilfeseite zu RSS-Feeds, Twitter und Facebook sowie zur Such- und zur Kommentarfunktion im letzten Monat genug Zugriffe (durchschnittlich 260 pro Tag) verzeichnet, um auf Jahre uneinholbar zu bleiben; selbst wenn heute zum letzten Mal die üblichen Zwonull-Stichworte durch Suchmaschinen, Aggregatoren und Crawler gejagt werden; selbst wenn ein verzweifelter Zeitungsverleger auf der gegenwärtigen Bloggerkonferenz re:publica 2010 jeden derer eigenhändig erwürgt, die im Internet nichts besseres zu tun haben, als die Vorzüge des Internet dank RSS, Twitter, Social Media, Indexsuche und Kommentaren zu preisen.

Wie das Internet seine Inhalte formt (die "Formung der Form" wurde ja schon beobachtet), zeigt der Vergleich mit der Glotze. Die beliebtesten Sendungen wären dann nicht Nachrichten und Seifenopern, sondern der Pornokanal und "Bitte lächeln". Und für die Elite Sendungen, in denen Fernsehfritzen erzählen, dass sie Radio und Zeitung verdientermaßen plattmachen werden, wie man selbst einen Fernsehsender aufmacht und warum jeder, der nicht hurra schreit, ein ewiggestriger Technikverweigerer ist.

Zum Abschluss also - in der Tradition von @pleaserobme - der kleine Tipp an alle Panzerknackerbanden da draußen in der Wirklichkeit: Jedes Blog über die neuen Wunderklötze von Apple, Starbucks mit Hotspot, die Piratenpartei und das nächste große Ding hat ein Impressum mit der Adresse einer bis übermorgen vermutlich verwaisten Nerd-Butze.



Intime Interna am 03.10.2009, 17:45 Uhr

Diese Runde geht an Dich, Internet!

Es hilft ja nichts! Zähneknirschend hat sich die Zeitschrift trotz Philosophie dem Novitätendruck und also der Web 2.0-Verfallenheit ergeben. Fans, Followers und Lykophile können sich nun mit dem Lichtwolf vernetzen und verbrüdern und umgekehrt. Elektrogesellschaft mit dem Lichtwolf gibt es in den Geschmacksrichtungen Twitter, mySpace und Facebook.

Was man damit machen kann, wird sich zeigen. Anzünden und sich damit die Fingerchen wärmen jedenfalls, so viel steht schon fest, geht mit diesem Zeug nicht; das ist und bleibt weiterhin unique selling proposition der gedruckten Ausgaben.


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