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Monatsbuch

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Mit dem Stichwort "Platon" sind die folgenden Artikel markiert:


Intime Interna am 21.06.2017, 12:26 Uhr

Der Wurstwolf ist da

Würste und Wurschtigkeit, konkret, metaphorisch, vegetarisch und in zweiendlichen Redewendungen, darum geht es in der aktuellen Sommerausgabe.

Lichtwolf nr. 58 (Wurst)

Lichtwolf Nr. 58 mit dem Titelthema „Wurst“ ist ab sofort erhältlich als Paperback im A4-Format mit 108 Seiten oder als E-Book im epub-Format oder für Kindle.

Konkret geht es um die Wurst, indem z.B. Dutzende von Wurstsorten in unter 800 Zeichen besprochen werden und Produktion sowie Konsumption von Würsten thematisiert werden. Metaphorisch geht es um die Wurst als Überlebensfrage von Mensch und Planet oder als totaler Relativismus, der von der Neuen Rechten mit postmodernen Mitteln propagiert wird. Mit Platons Kratylosdialog wird die Frage erörtert, ob vegetarische Wurst „Wurst“ heißen kann; an anderem Ort geht es ums Verwursten antiker Mythen im Koran. Und dann kommt ja noch der spannende Kofferraum dieser Sommerausgabe, der von der Biene als Viehlosovieh, von der Kleinverlegerlegende V. O. Stomps und vielem mehr handelt. Eine Leseprobe als PDF-Datei gibt es hier.

Das Heft im A4-Format hat 108 Seiten und kostet bloß 8,50 Euro inkl. Versand. Man kann es auch im Abonnement erwerben oder als DRM-freies E-Book zum halben Preis (3,99 Euro), und zwar direkt beim catware.net Verlag im epub-Format oder bei Amazon für den Kindle.


Links der Woche am 17.06.2017, 20:06 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 24/17

Angst essen Demokratie auf

Bernhard Wiens hat bei Telepolis einige Betrachtungen zum Zusammenhang von Angst und Politik aus wahrlich unheimlichen Zeiten zusammengestellt. Allen voran Franz L. Neumann wies nachdrücklich darauf hin, dass Demagogen nur auf den richtigen Moment warten, um das neurotische Unbehagen des modernen Massemenschen in die blinde Tat umzusetzen. (15.06.17)

Digitale Erkenntnistheorie

Ein Roman über Platons Zeitreise ins Google-Hauptquartier und ein Essay über die unterschätzte Bedeutung von Information lassen Adrian Lobe in der NZZ darüber sinnieren, was Wahrheit, Ethik, Philosophie überhaupt im digitalen Zeitalter bedeuten. (16.06.17)

Antike Demagogen

Nochmal Demagogie: Der Althistoriker Stefan Rebenich blickt in der NZZ auf antike Vorbilder heutiger Populisten und Demagogen wie Kleon und die Gebrüder Gracchus zurück. Schon damals sorgten ökonomischen Unwuchten und eine doofe Plebs für den Aufstieg der Volkstribune, deren Amtsführung mehr Schaden als Nutzen anrichtete. (17.06.17)

Neue Bücher

Die FR bespricht die Edition von Victor Klemperers Briefen, die seinen Tagebücher manch zusätzlichen Farbtupfer verleihen. +++ Außerdem stellt die FR Manfred Geiers Doppelbiographie über Wittgenstein und Heidegger vor. +++ Die NZZ rezensiert Beate Rösslers Buch über das unerreichbare Ideal der Autonomie in der Moralphilosophie. +++ Die taz findet, dass man viele rhetorische Kniffe aus Daniel-Pascal Zorns Logikanleitung für Demokraten auch auf sie selbst anwenden kann. +++ Ulrich Brand und Markus Wissen gehen über die Kritik an Greenwashing und maßlosem Konsum hinaus, indem sie den Wahnsinn der imperialen Lebensweise aufzeigen. Der Freitag stellt ihr gleichnamiges Buch vor.

Sonstiges:

Tiere soll man nicht ärgern. Wem das mangels sittlicher Vernunft nicht einleuchtet, den mag überzeugen, wovon die SZ berichtet: Tiere merken sich, wer gemein zu ihnen ist. +++ Der gute alte Cyberspace ist längst auch Kampfzone des Militärs, friedensethische Fragestellungen bleiben hier aber noch unberücksichtigt, wie die taz moniert. +++ Serwus i bims! Was ist das für 1 Sprache vong Internet her? Die WELT erklärt es den stauenden Social-Media-Laien. +++ Marie Mohrmann (sic!) verteidigt im Freitag die zuletzt umstrittenen Critical-Whiteness-Ansätze, indem sie beschreibt, wo diese sinnvoll sind und wo sie eher im Hintergrund bleiben sollten. +++ In zwei Wochen ist Mainzer Minipressenmesse! Jetzt schon einmal die Zugfahrt planen und - um gebührenden Lesestoff zu haben - den Lichtwolf abonnieren, damit sie unterwegs das in drei Tagen in die Briefkästen kommende Heft zum Thema Wurst schmökern können.


Links der Woche am 15.04.2017, 14:00 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 15/17

Das Unbehagen in der Netzkultur

Die taz bringt einen Text des Medientheoretikers und Netzaktivisten Geert Lovink, in dem er nicht nur seiner Ernüchterung über das Internet Ausdruck verleiht: Es gibt weder räumliche noch zeitliche Ordnung, nur wird alles immer schneller und immer mehr. An der herrschenden „Kultur der Gleichgültigkeit“ gegenüber der Verschmelzung von Macht und Marketing sind u.a. die Medien schuld. (08.04.17)

Sokrates als Jesus-Prototyp?

Mal was Passendes zu den Feiertagen: Der Wiener Theologe Jan-Heiner Tück fragt in der NZZ, ob Platon in der Politeia etwa die Passionsgeschichte vorweggenommen hat. Denn der wahrhaft, nicht nur scheinbar Gerechte müsse mit dem Hass der Menge rechnen, erklärt Sokrates darin. Das Frühchristentum entdeckte diese Stelle dann schnell für sich und ihre(n) Märtyrer der Wahrheit. (12.04.17)

Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.

Roman Bucheli denkt in der NZZ über die aktuelle im regen Gebrauch befindliche Phrase, „alles stehe Kopf“. Zunächst zieht er die Neurologie unserer Sehgewohnheiten und den Maler Georg Baselitz heran. So, wie dieser jene durchbrach, versuchen heute Reaktionäre wie Botho Strauß und neurechte Demagogen mit Überraschung und die Überrumpelung Unruhe zu stiften, worin eine Chance liegt. (12.04.17)

Rechter Rationalismus

Mark Siemons stellt in der FAZ die „Neoreaktionäre“ oder „NRx“ als technologische Avantgarde des US-Konservatismus vor. Sie scheißen auf Traditionen und Werte, sehen vielmehr in Computerlogik, Akzelerationismus und Transhumanismus die Zukunft, die freilich eine ziemlich autoritär-darwinistische sein wird, in der die Unterscheidung zwischen „Hergestelltem“ und „Gewordenem“ verwischt ist. (14.04.17)

„Völkerpsychologie, Geschichtsmythologie und Abendlandkitsch“

Nils Markwardt würde in der ZEIT das Verhältnis von Rechtspopulisten zur Wahrheit weniger postfaktisch als präfaktisch nennen. Denn sie liefern den identitär Herausgeforderten eine voraufklärerische Wir-Erzählung, wie Markwardt an den Remythisierungsversuchen einiger neurechter Vordenker der Heimatliebe zeigt. (15.04.17)

Bücher, Bücher, Bücher

Die taz spricht mit Laurent Binet über seinen Roman „Die siebte Sprachfunktion“, in dem Politik und Philosophie der frühen 1980er - der sterbende Strukturalismus und der erwachende Neoliberalismus - die eigentlichen Protagonisten sind. +++ Denis Scheck empfiehlt in der WELT voll des Lobes Thoreaus „Walden“ für jeden Kanon. +++ Die NZZ stellt zwei neue Schriften zur Ästhetik von Hartmut Böhme und Wolfgang Welsch vor, die in der Kunst das Bindeglied zwischen Natur und Kultur sehen. +++ Die FAZ unterhält sich mit dem Kittler-Schüler Marcel Beyer, in dessen Buch „Das blindgeweinte Jahrhundert“ Guido Knopp schildert, wie Adorno nach dem „Busenattentat“ geweint haben soll.

Sonstiges:

Christoph Winder freut sich im Standard, dass der französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron sich mit Philosophie beschäftigt statt wie andere Politiker*innen „am unteren Ende der geistigen Kapazitäten der Wählerschaft, knapp an der Imbezillitätsgrenze, Maß zu nehmen“. +++ Auch Roger Köppel - Chef der Weltwoche und Abgeordneter der rechtspopulistischen SVP - beschäftigt sich mit Philosophie, aber nur vor Ostern, und erinnert sich daran, wie er Richard Rorty für sich entdeckte und von ihm die Abneigung gegen „Gutmenschen“ lernte. +++ Die FAZ ist erleichtert, dass der von Trotzkisten verfolgte Historiker Jörg Baberowski die Solidarität seiner Kolleg*innen verhält. +++ Bei Deutschlandradio Kultur gibt es ein Gespräch mit Tatjana Noemi Tömmel über die Liebe in der Philosophie von Augustinus bis Hannah Arendt. +++ Apropos Radio: Heute Abend ab 23:05 Uhr gibt es im Deutschlandfunk die lange Nacht der Wolken zu hören.



Links der Woche am 13.11.2016, 13:20 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 46/16

Ach, Amerika...

Das waren noch Zeiten: Die uralte NZZ hat in ihrem Archiv ihren damaligen Bericht über die US-Wahlen von 1789 gefunden. Das Ergebnis der Wahlen dieser Woche könnte kaum kurioser sein: Gewonnen hat entgegen aller Erwartungen Slavoj Žižeks Wunschkandidat Trump, den Brian Leiter als US-Präsidenten mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung analysiert. Die SZ sammelt die schockierten Reaktion von US-Intellektuellen wie Judith Butler oder Saskia Sassen, die sich fragen, wie das passieren konnte. Auch bei Schwein & Zeit geht es - neben einem Ausblick mit Platon - um die Frage, wer die ganzen Trump-Wähler eigentlich sind: alles dumme Nazis?! Hannes Stein portraitiert in der WELT die alternative Rechte („alt right“), die am lautesten und voller Fremdenhass für Trump geworben hatte; auch Meike Laaff blickt für die taz auf die unheilige Allianz der Enthemmung zwischen der Ultrarechten und Internet-Trollen.

300 Jahre ohne Leibniz

Zu seinem 300. Todestag wird Gottfried Wilhelm Leibniz von der NZZ ausgiebig geehrt: Michael Kempe blickt auf Leibniz’ fleißiges Leben und vielfältiges Wirken zurück, Uwe Justus Wenzel erzählt, wie Arthur Schopenhauer Leibnizens Auffassung von der besten aller möglichen Welten zu widerlegen versuchte (ein Projekt, das in diesen Tagen eine Renaissance erfahren dürfte...) und der Schriftsteller Karl-Heinz Ott würdigt die große Bedeutung von Phantasie und Inspiration für das Schaffen des großen Rationalisten Leibniz. Dem war gestern Abend auch die lange Nacht im Deutschlandfunk gewidmet, die man hier nachhören kann.


Links der Woche am 02.01.2016, 14:33 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 01/16

Zusammen liest man weniger allein

Heideggers „Sein & Zeit“ zu lesen ist anstrengend. Leichter wird es in Gemeinschaft und wer niemanden hat, mit dem die Lektüre dialogisch zu verarbeiten wäre, sei an Ralf und Philipp verwiesen: Sie lesen die Bibel der Fundamentalontologie paragraphenweise und sprechen anschließend in einem wöchentlichen Podcast darüber. Inzwischen sind sie bei § 16 („Die sich meldende Weltmäßigkeit der Umwelt“) angekommen.

Gemeinsame Lektüre ja, aber bloß nicht Heidegger? Dann gucken Sie halt in den Lesesaal der FAZ rein, dort wird gerade kollaborativ das Buch „Reich und Arm“ des Ökonomen Joseph Stiglitz gelesen.

Helikopterelternabend an den Unis

Eine Folge der Bildungsreformen zugunsten einer im Schweinsgalopp herzustellenden employability sind Elternabende an Universitäten. Für die FAZ nimmt sich Birgitta vom Lehn des Phänomens an, das auch mit einem anderen Verhältnis zwischen den Generationen sowie dem elterlichen Trend zur Überbehütung zusammenhängt und mit dem Unis verschieden umzugehen lernen. (29.12.15)

Gefallen und Unverletzbarsein

In der WELT beschäftigt sich Byung-Chul Han unter der fetzigen Überschrift „Narzissmus ist der Grund für Selfies und Terror“ mit der inneren Leere und ihren Symptomen bzw. Folgen sowie ihren Gründen (das unternehmerische Selbst und soziale Medien). Dazu erklärt er den Unterschied zwischen Narzissmus und Eigenliebe sowie die Notwendigkeit von Konflikten. (30.12.15)

Noch sind wir nicht tot.

Otto A. Böhmer empfiehlt in der taz, mit Schopenhauer ins neue Jahr zu starten. Das macht nicht glücklich, aber gelassen; es schärft den Sinn für die Gegenwart und für die Vorzüge des Alterns und es bereitet aufs unvermeidliche Auspusten der Laterne vor, das für den alten Pessimisten nicht das Ende bedeuten konnte. (01.01.16)

Neue Bücher:

Der Freitag stellt das Buch seines Community-Mitglieds Helder Yurén vor, worin dieser in Kleinbuchstaben die Expertokratie als Weg aus der kritikwürdigen Gegenwart hin zu einer herrschaftsfreien Utopie empfiehlt. +++ In seinem jüngsten Buch behauptet Markus Gabriel wider den „Neurozentrismus“, ich sei nicht Gehirn; das können Sie sich auf 256 Seiten für 18 Euro erklären lassen - oder sich die kurze und knackige Einlassung Rüdiger Spiegels zum gleichen Thema im aktuellen Lichtwolf gönnen. +++ Die NZZ bespricht des Juristen Michael Stolleis Sammlung von Anekdoten und Erzählungen, die ein anschauliches Bild von Rechtsphilosophie und -geschichte zeichnen. +++ Arno Widmann hat sich für die FR aus Slavoj Žižeks manischem Jahres-Output das kleine Pamphlet „Der neue Klassenkampf – Die wahren Gründe für Flucht und Terror“ vorgenommen und ist wenig überzeugt von der Art, wie Žižek auch darin für den Kommunismus als Lösung aller Probleme wirbt.

Unn sünst?

Der Freitag portraitiert die Philosophische Praxis von Ute Gahlings und Christian Hellweg in Frankfurt, wo man Leuten für 75 Euro die Stunde beim Gelingen des Lebens weiterhilft. +++ Die ZEIT führt bereits seit 2013 mit einer Einführung in die Philosophie denkinteressierte Jungmenschen mit knackigen Erläuterungen und Hausaufgaben an die schönste Wissenschaft heran; in der aktuellen Folge geht es um Platon bzw. Sokrates und ihre Ideenlehre, Dialogtechnik und Wissensbegriff. +++ In der Physik streitet man sich, ob man mit Stringtheorie und Multiversen den Bereich falsifizierbarer Wissenschaft verlassen habe, und rief die Philosophie zu einem Workshop herbei, von dem Spektrum der Wissenschaft berichtet. +++ Thomas Sautner fragt im Standard, wie man glücklich sein könne angesichts des traurigen Zustands unserer Gegenwart. Die Taktik „Verdrängen plus ein wenig Engagement“ ist ebenso beliebt wie der modern-eremitische Rückzug, der Trotz aber das einzig Wahre!



Links der Woche am 17.08.2013, 14:01 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 33/13

Der Flug der Helikoptereltern

Melanie Mühl bemüht sich um die neue Generation von FAZ-Leserinnen, indem sie die Bachelorstudentenschaft als überbehütete Riesenbabys und ihre Unis als Hochleistungs-Kitas kritisiert. Schuld sind die besorgten Eltern, die "von ihrem eigenen Leben derart angeödet sind, dass sie sich lieber auf das ihrer Kinder stürzen." (12.08.13)

Am Anfang war der Regress

Der Physiker Josef Honerkamp geht in den Scilogs der leibnizschen Frage nach, warum es eigentlich etwas gibt und nicht nichts. Dabei macht er die Letztbegründung als Grundproblem der Urgrundsuche aus und plädiert auch in dieser alten Frage für kritischen Rationalismus und Quantengravitationstheorie. (15.08.13)

Honneth ist kein Horkheimer

Bei Telepolis berichtet Rudolf Maresch vom Kriegseinsatz der Frankfurter Schule, die im Exil gemeinsam mit dem CIA-Vorgänger OSS Strategien zur Entnazifizierung der Deutschen nach deren Niederlage entwarf. Die Hauptsache ist aber das Schaffen von Fallhöhe, um den heutigen Zustand des Instituts für Sozialforschung unter Axel Honneths Leitung zu beklagen. (15.08.13)

Ohne Grenzen kein Genug

Die Grünen wollen die Steuern erhöhen und uns das Schnitzel verbieten, so die kümmerliche Schnappatmung in Wahlkampfzeiten. Lorenz Graf lässt Paternalismusvorwurf und Liberalismusverteidigung bei Telepolis mal beiseite und erwägt mit Odysseus und etwas Spieltheorie den Nutzen und Nachteil von Selbstbeschränkung. (15.08.13)

Rezensionen: Die ZEIT bespricht das zur Lage passende Buch der Soziologen Zygmunt Bauman und David Lyon über Überwachung von Bentham über Foucault bis zur datensaugenden bewaffneten Drohne. +++ Alain Badiou hat Platons Politeia neu übersetzt bzw. eher oberflächlich nacherzählt, wie die NZZ findet.


Intime Interna am 21.03.2013, 11:30 Uhr

Das neue Heft ist da!

Experten sollten in den entscheidenden Gremien mitreden. Warum werden das deutsche Steuer- und Rechtssystem für Laien ewig undurchschaubar bleiben? Weil jeder sechste Abgeordnete im gegenwärtigen Deutschen Bundestag Angehöriger der steuer- oder rechtsberatenden Berufe ist und Arbeitsmarktpolitik nicht am eigenen Leib erfahren möchte.

Lichtwolf Nr. 41, Experten

Die Frühlingsausgabe 2013 beschäftigt sich mit Experten und ist ab sofort im Einkaufszentrum oder per Abo erhältlich. Die E-Book-Ausgabe folgt kommende Woche.

Könnte man so sagen. Kann man aber auch sagen, ob es zu viele oder zu wenige Experten in Politik und Medien gibt? Sind die richtigen Experten diejenigen, die unsere dilettantischen Ahnungen bestätigen, oder sind das gerade die falschen? Und wie reden die eigentlich mit uns?

Dies sind einige der Themen, die in der aktuellen Frühlingsausgabe des Lichtwolf mit dem Titelthema Experten behandelt werden. Expertenherrschaft von Platon bis Chomeini, verschiedene Fachleute in Bild und Detailkritik, Kunstfeinde als Kunstexperten, Fachwissen als Herrschaftswissen, Vogelhausbau, Marslandkarten und Expertensysteme. Außerdem erörtern wir die Fragen, ob und wie man als Philosoph leben soll, was ein Wort ist und warum die Kurzgeschichte dem Roman wohl doch vorzuziehen ist.

Gucken Sie ruhig erstmal ganz unverbindlich in den Expertenwolf rein: Im LichtwolfReader können Sie die ersten Seiten des Hefts durchklicken, Sie können eine Leseprobe als PDF herunterladen und die Einleitung ins Titelthema, der (halbe) Lichtwelpe für Kinder mit Nobelpreis-Ambitionen sowie Bdolfs Experten-Propädeutikum stehen zur Lektüre online bereit.

Ausführlichere Infos zum knollennasig illustrierten Inhalt der Frühlingsausgabe erhalten Sie im Einkaufszentrum, wo Sie das Heft auch gleich für schnöde 7,80 Euro (inkl. Versand) bestellen oder zum Anlass für ein bequemes Jahres-Abonnement nehmen können. Denn bei Amazon ist der Lichtwolf ab dieser Ausgabe aus Gründen nicht mehr zu haben.

P.S.: Im Editorial dieser Ausgabe heißt es, nun sei dieser Winter überstanden. Wir bitten diesen Irrtum zu entschuldigen.



Links der Woche am 03.09.2011, 13:51 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 35/11

Mit der Freiheit etwas anfangen

Axel Honneth schreibt mit seinem Buch "Das Recht der Freiheit" gegen die "Verhunzung der Freiheit zur asozialen Attitüde" an, so Christian Schlüter in seiner Besprechung bei der FR. Gestützt auf die Rechtsphilosophie des preußischen Staatsdenkers Hegel stellt Honneth die Freiheit als subjektives und soziales Phänomen dar, das - vor allem mit der Würde eng verbunden - von der Liebe bis hin zur Politik wirkt. (30.08.11)

Passend dazu berichtet der Tagesspiegel von einer Podiumsdiskussion mit Honneth und dem ehemaligen Verfassungsrichter Udo Di Fabio.

Haufenweise Scheiße

Alexander Schimmelbusch weist im Freitag auf den Artikel von Michael Lewis in Vanity Fair hin, der die deutsche Politik während der Finanzkrise sowie den Holocaust mit der germanischen Analfixierung erklärt: "Lewis argumentiert derart unsachlich, als hätte ihm der Sänger von Rammstein die Ehefrau ausgespannt, um mit ihr streng reglementierten Fäkalspielchen zu frönen." Aber lustig. (31.08.11)

Platon und Prada

Die Verwurstungsmaschinerie läuft auf Hochtouren: Nachdem vorletzte Woche die Sex- & Mystery-Sensation vermeldet wurde, dass Platon gar nicht prüde war und einen Geheimcode hinterlassen hat, geht es nun um Platon und Prada. Rebekka Reinhard hat nämlich ein Buch namens "Würde Platon Prada tragen? - Philosophische Überlebenstipps für den Lifestyle-Dschungel" geschrieben und news.de liefert die passende Klickstrecke. Es wäre zum Auswandern, schleppte man das System nicht wie einen Bazillus noch in den menschenleersten Erdwinkel. (31.08.11)

Der Größte Denker Aller Zeiten

Den Einzug der PR in den Philosophiebetrieb vermeldet die Wiener Zeitung. Dort schreibt Otto A. Böhmer anlässlich des 15. Philosophicums in Lech am Arlberg vom 21. bis 25. September ein wohlwollendes Portrait von Peter Sloterdijk, der da eröffnungsredet. Hier nun darf er sich als Sommelier der Philosophie loben und erklären, warum er alles besser macht: Grammatik, Aufklärung, Bibel. (02.09.11)

Willkommen im Club

Popküken Lena Meyer-Landrut gehört nun offiziell zu unserer Zielgruppe: Sie hat sich für Afrikanistik und Philosophie in Köln eingeschrieben. (03.09.11)


Links der Woche am 20.08.2011, 13:31 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 33/11

Gute Geschäfte, schlechte Geschäfte

Frank Wiebe kennt sich mit Wirtschaft und Ethik aus, darum hat er nebenan das Blog "Gute Geschäfte" aufgemacht - "gut" wie in "gutes Leben". Zu Beginn erklärt er kurz und knapp das Geschäftsmodell der Deutschen Bank nach Ackermann ("Risiken transformieren"), unter welchen Umständen es ethisch wäre und warum es das nicht ist. (17.08.11)

Englische Zustände

Mit Blick auf die Kapitalismuskrawalle in England und die Proteste in süd-östlichen Mittelmeeranrainern unterscheidet Georg Seeßlen in der taz instruktiv zwischen guten Aufständen und schlechten Aufständen. Dagegen glaubt Elitenforscher Michael Hartmann im Freitag nicht, dass da bloß ein paar Proleten endlich mal an den Krempel aus der Reklame herankommen wollten. In der FAZ argumentiert Hans-Georg Soeffner mit Thomas Hobbes, dass ein Staat, der sich aus dem Gesellschaftsvertrag zurückzieht, über Naturzustände nicht klagen soll.

Gute Wissenschaft, schlechte Wissenschaft

Neben dem Experiment des Prof. Ulbricht, einen Staat einzumauern und zu gucken, was passiert, hat dieser Tage auch das Stanford Prison Experiment runden Geburtstag. Die BBC hat 40 Jahre danach mit Überlebenden Teilnehmern und dem Leiter über Powertrips und Menschenversuche gesprochen. (17.08.11)

Vom Casino zur Spielhalle

Abermals Georg Seeßlen, der im Freitag ausführlich den Wandel vom Casino- zum Medienjournalismus, also vom elitären Salonlöwentum zum vulgären Gezocke beschreibt: Das "Ecotainment" lädt den Zuschauer zum Mitmachen ein und saugt bloß frisches Kapital zum Verheizen an, bis die Telenovelisierung des Börsengeschehens die Frage aufwirft: "diesen unappetitlichen Vollidioten sollen wir unser Geld anvertrauen?" (18.08.11)

Boulevard für Bessere

Regelmäßig erinnert die WELT ihre Leser daran, dass auch sie ein Produkt aus dem Hause Springer ist. Die üblichen Grundlagen eines Artikels - "wie eine neue Studie der Universität XY zeigt" und irgendwas mit ficken - ließen sich diese Woche mit Platon verrühren: Der angebliche Erfinder der "platonischen Liebe" war in echt "bei weitem nicht prüde". Aber es kommt noch besser: Ein Geheimcode ist bei Platon auch noch entdeckt worden! Und wer jetzt nicht klickt, muss hirntot sein. (18.08.11)

Teilchen schauen nicht zurück

Am Large Hadron Collidor (LHC) am Cern versuchen Physiker, die Entstehung des Universums zu verstehen, und die Philosophin Arianna Borrelli versucht, die Entstehung von Weltbildern zu verstehen, indem sie die Physiker beobachtet und ihnen wissenschaftstheoretisch auflauert. Für die ZEIT hat Stefanie Schramm das epistemologische Metaexperiment beobachtet. (19.08.11)

Die Krise als Quell der Moral

Andreas Cremonini stellt in der NZZ den Philosophen Stanley Cavell vor, der einigen wegen seiner blumige Schreibe eher als Literat gilt. Anlass des Portraits ist die deutsche Übersetzung von Cavells Buch "Cities of Words. Ein moralisches Register in Philosophie, Film und Literatur.", das Philosophen mit Filmen erklärt und eine auf Emerson und Thoreau basierende Ethik darlegt. (20.08.11)


Links der Woche am 02.04.2011, 14:47 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 13/11

Klasse Klassen

"Bierologe" Philipp Bayer hat in einem Geistesblitz festgestellt, dass Platons Ideenlehre offenbar auch ihren Niederschlag in der objektorientierten Programmierung (OOP) gefunden hat. In ihr werden Klassen definiert, nach deren Muster dann Objekte geschaffen werden. (28.03.11)

Na, wie geht's?

Man hat es immer schon geahnt, jetzt fasst Margit Mertens es in der FR zusammen: Small Talk ist sozial. Affen entlausen einander, um den Zusammenhalt zu stärken, wir labern übers Wetter und stellen Fragen, die nicht mehr als solche zu erkennen sind. Interessant: Das Gerede muss nicht einmal Sinn machen, geschweige denn gehaltvoll sein. (28.03.11)

Fieslinge und Fiesitäten

Das Böse ist gerade unheimlich angesagt. In der FR bespricht Oliver Pfohlmann zwei aktuelle Bücher zum Thema. Zum einen Terry Eagletons sprachphilosophisch beschlagene Studie "Das Böse"; zum anderen "Die Lust am Bösen. Warum Gewalt nicht heilbar ist." von Eugen Sorg, der sich als IKRK-Delegierter und Kriegsreporter ein Bild vom Bösen machen konnte/musste. (31.03.11)

Die schöne, weise Grüne

Jeder in der Zielgruppe hat einen der charakteristischen grünen Bände schon mal zumindest gesehen: Die "Philosophische Bibliothek" erscheint seit 100 Jahren im Felix Meiner Verlag. Doch die Reihe ist noch viel älter: Uwe Justus Wenzel stellt in der NZZ ihre Ursprünge und ihren Begründer Julius Hermann von Kirchmann vor. (02.04.11)

Unn sünst?

Dass ein Philosophie-Studium sich negativ auf die Lebenstüchtigkeit auswirken kannt, ist bekannt und wurde abermals in Köln bestätigt, als ein abgebrannter Philo-Student seinen Banküberfall wegen Zweifel abbrechen musste. Die SZ berichtet von Slavoj Žižeks jüngstem Auftritt in Berlin und säkulare Humanisten kriegen auch eine Bibel.


Philosophistik & Misosophie am 06.07.2010, 11:43 Uhr

Philosophen im Straßenverkehr

Zum Ende des Dunklen Zeitalters hin gab es im Lichtwolf eine kurzlebige Serie, in der Philosophen im Straßenverkehr dargestellt wurden. Da die entsprechenden Ausgaben kaum noch oder gar nicht mehr lieferbar sind, gibt es die Kleinode nun online.

Erleben Sie folgende "Philosophen im Straßenverkehr": George Berkeley, Martin Heidegger, Friedrich Nietzsche und Carl Gustav Platon.



Hochschule am 21.06.2007, 18:47 Uhr

Postplatonische Pornographie

Augu¹t Maria Neander wird den ersten Philosophischen Lesekreis der u-Fachschaft Philosophie Freiburg gestalten. Thema der Veranstaltung:

Postplatonische Pornographie. Sexualethik zwischen Vulgärplatonismus, Kant und Existenzialismus

Postplatonische Pornographie

Die Veranstaltung findet am 27. Juni um 19 Uhr in den Räumlichkeiten der u-Fachschaft statt. (Belfortstraße 24, 2.OG, Freiburg)





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