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Monatsbuch

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Mit dem Stichwort "Literatur" sind die folgenden Artikel markiert:



Links der Woche am 08.10.2016, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 41/16

Die Rückkehr der Utopien

Emanuel Herold plädiert bei Telepolis für eine Renaissance des politischen Grundbegriffs der Utopie, und zwar mit Blick auf die ungewisse Zukunft Europas. Im Diskurs ist der Begriff jedenfalls wieder zurück, seine soziale und politische Bedeutung ist erkannt und doch wird er, wie an u.a. Sarrazin und Oskar Negt gezeigt wird, durchaus ambivalent verwendet. (03.10.16)

Der Fremde, das Andere, die Veränderung

Der Flüchtling verkörpere das Ideal des unternehmerischen Subjekts, so hebt Stephan Lessenich in der FAZ gwagt an und sieht mit Simmel im Bleiben das Merkmal des Fremden, der das Andere kenntlich macht. Das benachbarte Aktivum der Veränderung wiederum müsste zur totalen Mobilmachung der Leistungsgesellschaft passen, die aber durchweg für ein Unbehagen sorgt, das sich in vorauseilender Missgunst äußert. (06.10.16)

Kreolisierung des Gesprochenen

Veränderung konkret: Johanna Bruckner unterhält sich für die SZ mit dem Linguisten Uwe Hinrichs darüber, wie sich das Deutsche insbesondere durch die Zuwanderung verändern wird. Hinrichs ist optimistisch, sagt eine wachsende Trennung von schriftlicher und mündlicher Sprache und eine weitere anglisierte Vereinfachung der Grammatik voraus. (07.10.16)

Ästhetik und Orientierung

Der Niedergang der Literaturkritik ist ein Subtopos zum Niedergang des Feuilleton und diesmal ist Roman Bucheli in der NZZ an der Reihe, jenen zu beklagen: Entweder ist die moderne Kritik, allen hehren Ansprüchen zum Trotz, pöbelnd oder bieder - und damit auf dem besten Weg in die Irrelevanz. (08.10.16)

Lachen statt schießen

Mit den spezifischen Humorqualitäten der Nationen, Religionen und Generationen beschäftigt sich der Satiriker Andreas Thiel in der NZZ. Sie scheinen eng mit der Phylogenese verbunden, mit dem Begreifen von Normen, Schamgrenzen und der Freude am Spielen. Wichtig ist aber gerade in finstren Zeiten, dass überhaupt gelacht wird. (08.10.16)

Neue Bücher:

Die ZEIT stellt Michael Pauens neues Buch vor, worin er versucht, das subjektive Erleben von Qualia als Scheingewissheiten zu entlarven. +++ Bei Glanz & Elend bespricht Klaus Bittermann begeistert Sarah Bakewells Kollektivbiographie „Das Café der Existenzialisten“, die ihre Kraft auch durch die Faszination der Autorin vom Denken der Personen erhält. +++ Für die taz hat Jochen Schimmang die Essays über das Unverfügbare der Sprache gelesen, die der Schriftsteller Thomas Stangl im Band „Freiheit und Langeweile“ versammelt hat. +++ André Kieserling hat sich für die FAZ mit Luhmann im Gepäck Schumpeters Rechtfertigung des Unternehmer-Profits aus den neu edierten „Schriften zur Ökonomie und Soziologie“ vorgenommen.

Et cetera:

Die FAZ startet die neue Reihe „Internet und Demokratie“ mit Überlegungen, wie jenes mit seinen Filterblasen den Populismus und Autoritarismus gestärkt und den Ayn-Rand-Kapitalismus durchgesetzt hat. +++ Brian Leiter hat seine Leser gefragt, wen sie für den noch zu stiftenden Nobelpreis für Philosophie nominieren, und der Sieger steht fest: Saul Kripke. +++ Michael Allmaier ist passiv-aggressiv und regt sich dafür ganz untypisch in der ZEIT darüber auf, wie die Unfähigkeit zu offenen Zornesausbrüchen pathologisiert wird. +++ Heute Abend gibt es im DLF ab 23:05 Uhr die Lange Nacht über Michel Foucault.


Links der Woche am 09.07.2016, 14:34 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 28/16

Pornographisches Verhältnis zur Macht

Den Rechtspopulisten überall nähert sich Nils Markwardt im Freitag mit der in Max Webers Vortrag „Politik als Beruf“ getroffenen Unterscheidung von Verantwortungs- und Gesinnungsethik. Letztere mag zu Webers Zeiten noch sympathisch gewesen sein, ruft in ihrer grotesken Überzeichnung durch Trump, Farage et.al. aber nach mehr bräsiger Verantwortungsethik. (06.07.16)

Deutsch als heimliche Weltsprache

In der Welt wird Deutsch gesprochen und in der WELT schreibt Matthias Heine darüber: Das Englische und Russische haben vor allem deutsche Begriffe aus Bergbau und Chemie übernommen, in anderen Sprachen verwendet man ein deutsches Wort, wo wir ein englisches benutzen. Diese und weitere interessante Sprachdinge trägt Heine bei seiner globalen Fahndung nach Germanizismen zusammen. (07.07.16)

„Ein Europa, das Sinn hätte, fragte nicht danach.“

Edo Reents versucht sich in der FAZ satirisch an einer rechtspopulistischen Ruckrede gegen Europa, um dann ganz ernsthaft nach den viel - seit dem Brexit umso lauter - beschworenen europäischen Werten zu fragen, die eine rein ökonomische, „nicht pathosfähige“ Zweckgemeinschaft mit Sinn aufladen sollen. (08.07.16)

esse est percipi

Claudia Mäder kriegt aus ihrem sozialen Nahbereich ständig Photos aufs Smartphone geschickt und wundert sich in der NZZ über den Hang, die Wirklichkeit mit Abbildern zu belegen. Die Verstärkung von Text durchs Bild ist historisch nichts Neues, mag aber in ihrem aktuellen Übermaß das Ende der Vorstellungskraft einläuten. (09.07.16)

Bücher, Bücher, Bücher

Die NZZ stellt Elmar Schenkels Buchessay „Keplers Dämon“ vor, das an vielen Beispielen die gegenseitige Befruchtung von Literatur und Wissenschaft zeigt. +++ Band 80 der Heidegger-Gesamtausgabe ist da und enthält die Vorträge des jungen Heidegger, die u.a. von Marcuse mitgeschrieben wurden, wie der Freitag anmerkt. +++ Bei Glanz & Elend zeigt sich Jürgen Nielsen-Sikora skeptisch, ob Paul Mason mit „Postkapitalismus“ tatsächlich ein geeignetes Modell zur Bewältigung der kommenden Endkrise entwickelt hat. +++ In der ZEIT ist Gastautor Dieter Thomä ganz und gar nicht angetan von der vagen Resonanz-Metapher, mit der Hartmut Rosa, Sloterdijks „netter Neffe“, eine Soziologie der Weltbeziehung entwirft. +++ Bei Telepolis gibt es einen netten Auszug aus dem Buch zu lesen, mit dem Sven Böttcher und Mathias Bröckers daran erinnern, dass die Menschheit bereits das nötige Wissen hat, um ihre Zukunft zu retten. +++ Immer wieder mal schön, aus der philosophischen Filterblase rauszugucken: Lesen Sie hier die irritierte Rezension aus der Feder eines Trekkies über ein Buch, das sich mit der Philosophie in der TV-Serie Raumschiff Enterprise beschäftigt.

Außerdemos von Sonstnochos:

Der traut sich was: Sebastian Leber bedankt sich im Tagesspiegel mit guten Gründen bei der Antifa für ihre tägliche Arbeit. +++ Die FR weist auf den biographischen Dokumentarfilm über Claude Lévi-Strauss hin, der in der arte-Mediathek ein paar Tage nachzugucken ist. +++ Die NZZ stellt kurz die utilitaristische Ethik des effektiven Altruismus mitsamt ihres Vordenkers Peter Singer vor. +++ Das wäre Descartes nicht passiert: Medizininformatiker haben laut Wired in der Software zur Analyse von MRT-Daten einen Fehler entdeckt, der 20 Jahre Hirnforschung mitsamt ihres großen Selbstbewusstseins in Frage stellt.


Links der Woche am 14.06.2015, 14:30 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 24/15

Zwischen den Fronten

Für die FAZ berichtet Jürg Altwegg von den journalistischen Arbeiten des Albert Camus aus der Résistance-Zeitung Combat, die nun auch auf Deutsch vorliegen. Wir lesen darin nach wie vor aktuelle Erwägungen über Journalismus und Ethik in der maßlos polarisierten (Nach-)Kriegsgesellschaft. (07.06.15)

Gedankenfreiheit und Marktdiktatur

Der Schriftsteller Norbert Niemann beschäftigt sich in der FAZ zunächst damit, wie die digitale Ökonomisierung die bayrische Provinz vor der Verödung bewahrte, um sodann auf die politischen und sozialen Verheerungen der Marktideologie am Beispiel der literarischen Landschaft zu sprechen zu kommen. (07.06.15)

Der kidult als politisches Riesenbaby

Warum flippen die Leute neuerdings eigentlich wegen jeder Lappalie aus?, fragt sich Ursula März in der ZEIT und hat auch gleich eine Antwort parat: Der Wutbürger ist wie das Emoji-Unwesen ein Nebeneffekt der konsumistischen Infantilisierung, die Benjamin R. Barber und Susan Neiman diagnostiziert haben. (13.06.15)

Zufall und Geschichte

Die FR beschäftigte sich diese Woche damit, wie das Prinzip Zufall die Welt regiert. Arno Widmann überlegt in seinem einleitenden Essay, wie sehr die Geschichte auch all das ist, was nicht passiert und unentdeckt bleibt. Es folgt ein Interview mit dem Medienwissenschaftler Jochen Hörisch über die religiöse Dimension der Ökonomie.

Unn sünst?

In der FR werden in ungewöhnlichem Ton die frühen Tagebücher von Alexandre Kojève, dem französischen Wirtschaftsbeamten sowie Hegel- und Stalin-Propagandeur, vorgestellt. +++ Die taz berichtet vom Festival „The Power of Powerlessness“ in Berlin, das sich mit unserem Alltag in Kontrollsystemen und Ohnmachtserfahrungen beschäftigt. +++ Die NZZ bespricht das Buch des Theologen Karl-Josef Kuschel über Martin Buber, dessen Herausforderung das Christentum wohl bereichert habe. +++ In seinem Blog geht Georg Seeßlen mit fünf Fragen der einen nach, was es ist, das ein Bild ausmacht. +++ Felix Werdermann portraitiert im Freitag anlässlich ihrer 400. Ausgabe Graswurzelrevolution, die anarchistische „Zeitung ohne Chef“. +++ Bei Telepolis lesen wir ein Interview mit Ferdinand Lassalle zur geplanten Rettung der SPD durch Neugründung - und Duellierung mit dem Parteivorsitzenden. +++ Dürfen wir Sie darauf hinweisen, dass in einer Woche der neue Lichtwolf in den Briefkästen unserer Abonnenten landet?


Links der Woche am 30.05.2015, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 22/15

keine Freiheit jenseits des Marktes

Georg Seeßlen ist unzufrieden mit dem Begriff „Neoliberalismus“, mit der damit bezeichneten Sache ohnehin, aber um welche es sich dabei eigentlich handelt, war diese Woche Thema im Seeßlen-Blog. Das Präfix Neo- zeigt ähnlich wie das Post- etwas an, das sich zu einem Teil überlebt, zu einem anderen übersteigert hat - und das hat durchaus etwas Religiöses. (25.05.15)

Andere Neuronen, andere Sitten

Mensch lernt in jungen Jahren von seiner jeweiligen kulturellen Umwelt, was sich gehört und was nicht. Aber gibt es auch angeborene, kulturell unabhängige Normen? Dem geht Steve Ayan in der ZEIT nach, indem er erstmal wie inzwischen üblich Leute in Magnetröhren steckt, und sodann den Anteil des Gefühls (allen voran des Ekels) am Gewissen und damit an der Ethik bemisst. (26.05.15)

Das Ich als Balkan-Landschaft

Die FAZ bringt den gekürzten Vortrag, den Klaus Theweleit auf der Jahrestagung der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft in Berlin gehalten hat. Darin beschreibt er, warum das Ich nie eine Einheit sondern eine Erfindung des europäischen Romans ist, was das mit seiner Figur des „Nicht-zu-Ende-Geborenen“ zu tun hat und warum das segmentierte Ich zur segmentierten Gesellschaft passt. (26.05.15)

Eklat um Peter Singer

Letzte Woche ging es bereits um das Ungemach, das sich rund um eine geplante Preisverleihung an Peter Singer entspann. Diese Woche fand die phil.Cologne mal wieder ohne Lichtwolf statt - aber auch ohne Peter Singer. Der wurde nämlich wieder ausgeladen, wie SZ und FAZ berichten, denn er habe im Interview mit der NZZ (wahrlich nicht neue) „Standpunkte geäußert, die im Widerspruch zu dem humanistisch-emanzipatorischen Selbstverständnis stehen, das die phil.COLOGNE leitet.“

Wolfram Eilenberger, der sowohl das Programm der phil.Cologne als auch das Philosophie Magazin verantwortet (aktuell mit dem Titelthema „Bin ich, was ich esse?“; lol), betrachtet die Einladung des Bioethikers nach Köln a posteriori „als Fehler“ und gab zu Protokoll: „Der deutsche kulturelle Raum ist ein anderer als der, in dem Singer sich bewegt.“ In nämlichem scheint auch die sachorientierte Diskussion noch möglich zu sein, weshalb der Ausgeladene durchaus zu Recht fragen darf: „Wie können sie sich als Philosophie-Festival bezeichnen, wenn sie zu ängstlich sind, Fragen zu diskutieren, die einige Menschen stören?“

Michael Schmidt-Salomon von der Giordano Bruno Stiftung hat ebenfalls in Reaktion auf das lesenswerte NZZ-Gespräch sogar seine Laudatio auf Singer abgesagt.

Et cetera:

Michael Girke bespricht im Freitag Klaus Theweleits Psychogramm des lachenden Massenmörders. +++ Jan Drees beschäftigt sich im Freitag mit Literaturkritik im Internet jenseits des Feuilletons - vorbildlich mit vielen Links versehen, allerdings ohne einen zu Glanz & Elend, wo genau das schon seit Jahren betrieben wird. +++ Eduard Kaeser denkt in der NZZ über die verschwimmende Grenze zwischen Laien und Experten nach; dazu gibt es übrigens eine eigene Lichtwolf-Ausgabe! +++ Bei Telepolis beobachtet Christian Meier, wie wir in die Welt der Science Fiction hineinwachsen, und rät dazu, Computer und Roboter vernünftig ins Mitsein aufzunehmen. +++ Die NZZ bespricht den neuen Essay des Politikphilosophen Jean-Claude Michéa, der die auf Recht und Ökonomie gestützte liberale Gesellschaft als das „Reich des kleineren Übels“ beschreibt. +++ Von Donnerstag bis Sonntag findet in Mainz die 23. Minipressen-Messe statt - den Lichtwolf finden Sie an Stand Nummer E07 in der Rheingoldhalle.


Links der Woche am 14.02.2015, 14:34 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 07/15

Literarische Debattenbegleitung

In Deutschland hadert die Literatur noch mit dem, was in Frankreich längst Konjunktur hat: Sterbehilfe in der Literatur. Marc Keller stellt in der NZZ einige der modernen Variationen von Liedestod, Suizid und würdevollem Sterbetourismus vor. (07.02.15)

Kleine akademische Karriereberatung

Die prekäre Lage des akademischen Nachwuchses ist seit einem Weilchen wieder Thema. Der Philoprof Tobias Rosefeldt rechnet in der FAZ den Zynismus des universitären Mittelbaumodells vor und plädiert für dessen Abschaffung. Eine neue Studie belegt, was wir Bourdieu-Leserinnen ohnehin ahnten, nämlich dass vor allem die soziale Herkunft darüber entscheidet, ob man einen Lehrstuhl ergattert. Rudolf Stumberger unterhält sich bei Telepolis mit Christina Möller, Autorin der Studie. Einen Einblick in das Leben jenseits des Lehrstuhls gibt die taz: Dort erzählt Stefanie Schmidt von ihren verzweifelten Versuchen, als promovierte Historikerin überhaupt irgendeinen Job zu bekommen. Ob man also besser Intellektueller werden soll, erwägt Jan Grossarth unter besonderer Berücksichtigung des Arbeitsmarkts in der FAZ.

Blumendenkkraft

Der Neurobiologe Stefano Mancuso vertritt in seinem neuen Buch die Theorie von der „vegetativen Intelligenz“. Arno Widmann unterhält sich in der FR mit ihm darüber, wie Pflanzen denken und kommunizieren und raffinierter auf die Umwelt reagieren als Mensch und Tier. (13.02.15)

Unn sünst?

Nils Markwardt hat im Freitag ein kleines ABC der Neuen Philosophie zusammengestellt - von Akzelerationismus bis Slavoj Žižek. Dessen neue Hegelschwarte „Weniger als nichts“ wird in der FR von Otto A. Böhmer besprochen und könnte eine Renaissance des Idealismus anschubsen. Aram Lintzel in der taz dagegen schimpft eher mit Žižek wegen dessen Überzeugung, nur eine radikale Linke könne Europa vor dem Fundamentalismus retten - mit eisenharter Disziplin und Organisation.


Links der Woche am 18.10.2014, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 42/14

The solution to every problem ever

Lange gab es nichts mehr von ihm zu lesen, nun ist er mit einer aufgehübschten Website zurück: Der Philosophy Bro fasst in dieser Woche die ersten 25 Paragraphen von Leibnizens Monadology auf seine bro-hafte Weise zusammen. Fuck yeah! (14.10.14)

Krug vs. Plastikbecher, Ding vs. Zeug

In der NZZ pustet Eduard Kaeser den Staub von Heideggers Technikphilosophie, die sich dann als durchaus brauchbar erweist für ein Zeitalter, in dem der Mensch sich zum Datenbestand und Entfernung zum zurückzulegenden Zeug macht. Weiterentwickelt wurde die Besinnung auf Sein und Zeug vom weniger bekannten und kurz vorgestellten Heidegger-Schüler Albert Borgmann. (18.10.2014)

Weiter Inzest und Sterbehilfe

Es bleibt knifflig in zwei aktuellen Ethik-Debatten: Ulrike Baureithel würdigt im Freitag das Plädoyer des Deutschen Ethikrats zur Lockerung des Inzestverbots unter Geschwistern. Stefan Schirmer und Martin Machowecz nehmen in der ZEIT den Suizid des früheren MDR-Intendanten Udo Reiter (parallel zur Eröffnung einer Ausstellung der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben) zum Anlass, über intensives Leben und selbstbestimmtes Sterben nachzusinnen.

Außerdemchen:

Otto A. Böhmer schreibt im Faust, wie Horkheimer gern mal ein realistisches Theaterstück über einen verheirateten Schopenhauer veröffentlicht hätte. +++ Herbert Marcuses Eindimensionaler Mensch wird 50, ist aber aktueller denn je. Drum würdigen Robert Stadlober, Andreas Spechtl und Thomas Ebermann das Werk mit einer Bühnenshow auf Tour, wie die ZEIT berichtet. +++ Im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur erklärt Andreas Urs Sommer, warum Nietzsche vermöge seiner Irritationskraft immer noch aktuell und auf die gute Art politisch unkorrekt ist. +++ Jürgen Kaube berichtet für die FAZ von einem Germanistikartikel, der den Ursprung des Ranking-Wahns nicht im Neoliberalismus, sondern in der Kunst- und Literaturkritik des 18. Jahrhunderts ausfindig gemacht hat. +++ Früher war alles besser - auch die Religion: Die NZZ bespricht Harald Strohms Buch „Die Geburt des Monotheismus im alten Iran“ über die archaischen Ursprünge des griesgrämigen Demiurgen.


Links der Woche am 11.05.2013, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 19/13

Herrschaftswissenschaftler

Schelsky, Springer et.al. warnten anno 68 noch vor der Machtergreifung der sozialwissenschaftlichen Priesterkaste. Die zeitgenössischen Protestbewegungen dagegen sind technokratisch geprägt, urteilt Franz Walter im Freitag. Das politische Medium ist den Sach- und Fachleuten zu schwammig, die Ingenieure und Ökonomen wollen Ergebnisse! (06.05.13) (Mehr über die Expertokratie übrigens im aktuellen Lichtwolf...)

Das Recht auf Pluralismus

Die Deutschen Islamkonferenz des Innenministeriums ist unbeliebt und vorbei, gerade findet unter dem Motto "Selbstbestimmung statt Gruppenzwang!" die sogenannte "Kritische Islamkonferenz" statt. Alexander Dill hat sich für Telepolis einige Fragen zu Kulturimperialismus, Gleichheit und Islamismus vom Mitorganisator und religionskritischen Philosophen Michael Schmidt-Salomon beantworten lassen. (07.05.13)

Georg Seeßlen...

...ist gerade wieder ungeheuer produktiv. Man möchte ihn fast schon den deutschen Žižek nennen. In seinem Blog gibt es eine Skizze über Demokratie und Postdemokratie, für die man ziemlich ausgeschlafen sein sollte. In der taz erklärt uns der Meister den Kapitalismus mittels des Salzstreuers und dann gibt es noch Kleinigkeiten zu Aigner und Verbriefungen.

Literaturkritik kaputt?

Alle Jahre wieder wird das Feuilleton als ganzes oder teilweise in Zweifel gezogen. Roman Bucheli sieht in der NZZ die feuilletonistische Paradedisziplin der Literaturkritik unter Druck. Aber das Schrumpfen ihres traditionellen Printmediums muss der Rezension nicht schaden, sie könnte durch Anpassung an die Spielregeln des digitalen Neulands reifen. Herbert Debes von Glanz & Elend erklärt, wie und wo die Literaturkritik im Internet zu neuer Blüte gelangen könnte und schon gelangt ist.


Links der Woche am 25.02.2012, 15:49 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 08/12

Kaufkraft statt Strahlkraft

Frank Schirrmacher hat schon seit einer Weile einen Selbstkritischen: 2011 erwog er, die Linken könnten mit ihrem Urteil über den Kapitalismus vielleicht doch nicht ganz falsch liegen. Nun nimmt er den Abgang Christian Wulffs zum Anlass, mit dessen und seiner eigenen Babyboomer-Generation abzurechnen, die alles verjubelt hat, was ihr in den Schoss fiel. (19.02.12)

Kunst im Zeugenstand

In der Tradition der alten Frankfurter Schule nimmt sich Axel Honneth das Recht heraus, in der Kunst - insbesondere in Film und Literatur - eine produktive Zeugin für die gesellschaftlichen Pathologien zu haben, denen er mit der Theorie auf den Fersen ist. Thomas Assheuer fragt in der ZEIT, ob die Philosophie sich der Kunst bedienen darf, und gibt Beispiele für das Ge- und Misslingen dieser Art von Erkenntnisstiftung. (20.02.12)

Manche sagen so, andere anders

Der Wissenschaftstheoretiker Martin Kusch hat eine interessante Biographie und landet nun in Wien, wo er nächste Woche seine Antrittsvorlesung über den Relativismus hält. Klaus Taschwer portraitiert im Standard den Mann und seine wissenschaftssozialogisch bedingt relative Haltung zum Relativismus. (21.02.12)

Si tacuisses

"Pop-Philosoph" Dietmar Dath und Chemieprofessorin Barbara Kirchner haben ein Buch geschrieben zur Remedierung der Aufklärung, die als "intellektuelle Kriegsmaschine" erfunden wurde, wie die taz meldet. Rudolf Walther stellt - ganz und gar nicht begeistert - das Buch vor, das mit Marx/Engels/Bloch dem bislang noch Ungedachten auf der Spur sein will. (22.02.12)

Außerdemstens:

Heinz Rudolf Kunze ("Dein ist mein ganzes Herz") wünscht sich entweder Otto Rehhagel als neuen Bundespräsidenten - oder Peter Sloterdijk. +++ Neues Deutschland bespricht Herbert Schnädelbachs Buch über das, was Philosophen wissen, zum Beispiel: "Philosophie hat im bildungsbürgerlichen Mittelstand Konjunktur und nimmt heute etwa die Bedeutung ein, die vor 100 Jahren die Hausmusik hatte." +++ In der FAZ bespricht Nils Minkmar geradezu hymnisch das Gärtner- und Denkbuch, mit dem Jakob Augstein die Vita Activa ins 21. Jahrhundert aktualisiert. +++ Seien Sie noch einmal herzlich daran erinnert, an der Wahl der Beiträge teilzunehmen, die im Jubiläumsbuch zur Feier von zehn Jahren Lichtwolf enthalten sein sollen: Abstimmung und Gewinnspiel laufen nur noch bis Mittwoch!



Links der Woche am 19.11.2011, 14:00 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 46/11

Noch sechs Wochen, dann ist das Jahr 2011 erledigt; noch vier Wochen, dann kommt Lichtwolf Nr. 36 (Thema: Nacht) - nur, damit Sie Bescheid wissen und rechtzeitig ein neues Jahr abonnieren können!

Freiheit ist Sklaverei

In seinem Wirtschaftsethik-Blog "Gute Geschäfte" geht Frank Wiebe der nicht kleinen Frage nach, was unter "Freiheit" alles verstanden wird: Isaiah Berlins Wovon und Wozu, die idealistische Freiheit zum Vernunftgebrauch, Honneths und Hegels soziale Freiheit bis hin zu der sehr eigenwilligen Freiheit in Fichtes die DDR vorwegnehmender Schrift über den "Geschlossenen Handelsstaat". (13.11.11)

Um des Unfriedens willen

Reaktanz bedeutet, etwas anders machen zu wollen nur aus dem Grund, dass alle anderen es gleich machen. Harald Martenstein gibt in seinem ZEIT-Essay über den unsteten und doch lockenden Mainstream als reaktantes Beispiel eine Lobeshymne auf Westerwelle, die im gegenwärtigen Meinungsschwarm ebenso befremdlich wäre wie eine Exotenmeinung, die einen künftigen Mainstream vorwegnimmt. (14.11.11)

Zum Tod von Franz Josef Degenhardt

Am 14. November ist der Liedermacher Franz Josef Degenhardt gestorben und das ist nicht schön. Sogar die bürgerliche FAZ bringt inzwischen einen Nachruf (von Dieter Bartetzko) auf den Bürgerschreck. Die taz würdigt seine Lieder und ließ Jörg Sundermeier den Nachruf schreiben, in der ZEIT macht das Ulrich Greiner.

Philosophy - the booming life science everyone loves to love!

Bereits letzte Woche wurde hier im Kleinen auf einen SZ-Artikel verwiesen, der des Lichtwolfs Konkurrenz in den Kioskregalen vorstellt. Zum Tag der Philosophie am 17. November geht das ZDF dorthin, wo es weh tut - ins Post-Bologna Philosophie-Studium - während Uwe Justus Wenzel in der NZZ den angeblichen "Megatrend Philosophie" aufgreift sowie die beiden neuen Zeitschriften "Philosophie Magazin" (dessen Chefredakteur beim Theorieblog interviewt wird) und "Hohe Luft". Beim Medienmagazin kress vergleicht Rupert Sommer die beiden Neuerscheinungen, im PR-Portal Horizont.net tut das Juliane Paperlein.

Politycki gegen die Mediokrität

Bock auf Kulturpessimismus? Passt doch so schön zum trüben Novemberwetter! In der ZEIT diagnostiziert Matthias Politycki einen Burn-out der Kultur, bedingt durch den seit Privat-TV, Amerikanisierung und 1989 auch auf kulturellen Leistungen lastenden Quotendruck. Politycki ist übrigens Kurator des Autorenforums beim Literaturfest München und klagt auch das himmelschreiende Elend an, das ihm dort vor Augen und zu Ohren kam. (18.11.11)

Faschoscheiße

Nach den Anschlägen in Norwegen am 22. Juli d.J. stellte sich bereits die Frage, ob offener Rassismus von der Meinungsfreiheit gedeckt ist oder vielmehr Verbrechen legitimiert. Jagoda Marinic plädierte vor einem Jahr in der FR für eine Demokratie, der ein anrüchiger Diskurs lieber ist als ein juristisch verengter. Allerdings hat der jüngst Nachricht gewordene Thriller um den "Nationalsozialistischen Untergrund" sie nachdenklich gemacht; denn rassistisches Gedankengut droht hierzulande eher verharmlost als unterdrückt zu werden; weder urplötzlich noch von einer Minderheit. (Dazu nicht unpassend: Am 8.11. ist in Berlin endlich ein Denkmal für Georg Elser enthüllt worden.)

Ansonsten:

In der NZZ fragt sich Urs Hafner, ob die Umwandlung der Universitäten in Zeugniskonzerne sich mit ihrem Bildungsauftrag verträgt - eine Frage, die man 12 Jahre nach Unterzeichnung der Bologna-Erklärung auch in der Schweiz ja mal stellen darf! +++ Die WELT meldet, dass Bernard-Henri Lévy ein Buch darüber geschrieben hat, wie er einmal Gaddafi gestürzt hat. +++ The BirdBase, so was wie el Kaeda für Vögel, hat zahlreiche Großmedien mit einer miserablen Kafka-Edition hereingelegt.


Links der Woche am 24.09.2011, 14:24 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 38/11

Dem Spinoza auf der Spur

Yeah, der Papst ist da und Christoph Lüthy weist in der NZZ auf anspruchsvolle Häresie hin: Leen Spruit und Pina Totaro haben "The Vatican Manuscript of Spinoza's Ethica" herausgegeben. Das ist zwar nicht die vatikanische Fatwa gegen den Monismus der theologischen Krawallnudel Spinoza. Aber mindestens so gut, nämlich ein philologischer Krimi um das, was Spinoza tatsächlich und vermeintlich Indizierenswertes geschrieben hat. (21.09.11)

Schlangestehen: 1-

Dank verkürztem Gymnasium und ausgesetzter Wehrpflicht wird es zum diesjährigen Wintersemester in den Hörsälen noch enger als ohnehin schon; jedenfalls für die, die überhaupt einen Studienplatz bekommen. Die sonntaz dieser Woche berichtet von der Hafencity der Politik, der Bildungsbaustelle, und hat sich schon einmal mit einer im Stau steckenden Abiturientin unterhalten. (23.09.11)

Alles aus Liebe

Die Frankfurter Feuilleton-Gräfinnen haben Marbach die Ehre erwiesen. Denn das dortige Literaturmuseum hat eine Ausstellung über die berühmtesten, schönsten und missbrauchtesten Worte der Welt eröffnet: "Ich liebe Dich!" Also berichten sie darüber, Felicitas von Lovenberg in der FAZ und Judith von Sternburg in der FR. Beide Damen sind sich einig: Was in Wirklichkeit der schönste Satz ist, gerät in der Literatur zum peinlichen "Groschenheft-Standard". (23.09.11)

(In diesem Zusammenhang sei dringend auf das IPuP-Symposium zum Thema "Garring Lolo" (vgl. Lichtwolf Nr. 33, S. 36ff.), also zur Psychose namens Verliebtheit, hingewiesen, das am 25.09. ab 19:30 Uhr in der Theaterwerkstatt des Bremer Schlachthofs stattfindet.)

Nachtrag, 27.09.11: Auch die SZ hat - natürlich! - eine Dame nach Marbach geschickt. Nicht adelig zwar, dafür mit Doppelname bespricht Kristina Maidt-Zinke die Ausstellung.

Nachtrag, 07.10.11: Und nun war auch die WELT in Marbach.

Aus Schaden klug

Karl Jaspers war chronisch lungenkrank und wuchs mit der Aussicht auf einen frühen und qualvollen Tod auf. Der Neurochirurg Arnaldo Benini beschreibt in der NZZ Jaspers' Beschwerden, seinen Umgang damit und wie sie ihn sowie seine Existenzphilosophie geprägt haben. (24.09.11)

Der Weg des Philosophen

Der Münchner Philosophen Heinrich Meier hat sich in seiner Studie "Über das Glück des philosophischen Lebens" intensiv mit den "Träumereien des einsamen Spaziergängers", in denen Rousseau die persönliche Bilanz eines Lebens für die Philosophie gezogen hat. Martin Meyer bespricht das Buch in der NZZ. (24.09.11)

Sünschtiges

In der TLZ fragt Prof. Dr. Detlef Jena, ob Talkshows die Salons von heute sind und ob Schopenhauer da mitmachen würde. +++ Auf der Suche nach einem Lieblingsfußballer? Wie wäre es mit "Union-Star Patrick Zoundi (29)" (?), der sich laut BZ lieber mit Philosophie als Playstation beschäftigt. +++ Gestern vor 20 Jahren erschien "Nevermind", auch die ZEIT und die taz erinnern daran.


Intime Interna am 05.01.2011, 10:41 Uhr

Zum Tod von Hadayatullah Hübsch

Der "elder statesman" der Grauen Literatur ist gestorben.

Von Augustinus heißt es, er habe es in seiner Adoleszenz ziemlich wild getrieben, ehe ihn ein Erweckungserlebnis die lebensweltliche 180-Grad-Wende unternehmen ließ. Interessant werden Leute erst, wenn sie nichts ausgelassen haben und zur eigenen Vergangenheit wie zu einem peinlichen Kumpel halten, den man nunmal schon eine Ewigkeit kennt und trotz seiner Eskapaden nicht zum Teufel jagt.

So ein Leut war unser verehrter Kollege Hübsch, der 1946 von seinen Eltern Paul-Gerhard getauft wurde und sich mit Mitte 20 den Vornamen Hadayatullah gab. Da hatte er die Gewässer seiner Zeit schon mehrfach durchschwommen und in den Sümpfen rund um 1968 manche Kelle Dreck geschluckt.

Für die einen holte Hübsch den Beatnik-Stil in die deutsche Sprache, für die anderen stand er schlicht in der Tradition des Expressionismus. Unter dem Pflaster lag der Strand, Marokko war der Nabel der Welt und LSD war im falschen Leben immer noch die bessere Wahl als RAF, DDR oder CDU. Doch im Kalten Krieg blieb es unbehaglich, auch in der Kommune 1 fand Hübsch wohl eher den Schrebergartenverein auf Hasch als eine Lebensgemeinschaft neuen Typs.

Während manch einer seiner damaligen Weggefährten auf einem Trip oder gleich in der Psychiatrie hängen blieb, fand Hübsch zum Islam. (Wer nun an Cat Stevens denkt, liegt nicht ganz falsch: Über Yusuf Islam schrieb Hübsch vor zwei Jahren eine Biographie.) Zwar ersparte ihm Allah nicht den gelegentlichen Flashback, wies ihm aber doch wohl einen Weg, auf dem Hübsch das richtige Maß von Begeisterung und Kopfschütteln über die Welt und die Leute fand. Er gründete eine Familie und stieg in der Frankfurter Nuur-Moschee zum Leiter der Freitagspredigt auf. Fast vier Jahrzehnte lang schrieb er fleißig und alles andere als nebenbei Gedichte und Hörspiele.

Im literarischen Underground wird man nicht berühmt, höchstens die taz kommt mal vorbei und fragt stirnrunzelnd, was einen denn reite, auch in neurechten Organen wie der Jungen Freiheit für die Verständigung zwischen Christentum und Islam zu werben. Ein großer Teil von Hübschs zahlreichen Publikationen beschäftigt sich mit dem Islam, insbesondere der Ahmadiyya-Lehre; ein mindestens so großer ist ganz, ganz graue Literatur: kleine Gedichtbände aus großen Städten, Rückblicke auf die Stationen seines Lebens und natürlich seine Zeitschrift "Holunderground".

Zuletzt schrieb Hübsch in seinen Briefen immer wieder von gesundheitlichen Problemen, die schwerwiegender gewesen sein müssen, als es den Anschein hatte. Seit dem Morgen des 4. Januar 2011 lässt Hübsch seine Augen geschlossen und seine Schreibmaschine schweigen. Die Zeitschrift trotz Philosophie wird ihn nicht mehr um Rat bitten können. In den kommenden Lichtwolf-Ausgaben veröffentlichen wir einige seiner letzten Texte.

Der Familie Hübsch und seiner Gemeinde gilt unsere herzliche Anteilnahme.


Hochschule am 07.11.2010, 16:54 Uhr

Kritik der Geisteswissenschaften

Der Beitrag "Die Standards: Methode, Begriff und Literaturbeleg" von Stefan Schulze Beiering wurde diesem Dossier hinzugefügt.





Kultur(terrorismus) am 08.05.2006, 10:52 Uhr

Slam Deluxe in der Mensabar

Am Abend des 07.05.06 hielt der Slam Deluxe erfolgreich Einzug in die Freiburger Mensabar. Das in kleineren Räumlichkeiten bewährte bunte Programm, das Monika Koncz (die unterstützt von "piano-man" Andi Wirag durch den Abend führte) für ihr Publikum zusammengestellt hatte, schaffte es, auch das große Mensafoyer gute zwei Stunden lang mit hochkarätiger Unterhaltung zu fesseln. Neben ausgezeichneten Gedichten und Kurzprosa, verfasst und vorgetragen von Lino Wirag, Johannes Franzen, René Dietrich und Tina Wirtz bot der Slam Deluxe abermals den avantgardistisch genretranszendierenden Künstlern Gelegenheit, sich auf der Bühne zu verausgaben: Max Wolff trug seine Gedichte in Begleitung des Bassisten Friedemann Raabe vor, Lukas Schütte war multitaskingfähig genug, seine Lyrik zu deklamieren während er auf der Bühne mit Keulen und Bällen jongliert, und die Sumpfliteraten Oliver Genzow und Nikolaus Halfmann ließen es mit Auszügen aus ihrem Jazz'n'Roll-Programm "Als Kind war ich komisch, heute bin ich okay." krachen.

Das war ein schöner Abend und der Lichtwolf ist stolz wie Bolle, einige aus dieser Speerspitze der südwestdeutschen Künstlerbande zu seinen Beiträgern zählen zu dürfen.

Für den nächsten Slam Deluxe in der Mensabar wird es wieder kräftig Reklame auf lichtwolf.de geben. Bleiben Sie dran und gehen Sie hin!


Irgendwas mit Medien am 18.04.2006, 09:55 Uhr

Another one bit the dust.

Unsere von je her unterschätzte, massiv subventionierte, koks-staubige, schreibmaschinenlose Konkurrenz aus dem Hause Axel-Springer, "Der Freund" (mehr darüber + Pressemeldung hier) ist nach acht Ausgaben eingestellt worden, wie der Tagesspiegel meldet.

Was für ein "Jammer".

Leser und Redakteure des "Der Freund" sind hiermit herzlich eingeladen, zum Lichtwolf zu wechseln. Voraussetzungen: Keine Kokserei, keine Schleichwerbung für taurinhaltige Energiegetränke, keine schwachmatischen "2 cool 4 grammur" stream of consciousness-Texte mehr.

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