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Monatsbuch

Suche ausgeführt.

Mit dem Stichwort "Internet" sind die folgenden Artikel markiert:


Links der Woche am 08.07.2017, 12:58 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 27/17

Der Konvertiteneifer gewendeter Linker

Nicht selten werden Linke irgendwann zu besonders eifrigen Rechten, wie Georg Seeßlen bei Getidan an diversen Beispielen aufzeigt, um sodann in neun Thesen über diese „diskursive Binnenmigration“ und die Fluchtgründe nachzudenken: Männerphantasien vom heroischen Opfer-Status, völkische Altlasten, eine „Störung ihrer inneren Geschlechterordnung“, das Scheitern an einstigen Idealen, Aufmerksamkeitsökonomie... (01.07.17)

„Bocksgesang von links“

Thomas Assheuer blickt in der ZEIT auf die vielfältige Szene derer, die gerade in Hamburg gegen den G20-Gipfel demonstrieren. Er sieht die Kapitalismuskritik gespalten in Reformer und Apokalyptiker, deren Theorie-Helden Badiou und Žižek sind und deren (auch bei der Neuen Rechten beliebte) Dekadenzphantasien auf offene Ohren stoßen, weil der Liberalismus eisig schweigt. (05.07.17)

Auschwitz und das gar nicht ewige Deutschtum

Die FAZ bringt Navid Kermanis lange Rede darüber, dass eine Einbürgerung hierzulande auch bedeutet, die Verantwortung für den Holocaust mitzutragen, wie er es bei einem Besuch in Auschwitz als Deutscher erlebte. Von hier aus stellt er faszinierende Überlegungen dazu an, was die hiesige Erinnerungskultur in Wirklichkeit, d.h. im demographischen Wandel und vor ihrem historischen Hintergrund, heißt. (07.07.17)

Vergnügtes Kind des Sonnenaufgangs

Dieter Thomä würdigt in der NZZ Henry David Thoreau zum 200. Geburtstag und stellt ihn als schrägen Eigenbrötler, asexuelles Faktotum, Hoffnungsträger für Trumpistan und Begründer des „amerikanischen Transzendentalismus“ vor, der uns Hingabe an die Welt, zivilen Ungehorsam, Kommerzkritik und Extravaganz lehrt. (08.07.17)

Neue Bücher

Zu seinem 70. Geburtstag gönnt sich Peter Sloterdijk den Essayband „Nach Gott“, der laut der Rezension im Standard so elitär gehalten ist, wie der Titel verspricht. +++ Bruno Latour hat acht Vorträge über die Menschheitsaufgabe gehalten, den Klimawandel zu bewältigen; das Buch, in dem sie versammelt sind, wird im Freitag trotz seiner religiösen Untertöne gelobt. +++ Die NZZ weist auf den von den Wirtschaftsethikern Michael S. Assländer und Bernd Wagner besorgten Sammelband mit Texten zur Philosophie der Arbeit hin.

Außerdemos von Sonstnochos:

Philosophiegeschichtliche Überlegungen zum Wesen der Materie können auch heutige Chemiker noch viel lehren, glossiert Sibylle Anderl in der FAZ. +++ Andrian Kreye macht sich in der SZ Gedanken über die Innovationseuphorie Silicon Valleys im Gegensatz zur europäischen Skepsis gegenüber dem Internet als Weltverbesserungsmaschine, die ein besseres Internet hervorbringen könnte. +++ Komisch, aber unironisch: Marc Hieronimus’ Buch über die Décroissance-Bewegung und den Schritt zur Seite gibt es nun auch als E-Book. (Den aktuellen Lichtwolf über Wurst übrigens auch.)


Links der Woche am 15.04.2017, 14:00 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 15/17

Das Unbehagen in der Netzkultur

Die taz bringt einen Text des Medientheoretikers und Netzaktivisten Geert Lovink, in dem er nicht nur seiner Ernüchterung über das Internet Ausdruck verleiht: Es gibt weder räumliche noch zeitliche Ordnung, nur wird alles immer schneller und immer mehr. An der herrschenden „Kultur der Gleichgültigkeit“ gegenüber der Verschmelzung von Macht und Marketing sind u.a. die Medien schuld. (08.04.17)

Sokrates als Jesus-Prototyp?

Mal was Passendes zu den Feiertagen: Der Wiener Theologe Jan-Heiner Tück fragt in der NZZ, ob Platon in der Politeia etwa die Passionsgeschichte vorweggenommen hat. Denn der wahrhaft, nicht nur scheinbar Gerechte müsse mit dem Hass der Menge rechnen, erklärt Sokrates darin. Das Frühchristentum entdeckte diese Stelle dann schnell für sich und ihre(n) Märtyrer der Wahrheit. (12.04.17)

Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.

Roman Bucheli denkt in der NZZ über die aktuelle im regen Gebrauch befindliche Phrase, „alles stehe Kopf“. Zunächst zieht er die Neurologie unserer Sehgewohnheiten und den Maler Georg Baselitz heran. So, wie dieser jene durchbrach, versuchen heute Reaktionäre wie Botho Strauß und neurechte Demagogen mit Überraschung und die Überrumpelung Unruhe zu stiften, worin eine Chance liegt. (12.04.17)

Rechter Rationalismus

Mark Siemons stellt in der FAZ die „Neoreaktionäre“ oder „NRx“ als technologische Avantgarde des US-Konservatismus vor. Sie scheißen auf Traditionen und Werte, sehen vielmehr in Computerlogik, Akzelerationismus und Transhumanismus die Zukunft, die freilich eine ziemlich autoritär-darwinistische sein wird, in der die Unterscheidung zwischen „Hergestelltem“ und „Gewordenem“ verwischt ist. (14.04.17)

„Völkerpsychologie, Geschichtsmythologie und Abendlandkitsch“

Nils Markwardt würde in der ZEIT das Verhältnis von Rechtspopulisten zur Wahrheit weniger postfaktisch als präfaktisch nennen. Denn sie liefern den identitär Herausgeforderten eine voraufklärerische Wir-Erzählung, wie Markwardt an den Remythisierungsversuchen einiger neurechter Vordenker der Heimatliebe zeigt. (15.04.17)

Bücher, Bücher, Bücher

Die taz spricht mit Laurent Binet über seinen Roman „Die siebte Sprachfunktion“, in dem Politik und Philosophie der frühen 1980er - der sterbende Strukturalismus und der erwachende Neoliberalismus - die eigentlichen Protagonisten sind. +++ Denis Scheck empfiehlt in der WELT voll des Lobes Thoreaus „Walden“ für jeden Kanon. +++ Die NZZ stellt zwei neue Schriften zur Ästhetik von Hartmut Böhme und Wolfgang Welsch vor, die in der Kunst das Bindeglied zwischen Natur und Kultur sehen. +++ Die FAZ unterhält sich mit dem Kittler-Schüler Marcel Beyer, in dessen Buch „Das blindgeweinte Jahrhundert“ Guido Knopp schildert, wie Adorno nach dem „Busenattentat“ geweint haben soll.

Sonstiges:

Christoph Winder freut sich im Standard, dass der französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron sich mit Philosophie beschäftigt statt wie andere Politiker*innen „am unteren Ende der geistigen Kapazitäten der Wählerschaft, knapp an der Imbezillitätsgrenze, Maß zu nehmen“. +++ Auch Roger Köppel - Chef der Weltwoche und Abgeordneter der rechtspopulistischen SVP - beschäftigt sich mit Philosophie, aber nur vor Ostern, und erinnert sich daran, wie er Richard Rorty für sich entdeckte und von ihm die Abneigung gegen „Gutmenschen“ lernte. +++ Die FAZ ist erleichtert, dass der von Trotzkisten verfolgte Historiker Jörg Baberowski die Solidarität seiner Kolleg*innen verhält. +++ Bei Deutschlandradio Kultur gibt es ein Gespräch mit Tatjana Noemi Tömmel über die Liebe in der Philosophie von Augustinus bis Hannah Arendt. +++ Apropos Radio: Heute Abend ab 23:05 Uhr gibt es im Deutschlandfunk die lange Nacht der Wolken zu hören.


Links der Woche am 08.10.2016, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 41/16

Die Rückkehr der Utopien

Emanuel Herold plädiert bei Telepolis für eine Renaissance des politischen Grundbegriffs der Utopie, und zwar mit Blick auf die ungewisse Zukunft Europas. Im Diskurs ist der Begriff jedenfalls wieder zurück, seine soziale und politische Bedeutung ist erkannt und doch wird er, wie an u.a. Sarrazin und Oskar Negt gezeigt wird, durchaus ambivalent verwendet. (03.10.16)

Der Fremde, das Andere, die Veränderung

Der Flüchtling verkörpere das Ideal des unternehmerischen Subjekts, so hebt Stephan Lessenich in der FAZ gwagt an und sieht mit Simmel im Bleiben das Merkmal des Fremden, der das Andere kenntlich macht. Das benachbarte Aktivum der Veränderung wiederum müsste zur totalen Mobilmachung der Leistungsgesellschaft passen, die aber durchweg für ein Unbehagen sorgt, das sich in vorauseilender Missgunst äußert. (06.10.16)

Kreolisierung des Gesprochenen

Veränderung konkret: Johanna Bruckner unterhält sich für die SZ mit dem Linguisten Uwe Hinrichs darüber, wie sich das Deutsche insbesondere durch die Zuwanderung verändern wird. Hinrichs ist optimistisch, sagt eine wachsende Trennung von schriftlicher und mündlicher Sprache und eine weitere anglisierte Vereinfachung der Grammatik voraus. (07.10.16)

Ästhetik und Orientierung

Der Niedergang der Literaturkritik ist ein Subtopos zum Niedergang des Feuilleton und diesmal ist Roman Bucheli in der NZZ an der Reihe, jenen zu beklagen: Entweder ist die moderne Kritik, allen hehren Ansprüchen zum Trotz, pöbelnd oder bieder - und damit auf dem besten Weg in die Irrelevanz. (08.10.16)

Lachen statt schießen

Mit den spezifischen Humorqualitäten der Nationen, Religionen und Generationen beschäftigt sich der Satiriker Andreas Thiel in der NZZ. Sie scheinen eng mit der Phylogenese verbunden, mit dem Begreifen von Normen, Schamgrenzen und der Freude am Spielen. Wichtig ist aber gerade in finstren Zeiten, dass überhaupt gelacht wird. (08.10.16)

Neue Bücher:

Die ZEIT stellt Michael Pauens neues Buch vor, worin er versucht, das subjektive Erleben von Qualia als Scheingewissheiten zu entlarven. +++ Bei Glanz & Elend bespricht Klaus Bittermann begeistert Sarah Bakewells Kollektivbiographie „Das Café der Existenzialisten“, die ihre Kraft auch durch die Faszination der Autorin vom Denken der Personen erhält. +++ Für die taz hat Jochen Schimmang die Essays über das Unverfügbare der Sprache gelesen, die der Schriftsteller Thomas Stangl im Band „Freiheit und Langeweile“ versammelt hat. +++ André Kieserling hat sich für die FAZ mit Luhmann im Gepäck Schumpeters Rechtfertigung des Unternehmer-Profits aus den neu edierten „Schriften zur Ökonomie und Soziologie“ vorgenommen.

Et cetera:

Die FAZ startet die neue Reihe „Internet und Demokratie“ mit Überlegungen, wie jenes mit seinen Filterblasen den Populismus und Autoritarismus gestärkt und den Ayn-Rand-Kapitalismus durchgesetzt hat. +++ Brian Leiter hat seine Leser gefragt, wen sie für den noch zu stiftenden Nobelpreis für Philosophie nominieren, und der Sieger steht fest: Saul Kripke. +++ Michael Allmaier ist passiv-aggressiv und regt sich dafür ganz untypisch in der ZEIT darüber auf, wie die Unfähigkeit zu offenen Zornesausbrüchen pathologisiert wird. +++ Heute Abend gibt es im DLF ab 23:05 Uhr die Lange Nacht über Michel Foucault.


Links der Woche am 02.10.2016, 15:05 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 40/16

weniger Akte X, mehr House of Cards

28 Prozent der US-Wähler glauben, dass eine verborgene Elite nach autoritärer Weltherrschaft strebt, schreibt Houssam Hamade im Freitag über den strukturell antisemitischen Trend, hinter allem eine große Verschwörung zu wittern. Das ist unter anderem darum problematisch, weil es ja wirklich Verschwörungen in der Politik gibt. (28.09.16)

Die Verteidiger des Abendlands

Die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor schreibt in ihrem neuen Buch über die Bringschuld der Mehrheitsgesellschaft bei der Integration. Seither wird sie massiver denn je bedroht und gibt in der ZEIT selbsternannten konservativen Intellektuellen eine Mitschuld an der neuen Welle an Morddrohungen gegen sie. (30.09.16)

Dystopie der entgrenzten Systeme

In der ZEIT-Reihe über Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt nimmt uns Sci-Fi-Autor Marc Elsberg mit ins Jahr 2031, in dem moralische Werte quantifizierbar sind, eine KI die Legislative und die Kulturproduktion übernommen hat und auch sonst praktisch jeder (selbst die Programmierer) durch intelligente Systeme ersetzt worden ist. (30.09.16)

Keine Fakten, nur Interpretationen

Nach dem Rededuell der beiden US-Präsidentschaftskandidaten beschäftigt sich Thomas Assheuer in der ZEIT mit dem locker-verächtlichen Verhältnis zur Wahrheit, das Donald Trump und alle Rechtspopulisten auszeichnet. Sie ersetzen Ideale durch gefühlige Mythen, die autoritaristische Sehnsüchte bedienen. Schuld ist die Postmoderne. (01.10.16) [ Ums postfaktische Zeitalter ging es - ausführlich und mit Links zu Assheuers Quellen - auch nebenan bei Schwein & Zeit in drei Teilen. ]

Außerdemos von Sonstnochos:

Die taz berichtet kurz vom diesmal ziemlich gottlastigen 20. Philosophicum in Lech. +++ Der iranische Regisseur Amir Reza Koohestani bringt in München Kamel Daouds Roman „Der Fall Meursault – Eine Entgegnung“ auf die Bühne; der Standard zeigt sich von der Inszenierung begeistert, auch die FR kommt nachdenklich angeregt aus dem Theater. +++ Die NZZ bespricht Terry Eagletons dichten Essay über Optimismus, Pessimismus und Fatalismus sowie die Frage, was die Hoffnung in der Büchse der Pandora verloren hat. +++ Die SZ rezensiert das neue Buch des Historikers Timothy Garton Ash, der darin die Entstehung und Ordnung der Internet-Weltgesellschaft beschreibt - und mit welchen Grundregeln sich liberale Werte darin bewahren lassen.


Links der Woche am 18.07.2015, 14:25 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 29/15

Ewiges Leben bis zum Stromausfall

Der Papst des Transhumanismus, Ray Kurzweil, sagt die technische Überwindung unserer Beschränktheiten in den nächsten Jahrzehnten voraus. Carolin Wiedemann beschäftigt sich in der FAZ mit der transhumanistischen Szene, ihren philosophischen Grundlagen sowie den Bedenken und Hoffnungen. (12.07.15)

Universitas in der Nische

Es gibt sie noch, die guten Dinge: Die FAZ portraitiert das Leibniz Kolleg in Tübingen, wo ohne Creditpoints gemeinsam unter einem Dach gelernt und gewohnt wird. Vom Reformeifer blieb das Kolleg bislang verschont, von Finanznöten allerdings nicht. (17.07.15)

Was ist der/die Mensch_in?

Catherine Newmark fragt sich in der ZEIT, was der Feminismus falsch gemacht habe, dass dermaßen geifernd wider den Gender-Fundamentalismus gehetzt wird. Bei Telepolis schildert Selma Mahlknecht anschaulich die Heterokalpyse, die uns allen droht.

Unn sünst?

Anhängsel der Maschine: Anlässlich des neuen Terminator-Films unterhält sich die SZ mit KI-Forscher Rolf Pfeifer darüber, was wir von den Maschinen zu befürchten (oder zu erhoffen) haben. +++ Die NZZ zeigt sich fasziniert von zwei Neuerscheinungen, die mit und gegen Heidegger über Nutzen und Nachteil des ewigen Lebens nachdenken. +++ Die Website The Taste of Cinema versammelt die zehn besten Film, die auf Heideggers „Sein und Zeit“ basieren - darunter manch eine Überraschung. +++ Die WELT lässt mäßig witzig Humboldt, Heidegger, Hegel, Marx und Freud über das Internet diskutieren, d.h. prägnante Stichworte unverbunden und ungenau herunterrattern. +++ Die NZZ erinnert an ihre ersten „Redaktoren“ Peter Philipp Wolf und Franz Xaver Bronner, die vor fast einem Vierteljahrtausend Zürich mit aufklärerischem Witz aufmischten.


Links der Woche am 20.06.2015, 16:57 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 25/15

„verblindet“ und „verblendet“

Reinhart Kosellecks „Kritik und Krise“ über Aufklärung und Politik im 18. Jahrhundert belehrte die Intellektuellen, ihre moralischen Kriterien seien dem politischen Krisenalltag fremd. 60 Jahre später sieht Caspar Hirschi in der FAZ Kosellecks Traum von der unkritisierbaren Realpolitik in der Dauerkrise verwirklicht. (13.06.15)

Schluss mit lustig!

Michael Ebmeyer denkt in der ZEIT mit E.T.A. Hoffmann, Jan Philipp Reemtsma und Flann O’Brien über die verschiedenen Weisen des Lachens nach. Das ist weniger beliebt als man denkt, insbesondere dasjenige Lachen, das Autorität zersetzt - im Gegensatz zum unfreien, hämischen Gelächter. (19.06.15)

The Internet is not only for Porn

Für Telepolis unterhält sich Reinhard Jellen ausführlich mit Georg Seeßlen über Eros und Information. Dank des Internets kann man sich vom Schreibtisch aus Sexualkontakte organisieren - was allerdings die Begriffe von Partnerschaft und Liebe hin zur Marktförmigkeit verändert. (20.06.15)

„Einzeltätervolk“

Anlässlich der jüngsten rassistisch motivierten Morde in den USA beschäftigt sich Dietmar Dath in der FAZ damit, wie in God’s own Country die Hautfarbe darüber entscheidet, ob jemand Opfer einer Tragödie oder des Terrorismus ist, und was Nudelteig mit der liberal-emanzipatorischen Unterdrückung des weißen Mannes zu tun hat. (20.06.15)

Neues vom Papst

Die NZZ zeigt sich angetan von der „Öko-Enzyklica“ des Papstes, die diese Woche erschien und zur Schonung des Oikos aufruft. Für die FAZ berichtet Patrick Bahners von den eher nicht so begeisterten Reaktionen „klimaskeptischer“ US-Konservativer auf die lyrisch-wissenschaftliche Mahnung zur Umkehr.


Links der Woche am 30.11.2013, 14:47 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 48/13

Diderot, Wieland und Jean Paul, v.a. Sterne

Wolfgang Hörner feiert im Freitag die Väter der Moderne, deren Jahrestage 2013 strukturierten, und unter ihnen einen ganz besonders: Laurence Sterne erfand mit Tristram Shandy den modernen Roman und wirkte mit diesem Befreiungsschlag der schreibenden Freiheit bis in Diderots Enzyklopädie, Wielands Publizistik und Jean Pauls Wortuniversen hinein. (25.11.13)

Lernwiki statt Lerntagebuch

Hariolf Wenzler reagiert in der FAZ auf Frank Kelleters Philippika gegen Massive Open Online Courses (MOOCs), indem er der Verschwörungstheorie vom neoliberalen Digitalangriff auf die Bildung fünf Thesen entgegenstellt, die auf die didaktischen und finanziellen Chancen und Grenzen der Online-Bildung abzielen. (27.11.13)

Hoffnung für Internethasser

Die einen hoffen insgeheim, dieser ganze Digitalzauber werde eines Tages von selbst zusammenfallen, die anderen kämen gar nicht auf die Idee, es könnte noch einmal einen Zustand geben, den Psychologe Thomas Grüter als Titel seines Buchs "Offline" gewählt hat. Bei den Scilogs erklärt er, wie Dynamik, Vernetzung und Komplexität die globale Informationsgesellschaft langlebig machen und auf lange Sicht zum Untergang verurteilen. (27.11.13)

Endlich fragts mal einer

Hans Ulrich Gumbrecht fragt nicht nur, sondern plädiert gar in seinem FAZ-Blog für einen gerechten Krieg, scheint aber eher die USA in Schutz nehmen zu wollen, indem er darlegt, dass prinzipiell jeder Krieg einen Rechtsbruch darstellt, die pazifistischen Antiamerikaner Europas das aber nicht wahrhaben wollen. (29.11.13)

Für Studis und Studi-ähnliche:

Unter der zeitgemäßen ROI-Fragestellung "Lohnt sich das?" befragt ZEIT Campus die Doktorandenforscherin Anna Fräßdorf über Nutzen, Nachteil und Nährwert der Promotion. +++ Als großzügig EU-geförderten Spring Break stellt uns Leander Steinkopf in der FAZ das Erasmus-Austrinkenlandsstipendium vor. +++ Dieselbe FAZ nimmt aber auch den BA/MA-Bummelstudenten in Schutz. +++

Außerdemchen:

Ebenfalls die FAZ lobt die Neuübersetzung von Henri Bergsons „L’évolution créatrice“ als indiziertes existentialphilosophisches Märchenbuch. +++ Die US-Philosophin Debra Satz macht es sich nicht leicht, in ihrem Buch, das von der NZZ vorgestellt wird, Argumente für die intuitive Einsicht zu liefern, dass und warum nicht alles auf Märkten gehandelt werden sollte. +++ Falls Sie am heutigen Samstagabend nicht in Köln der Lesung von Johannes Witek im Café Duddel beiwohnen, schalten Sie doch den Deutschlandfunk ein, wo es in der heutigen Langen Nacht um das Staunen und Innehalten geht. +++ Die Blüten sind längst bestäubt, die Zweige neigen sich, je mehr die Früchte heranreifen: Lichtwolf Nr. 44 zum jahreszeitfernen Thema "Obst" ist in der Mache und wird vor Heiligabend in den Briefkästen liegen; man abonniere hier.


Links der Woche am 26.10.2013, 14:31 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 43/13

Sein und Zeit des Digitalen

Bei Glanz und Elend setzt sich Gregor Keuschnig mit Byung-Chul Han und Botho Strauß und deren Blick auf die digitale Leistungsgesellschaft auseinander. Mit unterschiedlich begründeter Skepsis bis Abscheu blicken Han und Strauß in ihren Büchern auf Verschwarmung des Menschen, seine Affektabfuhr in Shitstürmen, die Ameisenhaufigkeit und den Transparenzwahn. (21.10.13)

Willkommen im Nichts

Zum Start des Wintersemesters schreibt die Freiburger Romanistin Eva Erdmann (feat. Walter Benjamin) im Freitag den Erstis sieben Sachen hinter die grünen Löffel, um nicht nur dem akademischen Jungvolk (sondern auch der Bildungspolitik) klarzumachen, dass die Uni kein Schule für Große und die Wissenschaft besser als ihr Ruf ist. (25.10.13)

Das Fremde als Angebot und Nachfrage

Clan- und Stammesgesellschaften kannten noch die Bedrohung durchs totaliter aliter, schreibt Jörg Räwel fast bedauernd bei Telepolis. Der Moderne sind Bedrohung und Fremdheit vertraut geworden. So sind alle Großkonflikte im Weltbürgerkrieg und ausufernde Überwachung nur autoaggressive Allergien einer überaufgeklärten Gesellschaft. (26.10.13)

Et cetera:

Slavoj Žižek erklärt uns im Freitag die reaktionären Botschaften der 2011-Filme The King’s Speech und Black Swan: In Hollywoods Ideologie ist das traditionelle Familienleben Sinn, Ziel und Maßstab aller Leinwandhelden. +++ Viele neue Bücher: Im Freitag wird Ulrike Herrmanns neues Buch besprochen, dass der besorgten Mittelschicht die Augen über Probleme und Chancen des Kapitalismus öffnen soll. +++ Ebendort wird auch "Das Jahr der gefährlichen Träume" besprochen, worin Slavoj Žižek sich mit dem Jahr 2011 als Phänomen und Hoffnungsschimmer beschäftigt. +++ Manfred Geiers Buch "Geistesblitze" über Eingebungen in der Ideengeschichte der Philosophie wird von der WELT vorgestellt. +++ Aus der NZZ erfahren wir, dass Ludwig Klages' Öko-Rede "Mensch und Erde" von 1913 neu ediert worden ist.


Links der Woche am 06.07.2013, 15:08 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 27/13

Wie entsteht Atheismus?

In den Scilogs beschäftigt sich Michael Blume mit Religiosität unter dem Gesichtspunkt der Evolution und stellt eine Studie vor, welche den blinden Fleck der Evolution von/zum Atheismus auskundschaftet: Fehlende "soziale Kognition", existentielle Sicherheit, Traditionsbruch und Nachdenken könnten Atheismus begünstigen, der aber kein evolutionärer Vorteil zu sein scheint. (30.06.13)

Avanti Dilettanti

In einem Gastbeitrag bei den Scilogs erörtert die Kognitionswissenschaftlerin Katharina Müller "das Treffen von Entscheidungen im Spannungsfeld zwischen Rationalität und Intuition". Die meisten unserer Entscheidungen sind Heuristiken, dank derer wir schnell, aber meist falsch urteilen können, ohne es mitzukriegen, wie Müller an einigen Beispielen zeigt. (01.07.13)

Dicke denken

Hans Ulrich Gumbrecht fragt sich in seinem FAZ-Blog, wieso es noch keine Philosophie des Übergewichts gibt, obwohl sich der Anteil der Adipösen an der Weltbevölkerung binnen einer Generation verdoppelt hat. Bedenkenswert ist immerhin, dass die Gesellschaften zwar toleranter und immer dicker werden, Übergewicht jedoch mehr Stigma denn je ist. (05.07.13)

Der unwahrscheinliche Dr. Dr. Arbeiterkind

Letzte Woche nahm Dr. Dr. Peter Riedlberger den Berliner Dozentenleitfaden zur akademischen Behandlung von Arbeiterkinder auseinander. Diese Woche ließ er seiner Polemik einige Ratschläge für die "Diversitätler" folgen, mit denen er bloß ein sozial ungerechtes Bildungssystem schief argumentierend verteidigt, so der Kommentar von Stephan Schleim ("wuchs im Haushalt eines Anlagenwärters und einer Sekretärin auf.") gleichfalls auf Telepolis.

O Tempora, o mores

Die US-amerikanischen und britischen Abhörprogramme haben manchem die Lust an Internet und Demokratie verdorben. Daniel Martienssen sieht im Freitag das Hobbessche Staatskonzept als Sieger der Geschichte: Mit der Allgegenwart des Internet wacht der Leviathan der Geheimdienste über jeden ihm unterworfenen Bürger. In der NZZ erinnert Tilman Baumgärtel an die früheren Utopien, die mit dem Internet verbunden waren, das sich nun im Gegenteil als perfektes Open-Source-Instrument staatlicher Überwachung erweist.

Et cetera:

Odo Marquard ist im besten Alter für einen Essay- und Gesprächsband über die Endlichkeit, so der Tenor der FAZ-Besprechung seiner Neuerscheinung. +++ Die FAZ interpretiert außerdem Nietzsches Gedicht "Nach neuen Meeren". +++ Vorige Woche stieg in Köln das große RDP-Verherrlichungsfest phil.cologne, weshalb im Freitag einige Autorinnen und Autoren den Boom der Philosophie feiern, als wäre es das erste Feuerwerk, das nicht irgendwann in Rauch und Sondermüll endet. +++ Das Soziologiemagazin weist via Twitter auf Titus Stahls kostenlose PDF-Sammlung der Hegel-, Marx-, Benjamin- und Freud-Gesamtausgaben hin.


Links der Woche am 15.09.2012, 14:41 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 37/12

Nach Hegel kommt Google

Nach der Postmoderne, so die auch nicht mehr ganz so frische These von Boris Groys in der ZEIT, kommt das Netzwerk als Erklärung der kreativen Klasse dafür, vom plebejischen Massenmenschen nicht mehr verstanden zu werden. Der Kalte Krieg hielt den Historizismus noch eine Weile am Leben, jetzt ist ewige Google-Gegenwart und jeder ist globaler content provider. (09.09.12)

Was fürs Selbstbewusstsein...

Der blinde Hund weist auf einen Artikel des britischen Philosophen Stephen Law hin, der unter der Überschrift, warum man Philosophie studieren sollte, den Absolventen dieses schönen Fachs die Inkompetenzbewältigungskompetenz fürs 21. Jahrhundert attestiert. (10.09.12)

IPuP online

Lange hat es gedauert, doch nun endlich hat sich das Institut für Polytoxikomanologie und Perspektivismus ein Grundstück auf Wordpress besorgt. Endlich können Sie IPuP-Forschungsergebnisse nicht mehr bloß im Lichtwolf und auf Facebook verfolgen!

Was Solides

Jürgen Kaube von der FAZ ist überhaupt nicht amused von dem Ton, in dem eine Studie der Vodafone-Stiftung beklagt, dass immer mehr Abiturienten - vor allem aus den sog. "bildungsfernen Schichten" - statt eines Studiums lieber eine Lehre anstreben. (14.09.12)

Truthishness

Quantenphysiker Josef Honerkamp hat es ein wenig mit den Philosophen. In seinem jüngsten Scilog-Eintrag wundert er, wie nicht nur der Rationalismus auf der heimlichen Annahme fußt, Wahrheit werde sich auf intuitive Weise zeigen. Unter "Evidenz" versteht man in der Physik was anderes und auch Wahnvorstellungen können mit beeindruckenden Argumentationsgirlanden verziert sein. (15.09.12)

Auch das noch:

Judith Butler hat ihn trotz aller Proteste bekommen, den Adorno-Preis, und die taz hat noch ein ein paar Meinungen dazu.


Intime Interna am 03.10.2011, 15:05 Uhr

Soziales und Technisches zum Deutschland-Day

Regierte hier die Feiertagsfaulheit, begönne dieser Text so: "Vor zwei Jahren hat die "Zeitschrift trotz Philosophie" den Tag der deutschen Einheit genutzt, um sich langsam in das Web 2.0 zu tasten, mit den Zehen voran ins Mitmachnetz." Nämlich genauso wie der Text, mit dem hier vor 365 Tagen Bilanz gezogen wurde über ein Jahr Verfallenheit in Social Media.

Genau betrachtet bestehen heute nach zwei Jahren aber keine Gründe zur Unzufriedenheit oder abermaligen Bilanz in Sachen Web 2.0, denn die Entwicklung hat sich einfach fortgesetzt. Zuletzt mit dem Willen zum System geschuldeter Gewalt Geschwätzigkeit gelang es dem Lichtwolf, auf Twitter einen Durchschnitt von gerade so einem Tweet pro Tag herauszuzwitschern. Die Zahl der dortigen Follower und der Facebook-Fans hält sich die Waage. Pro Jahr gewinnt der Lichtwolf hier wie dort knapp 50 neue Freunde hinzu, denen er - stets mit einem offenen Ohr und Herz - Zeit, Liebe und Aufmerksamkeit schenkt.

Lichtwolf bei FacebookIn den letzten sechs Monaten war hier auf lichtwolf.de - entgegen der datenschutzrechtlichen Bedenken - wieder der berüchtige Gefällt-mir-Knopf zu sehen. Mit ihm war die Klickschwelle hin zum Lichtwolf-FB-Fan-tum deutlich gesenkt, ohne dass dies die Klickrate beeinflusst hätte. Darum ist der Gefällt-mir-Knopf wieder der allgemeinen Privatsphäre zuliebe verschwunden und der Lichtwolf auf Facebook nur noch via Link zu erreichen. Ebenfalls eingestellt wurde das Engagement der Zeitschrift trotz Philosophie auf myspace: Die dortige Dependance steht - dem Verfall preisgegeben - zum Verkauf resp. Hausbesetzern und jungen Galeristen zur Verfügung.

Wer genauer hinguckt oder die Ladezeit von lichtwolf.de stoppt, wird bemerkt haben, dass zum Tag der deutschen Einheit hier ein paar technische Verbesserungen vorgenommen wurden, die vor allem effizientere Programmierung unter der dezent aufgehübschten Haube bedeuten. Die bemerkenswertesten drei Neuerungen sind:

(1) die überarbeitete Kommentarfunktion, die nun hoffentlich benutzerfreundlicher ist als in der vorigen Version; probieren Sie es ruhig mal aus, z.B. bei den Tweetkesselchen, da sind immer noch welche ungelöst;

(2) der hochdatierte Laudatomat, der jetzt noch mehr Preisreden auf Knopfdruck ausspuckt und für die Preisverleihungen auf der baldigen Buchmesse unverzichtbar ist;

(3) das Mobil-Layout, mit dem lichtwolf.de mutmaßlich auch auf die Leuchtschrippen von Apple, Samsung usw. draufpasst; die Netzseitenoptik lässt sich oben und ganz unten auf jeder Seite einstellen.

Der technische Dienst vom Lichtwolf hofft, Ihnen mit diesem Einblick in das elektrosoziale Wirken dieser Zeitschrift das Herz gewärmt zu haben und mit den vorgenommenen Neuerungen das Leben zu erleichtern. Ihre Kommentare können Sie - wie gewohnt - nach jedem Absatz hinterlassen.


Intime Interna am 24.12.2010, 17:27 Uhr

Zum 7. Geburtstag von lichtwolf.de

Bescherung! Heute vor sieben Jahren ging www.lichtwolf.de ans Netz und wie an jedem Heiligabend bringen die Menschen auf der ganzen Welt dem allmächtigen, barmherzigen Internet aus diesem Anlass Weihegeschenke und Opfergaben, um es für den nächsten Sonnenzyklus gnädig zu stimmen. Nichts besänftigt das jähzornige Gemüt des Internet mehr als datentauglich aufbereitetes Zeitschriftenmaterial in Wort und Bild - und zum Glück hat der Lichtwolf davon noch genug für die nächsten 993 Jahre!

Seit heute also sind folgende Beiträge aus den gedruckten Ausgaben im Internet verfügbar:

Der Essay, mit dem Stefan Schulze Beiering in der Nr. 31 die Reihe zur Kritik an den Geisteswissenschaften eröffnete; außerdem die erste Hälfte des zweiten Teils, den Sie im aktuellen Lichtwolf Nr. 32 zu Ende lesen können.

Aus den vergriffenen Ausgaben der Freiburger Zeit, als der Lichtwolf noch mit Schreibmaschine getippt wurde, stammen diese Beiträge:

-Schneideggers Miniatur "Das Ende einer Affäre" über das Ende einer Affäre (aus Nr. 14),

-des Kükators Kommentar zur (Freiburger) Hochschulpolitik (aus Nr. 15),

-August Maria Neanders "Dulce et Decorum" über alles, was man zu Bundeswehr und Ästhetik schreiben könnte (aus Nr. 16),

-der Lichtwelpe, in dem erklärt wird, was eine Universität ist - ebenfalls von Neander (aus Nr. 17) sowie

-das Portrait des Obermisanthropen Ulrich Horstmann von Schneidegger (aus Nr. 18).

Falls Sie auf die Schnelle wissen wollen, wohin mit dem Weihnachtsgeld, lohnt der Blick in die Rubrik "Kurz & Klein", worin in unter 800 Zeichen rezensiert wird. Online sind ab sofort die Besprechungen von Heike Groos' "Ein schöner Tag zum Sterben" und Richard Brautigans Forellenfischen sowie eine der Rezensionen aus der aktuellen Ausgabe mit dem Titelthema "Essen & Trinken": Angela Grubes "Vegane Biografien. Narrative Interviews und biografische Berichte von Veganern".

Als wäre das noch nicht genug, um sich mit dem Lichtwolf die Feiertage am Computer zu vertreiben, sind nun auch die übrigen Seiten der beiden vergriffenen Ausgaben Nr. 21 und Nr. 22 eingescannt und in den LichtwolfReader gesteckt worden, wo Sie bequem und für lau mit dem Mauszeiger in die Hefte reingucken können und logischerweise noch mehr Beiträge zu lesen haben.

Herr, wir loben Deine IP!


Intime Interna am 21.10.2010, 16:53 Uhr

Bald haben wir das Internet voll

Auf dem Weg zur Vollendung dieses glorreichen Ziels und damit das arme Internet auch mal wieder ein bisschen Lichtwolf zu Gesicht bekommt, sind fünf weitere Artikel aus den gedruckten Ausgaben ins Netz gehievt worden. Es handelt sich um:

"10 Gründe, um das Philosophiestudium abzubrechen", rechtzeitig zum Semesterstart aus der vergriffenen Ausgabe Lichtwolf Nr. 13 ("Erstis") gezogen;

"Aus dem Tagebuch eines Werbefuzzis" von Magister Maier aus Lichtwolf Nr. 26 ("Werbung")

"Neues vom Hai und seinem Alkoholproblem, Folge 3" von Judith Stieber aus Lichtwolf Nr. 27 ("Arbeit")

Aus Rücksicht auf den bald zur Neige gehenden Platz im Weltnetz gibt es nur gekürzte Fassungen dieser beiden Artikel:

"Die saubere Welt der Werbegegner" von J******** F********* aus Lichtwolf Nr. 26 ("Werbung")

"Die größte Bratwurst der Welt", in der fünf Autoren ihren Senf zur Frage abgeben, ob Internet vergesslich macht; (vollständig) erschienen in der nach wie vor lieferbaren Ausgabe Lichtwolf Nr. 29 ("Vergessen").


Intime Interna am 06.06.2010, 15:44 Uhr

Spende schlägt Papier?

Gestern ist der kleine orange-grüne Knopf oben rechts auf lichtwolf.de eingebaut worden, dank dessen Sie nun auch lichtwolf.de eine kleine Onlinespende in den Hut werfen können. Alles, was Sie dafür brauchen, ist ein Konto bei Flattr (so heißt das Onlinespendensystem) und etwas guten Willen.

Bitte geben Sie! Danke!Außerdem ist lichtwolf.de nun im Partnerprogramm von Amazon. Wenn Sie also dort etwas kaufen wollen, nutzen Sie doch einen von lichtwolf.de ausgehenden Link, um zu Amazon zu gelangen. Ihr dortiger Einkauf wird nicht teurer, aber der Lichtwolf kriegt etwas dafür, Sie als Amazon-Kunden schanghait zu haben.

Helfen Sie mit, die Thesen des Herausgebers zu widerlegen und aus www.lichtwolf.de den ersten werbefreien Onlineableger einer Print-Zeitschrift zu machen, der mehr Umsatz erwirtschaftet als sein gedrucktes Mutterprodukt!



Irgendwas mit Medien am 14.04.2010, 10:19 Uhr

Du bist lächerlich, Internet!

Betrachtungen über die Zugriffsstatistik von lichtwolf.de anlässlich der heute beginnenden re:publica 2010

Ich habe vor kurzem den mit Abstand beliebtesten Artikel auf lichtwolf.de geschrieben. Mit einer kurzen Erklärungen einiger Funktionen dieser Seite habe ich bisherige Spitzenreiter auf die Plätze verwiesen: Schneideggers Artikel über die "venia legendi", der von Google seit Jahren gefressen wird, als würde der Begriff nirgendwo sonst im Internet auftauchen; und Neanders Essay "Sex als Arbeit", in dem - so witzelt man hier - nur noch Piraten neben den Huren vorkommen müssten, um den Text zum beliebtesten aller Zeiten zu machen.

So nämlich funktioniert die Wissensgesellschaft im Internet. Und so hat auch die hiesige Hilfeseite zu RSS-Feeds, Twitter und Facebook sowie zur Such- und zur Kommentarfunktion im letzten Monat genug Zugriffe (durchschnittlich 260 pro Tag) verzeichnet, um auf Jahre uneinholbar zu bleiben; selbst wenn heute zum letzten Mal die üblichen Zwonull-Stichworte durch Suchmaschinen, Aggregatoren und Crawler gejagt werden; selbst wenn ein verzweifelter Zeitungsverleger auf der gegenwärtigen Bloggerkonferenz re:publica 2010 jeden derer eigenhändig erwürgt, die im Internet nichts besseres zu tun haben, als die Vorzüge des Internet dank RSS, Twitter, Social Media, Indexsuche und Kommentaren zu preisen.

Wie das Internet seine Inhalte formt (die "Formung der Form" wurde ja schon beobachtet), zeigt der Vergleich mit der Glotze. Die beliebtesten Sendungen wären dann nicht Nachrichten und Seifenopern, sondern der Pornokanal und "Bitte lächeln". Und für die Elite Sendungen, in denen Fernsehfritzen erzählen, dass sie Radio und Zeitung verdientermaßen plattmachen werden, wie man selbst einen Fernsehsender aufmacht und warum jeder, der nicht hurra schreit, ein ewiggestriger Technikverweigerer ist.

Zum Abschluss also - in der Tradition von @pleaserobme - der kleine Tipp an alle Panzerknackerbanden da draußen in der Wirklichkeit: Jedes Blog über die neuen Wunderklötze von Apple, Starbucks mit Hotspot, die Piratenpartei und das nächste große Ding hat ein Impressum mit der Adresse einer bis übermorgen vermutlich verwaisten Nerd-Butze.



Irgendwas mit Medien am 01.12.2009, 21:55 Uhr

Dem kommunikativen Alltag aufs Gaspedal

Kommentare sind Usus in diesem sog. "Internet", das seinen Namen nicht von ungefähr haben wird!

Mit großzügiger Verspätung steigt nun auch der Lichtwolf in die elektrische Intersubjektivität ein: Die neue Kommentarfunktion ist da! Fortan können Sie, geschätzter Leser, und Ihre Gemahlin gleichfalls!, nahezu überall mitten in laufende Artikel hineintippen, was immer Ihnen dazu einfällt.

Mitten in den Artikel? Mitten in den Artikel! Anderswo schiebt man Ihre Kommentare in den mühsam zu erscrollenden Seitenkeller ab, auf lichtwolf.de können Sie dem Artikel Absatz für Absatz ins Gehege kommen.

Probieren Sie es gerne aus! (Und nehmen Sie sich ruhig mal die halbe Minute zur Rechtschreibprüfung, verdammig!)

Auf zärtlichen Schriftverkehr mit Ihnen freuen sich schon sämtliche Lichtwolf-Autoren!





Intime Interna am 15.07.2009, 13:00 Uhr

Neue Katechismen

Die Sammlung häufiger Fragen und Antworten ("FAQ" oder auch Katechismus) ist überarbeitet worden. Somit können Sie Ihr Informationsbedürfnis bezüglich Lichtwolf noch intensiver stillen und die Zeitschrift trotz Philosophie muss nicht alles doppelt und dreifach erklären.

Unterteilt sind die Katechismen nach vier Themenbereichen:

- Einführendes & Allgemeines zum Lichtwolf

- Gebrauchsanweisung für die gedruckten Ausgaben

- Wer steckt hinter dem Lichtwolf?

- Im Lichtwolf veröffentlichen

Hier fragen und erfahren Sie, wo der Lichtwolf herkommt, wieso er keine Werbung macht und welche Art von Beiträgen er bringt.

Nachtrag: Und der Artikel "Ein Produkt wie jedes andere", des Lichtwolfs Beitrag zur Internet-vs.-Print-Debatte, ist nun nicht nur als PDF-Fassung, sondern auch "nur so" online; und zwar hier. Wer den Text lieber schick gedruckt mit allerhand weitere Texten und Graphiken rundherum lesen möchte, bestellt Lichtwolf Nr. 26 im Einkaufszentrum.


Intime Interna am 11.06.2009, 23:15 Uhr

Die Henne hat gelegt

... und das Gelege wird in der Offizin liebevoll mit Licht, Toner und Papier offset-bebrütet. Sofern jetzt nicht höhere Gewalt ins Spiel kommt - und bei universumserschütternden Projekten ist dies ja nicht unwahrscheinlich - hat die treue Abonnenten-Schar am 22. Juni den Lichtwolf Nr. 26 im Briefkasten.

Diese Ausgabe, das darf schonmal und ganz ohne die im Titel des Hefts stehende Werbung verraten werden, wird geil. Einfach nur geil. Im Ernst: G - E - I - L.

Das liegt an der schicken Gestaltung, die das traditionelle Schreibmaschinenlayout der "Zeitschrift trotz Philosophie" mit der Computerdampfkraft versöhnt. Noch mehr ist die Geilheit der Nr. 26 ihren Autoren zu verdanken, die einen schwarzweißen Strauß von dermaßen hochwertigen Texten zusammengestellt haben, dass man glatt den Verstand verlieren möchte, ehe man ob seiner erlesenen Spitzheit jemandem in der Bahn versehentlich ein Auge auspiekt.

Wer gewieft und/oder misanthropisch genug ist, aber trotzdem bislang kein Lichtwolf-Abo hat, sollte es mal schnell bestellen. Oder wollen Sie sich lächerlich machen und am 22. Juni ohne den dicksten und schicksten Lichtwolf aller Zeiten dastehen?

Als kleine Vorschau kriegen Sie vier Seiten aus der kommenden Ausgabe kostenlos, wie es sich im "Internet" gehört; aber direkt im Druckformat, wie es sich für ein Holzmedium wie den Lichtwolf gehört. "Ein Produkt wie jedes andere" heißt der Beitrag des Herausgebers zur kommenden Ausgabe und zur fortdauernden Debatte, ob das Internet der gedruckten Schriftkultur den Garaus machen wird oder nicht. Außerdem ist am Rande des Beitrags ein Kästle, in dem der Schöpfer der neuen Brotschrift des Lichtwolf erklärt, was es mit ihr auf sich hat.

Den Text können Sie sich auf Ihr e-Book ziehen oder ausdrucken: "Ein Produkt wie jedes andere" von Timotheus Schneidegger, in: Lichtwolf Nr. 26, S. 42-45, PDF-Datei, 2,62 MB.



Irgendwas mit Medien am 24.03.2006, 15:40 Uhr

The internet is for porn.

Eine ganz wunderbare Erfindung für TV-Junkies auf hartem Entzug sind Google Video und das ähnlich geartete YouTube. Führten uns die Suchmaschinen früher noch zu jedem Begriff Texte jeglicher Länge und Verrücktheit zu, lässt sich heute im DSL-Zeitalter die gleiche Immersion in die digitale Videowelt erleben.

Darin eine besonders schöne Perle ist das Musikvideo "The internet is for porn", das ursprünglich aus dem Hause Avenue Q stammt, das uns die Muppets und die Crank Yankers schenkte. Im Netz ist das Lehrlied inzwischen in vielen verschiedenen Versionen verfügbar, es wird z.B. "gesungen" von:

-einer Diddlmaus, einem Teddybären und anderen Kinderzimmerbewohnern,

-zwei niedlichen heranwachsenden Damen, an denen nicht nur Houellebecq-Charaktere ihre Freude hätten,

-gleichaltrigen Buben mit Migrationshintergrund und mangelnder Lippensynchronizität

-und in der "ursprünglichen", d.h. ersten im Netz verbreiteten Fassung mit Figuren aus dem Spiel "World of Warcraft".

Das Original mit den Sängern und ihren ausgestopften Darstellern ist, neben anderen schönen Ausschnitten aus ihrem Ouevre, auf der Homepage von Avenue Q (Link siehe oben) einsehbar.


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