Einige Funktionen dieser Website setzen die Speicherung von Cookies auf Ihrem Rechner voraus. Darüber hinaus verwenden wir Cookies von Google, um Anzeigen zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Mehr erfahren Sie in den Datenschutzbestimmungen des catware.net Verlags.

Ok, einverstanden!

lichtwolf.de / Monatsbuch / Finden

Monatsbuch

Suche ausgeführt.

Mit dem Stichwort "Essen" sind die folgenden Artikel markiert:


Links der Woche am 22.07.2017, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 29/17

Affirmation statt Transformation

Vergangene Woche hielt Armin Nassehi die Linken für Phantasten mit Hang zum Autoritären, nun darf Stephan Lessenich sich in der ZEIT über die Pauschalisierungen und Vereinfachungen des Kollegen wundern und einiges über den Kapitalismus und die Linken klarstellen. (20.07.17)

Lukrez statt Frankenstein

Mary Shelleys Frankenstein gilt - sofern Faust nicht zählt - als das Buch über wissenschaftliche Hybris und nervt den Evolutionsbiologen Matt Ridley, wie er in der NZZ bekennt. Lieber ist ihm der nüchterne Optimismus des Lukrez, der en passant die moderne Physik, Chemie und Biologie vorwegnahm. (20.07.17)

Wann zu widerstehen ist

Anlässlich des 20. Juli hielt der frühere Innenminister Gerhart Baum eine Rede über Widerstandsrecht und -pflicht, die die FAZ abdruckt. Die junge Bundesrepublik behandelte den Widerstand als Verrat, schützte die Nazis, mit denen sich die meisten arrangiert hatten, und ignorierte die Opfer. Heute werden Grundrechte und Menschenwürde wieder in Frage gestellt. (20.07.17)

Spukhaus Amerika

H. P. Lovecrafts Werke sind längst gemeinfrei und ihr anhaltender Einfluss ist nicht zu unterschätzen, schreibt Adrian Daub in der NZZ und unterschlägt dabei nicht, welch ein unangenehmer Geselle Lovecraft war. Gerade seine Fremdenfeindlichkeit schlägt sich z.B. im Cthulhu-Mythos nieder, der darum in Trumps USA aktueller denn je ist. (21.07.17)

Das Weitere und Engere:

Jens Bisky rät in der SZ, die „Verfassungsschutzfolklore“ von der gemäßigten Mitte und den extremen Rändern links und rechts fahren zu lassen, da sie den Blick auf die politische Realität verstellt. +++ Die NZZ bespricht Fritz Breithaupts Buch über die dunklen Seiten der Empathie sowie Steffen Maus Buch wider die Quantifizierung des Sozialen. +++ Haben Sie eigentlich schon ein Lichtwolf-Abo?



Links der Woche am 17.06.2017, 20:06 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 24/17

Angst essen Demokratie auf

Bernhard Wiens hat bei Telepolis einige Betrachtungen zum Zusammenhang von Angst und Politik aus wahrlich unheimlichen Zeiten zusammengestellt. Allen voran Franz L. Neumann wies nachdrücklich darauf hin, dass Demagogen nur auf den richtigen Moment warten, um das neurotische Unbehagen des modernen Massemenschen in die blinde Tat umzusetzen. (15.06.17)

Digitale Erkenntnistheorie

Ein Roman über Platons Zeitreise ins Google-Hauptquartier und ein Essay über die unterschätzte Bedeutung von Information lassen Adrian Lobe in der NZZ darüber sinnieren, was Wahrheit, Ethik, Philosophie überhaupt im digitalen Zeitalter bedeuten. (16.06.17)

Antike Demagogen

Nochmal Demagogie: Der Althistoriker Stefan Rebenich blickt in der NZZ auf antike Vorbilder heutiger Populisten und Demagogen wie Kleon und die Gebrüder Gracchus zurück. Schon damals sorgten ökonomischen Unwuchten und eine doofe Plebs für den Aufstieg der Volkstribune, deren Amtsführung mehr Schaden als Nutzen anrichtete. (17.06.17)

Neue Bücher

Die FR bespricht die Edition von Victor Klemperers Briefen, die seinen Tagebücher manch zusätzlichen Farbtupfer verleihen. +++ Außerdem stellt die FR Manfred Geiers Doppelbiographie über Wittgenstein und Heidegger vor. +++ Die NZZ rezensiert Beate Rösslers Buch über das unerreichbare Ideal der Autonomie in der Moralphilosophie. +++ Die taz findet, dass man viele rhetorische Kniffe aus Daniel-Pascal Zorns Logikanleitung für Demokraten auch auf sie selbst anwenden kann. +++ Ulrich Brand und Markus Wissen gehen über die Kritik an Greenwashing und maßlosem Konsum hinaus, indem sie den Wahnsinn der imperialen Lebensweise aufzeigen. Der Freitag stellt ihr gleichnamiges Buch vor.

Sonstiges:

Tiere soll man nicht ärgern. Wem das mangels sittlicher Vernunft nicht einleuchtet, den mag überzeugen, wovon die SZ berichtet: Tiere merken sich, wer gemein zu ihnen ist. +++ Der gute alte Cyberspace ist längst auch Kampfzone des Militärs, friedensethische Fragestellungen bleiben hier aber noch unberücksichtigt, wie die taz moniert. +++ Serwus i bims! Was ist das für 1 Sprache vong Internet her? Die WELT erklärt es den stauenden Social-Media-Laien. +++ Marie Mohrmann (sic!) verteidigt im Freitag die zuletzt umstrittenen Critical-Whiteness-Ansätze, indem sie beschreibt, wo diese sinnvoll sind und wo sie eher im Hintergrund bleiben sollten. +++ In zwei Wochen ist Mainzer Minipressenmesse! Jetzt schon einmal die Zugfahrt planen und - um gebührenden Lesestoff zu haben - den Lichtwolf abonnieren, damit sie unterwegs das in drei Tagen in die Briefkästen kommende Heft zum Thema Wurst schmökern können.


Links der Woche am 10.06.2017, 15:32 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 23/17

Universalistisch oder autoritär?

Es ist still geworden um den Akzelerationismus, der vor einer Weile als neuer heißer Scheiß der Philosophie gefeiert wurde. Hannes Stein malt sich in der WELT einen Film über die Cybernetic Culture Unit aus, der diese Denkbewegung entsprang, die ihren Marx schon ganz richtig verstanden hat und heute in einen linken und rechten Flügel zerfallen ist. (05.06.17)

Selbst ist die Frau!

Was macht frau, wenn die Umwelt mit Fragen nach dem Hochzeitstermin nervt, man aber niemanden zum Heiraten findet? Frau ehelicht sich selbst! Über die seltsamen Motive hinter einer Hochzeit und über die „Sologamie“ zwischen Hashtag-Feminismus und Kampf um Selbstliebe schreibt Elvia Wilk in der ZEIT. (07.06.17)

E falso sequitur evaluatio

Für Telepolis unterhält sich Ulrich Herb mit der Wissenschaftsforscherin Terje Tüür-Fröhlich über Zitationsdatenbanken, die als objektives Maß für gute Forschung gelten, aber voller banaler Namensfehler sind, wie sie am eigenen Leib erfahren musste und ein in Anbetracht der Evalutionswut überraschend spannendes Dissertationsthema darin fand. (08.06.17)

Brexit als antiker Hoffnungsschimmer

Wankelmütig sei die Gunst des Volkes, ob nun im antiken Griechenland oder beim Brexit, die der Althistoriker Egon Flaig in einem Vortrag zusammendenkt, wie Patrick Bahners in der FAZ schreibt. Volkssouveränität sei gut und schön, wenn sich die Leute denn tatsächlich als die Verantwortlichen für ihre Gesetzgebung empfinden könnten. (08.06.17)

Für einen Patriotismus neuer Art

Die NZZ beschäftigt sich an diesem Samstag ausgiebig mit dem Thema Migration. Johan Rochel lädt zu einem Rawlschen Gedankenexperiment ein, das von Joseph Carens adaptiert wurde: Welche Migrationsregeln würden wir wählen, wenn wir nicht wüssten, in welchem Land wir leben werden? Die bestehende Politik jedenfalls nicht und schon gar nicht ohne Rechtfertigungsdruck. (10.06.17)

(Mehr zum Argument für offene Grenzen nach Rawls gibt es mit vielen interessanten Links hier.)

Meinung triumphiert über Expertise

Zur populistischen Wissenschaftskritik formiert sich Widerstand in Form einer neopositivistischen Wissenschaftshörigkeit, beobachtet Klaus Benesch bei Telepolis. Besonders der geisteswissenschaftliche Relativismus wird von Wissenschafts- und Expertenfeinden instrumentalisiert, während auf der anderen Seite neoliberale Hochschulpolitik die Glaubwürdigkeit von Wissenschaft und Forschung untergräbt. (05.06.17)

Außerdemchen:

Bei Glanz & Elend bespricht Jürgen Nielsen-Sikora ein philosophisches Lesebuch mit Texten über die Arbeit von Hesiod über Hegel bis Honneth. +++ Tobias Albrecht weist im theorieblog auf Grit Straßenbergers nicht mehr ganz neue Einführung in Hannah Arendts Denken hin und macht sich dabei Gedanken über die schwierige Rezeption ihres philosophischen Werks. +++ Die NZZ stellt Daniel-Pascal Zorns Anleitung „Logik für Demokraten“ dem Klassiker „Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren“ von Hubert Schleichert gegenüber. +++ Vom 29. Juni bis 2. Juli 2017 findet in der Mainzer Rheingoldhalle die 24. Internationale Buchmesse der Kleinverlage und Handpressen statt. Der Eintritt ist frei und der Lichtwolf ist auch am Start. Also planen Sie ruhig schon mal Ihren Mainztrip!


Links der Woche am 03.12.2016, 14:21 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 49/16

SETI und Plethi

Francis Drake schüttelte 1960 eine nach ihm benannte Formel aus dem Ärmel, die die (ziemlich hohe) Wahrscheinlichkeit für außerirdisches Leben berechnet. Für Telepolis zeichnet Harald Zaun im ersten Teil seines Essays die Ideengeschichte der Suche nach E.T. bzw. zweiten Erden im Kosmos nach. (03.12.16)

500 Jahre Utopia

Vor einem halben Jahrtausend ist „Utopia“ von Thomas Morus erschienen. Die NZZ würdigt aus diesem Anlass das Werk, das Werner von Koppenfels als ironisch-philosophische Lehrfabel voller Sprachwitz vorstellt. Uwe Justus Wenzel betrachtet kurz die Geschichte und Entwicklung des Begriffs Utopie, die eine Verfallsgeschichte ist.

Außerdemchen:

Philosophie in postfaktischen Zeiten: Der Guardian hat ein zunächst überschaubar wirkendes philosophisches Entscheidungsproblem ganz demokratisch per Online-Abstimmung „gelöst“. +++ Die taz stellt Jörg Späters große Biographie Siegfried Kracauers vor, die zum 50. Todestag des Kulturkritikers und Adorno-Kumpels erschienen ist. +++ Morgen wird in Österreich ein neuer Präsident gewählt - und es könnte der Rechtspopulist Norbert Hofer werden. Die ZEIT unterhält sich mit dem Schriftsteller Robert Menasse über die Aussicht auf einen Alpen-Trump in seinem Land. +++ Mathias Greffrath bespricht für die ZEIT Stephan Lessenichs Studie über die kapitalistische Externalisierungsgesellschaft, die in der Ferne ausbeutet und kontaminiert, um in den reichen Staaten noch mehr Wohlstand zu schaffen; wenn Sie sich für diese Problematik interessieren, könnte auch Marc Hieronimus’ „Der Schritt zur Seite“ was für Sie bzw. für unter den Weihnachtsbaum sein. Es ist kein Ratgeberbuch!


Links der Woche am 23.10.2016, 14:51 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 43/16

Auf einige Zigaretten mit Wolf Wondratschek

Falls Sie mit dem Rauchen aufhören wollen oder das schon geschafft haben oder andere Probleme damit haben, ist das Interview, das Timo Frasch für die FAZ mit Schriftsteller und leidenschaftlichen Raucher Wolf Wondratschek genau darüber geführt hat, eher nichts für sie. Alle anderen können staunen, dass so etwas in gesundheitsbewussten Zeiten wie der unseren überhaupt noch erscheinen darf. (16.10.16)

Der Zuschauer als absolutistischer Monarch

Am Montag zeigte die ARD eine TV-Adaption von Schirachs „Terror“ und ließ die Zuschauer darüber befinden, ob der Pilot, der ein entführtes Passagierflugzeug abgeschossen hat, um 70.000 Leute in einem Stadion zu retten, schuldig sei. Für Matthias Dell (Freitag) markiert das „Fernsehevent“ einen neuen Tiefpunkt in Sachen Medienkompetenz. Bundesrichter Thomas Fischer liest in seiner ZEIT-Kolumne den Machern die Leviten und erklärt ihnen mit seiner üblichen Wortgewalt, wie grundfalsch ihr Umgang mit Grundfragen des Grundgesetzes ist.

Soziologie als Problematisierungsdisziplin

Die SZ spricht mit dem Soziologen Stephan Lessenich über Ausbeutung, Konsumrebellion und wie unsere Gesellschaft die Kosten ihres Lebensstils auf andere Regionen abwälzt. Marcus Klöckner unterhält sich für Telepolis ebenfalls mit Lessenich über die Aufgabe der Soziologie, Missstände zu erkennen und in sie zu intervenieren - ein Berufsethos, der auf Charles Wright Mills zurückgeht.

Außerdemchen:

Carolin Emcke hat heute den Friedenspreis des deutschen Buchhandels entgegengenommen; die NZZ würdigt ihr aktuelles sozialphilosophisches Plädoyer „Gegen den Hass“. +++ Vielleicht haben wir den Posthumanismus schon hinter uns und leben in der Computersimulation unserer hypertechnisierten Vorfahren, mutmaßt nicht nur Nils Markwardt im Freitag und fände das gar nicht so schlecht. +++ Raoul Schrott lässt sich nicht lumpen und erzählt in einem gigantischen Versepos, auf das die NZZ hinweist, die Geschichte der Welt von ihrer Entstehung bis zum Menschen nach. +++ Außerdem werden in der NZZ besprochen Gisela von Wysockis Adorno-Roman „Wiesengrund“ sowie Sarah Bakewells Rückstürz ins Pariser „Café der Existenzialisten“. +++ Wie kann man nur? Quartz.com weiß von immerhin vier Philosophie-Professoren, die Trump unterstützen.


Links der Woche am 06.06.2015, 14:03 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 23/15

Wegen Mainzer Minipressen-Messe (wir sind noch bis Sonntag da, also kommen Sie in die schön klimatisierte Mainzer Rheingoldhalle) diese Woche nur ganz eiliges Gelinke: Wilhelm Schmid empfiehlt im ZEIT-Interview Sex und Sauna zwecks Kreativität. +++ Die taz versucht, Kant und Bier auf/unter einen Deckel zu bringen. +++ Der Philosophy Bro beantwortet wieder Leserpost, diesmal zur Furcht vorm Sterben und was u.a. Camus und Heidegger dazu zu sagen haben. +++ Marie Mohrmann bespricht im Freitag zwei Bücher über den freien Willen im Neoliberalismus. +++ Vor einer Weile sah Nikita Dhawan in der taz mit Derrida das kantische Weltbürgertum bedroht - und zwar durch die EU-Flüchtlingspolitik. Jüngst antwortete Christoph Brendel im theorieblog auf Dhawan mit der Klarstellung, dass es sich mit Kants Weltbürgerrecht etwas komplizierter verhält. +++ Letzte Woche hatte die phil.Cologne den Bioethiker Peter Singer nach einem NZZ-Interview ausgeladen, was nun harsche Kritik einiger Philo-Profs nach sich zieht. Unter anderem um das Ungemach in Sachen Singer geht es im nächsten Lichtwolf (Titelthema: Schotter), der in zwei Wochen erscheint. Ein Abo können Sie hier abschließen oder noch bis morgen Nachmittag auf der eingangs erwähnten Mainzer Minipressen-Messe, wo wir an Stand E7 mit Kaffee, Bier und Keksen auf Sie warten.


Links der Woche am 30.05.2015, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 22/15

keine Freiheit jenseits des Marktes

Georg Seeßlen ist unzufrieden mit dem Begriff „Neoliberalismus“, mit der damit bezeichneten Sache ohnehin, aber um welche es sich dabei eigentlich handelt, war diese Woche Thema im Seeßlen-Blog. Das Präfix Neo- zeigt ähnlich wie das Post- etwas an, das sich zu einem Teil überlebt, zu einem anderen übersteigert hat - und das hat durchaus etwas Religiöses. (25.05.15)

Andere Neuronen, andere Sitten

Mensch lernt in jungen Jahren von seiner jeweiligen kulturellen Umwelt, was sich gehört und was nicht. Aber gibt es auch angeborene, kulturell unabhängige Normen? Dem geht Steve Ayan in der ZEIT nach, indem er erstmal wie inzwischen üblich Leute in Magnetröhren steckt, und sodann den Anteil des Gefühls (allen voran des Ekels) am Gewissen und damit an der Ethik bemisst. (26.05.15)

Das Ich als Balkan-Landschaft

Die FAZ bringt den gekürzten Vortrag, den Klaus Theweleit auf der Jahrestagung der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft in Berlin gehalten hat. Darin beschreibt er, warum das Ich nie eine Einheit sondern eine Erfindung des europäischen Romans ist, was das mit seiner Figur des „Nicht-zu-Ende-Geborenen“ zu tun hat und warum das segmentierte Ich zur segmentierten Gesellschaft passt. (26.05.15)

Eklat um Peter Singer

Letzte Woche ging es bereits um das Ungemach, das sich rund um eine geplante Preisverleihung an Peter Singer entspann. Diese Woche fand die phil.Cologne mal wieder ohne Lichtwolf statt - aber auch ohne Peter Singer. Der wurde nämlich wieder ausgeladen, wie SZ und FAZ berichten, denn er habe im Interview mit der NZZ (wahrlich nicht neue) „Standpunkte geäußert, die im Widerspruch zu dem humanistisch-emanzipatorischen Selbstverständnis stehen, das die phil.COLOGNE leitet.“

Wolfram Eilenberger, der sowohl das Programm der phil.Cologne als auch das Philosophie Magazin verantwortet (aktuell mit dem Titelthema „Bin ich, was ich esse?“; lol), betrachtet die Einladung des Bioethikers nach Köln a posteriori „als Fehler“ und gab zu Protokoll: „Der deutsche kulturelle Raum ist ein anderer als der, in dem Singer sich bewegt.“ In nämlichem scheint auch die sachorientierte Diskussion noch möglich zu sein, weshalb der Ausgeladene durchaus zu Recht fragen darf: „Wie können sie sich als Philosophie-Festival bezeichnen, wenn sie zu ängstlich sind, Fragen zu diskutieren, die einige Menschen stören?“

Michael Schmidt-Salomon von der Giordano Bruno Stiftung hat ebenfalls in Reaktion auf das lesenswerte NZZ-Gespräch sogar seine Laudatio auf Singer abgesagt.

Et cetera:

Michael Girke bespricht im Freitag Klaus Theweleits Psychogramm des lachenden Massenmörders. +++ Jan Drees beschäftigt sich im Freitag mit Literaturkritik im Internet jenseits des Feuilletons - vorbildlich mit vielen Links versehen, allerdings ohne einen zu Glanz & Elend, wo genau das schon seit Jahren betrieben wird. +++ Eduard Kaeser denkt in der NZZ über die verschwimmende Grenze zwischen Laien und Experten nach; dazu gibt es übrigens eine eigene Lichtwolf-Ausgabe! +++ Bei Telepolis beobachtet Christian Meier, wie wir in die Welt der Science Fiction hineinwachsen, und rät dazu, Computer und Roboter vernünftig ins Mitsein aufzunehmen. +++ Die NZZ bespricht den neuen Essay des Politikphilosophen Jean-Claude Michéa, der die auf Recht und Ökonomie gestützte liberale Gesellschaft als das „Reich des kleineren Übels“ beschreibt. +++ Von Donnerstag bis Sonntag findet in Mainz die 23. Minipressen-Messe statt - den Lichtwolf finden Sie an Stand Nummer E07 in der Rheingoldhalle.


Links der Woche am 18.04.2015, 14:18 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 16/15

Gut für den Menschen ist gut fürs Geschäft

Mark Siemons von der FAZ fragt sich, wer da eigentlich wen tödlich umarmt: der Kapitalismus den Buddhismus oder umgekehrt? Die EZB-Architektur orientiert sich am Ying-Yang, auf dem World Economic Forum wird meditiert, im Silicon Valley ohnehin: Die neue Spritualität dient zur Linderung der seelischen Verheerungen der Leistungsgesellschaft. (12.04.15)

Kulturtechnik des Schweigens

„Reden und Mitreden [sei] unser Daseinsprinzip schlechthin geworden“, meint Wiebke Porombka in der ZEIT und fände das nicht so schlimm, wenn dem ständigen Meinungsagen auch mal Denken vorangehen würde. Die Literaturgeschichte hält zum Glück manch Vorbild dafür bereit, aus dem technisch bedingten Äußerungszwang mittels Maulhalten auszusteigen, bis sich alle an Twitter und Kommentarbereiche gewöhnt haben werden. (16.04.15)

Wissen Wissenschaft Unwissen

Der große Gottfried Schatz misst die heutigen Universitäten an ihrem einstigen Anspruch, die kritische Vernunft zu fördern, und denkt darüber nach, was Wissenschaft und Forschung sein sollten und sind in einem nur noch auf Verwaltung und Ausbildung ausgelegten akademischen Umfeld. (17.04.15)

Die wöchentliche Heidegger-Kritik

Peter Trawny, Herausgeber von Heideggers Schwarzen Heften, plaudert in der NZZ aus dem Nähkästchen der bisherigen editorischen Praxis, die Corporate Identity Heideggers vor sich selbst zu schützen. Drei Autoren - darunter Emmanuel Faye - fassen für die taz die Spielarten des Antisemitismus zusammen, die sich im jüngsten Band der Heidegger-Gesamtausgabe zeigen. Cord Riechelmann hat sich ebd. dann noch einmal solo mit Heideggers „dreckigem Denken“ und seinem Einfluss auf die französische Nachkriegsphilosophie beschäftigt.

Materialien zur Sozialphänomenologie

Freitag-Community-Mitglied Regine Beyß fragt sich, wie ein junger Mensch herauskriegen soll, was er/sie wirklich will, wenn der Konsumismus darauf ausgelegt ist, strukturelles Nachdenken zu sabotieren. +++ Dietmar Dath gratuliert in der FAZ mit Michel Foucault und Thomas Kuhn dem Räuber- und Laserpistolenerzähler Erich von Däniken zum Achtzigsten. Fnord. +++ Der Psychologe Thomas Grüter fragt sich bei den Scilogs, wie gefährlich Verschwörungstheorien sind, deren Struktur immer gleich ist.

Et cetera:

Für Ihren Terminkalender: Machen Sie auf der Rücktour von der dritten phil.COLOGNE vom 27. Mai bis 3. Juni 2015 doch einen Umweg über Mainz und besuchen Sie den Lichtwolf auf der 23. Mainzer Minipressen-Messe vom 4.- 7. Juni 2015. +++ In der taz meditiert Beate Seel über die Farbe Grau, ohne die sehr gute gleichnamige Kölner Band zu erwähnen. +++ Aus Gründen der Corporate Identity sei noch verwiesen auf Stefan Willekes lebhaften ZEIT-Beitrag zur Rückkehr der Wölfe in deutsche Lande.


Links der Woche am 25.05.2013, 14:40 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 21/13

Retweets und Likes statt Citation Index

Im Web 2.0 kann bekanntlich jeder mit jedem, aber (auch und gerade) junge Wissenschaftler schrecken noch vor dem Dauerkontakt mit der Netzöffentlichkeit zurück, bloggt Sibylle Anderl bei der FAZ. Dabei kommt die Wissenschaft nicht mehr lang am Dialog via Social Media als Chance und Pflicht vorbei. (20.05.13)

Gottlobs Werk und Bertrands Beitrag

Wolfgang Krischke berichtet für die FAZ von der dritten internationalen Tagung zum Werk Gottlob Freges in Wismar. Wir lesen über Freges Drittmitteleignung und sein idealistisches Logikverständnis, über die Wunder der Selbstbezüglichkeit und Freges schwierige Wittgensteinlektüre. (24.05.13)

Supermenschen aus der Petrischale

Bei Telepolis unterhält sich Christoph Mann mit dem Technikphilosophen Armin Grunwald über Human Enhancement. Im ersten Teil erklärt Grunwald, womit man als Technikfolgenabschätzer zu zu tun hat, etwa mit synthetischer Biologie, die auch zum Aufrüsten von Menschen dienen kann. Das ist in der Leistungsgesellschaft sehr willkommen, so geht es im zweiten Teil weiter, drum gilt es, Öffentlichkeit und Politik zu beraten. Möchten Sie mehr darüber erfahren, was hinter Ihrer Spezies liegt? Lichtwolf Nr. 39 behandelt das Thema "Jenseits des Menschen". (18./19.05.13)

Noch ein Hochschulrant

Der Jurist Bernd Rüthers sieht die Universitas in Gefahr. Die Gründe, die er in der FAZ aus eigener Anschauung aufführt, sind altbekannt: 68er-Mitbestimmungschaos, Überbevölkerung, soziale Selektion, Trennung von Forschung und Lehre, Reformwut, Ökonomisierung, Bologna und Exzellenzquark. Die Folge: Untergang des deutschen Bildungswesens. (24.05.13)

Et cetera

Die NZZ stellt Harald Welzers Aufruf zur Beseitigung der herrschenden Ordnung vor, "Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand". +++ In einer Woche erwartet Sie der Lichtwolf auf der Mainzer Minipressen-Messe vom 30.05. bis 02.06. - dort erhalten Sie Ihre Links der Woche mündlich und eigenontisch.


Intime Interna am 22.05.2013, 20:00 Uhr

Lichtwolf in Mainz und Köln

Kommende Woche steht (zumindest in katholischen Landen) zum letzten Mal für eine Weile ein feiertagsbedingtes langes Wochenende an: Donnerstag ist Fronleichnam (Volksmund: happy cadaver), Freitag Brückentag, dann Wochenende. An eben diesen vier Tagen vom 30. Mai bis zum 2. Juni nimmt das freidenkerische Jugendmagazin Lichtwolf an der Mainzer Minipressen-Messe teil. (Wir hatten es ja schon mal erwähnt.)

Besuchen Sie doch den Lichtwolf an Standnummer A13 in der Rheingoldhalle beim malerischen Mainzer Rathaus. Und gucken Sie sich überhaupt mal auf der MMPM um: Alle zwei Jahre treffen sich Kleinverlage, Untergrundzeitschriften und Buchkünstler in der Gutenberg-Stadt, um ihre Arbeiten einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen.

Lichtwolf MMPM 2007
Ein Bild aus schwarzweißen Tagen: Herr Ausgeber Schneidegger am Lichtwolf-Stand auf der MMPM 2007, damals noch im Zelt, dieses Jahr farbig und in der Rheingoldhalle - sowie mit weniger Haaren und viel mehr Lichtwolf-Ausgaben als damals. (Photo: Michael Helming)

Der Herausgeber wird zum Herr Ausgeber, denn für jedes neue Abo, das auf der MMPM abgeschlossen wird, gebe ich (also der Schneidegger) ein Bier oder einen Kaffee aus! (Wer stattdessen lieber Saatgut aus dem Lichtwolf-Garten haben möchte, abonniert online bis zum 30. Mai und profitiert von der Frühlingsaktion für Neuabonnenten) Diverse berühmte und beliebte Autorinnen und Autoren der Zeitschrift trotz Philosophie werden am Stand weilen, um Ausgaben zu signieren und Streit zu suchen.

Für noch mehr Kontakt sind zwei Lesungen anberaumt, bei denen Sie erfahren, wie man mit Philosophie reich und berühmt wird, wie sich in der Kartoffel die drei Zeithorizonte vereinen und warum wir uns vor Klaus und Barbie in acht nehmen sollten: Am Rande der Mainzer Minipressen-Messe lesen Schneidegger und die rheinische Edelfeder Marc Hieronimus am 31. Mai um 20:00 Uhr im Antiquariat am Ballplatz das Beste aus nun schon elf Jahrgängen des fröhlichen Wissenschaftsmagazins, das es im Kapitalismus gar nicht geben dürfte. Die nächste Lesung folgt drei Tage später und findet am 3. Juni um 20:00 Uhr im Café Duddel in Köln statt.

Und hier noch einmal alle anstehenden Termine zum Mitschreiben:

Mainzer Minipressen-Messe: vom 30. Mai bis 2. Juni 2013 (Öffnungszeiten); in der Rheingoldhalle am Mainzer Rathaus (Lichtwolf an Standnr. A13); Eintritt frei

Lichtwolf-Lesung: 31.05.2013, 20:00 Uhr; im Antiquariat am Ballplatz, 55116 Mainz; Eintritt: 5 EUR

Lichtwolf-Lesung: 03.06.2013, 20:00 Uhr; im Café Duddel, Zülpicher Wall 8, 50674 Köln; Eintritt frei


Links der Woche am 18.05.2013, 14:30 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 20/13

Die zynische Vernunft buchstabiert

Wörterbücher und Enzyklopädien sind als aufklärerische Projekte auch Dokumentationen der menschlichen Einfalt und Niedertracht. Drum lobt Magnus Klaue im Freitag die bisher umfangreichste Neuübersetzung von Ambrose Bierces teuflischem Wörterbuch, ohne in seiner Begeisterung dessen massenkompatible Mängel zu übersehen. (15.05.13)

Seid umschlungen, ihr Millionen

Giorgio Agamben ist Europäer und Philosoph. Als solcher griff er kürzlich die alte Idee Alexandre Kojèves auf, Europa sei nur als Imperium romanisch-katholischer (statt germanisch-protestantischer) Lebensart sinnvoll. Jürgen Kaube schüttelt in der FAZ einigermaßen den Kopf über solche völkerpsychologischen Phantasien. (16.05.13)

Die Tücken der Conditio techno-humana

Philosophie als Problemlösen hat heutzutage (zu) viel zu tun, findet Eduard Kaeser in der NZZ. Am Beispiel der Klimapolitik zeigt er die Verzwicktheit zeitgenössischer Großprobleme auf, die nicht klar zu formulieren sind und deren Lösungen nur neue Probleme aufwerfen. Da könne jedes Engagement nur fatalistisch sein. (16.05.13)

Unn sünst?

Der Darmstädter Philosoph Gernot Böhme gibt in der taz Auskunft über die Bedeutung der vor allem akustischen Atmosphäre u.a. von Städten für das Bewusstsein. +++ In einer Rezension zeigt man sich beim Theorieblog angetan vom sozialwissenschaftlichen Krisennarrativ, das Wolfgang Streeck in seinem Buch "Gekaufte Zeit: Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus" ausbreitet. +++ Das Rahmenprogramm der Mainzer Minipressen-Messe vom 30. Mai bis 2. Juni steht fest; den Messestand des Lichtwolfs finden Sie auf Platz Nr. A13 in der Rheingoldhalle und am 31. Mai lesen die Herren Hieronimus und Schneidegger ab 20 Uhr c.t. im Mainzer Antiquariat am Ballplatz; am 3. Juni im Kölner Café Duddel. +++ Und noch ein Veranstaltungstipp: Nach der lit.cologne gibt es ab sofort auch eine phil.cologne. Das "Internationale Festival der Philosophie" steigt vom 26. bis 30. Juni mit den üblichen Verdächtigen und einem Philosophy Slam, denn ohne geht es ja gar nicht mehr.


Intime Interna am 19.03.2013, 12:58 Uhr

Mainzer Rheingold

Immer, wenn das Jahr ungerade ist, treffen sich die Buchkünstler, Kleinverlage und Untergrundzeitschriften in Mainz zur Minipressen-Messe (MMPM). 2013 ist ein ungerades Jahr und Ende Mai ist es wieder soweit: Die 22. MMPM findet vom vom 30. Mai bis 2. Juni 2013 statt - und der Lichtwolf ist wieder mit einem Stand zwischen den letzten Mohikanern der Grauen Literatur vertreten. Der Eintritt ist frei und wer auf der Messe ein Abo abschließt, kriegt vom Herausgeber einen ausgegeben (deswegen heißt das ja Herr Ausgeber).

Anders als die Reklame in der Frühlingsausgabe behauptet, die unsere Abonnenten diese Woche im Briefkasten finden sollten, wird der Lichtwolf nicht im Messezelt am Rheinufer Daueraudienz halten. Wie die Organisatoren mitteilten, wird die diesjährige MMPM die erste sein, die nicht im ewig provisorischen Großraumzelt, sondern komplett in der nahegelegenen, für wagnersche Ewigkeit gebauten Rheingoldhalle stattfindet. Damit haben Sie noch einen guten Grund, Ende Mai / Anfang Juni mal nach Mainz zu kommen, um nämlich die sicherlich ungewohnte Atmosphäre einer MMPM auf Marmorboden zu erspüren.

Lichtwolf auf der MMPM 2013

Und noch einen guten Grund gibt es, die MMPM 2013 zu besuchen: Am Rande der Messe lesen die Herren Hieronimus und Schneidegger am 31. Mai, 20 Uhr im Mainzer Antiquariat am Ballplatz aus 1.000 Jahren Lichtwolf vor. Gegen einen Eintrittspreis von 5 Euro erfahren Sie hier u.a., warum Sie Klaus fürchten sollten und wie man mit Philosophie reich und berühmt wird.


Links der Woche am 16.03.2013, 14:49 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 11/13

Der Blick zurück

Die marxistische Geschichtsschreibung Anglophoniens hat mit Eric Hobsbawn und Tony Judt in den vergangenen Jahren zwei ihrer Ganzgroßen verloren. Michael Hesse räsoniert in der FR über Tony Judts und Timothy Snyders historiographische Dialoge übers 20. Jahrhundert. (13.03.13)

Europa beherrschen

Mit Merkel und Gauck herrscht in Deutschland eine postdemokratische Ideologie, die rundum mit Teflon beschichtet ist. Georg Seeßlen geht in seinem Blog dem Merkelismus nach, der nur scheinbar bräsig-wendehälsig ist, tatsächlich aber machiavellistisch und merkantilistisch (eben merkelistisch) seine Agenda in Europa durchsetzt. (09.03.13)

MOOCs

Da nur "online" es heutzutage über keine Aufmerksamkeitsschwelle mehr schafft, muss es schon auch "massive" sein: Massive Open Online Course (MOOC) ist kein neuer Spieletrend, sondern bietet den gebildeten Ständen und denen, die dazuzählen wollen, Content direkt aus den Hörsälen der berühmtesten Hochschulen. Seiten wie Cousera, Open Course World, edX oder Udacity bieten (auch deutschsprachige) Vorlesungen zum Download an, sind das Titelthema der aktuellen ZEIT und werden in der FAZ mit Lob und Anerkennung begutachtet.

Gesellschaft mal anders

Robert Misik stellt im Freitag Hans-Ulrich Wehlers und Michael Sandels Überlegungen zu Ungleichheit und Gerechtigkeit vor, die vor allem auf die richtige Formulierung von Fragen der Umverteilung zielen. In der FR denkt Schriftsteller Artur Becker russisch über die kommende Gesellschaft nach bzw. darüber, welche revolutionären Voraussetzungen die Hinwendung zu geistigem statt materiellen Wohlstand hat. Und die taz stellt die jüngste Occupy-Phänomenologie von Michael Hardt und Antonio Negri vor, die da heißt "Demokratie! Wofür wir kämpfen".

Auch das noch:

Das Institut für Polytoxikomanologie und Perspektivismus empfiehlt dieses Ratespiel: Wer hat's gesagt - Nietzsche oder Spongebob? +++ Na, haben Sie auf der gegenwärtigen Leipziger Buchmesse wieder keinen Preis abgekriegt? Trost finden Sie beim Laudatomaten, der schmucke Lobreden auf Sie (oder sonstwen) ausspuckt. Die einzig wahre Messe für Freunde des gedruckten Worts ist ohnehin die Mainzer Minipressen-Messe Ende Mai, an der übrigens auch der Lichtwolf teilnimmt.


Intime Interna am 06.06.2011, 14:14 Uhr

Nach der MMPM11

Aufmerksame Leser werden es bemerkt haben: Vergangenen Samstag gab es keine Links der Woche. Denn da war ja ein Großteil der Redaktion in Mainz auf der Minipressen-Messe. Die ging gestern zu Ende, jetzt wird mit Vollgas die kommende Lichtwolf-Ausgabe fertiggestellt, die in zwei Wochen zum Thema "Urlaub" erscheint und einen Bericht vom Betriebsausflug nach Mainz enthält. (Abo gefällig?)

Von der MMPM vorab nur so viel: Schön war's! Viele Kollegen und Beiträger waren da und obwohl der Lichtwolf nirgends nix gewonnen hat, lag er zumindest richtig mit der Prognose, SuKuLTuR werde den Stomps-Preis erhalten (wenn auch "nur" den Förderpreis).

Nachtrag: Einige von Michael Helming auf der MMPM geschossene Photos sind ab sofort auf der Facebook-Seite des Lichtwolf zu sehen.


Intime Interna am 26.05.2011, 21:06 Uhr

Mainzer Minipressen-Messe 2011

In einer Woche beginnt - quasi an Himmelfahrt - die Mainzer Minipressen-Messe 2011. Vom kommenden Donnerstag bis Sonntag stellen in Gutenberg-City Kleinverlage, Untergrundzeitschriften, Buchkünstler und Kunstdrucker vor bibliophilem Publikum aus.

Mainzer Minipressen-Messe

Der Spass steigt in einem schönen, großen Zelt direkt am Mainzer Rheinufer (hinter dem Rathaus und der Rheingoldhalle) mit malerischem Blick auf Hessen, von dem uns zum Glück ein breiter Fluss mit Wasserschutzpolizei trennen wird.

Begleitet wird die MMPM wieder von zahlreichen interessanten Veranstaltungen: Poetry Slam, Workshops und eine Diskussion zur Frage, ob und welchen Sinn der Kleindruck in Zeiten von Wordpress noch hat.

Die Messe selbst ist am Do., 02.06. und Fr., 03.06. jeweils von 14:00 bis 19:30 Uhr geöffnet, Sa., 04.06. und So., 05.06. bereits ab 10 Uhr.

Der Lichtwolf ist dieses Mal wieder mit einem eigenen Stand neben den lieben Kollegen des under-dog-biz vertreten und lädt seine geschätzte Leserschaft aus Nah und Fern recht herzlich ein, der Messe und dem famosen Stand der Zeitschrift trotz Philosophie (Standnr. C30) einen Besuch abzustatten. Der Eintritt ist frei!

Am Lichtwolf-Stand (etwa in der Nähe des Cafés in der Mitte des Ausstellungszelts) kriegen Sie was geschenkt. Zudem gibt es sämtliche Ausgaben zu kaufen sowie Bücher von Lichtwolf-Autoren, die das Zeug auch gerne signieren. Neben Herausgeber Schneidegger sind die Herrschaften Bdolf, Michael Helming und die reizende Clarissa Gonzofeva vor Ort und schreiben was in den Buchdeckel. Überdies hat Schneidegger sein Privatarchiv geöffnet und bringt die letzten Exemplare von eigentlich längst vergriffenen Altausgaben des Lichtwolf (aus dem Schreibmaschinenzeitalter) mit.


Kurz und Klein am 20.03.2011, 19:42 Uhr

Veganes Gefasel

800 Zeichen können ganz schön viel sein. Denn was will man über das neue Buch von Karen Duve, "Anständig essen", mehr sagen, als dass hier eine ziemlich unbegabte Schriftstellerin ein ziemlich modisches Thema auf ziemlich durchschaubare Weise ausnützt, um ziemlich viel ziemlich unverdiente Aufmerksamkeit auf sich zu lenken? Eben, nichts.

Nur gut, dass der derzeitige Hype um Frau Duve auch ziemlich schnell wieder vergessen sein wird. Genauso wie letztes Jahr bei dieser Helene äh... Dings.


Lichtwolf Nr. 33

Mehr Rezensionen vom Lichtwolf?

Diese und weitere Besprechungen finden Sie in Lichtwolf Nr. 33 (Titelthema: "Monster") - erhältlich hier im Einkaufszentrum für nur 6,80 Euro.







Intime Interna am 19.12.2010, 19:50 Uhr

Die Winterausgabe ist da!

Wenn es kälter wird, soll man gut essen und trinken. So lautet das Titelthema der aktuellen Ausgabe des Lichtwolf natürlich auch "Essen & Trinken" und wird die geneigte Leserschaft gut durch den Winter bringen. Sie erfahren darin alles über: Essen & Glück; die Verdauung von Elias Canetti; was es bei Bukowski zu Futtern gab; welches Nahrungsmittel Philosophen wären; ob und warum man Tiere oder Kartoffeln (nicht) essen sollte; was von kulinarischen Redensarten zu halten ist; warum es keine Philosophie des Essens gibt; undundund.

Einen Überblick über den saftigen Gehalt dieses Krustenbratens von Heft erhalten Sie im Einkaufszentrum. Gerne können Sie sich die ersten Seiten der Ausgabe im LichtwolfReader angucken oder als PDF herunterladen, ehe Sie sich das Heft nach Hause kommen lassen. Bestellen Sie hurtig, damit Sie über die Feiertage noch etwas Bekömmliches zu lesen haben!

Abonnenten sollten die Ausgabe spätestens morgen im Briefkasten haben - sofern die gelben Autos nicht allesamt von der Straße geschlittert sind.

Lichtwolf Nr. 32



Links der Woche am 13.11.2010, 14:56 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 45/10

Der lange Winter der Ordnung

Seit fünf Jahren flottiert im Netz das neoanarchistische Manifest "Der kommende Aufstand". Nils Minkmar erklärt in der FAZ den Aufruf und die Anleitung zu Subtraktion statt Subversion mit einer Spur von Anerkennung und einem zielgruppenaffinen Tadel zum Schluss. (08.11.10)

Alles kann, nichts muss

Wenn eine Petition mit über 50.000 Unterzeichnern in den Bundestag eingebracht wird, tut sich was: Tim Strohschneider berichtet im Freitag über die auf diesem Weg wiederbelebte parteipolitische Debatte um die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens (siehe dazu auch das Interview mit Daniel Häni aus Lichtwolf Nr. 27). (09.11.10)

Die ewige Hutschnur

DanielW liefert im Freitag eine Phänomenologie der Ressentiment-Bewegungen von Antifeminismus bis Sarrazin, die so genau ist, dass man sie glatt als Anleitung zur Bildung einer deutschen Tea-Party-Bewegung lesen könnte; wäre man nicht so sehr damit beschäftigt, auch an sich selbst die immergleichen Argumentationsmuster und Fühlstrukturen wiederzuerkennen. (10.11.10)

Die zweifellose Philosophie

Am 18. November steigt der alljährlich von der UNESCO ausgerufene Tag der Philosophie (siehe auch diesen Text zum Tag der Philosophie 2008). Dieses Jahr wird er ausgerechnet in Ahmadineschads Iran begangen. Alessandro Topa berichtet in der NZZ über die Situation der Geisteswissenschaften, insbesondere der Philosophie nach dem Wahlbetrug von 2009. (12.11.10)

Happy Birthday, ihr Herzgebährenden!

Zum 100. Geburtstag des literarischen Expressionismus portraitiert Silvio Vietta in der NZZ den geistigen Soundtrack zu fin de siècle, Weltkrieg I und Revolution. Krebsbarracken, Globalverwirrung und eiterndes Bürgertum - Zeit wär's für eine Neuauflage! (13.11.10)


Intime Interna am 21.03.2010, 17:07 Uhr

Der vergessliche Lichtwolf ist da!

Gestern hat die Frühlingsausgabe des Lichtwolf bereits die Abonnenten erreicht und ab sofort ist sie auch über das Einkaufszentrum bestellbar.

Dort können Sie sich übrigens auch erstmal ein Bild von diesem Heft machen, dessen Titelthema "Vergessen" lautet. Dazu ist den Beiträgern wieder eine ganze Menge eingefallen und wir haben ein feines Heft daraus gemacht, in dem wirklich für jeden etwas Anspruchsvolles dabei ist: Reminiszenzen an die Agenda 2010 und an vergessene Persönlichkeiten (fiktiv wie nicht-fiktiv), ein Schwulenporno mit Immanuel Kant, außerdem Depressionen und Bahngleisgeschichten, Mahnungen in Sachen Schland, eine elegante Herleitung der Kreiszahl Pi, Wissenswertes über Kreatives Schreiben, Antworten auf die Frage, ob Internet vergesslich macht, sowie viele schicke Zeichnungen und Photos in herrlich altmodischer Aufmachung.

Wenn auch Sie gerne zu jeder neuen Jahreszeit eine druckfrische Ausgabe der "Zeitschrift trotz Philosophie" im Briefkasten hätten, abonnieren Sie den Lichtwolf doch einfach für 19 Euro (Mobilfunkpreise können abweichen.).

Welchen Hinweis muss ich noch bringen? Ach, vergessen... (Haha.)




Intime Interna am 17.02.2007, 16:01 Uhr

Noch ein guter Grund für ein Abo

SonderheftWer jetzt (=bis April) noch ein Lichtwolf-Abo beantragt, macht gleich ein richtiges Schnäppchen. Vier reguläre Ausgaben gibt es für 10,- Euro ein Jahr lang nach Hause geschickt, "inklusive aller in diesem Zeitraum erscheinenden Sonderausgaben", wie es heißt. Allein in diesem Jahrgang werden bereits zwei Sonderausgaben erscheinen, eine davon ist erwartungsgemäß "Das Dunkle Zeitalter Vol.III", das die gleichnamige Sonderheftreihe im Juli abschließen wird. In Vol.I wurden die Lichtwolf-Ausgaben Nr.1-4, in Vol.II die Nummer 5-8 neu aufgelegt, Vol.III umfasst die Nummern 9 bis 12, wodurch alle früheren, längst vergriffenen Ausgaben des Lichtwolf komplett vorliegen werden. "Das Dunkle Zeitalter Vol.III" wird allen Abonnenten im Juli zusammen mit Lichtwolf Nr.24 zugestellt.

Nun aber zu der anderen Sonderausgabe, deren Titelbild uns links schon anlächelt:

Der Lichtwolf nimmt in diesem Jahr erstmals an der Minipressenmesse vom 17. bis 20. Mai 2007 in Mainz teil und hat aus diesem Anlaß ein ausnahmsweise rot ummanteltes Sonderheft aufgelegt, in dem praktisch alles drinsteht, was man über den Lichtwolf wissen muß: Welchen Sinn und Zweck der Lichtwolf hat, welche Geschichte, wer die Macher sind und was üblicherweise im Lichtwolf abgedruckt wird - steht alles hierdrin. Dieses Sonderheft ist - wie alle Sonderausgaben - streng limitiert und wird für Normalsterbliche erst auf der Mainzer Minipressenmesse zu erwerben sein. Nur falls anschließend noch Exemplare übrig sind, kann das Sonderheft ab Juni über das Einkaufszentrum bestellt werden.

Lichtwolf-Abonnenten kann das egal sein: Die erhalten nicht nur auf jeden Fall ein Exemplar der Sonderausgabe. Nein, die bekommen das schicke Heft auch einen Monat, bevor sonst jemand es zu Gesicht bekommt, nämlich zusammen mit der im April erscheinenden Ausgabe Nr.23.

Wer also bis dahin kein Abo hat, ist selber Schuld! So.


11.10.2004, 11:32 Uhr

Über den Lichtwolf

Der Beitrag "Was ist der Lichtwolf?" von Timotheus Schneidegger wurde diesem Dossier hinzugefügt.



Ähnliche Suchbegriffe:

Erneute Suchanfrage oder zum Stichwortverzeichnis.


Lektüreempfehlungen


Reklame

Jenseits des Menschen

Lichtwolf Nr. 39 vom Herbst 2012 zum Thema "Jenseits des Menschen", 92 Seiten DIN A4 für nur 7,80 Euro - oder gleich abonnieren.



catware.net Verlag

Martin Gohlke: Im Bauch der Titanic

Da wird die Geschichte der westdeutschen Intelligenz lebendig: Martin Gohlkes Roman gibt es als Hardcover mit 394 Seiten beim catware.net Verlag oder hier im Einkaufszentrum für nur 19,80 €.


Marc Hieronimus: Der Schritt zur Seite

Die erste Gesamtdarstellung der Décroissance-Bewegung und ihrer Ursprünge, ihrer Motive, Denker und falschen Freunde: Das leidenschaftliche und fundierte Plädoyer für ein anderes Leben ist erhältlich direkt beim catware.net Verlag oder im Buchhandel (ISBN 9783941921634) erhältlich.


David Hume: Von der Regel des Geschmacks

David Humes Essay über die Ästhetik „Von der Regel des Geschmacks“, von Martin Köhler neu übersetzt: als Taschenbuch beim catware.net Verlag oder hier im Einkaufszentrum für nur 6,80 € - sowie als E-Book für Kindle oder im epub-Format für bloß 2,99 €.



www.lichtwolf.de