"Fun ist ein Stahlbad." (Adorno) - Donnerstag, 23. Mai 2013
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Mit dem Stichwort "Bildung" sind die folgenden Artikel markiert:
Links der Woche am 15.09.2012, 14:41 Uhr
Links der Woche, rechts der Welt KW 37/12
Nach der Postmoderne, so die auch nicht mehr ganz so frische These von Boris Groys in der ZEIT, kommt das Netzwerk als Erklärung der kreativen Klasse dafür, vom plebejischen Massenmenschen nicht mehr verstanden zu werden. Der Kalte Krieg hielt den Historizismus noch eine Weile am Leben, jetzt ist ewige Google-Gegenwart und jeder ist globaler content provider. (09.09.12)
Der blinde Hund weist auf einen Artikel des britischen Philosophen Stephen Law hin, der unter der Überschrift, warum man Philosophie studieren sollte, den Absolventen dieses schönen Fachs die Inkompetenzbewältigungskompetenz fürs 21. Jahrhundert attestiert. (10.09.12)
Lange hat es gedauert, doch nun endlich hat sich das Institut für Polytoxikomanologie und Perspektivismus ein Grundstück auf Wordpress besorgt. Endlich können Sie IPuP-Forschungsergebnisse nicht mehr bloß im Lichtwolf und auf Facebook verfolgen!
Jürgen Kaube von der FAZ ist überhaupt nicht amused von dem Ton, in dem eine Studie der Vodafone-Stiftung beklagt, dass immer mehr Abiturienten - vor allem aus den sog. "bildungsfernen Schichten" - statt eines Studiums lieber eine Lehre anstreben. (14.09.12)
Quantenphysiker Josef Honerkamp hat es ein wenig mit den Philosophen. In seinem jüngsten Scilog-Eintrag wundert er, wie nicht nur der Rationalismus auf der heimlichen Annahme fußt, Wahrheit werde sich auf intuitive Weise zeigen. Unter "Evidenz" versteht man in der Physik was anderes und auch Wahnvorstellungen können mit beeindruckenden Argumentationsgirlanden verziert sein. (15.09.12)
Auch das noch:
Judith Butler hat ihn trotz aller Proteste bekommen, den Adorno-Preis, und die taz hat noch ein ein paar Meinungen dazu.
Links der Woche am 03.03.2012, 14:05 Uhr
Links der Woche, rechts der Welt KW 09/12
Falls Rot-grün, Occupy und NABU hierzulande noch ein Dokument zur Wiederbelebung und Blockbildung fehlte, liegt es nun aus der Feder von Naomi Klein in den Blättern für deutsche und internationale Politik vor: Die Rechte leugnet den Klimawandel, weil sie von dem System profitiert, das ihn forciert. Im Umkehrschluss sind der Kampf gegen den Klimawandel und der für eine gerechtere Wirtschaftsform derselbe.
Bei uns wohnt die "Wissensgesellschaft" in der "Bildungsrepublik". Andrea Roedig hegt im Freitag allerdings Zweifel an den Segnungen einer Bildungsinflation, die sich darin äußert, dass ein hohes Bildungsniveau - zumindest den Geisteswissenschaftler - weder sicheren Job noch hohes Gehalt bescheren, und dass Wissen zur Ware wird, die um des Profits willen massenhaft und billig auf Halde produziert wird. (27.02.12) (Ein gutes altes Beispiel für das gebildete Prekariat gibt der Privatdozent ab, mit dem sich Stefan Laube in der FAZ beschäftigt. Auf Laubes "Versorgungsmentalität" antwortet ein mit dem Status quo sehr zufriedener Volker Rieble.)
Reiche nie aus den Augen lassen
Und wenn Sie jetzt noch immer keinen Hals auf die Besitzenden haben, tun Sie sich noch das rein: Die taz stellt via dpa eine der beliebten US-Studien vor, die Vorurteile bestätigen. Fahrer dicker Autos wirken demnach nicht nur rücksichtsloser, sie sind es auch, und Reiche greifen im Gegensatz zu Armen eher mal anderen in die Tasche. (28.02.12)
Trost finden die zu kurz Gekommenen in der FAZ, wo Christian Geyer (eher kritisch) Reinhart Kosellecks weitgehend psychologiefreie Erkenntnistheorie des Besiegten vorstellt. Demnach können Niederlagen zumindest die Historiker scharfsinniger machen. (21.02.12)
Na, haben Sie das Beste aus dem 29. Februar gemacht, den es dieses Jahr mal wieder als Dreingabe zu den üblichen 365 dazu gab? Wie und warum das mit den Schaltjahren bzw. -tagen so ist, erklärt Klaus Bartels in einem höchst lesenswerten NZZ-Beitrag zur globalen Kalendergeschichte. (01.03.12)
Freiheit ist schön, macht aber viel Arbeit. Drum ist der Liberalismus wenig sexy, aber notwendig, so der Tenor des Aufsatzes von Gerhard Schwarz in der NZZ. (02.03.12)
Links der Woche am 12.11.2011, 13:02 Uhr
Links der Woche, rechts der Welt KW 45/11
Uwe Ebbinghaus hat für die FAZ eine sehr okaye Meditation über "okay" geschrieben, das Zivilisationswort schlechthin: universell verwendbar und weltweit verständlich, seine Herkunft und Ausbreitung ist ein Mythos, dem der Autor kulturhistorisch nachgeht. Ist die okay-Inflation im Alltag eine Unsitte oder ein Symptom - und wofür? Und welches ästhetische Potential schlummert in "okay"? (07.11.11)
Bildung nach Manchesterkapitalismus-Art
Die FAZ verfolgt den Umbau der Universitäten zu IKEA-Filialen, wie er in Großbritannien mit manischem Eifer betrieben wird, aufmerksam (wir verlinkten). Rüdiger Störkels jüngster Bericht über die Umwertung vom Studenten zum Kunden bzw. Produkt bietet einen historisch fundierten Überblick über die ökonomistischen Reformpläne. (08.11.11)
Marx hatte recht, sagt der Historiker Christopher Bayly in der FR, sowohl was die Ungleichheit im Spätkapitalismus angeht wie auch die These, dass sich der Kapitalismus selbst verzehrt. (Warten wir mal ab...) Drum ist Marx derzeit auch wieder ein gefragter Analytiker. (Passend dazu: Die taz berichtet von einer Historikertagung, auf der letzte Woche die lange unterschätzte Bedeutung des Antikommunismus für die Bundesrepublik erörtert wurde.)
In den Nachrichten ist seit geraumer Zeit von "den Märkten" die Rede, die beruhigt werden oder neues Vertrauen schöpfen wollen. Wer sich schon immer gefragt hat, wer und was sich hinter der Rede von den "Märkten" verbirgt, der lese den erhellenden Crashkurs in Finanzwesen aus der Feder des Soziolgen Heiner Ganßmann bei Le Monde diplomatique.
Laut EU-Richtlinie zum Betrieb von Umwälzpumpen im Fäuleton ist es mindestens zwei Mal pro Jahr notwendig, die gesellschaftliche Rolle bzw. das Verschwinden der Intellektuellen aufs Tapet zu bringen. Vorschriftsgemäß sechs Monate nach Stephan Moebius beklagt nun Thomas Assheuer ebenfalls in der ZEIT, dass die Intellektuellen in der Eurokrise ungehört bleiben. (10.11.11)
Der linkenswürdige Rest
Zwei Pariser Ausstellungen zeigen den Nachlass Walter Benjamins und die Photographie seiner Gefährtin Gisèle Freund. +++ Am 17.11. ist Welttag der Philosophie; wir machen weiterhin nicht mit. +++ In Tübingen protestiert die Fachschaft Philosophie gegen die zeitgemäßen Kürzungen im Bereich Geisteswissenschaften. +++ Auf verlorenem Posten ist genug Platz für alle: Vom durchschlagenden Markterfolg des Lichtwolf ermutigt kommen im November gleich zwei neue Philosophie-Magazine in die Kioske. (Wäre übrigens nett, wenn die Hamburger Kollegen ihre im August bestellten Lichtwölfe so langsam mal bezahlen.)
Links der Woche am 24.09.2011, 14:24 Uhr
Links der Woche, rechts der Welt KW 38/11
Yeah, der Papst ist da und Christoph Lüthy weist in der NZZ auf anspruchsvolle Häresie hin: Leen Spruit und Pina Totaro haben "The Vatican Manuscript of Spinoza's Ethica" herausgegeben. Das ist zwar nicht die vatikanische Fatwa gegen den Monismus der theologischen Krawallnudel Spinoza. Aber mindestens so gut, nämlich ein philologischer Krimi um das, was Spinoza tatsächlich und vermeintlich Indizierenswertes geschrieben hat. (21.09.11)
Dank verkürztem Gymnasium und ausgesetzter Wehrpflicht wird es zum diesjährigen Wintersemester in den Hörsälen noch enger als ohnehin schon; jedenfalls für die, die überhaupt einen Studienplatz bekommen. Die sonntaz dieser Woche berichtet von der Hafencity der Politik, der Bildungsbaustelle, und hat sich schon einmal mit einer im Stau steckenden Abiturientin unterhalten. (23.09.11)
Alles aus Liebe
Die Frankfurter Feuilleton-Gräfinnen haben Marbach die Ehre erwiesen. Denn das dortige Literaturmuseum hat eine Ausstellung über die berühmtesten, schönsten und missbrauchtesten Worte der Welt eröffnet: "Ich liebe Dich!" Also berichten sie darüber, Felicitas von Lovenberg in der FAZ und Judith von Sternburg in der FR. Beide Damen sind sich einig: Was in Wirklichkeit der schönste Satz ist, gerät in der Literatur zum peinlichen "Groschenheft-Standard". (23.09.11)
(In diesem Zusammenhang sei dringend auf das IPuP-Symposium zum Thema "Garring Lolo" (vgl. Lichtwolf Nr. 33, S. 36ff.), also zur Psychose namens Verliebtheit, hingewiesen, das am 25.09. ab 19:30 Uhr in der Theaterwerkstatt des Bremer Schlachthofs stattfindet.)
Nachtrag, 27.09.11: Auch die SZ hat - natürlich! - eine Dame nach Marbach geschickt. Nicht adelig zwar, dafür mit Doppelname bespricht Kristina Maidt-Zinke die Ausstellung.
Nachtrag, 07.10.11: Und nun war auch die WELT in Marbach.
Karl Jaspers war chronisch lungenkrank und wuchs mit der Aussicht auf einen frühen und qualvollen Tod auf. Der Neurochirurg Arnaldo Benini beschreibt in der NZZ Jaspers' Beschwerden, seinen Umgang damit und wie sie ihn sowie seine Existenzphilosophie geprägt haben. (24.09.11)
Der Münchner Philosophen Heinrich Meier hat sich in seiner Studie "Über das Glück des philosophischen Lebens" intensiv mit den "Träumereien des einsamen Spaziergängers", in denen Rousseau die persönliche Bilanz eines Lebens für die Philosophie gezogen hat. Martin Meyer bespricht das Buch in der NZZ. (24.09.11)
Sünschtiges
In der TLZ fragt Prof. Dr. Detlef Jena, ob Talkshows die Salons von heute sind und ob Schopenhauer da mitmachen würde. +++ Auf der Suche nach einem Lieblingsfußballer? Wie wäre es mit "Union-Star Patrick Zoundi (29)" (?), der sich laut BZ lieber mit Philosophie als Playstation beschäftigt. +++ Gestern vor 20 Jahren erschien "Nevermind", auch die ZEIT und die taz erinnern daran.
Hochschule am 11.12.2007, 23:31 Uhr:
Der Lichtwelpe am 04.11.2007, 11:20 Uhr:
Der Lichtwelpe: Mein Freund wird Lehrer!
Maik hat ein Problem mit einem seiner Freunde. Der Lichtwelpe steht mit Rat & Tat zur Seite. Toll.
Intime Interna am 17.01.2007, 12:08 Uhr
Slam - Kulturschock - neues Heft
Gestern tagte der "Slam Deluxe" in der MensaBar, gewohnt souverän und reizend organisiert und moderiert von Donna Monika Koncz. Auf der Bühne zu sehen und zu erleben waren
Grohacke aus Heidelberg, Johannes Franzen, Victor Kümel, Nike Herberg, Genia Borisowa, Lukas Schütte und Tina Wirtz, allesamt je begleitet von Nikolaus Halfmann am Saxophon und flankiert vom Bühnenstück "Auf die Familie!" von und mit Judith Stieber & Timotheus Schneidegger. Man, da haben Sie was verpasst!
Aber der nächste Slam Deluxe in der Freiburger MensaBar findet schon wieder am 13.Februar 2006 statt.
Schon früher, in der nächsten Woche, geht es im Namen einer guten Sache weiter: Unter dem Titel "Kulturschock" treten am 24.01. ab 20:30h in der MensaBar Freiburg Bernd Lafrenz (mit einem Ausschnitt aus seiner legendären "Sommernachtstraum"-Inszenierung), Monika Koncz, Timotheus Schneidegger und die Band Emerge zur Unterstützung des Gebührenboykotts und für freie Bildung auf. Der Eintritt ist frei und Sie sind herzlich eingeladen, sich das anzugucken, solange die Genese von Kultur an deutschen Universitäten noch möglich ist (=bis Sommersemester 2007).
Aufgrund all dieser peripheren Aktivitäten wird sich die Veröffentlichung der überfälligen Januar-Ausgabe ("Winter") des Lichtwolf noch um einige Tage verzögern. Wir bitten die Abonnenten, von wütenden Nachfragen abzusehen.
Hochschule am 30.05.2005, 23:14 Uhr
Freiburger Studentenproteste vom Mai 2005
Der Beitrag "Bibliographie zu den Freiburger Uniprotesten vom Mai 2005" von Timotheus Schneidegger wurde diesem Dossier hinzugefügt.

Lebenswelt am 19.05.2004, 11:31 Uhr:
heads and hands 2004 - Der Bericht
Dieses Dossier umfasst folgende weitere Beiträge:
- heads and hands 2004 - Außenbeziehungen nach Augustinus (19.05.04)
- heads and hands 2004 - Chancen gleich Null (19.05.04)
- heads and hands 2004 - Ethikum für sonntägliche Besinnung (19.05.04)
- heads and hands 2004 - Fotogalerie (19.05.04)
Philosophistik & Misosophie am 01.07.2003, 16:21 Uhr:
Hochschule am 26.04.2003, 16:30 Uhr:
Kultur(terrorismus) am 07.01.2003, 18:27 Uhr:
Ähnliche Suchbegriffe:
Erneute Suchanfrage oder zum Stichwortverzeichnis.
Mehr lesen? Wie wäre es mit diesem Beitrag:
Phosphoriszierende Prosa & Lyrik am 01.07.2005, 20:03 Uhr:
Das Monatsbuch bietet eine Übersicht aller Themen und Beiträge.
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Die Nr. 26 ist die zweite mit Computerdampfkraft erstellte Ausgabe des Lichtwolf, komplett Schwarzweiß und ein grotesk gutes Heft mit 52 Seiten, davon der überwiegende Teil zum Titelthema Werbung.
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