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Monatsbuch

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Mit dem Stichwort "Bücher" sind die folgenden Artikel markiert:


Links der Woche am 15.07.2017, 14:17 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 28/17

Warum werden sie so gehasst?

Henrike Schirmacher widmet den oft als Flugratten verunglimpften Stadttauben in der FAZ einen sehr interessanten und bisweilen wenig mitfühlenden Text, in dem es u.a. über den Zusammenhang zwischen dem von Denkmalschützern gefürchteten Taubenkot und unserer Diät sowie über den zwischen urbaner Umgebung und Tierbild geht. (11.07.17)

Wo ist noch Intellektuellenbuch?

In der NZZ fragt sich Jan Söffner, warum immer weniger Menschen der Aufforderung eines gedruckten Buchs nachkommen, sich Zeit dafür zu nehmen, und lieber schnell das Internet bemühen. Söffner vermutet, die intellektuell hungrigen Leser seien einfach zu oft enttäuscht worden von Büchern, die bloß als Forschungsbeleg veröffentlicht wurden, und gibt Tipps, wie im 21. Jahrhundert Denkabenteuer zu schreiben wären. (12.07.17)

Du wirst, was du studierst.

Was macht das Studienfach aus einem Menschen? Das hat sich Samuel Kramer für das Uni-Blog der FAZ gefragt und mit drei jungen Studenten unterhalten: Die Medizin-, Jura- bzw. Soziologiestudenten bestätigen so manches Klischee über ihre Fächer und überlegen, woran das wohl liegt. (13.07.17)

Vor der Komplexität kapitulieren

Nach dem G20-Gipfel vorige Woche zeigt Armin Nassehi in der ZEIT Verständnis für die Polizei und denkt über die Atrraktivität politischer Gewalt nach. Die Linke hat es leicht, weil sie - anders als die Rechte - sympathische Forderungen stellt, darum nicht über den Weg zu ihrer Erfüllung nachdenken kann und ergo latent autoritär ist, während „es der globalisierten Welt noch nie so gut ging wie heute.“ (13.07.17)

Mit Trump gegen Trump?

Naomi Klein hat jüngst ein Buch darüber geschrieben, wie es zu Trump kam und was wir jetzt tun müssen. Tim Adams portraitiert im Freitag die prominente Vordenkerin der US-Linken, die den Aktivismus wieder cool machen will und aus deren früheren Veröffentlichungen Trump scheinbar viel gelernt hat. (14.07.17)

Was man so alles lesen kann

Die taz ist ziemlich enttäuscht von Peter Sloterdijks lieblos zusammengestellter Essaysammlung „Nach Gott“. +++ Bei Glanz & Elend werden besprochen sowohl Manfred Geiers Doppelbiographie „Wittgenstein und Heidegger“ als auch Andreas Urs Sommers Essay gegen den moralischen Relativismus. +++ Die NZZ zeigt sich sehr angetan von Ralf Konersmanns „Wörterbuch der Unruhe“, das diese als Zeitphänomen aus philosophischer Distanz analysiert. +++ Die SZ stellt Julian Nida-Rümelins Lob der Grenzziehung - im Privaten wie im Staatlichen - vor, dass da lautet: „Herzlich willkommen, aber...“ +++ Bini Adamczaks Büchlein „Communism for Kids“ gilt der Rechten in den USA als Beleg für die Perfidie ihrer imaginierten Feinde: Die SZ erklärt, worum es in der vermeintlichen Indoktrinationsfibel wirklich geht. +++ Uwe Justus Wenzel denkt in der NZZ anlässlich von Jason Brennans Buch „Against Democracy“ über die schillernde Vielfalt von Willensbekundungen nach, die in der Demokratie als vox populi laut wird.

Henry David Thoreau zum 200.

Die FR würdigt Henry David Thoreau zu seinem 200. Geburtstag und bringt neben einem Portrait auch eine Liste von Neuerscheinungen zu dem Waldgänger. Die taz bespricht Frank Schäfers Thoreau-Biographie und die WELT überlegt, wie Thoreau zu Obama und Trump stehen würde...

Et cetera:

Die Soziologie hat ein ähnliches Problem wie die Philosophie: Im Studium lernt man nur, wie man das Fach lehrt. Einige Soziologen wollen diejenigen Absolventen, die es nicht auf einen Lehrstuhl schaffen, als professionelle Gesprächspartner arbeitsmarktfähig machen, wie die FAZ meldet. +++ Die FAZ berichtet außerdem von einer Tagung in Jena über die linken Wurzeln des Faschismus und rechtspopulistische Erfolge unter Arbeitern und Arbeitslosen. +++ Kognitive Verzerrung: Telepolis schreibt über eine Studie, wonach in den USA über muslimische Attentäter fast fünf Mal so ausführlich berichtet wird wie über nicht-muslimische. +++ Womöglich kennen Sie das Selfie des Schopfmakaken-Weibchens auch aus Lichtwolf Nr. 51, wo es Marc Hieronimus’ Essay über die narzisstische Massenpsychose unserer Tage einleitete. Ebenso womöglich muss das Photo in den noch unverkauften Ausgaben bald geschwärzt werden, denn die Tierrechtsorganisation Peta will den Streit darum, wer das Urheberrecht an dem Bild hat - die Makakendame oder der Besitzer des Photoapparats - ein für alle Mal klären, wie die FAZ meldet. +++ Heute Abend ab 23:05 Uhr gibt es im Deutschlandfunk die Lange Nacht über Walter Benjamin.



Links der Woche am 20.05.2017, 14:01 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 20/17

Check mal deine Privilegien!

Wer als deutsches Weißbrot afrikanische Gerichte kocht, macht sich der „kulturellen Aneignung“ schuldig: Leander F. Badura beschäftigt sich im Freitag mit „Critical Whiteness“ als neuem antirassistischen Blockwartdenken, das auch und besonders innerhalb von emanzipatorischen Bewegungen zu ständig neuen Vorwürfen und Defamierungskampagnen führt, erst recht wenn keine „Trigger-Warnungen“ vorausgeschickt wurden. (17.05.17)

Nichts darf man, außer alles!

Der Berliner Historiker Jörg Baberowski wird von einer trotzkistischen Gruppe als Kulturrassist stigmatisiert. Im Interview mit der NZZ wehrt er sich gegen die Vorwürfe und sieht vielmehr bestimmte Einwandergruppen von Kulturrassismus geprägt. Nicht fehlen darf dann noch die ausführliche Klage, rechts des linksgrünen Mainstreams sei nichts mehr erlaubt. (20.05.17)

Et cetera:

Die FAZ gratuliert zwei Denker(innen) zum 70. Geburtstag, nämlich der „linken Aristotelikerin“ Martha Nussbaum und dem Genusssoziologen Tilman Allert. +++ Die NZZ wiederum schreibt einen Nachruf auf den Vordenker der Diskursethik, Karl-Otto Apel, der mit 95 Jahren gestorben ist. +++ Mladen Gladi? und Christine Käppeler zeichnen im Freitag nach, wie Bini Adamczaks Büchlein über Kommunismus im Kinderzimmer aus Münster seinen Weg zum US-Hassvulkan Breitbart fand (und bald auch den hiesigen Neurechten den Schaum vor den Mund treiben wird). +++ Die FR empfiehlt Jörg Schneiders Ratgeber „So werde ich Nazi - Welcher Extremismus passt zu mir?“. +++ Die SZ portraitiert den NATO-Informatiker Brad Bigelow, der auf seinem Blog Neglected Books Bücher bespricht, die einst (oder auch nie) erfolgreich waren und heute vergessen sind.


Links der Woche am 17.12.2016, 14:27 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 51/16

Nuit debout ist vorbei?

Für die NZZ blickt Marc Zitzmann auf die Pariser Protestbewegung Nuit debout, in der sich im Frühjahr zahlreiche Aktivisten für eine andere Weltordnung versammelten. Das ganze nahm schnell Event-Charakter an, führte nicht zum erhofften Generalstreik und politisierte doch die Jugend womöglich nachhaltig. (17.12.16)

Ayn Rand...

...wäre ob der Entwicklung in den USA ganz aus dem allein mit harter Arbeit erworbenen Häuschen. Tom Schimmeck portraitiert die russischstämmige Schriftstellerin im Freitag als Ikone des Neoliberalismus mit geradezu fanatischer Anhängerschaft unter Republikanern und Hedge-Fonds-Managern. Auch Politico widmet sich Ayn Rand bzw. dem wichtigsten Einfluss auf ihre Weltanschauung, nämlich dem Schriftsteller Nikolai Chernyshevsky, dessen Revolutionsroman „Was ist zu tun?“ bei Dostojewski Abscheu erregte und Lenin ebenso nachhaltig inspirierte wie den Nihilisten Netschajew - und eben Ayn Rand.

Bücher, Bücher, Bücher

Elisabeth von Thadden empfiehlt in der ZEIT drei Bücher zur Stärkung der kriselnden Demokratie. +++ Ebenfalls in der ZEIT bespricht Eva Bucher Timothy Garton Ashs „Redefreiheit“, worin dieser den Liberalismus im Internetzeitalter verteidigt. +++ Bei Glanz & Elend zeigt sich Herbert Debes begeistert von Peter Frankopans „Licht aus dem Osten“, das die Weltgeschichte mal nicht eurozentristisch, sondern aus der Perspektive des nahen und mittleren Osten erzählt. +++ Die NZZ rezensiert Otfried Höffes 2.500 Jahre umspannende „Geschichte des politischen Denkens“ von Platon bis Rawls. +++ Ein sehr weihnachtsfähiges Buch ist „Der Schritt zur Seite“ von Marc Hieronimus, der in der aktuellen Nummer der Zeitschrift La Décroissance erklärt, worum es darin geht.

Außerdemos von Sonstnochos:

Telepolis meldet, dass einige Konstanzer Forscher Klage gegen die Verpflichtung eingereicht haben, ihre Publikationen (auch) via Open Access zur Verfügung zu stellen. +++ Der Tagesspiegel unterhält sich mit David Weinberger über Filterblasen, Fake News und Facebook. +++ Die NZZ beschäftigt sich am heutigen Samstag mit Hass. Uwe Justus Wenzel schaut nach, was Kant und Dante zu dem Thema zu sagen haben. +++ Lichtwolf Nr. 56 zum Thema Gebäck ist fertig und wird eingetütet. Ein Abo zwecks Erhalt des Hefts noch vor den Feiertagen ist hier erhältlich; nutzen Sie die nächsten zwei Wochen zum Bestellen, denn ab dem 1.1.2017 kostet ein Lichtwolf-Abo nicht mehr 26,80 Euro, sondern unfassbare 29,80 Euro (bzw. 39,80 Euro bei Lieferung ins Ausland)!


Links der Woche am 06.02.2016, 14:38 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 06/16

Männer können alles sein

Kluge Frauen betonen es seit Jahrzehnten, ihre Gegner wollen es nicht kapieren: Feminismus ist nicht männerfeindlich. Selma Mahlknecht zeigt bei Telepolis, dass vor allem Männer eine männerfeindliche Atmosphäre schaffen und von der Gleichberechtigung nur profitieren können, wenn sie denn schon keine ethische Einsicht in ihre Notwendigkeit haben wollen. (30.01.16)

Kooperation statt Konkurrenz

Die ZEIT führt ein langes Interview mit Martin Nowak, der - für einen Evolutionsbiologen eher ungewöhnlich - gläubiger Katholik ist, und natürlich erstmal erklären muss, wie das zusammenpasst, worüber er auch manchen Vortrag hält. Für die Vereinbarkeit von Religion und Wissenschaft spreche etwa die Mathematik. (04.02.16)

Dada wird 100

Diese Woche jährte sich Hugo Balls Einladung ins Cabaret Voltaire zum 100. Mal und Christian Schröder lässt im Tagesspiegel ein Jahrhundert Dada Revue passieren: Von den Zürcher Anfängen der Erz-Avantgarde im WK I bis zu den baldigen Niedergängen und Wiedergeburten. (05.02.16)

Piraten in Gerichten

2015 war für deutsche Verlage ein „annus horribilis“, schreibt der Slawist Urs Heftrich in der FAZ, und begründet das mit zwei Gerichtsurteilen, die Bibliotheken das digitale Bereitstellen von eingescannten Büchern erlauben und Verlage von VG-Wort-Tantiemen ausschließen sollen. Den Todesstoß fürs deutsche Verlagswesen sieht Heftrich in staatlich forcierten Open-Access-Publikationen. (05.02.16)

There's something in the Air

Georg Seeßlen beschäftigt sich im Freitag mit der erfundenen Geschichte von einem Syrer, der in der Warteschlange vorm Berliner Lageso verstorben sein soll, und damit, warum der Fake so „erfolgreich“ war. Die Hyperinformationsgesellschaft hat keine Vielfalt, sondern neuen Mainstream hervorgebracht, und verhält sich darin ähnlich hysterisch-irrational wie der spekulative Finanzmarkt. (05.02.16)

Ab in den Orkus!

Da simma dabei: Ulf von Rauchhaupt beschreibt in der FAZ ausführlich, was beim Sturz in ein schwarzes Loch vor sich geht. Dazu führt er zunächst in die faszinierende Wissenschaftsgeschichte dieser astronomischen Objekte ein, ehe es um die verschiedenen Möglichkeiten geht, unter einem krassen Sternenhimmel von einer solchen Raumzeitverzerrung in auf Nimmerwiedersehen verschwindende Stücke gerissen zu werden. (06.02.16)

Schamloser Hass

Im Netz spricht der Hass und bringt eine neue deutsche Hasskultur hervor, wie Hans-Jürgen Krug bei Telepolis rekapituliert, während (und wie) PEGIDA gerade europaweit demonstriert. In der FAZ unterhält sich Andrea Diener mit der Sozialpsychologin Catarina Katzer darüber, warum es so verführerisch ist, im Netz z.B. die Fascho-Sau rauszulassen (und warum das Internet uns durcheinander und Beziehungen oberflächlich macht). In der SZ schließlich setzt sich Till Briegleb aus aktuellem Anlass mit dem Gefühl der Scham auseinander - und welche Rolle Moralvorstellungen, Privatsphäre und „Gefühlspolitik“ dabei spielen.

Außerdemos von Sonstnochos:

Fnord-Report in groß: Auf dem Wiki psiram.com kann man sich über Esoterik, Verschwörungstheorien und den ganzen anderen Quark informieren und staunen, was es außerhalb der Psychiatrie so alles gibt. +++ Guy Debord hat nicht nur übers Spektakel geschrieben, sondern war auch Praktiker: Das Österreichische Filmmuseum zeigt, wie der Standard meldet, die Filme Debords. +++ Mal ein paar Bilderbücher? Der Tagesspiegel verweist auf Kirsten Boies deutsch-arabisches Bilderbuch über die Flucht einer syrischen Familie; die NZZ stellt Kathrin Schärers traurig-schönes Bilderbuch über den Tod, den Fuchs und einen Apfelbaum vor. +++ Die NZZ bespricht auch Lambert Wiesings philosophische Abhandlung über Luxus als ästhetischen Widerstand gegen die Zweckrationalität - sowie Axel Honneths Sozialismusrehabilitation, die von einem links-liberalen Freiheitsbegriff getragen werde. +++ Der Buchautor Patrick Spät bekennt sich bei den Krautreportern mit Link dazu, die Links der Woche zu lesen. Das ist sehr nett!


Links der Woche am 07.09.2013, 10:18 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 36/13

Der Konsumismus ist ein Idealismus

William James war noch überzeugt, mit Besitztümern wüchse auch das Ich, was Konsumforscher Russell Belk 100 Jahre später aufgriff, als Madonna noch von der material world sang. Bernd Graff berichtet in der SZ, Belk habe seine Marketing-Theorie vom Besitz als Ich-Erweiterung nun für das digitale Zeitalter der immateriellen Güterwirtschaft revidieren müssen. (01.09.13)

Quell der Verschwörungstheorien

Dieser Tage kommt ein Film über Wilhelm Reich ins Kino, was Thomas Barth bei Telepolis zum Anlass nimmt für ein vierteiliges Portrait des verfemten Freud-Schülers und Justizopfers. Im vorliegenden ersten Teil betrachtet er den Rufmord an Reich sowie seine mögliche Beteiligung am MKULTRA-Projekt, die den Kinofilm massentauglich machen soll. (04.09.13)

Der rechnende Souverän und der schwitzende Bürger

Bei Telepolis unterhält sich Jörg Auf dem Hövel mit Hans-Christian Dany über selbstregulierende Systeme als ideologisches Vorbild des Panoptikums der Selbstoptimierung, zu dem die Gesellschaft herabgesunken ist. In den letzten Wochen war ja viel die Reden von Algorithmen und Big Data, allerdings war selten etwas so Unaufgeregtes und Instruktives zu lesen wie das Interview, das die taz mit der Informatikerin Yvonne Hofstetter führte, die automatisierte Systeme für Hochfinanz und Militär konzipiert. Edward Snowden hat den Whistleblower-Preis 2013 erhalten und Joachim Güntner berichtet für die NZZ von der Verleihung in Abwesenheit und den Reden über den ausgelieferten Bürger. Auch Slavoj Žižek hebt im Freitag zu einem Lob der Whistleblower mit Marx und Kant an.

Schaffe, schaffe, Leben bauen

Der Chefredakteur des Philosophiemagazins "Hohe Luft", Thomas Vašek glaubt nicht, dass das Leben erst nach Feierabend beginnt, und hat mit "Work-Life-Bullshit" ein Buch sowohl gegen das fordistische Arbeitszeitmodell als auch das bedingungslose Grundeinkommen geschrieben. Im Interview erklärt er bei Cicero, warum Arbeit zu wichtig ist, um sie anderen zu überlassen. (04.09.13)

Außerdemchen:

Das Büchergeld für Begabtengeförderte wurde pünktlich zur Bundestagswahl erhöht, was - wie der Freitag kommentiert - nur Stipendiaten aus Akademikerfamilien nützt. +++ Die NZZ bespricht Odo Marquards Philosophie des Alterns. +++ HUG plädiert in der FAZ für eine neue dem Internet angemessene Oberflächlichkeit und Jürgen Kaube schüttelt den Kopf über die Freudenschreie angesichts steigender Studierendenzahlen. +++ Georg Seeßlen bloggt über Kleinigkeiten wie Börsenberichterstattung, Gramsci und Verspargelung.


Links der Woche am 01.04.2012, 15:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 13/12

Glück auf beim Data Mining

Dietmar Dath glaubt nicht, dass früher alles besser war, aber auch nicht, dass in Zukunft alles besser wird. In der FAZ skizziert er die vier Paradigmen der exakten Wissenschaften, deren jüngstes viertes ein Kind der Möglichkeit ist, komplizierte Berechnungen mit einer Turingmaschine zu erledigen. Vernetzt man Millionen davon, schlägt die Quantität in eine neue Qualität um, in welcher Theorie, Experiment und Simulation ununterscheidbar sind. (28.03.12)

Der Unvermeidliche

Hans Ulrich Gumbrecht denkt in seinem philosophischen FAZ-Blog "Digital/Pausen" diese Woche über die Frage nach, ob Heidegger unvermeidlich sei. (In Freiburg: ja) Grund ist die Tatsache, dass Subjektphilosophie und Konstruktivismus abgewirtschaft sind und besonders Heideggers Spätwerk neue Impulse zur Gegenwartsanalyse geben könnte. Daneben setzt sich Gumbrecht noch mit seinen inzwischen abgelegten Vorbehalten gegen Heidegger wg. 1933/34 auseinander. (30.03.12)

Metametameta

Leonie Seng verweist in Ihrem Philosophie-Blog auf das Philolink-Blog, das seit einigen Tagen Links zu philosophischen Themen sammelt, und wir verweisen in unserer wöchentlichen Sammlung von Links zu philosophischen Themen auf den Verweis zur Verweissammlung. Deconstruct this, Poststrukturalismus! (30.03.12)

Weltwissen in 45-Minuten-Häppchen

Judith Schalansky hat mit "Der Hals der Giraffe" den wunderbaren Monolog einer verbitterten Bio-Paukerin verfasst und denkt nun in der FAZ über Schulbücher gestern, heute und morgen nach; sowie über das Rätsel, das über jeder Schulzeit hängt - gerade wenn Klausuren anstehen: Wofür soll man den ganzen Stoff später mal brauchen? (01.04.12)


Links der Woche am 17.03.2012, 14:32 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 11/12

KI sag mal "Piep"!

In diesem Jahr wäre der Computerpionier Alan Turing 100 Jahre alt geworden. Bei den Scilogs eröffnet Tarek Richard Besold darum unter der schönen Überschrift "Turings Werk und Searles Beitrag" eine Reihe zum Turing-Test, den eine künstliche Intelligenz bestehen müsste, um als solche anerkannt zu werden. (13.03.12)

Nach dem Vektor zum Bahnhof fragen

Quantenphysiker Joachim Schulz lässt uns - ganz formelfrei! - in den Scilogs an einer der vielen Segnungen der Mathematik teilhaben, nämlich am Vektorraum, der als Koordinatensystem jeder Leserin und jedem Leser noch bekannt vorkommen sollte. Damit lässt sich der Raum beschreiben und womöglich auch die Raumzeit. (13.03.12)

Am Katheder auf Arbeit

In der FAZ wird weiter über den Privatdozenten debattiert. Remigius Bunia stellt im Rückblick fest, dass nicht der Umgang mit dem PD, sondern der mit der Lehre das Problem ist. Zur Lehre ist man befugt oder berufen, zum Unterrichten wird man gezwungen (13.03.12)

Die laue Flut

Jürgen Kaube beschäftigt sich in der FAZ mit der Sachbuchflut und den Gründen, warum von ihr nicht mehr als einige Pfützen bleiben werden. In den 60ern hinterließ jede Sachbuchsaison Klassiker, die in Diskussionen gestählt, von Lektoren fit gemacht und unter Entbehrungen fertiggestellt wurden! Heute hat die DFG "Sondertöpfe für Vorhaben, die besonders riskant sind, weil man nicht schon vorher weiß, was dabei herauskommt." (16.03.12)

Alles fließt

Die Frankfurter Universität feiert Derrida gerade mit einer Riesenkonferenz ab und mutmaßlich aus Anlass eines Derrida-Revivals besucht Maximilian Probst für die ZEIT den Dekonstruktionsschüler Jean-Luc Nancy. Zufrieden ratlos darf er miterleben, wie die starren Verhältnisse, gegen die man einst denkend antrat, sich inzwischen komplett verflüssigt haben. (16.03.12)

Außerdem:

Rüdiger Safranski hat Joachim Gaucks Buch "Freiheit" gelesen und zeigt sich in der WELT begeistert vom Liberalismus des abmorgigen Bundespräsidenten. +++ Anlässlich seines 90. Geburtstags würdigt die ZEIT den Philosophietransformator Karl Otto Apel, wie gewohnt ausführlicher bei Glanz & Elend nebenan. +++ Im Freitag weist Tom Strohschneider darauf hin, dass Terry Eagleton die Kapitalismuskritik eines gewissen Herrn Marx gegen Kritiker verteidigt. +++ Harald Lesch und Wilhelm Vossenkuhl haben sich bei Rotwein über Philosophie unterhalten, herauskam ein 700-Seiten-Buch, von dem die SZ überhaupt nicht begeistert ist.




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