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lichtwolf.de / Monatsbuch / Dezember 2013

Monatsbuch

Dezember 2013

Links der Woche am 07.12.2013, 15:20 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 49/13

Wirklichkeitsmaschinen

In seinem Blog denkt Georg Seeßlen über die Wirklichkeit nach, die so unwahrscheinlich wie unentbehrlich ist - vor allem für die kapitalistische Praxis. Die für ihre Konstruktion Zuständigen haben Macht und sind zugleich von der produzierten Wirklichkeit - Krieg, Terror und Leid - geschützt; zum Glück gibt es Alternativen zur Wirklichkeit. (01.12.13)

Die heimlichste Gesellschaft

John Cacioppo wird von Fanny Jimenez in der WELT als "der versierteste Einsamkeitsforscher der Welt" vorgestellt. Unter anderem am Silvesterklassiker "Dinner for One" wird der Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit erklärt, welche sich noch einmal in soziale und emotionale scheidet, und natürlich dürfen dabei auch Neurokram und Steinzeitpsychologismen nicht fehlen. (01.12.13)

Philosophie, Pädophilie, Pornographie und Prostitution

Leonie Seng hat sich bei den Scilogs die Mühe gemacht, Kants Argumente gegen Pornographie zusammenzutragen. So unterscheidet der Königsberger zwischen Liebe und objektivierender Geschlechtsneigung, weshalb seine ethischen Schlussfolgerungen auch gegen Prostitution eingewandt werden könnten. Die Widerlegung des kantischen Pornographiebegriffs stand freilich schon vor sechs Jahren im Lichtwolf und derselbe Augušt Maria Neander verteidigte Vertragsfreiheit und Selbstbestimmung der Huren 2009 gegen eine moralisierende Politik, was in der gegenwärtigen Debatte ums Prostitutionsverbot, in der Alice Schwarzer Parallelen zwischen Prostitution und Pädophilie zieht, auch mal ein Hinweis ist. Apropos: Georg Seeßlen erzählt in der taz von den in den 70ern geschaffenen Grauzonen der sexuelle Ausbeutung und Ökonomisierung des Sexes und von Moral, der Besessenheit vom bösen Onkel, den es nicht gibt, und der Macht der bösen Onkels, die es gibt.

Was niemand weiß

Während ringsum die Geheimnisse schwinden, schreiben Sven Stillich und Claudia Wüstenhagen in der ZEIT über "eine der größten geistigen Errungenschaften der Menschheit" (Georg Simmel): Heimlichkeit und Verschleierung nützen der Macht, ermöglichen aber auch persönliche Autonomie, Neugier, Argwohn und Vertrauen. (03.12.13)

Unn sünst?

Erfindet euch: Die ZEIT stellt Michel Serres' Liebeserklärung an die Digital Natives als etwas zu kulturoptimistisches Sehnsuchtswerk vor. +++ Im Freitag bespricht Seifert Alain Badious "Das Erwachen der Geschichte" als Rück- und Ausblick auf den Aufstand. +++ Bei Welzers gibt es dieses Jahr Zeitstattzeug zu Weihnachten: Harald Welzer empfiehlt in der FAZ, wie man einem Artgenossen, aber nicht dem Wachstumskapitalismus eine warenästhetische Freude machen kann. +++ Der blinde Hund muss es ja wissen und hat eine Liste von Philosophen, die wie Käse und Schnaps klingen, angelegt.


Links der Woche am 14.12.2013, 15:43 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 50/13

Schwimmflügel in Korporaozeanen

Eva Bambach hat eine Konferenz zu Fragen der „Digital Humanities“ besucht und berichtet bei den Scilogs von den Möglichkeiten, die die Digitalisierung den Geisteswissenschaften bietet. Dabei wurde vor allem um die Begriffe digital, humanities, tools und content gerungen. (10.12.13)

Wahre Bildung schafft den Philosophen und Kybernetiker

In der FAZ wurde in den letzten Woche für und wider MOOCs („Massive Open Online Courses“) gestritten. Zum vorläufigen Ende der Debatte blickt Claus Pias zurück auf die lange Geschichte des automatisierten Unterrichts: vom Lehrfilm über den geduldigen Multiple-Choice-Automaten mitsamt Nebenerfindungen wie Chat und Minesweeper bis zu lernenden Lehrmaschinen. (10.12.13)

Le sol, la communauté, la race

Nicht nur, aber vor allem in Paris herrscht Aufregung über Neuigkeiten aus dem Nachlass Heideggers, dessen Denken mit der Wehrmacht Einzug hielt. Wie sehr die französische Nachkriegsphilosophie von Heidegger beeinflusst ist und wie man sich gegen die Veröffentlichung seiner antisemitisch geprägten Tagebücher wehr, beschreibt Jürg Altwegg in der FAZ. (13.12.13)

Schwarzgelbste BRD-Philosophie

Eine Tagung in Marbach ging der Aktualität Joachim Ritters und seiner Theorie der Moderne auf den Grund. Uwe Justus Wenzel erzählt in der NZZ von der Versammlung der Ritter-Schüler (unter denen mit Odo Marquard der prominenteste fehlte) und ihren Überlegungen zum Überwinden hegelscher Klüfte. (13.12.13)

Außerdemos von Sonstnochos:

Die NZZ bespricht das Buch „Selbst im Spiegel. Die soziale Konstruktion von Subjektivität“, welche Wolfgang Prinz darin als Ergebnis und Bedingung des Sozialen aufweist. +++ Im Freitag weist Ilija Trojanow noch einmal auf den Protest hunderter Schriftsteller gegen Überwachung und die Not hin, die Freiheit zu verteidigen. +++ Unser werter Kollege Vasile V. Poenaru hat Tellkamps Turm ins Rumänische übersetzt und hat dafür den Antoaneta-Ralian-Übersetzerpreis erhalten; was der Kollege in Kanada macht, erfahren Sie in einer Woche im kommenden Lichtwolf, worin Poenaru die Kulturgeschichte durchs Obstler-Glas betrachtet. +++ via Philosophy Bro: Im Wall Street Journal schreibt Mike Tyson über Philosophie. +++ Apropos: Der Delmenhorster Arschwackel-Export Sarah Connor besucht heimlich Philosophie-Vorlesungen.





Links der Woche am 21.12.2013, 14:54 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 51/13

Naturalismus, Idealismus, Dualismus

Der Geist ist nicht Gegenstand der Physik, sie ist ja keine Geisteswissenschaft, schreibt Physiker Josef Honerkamp bei den Scilogs, um dann aber doch die verschiedenen Haltungen zum Leib-Seele-Problem durchzugehen, unter denen der Naturalismus die größte Aufmerksamkeit erhält. Am Ende bleibt die Hoffnung auf einen Maxwell des Geistes. (15.12.13)

Nelson Mandela Superstar

Slavoj Žižek hat im Guardian einen Nachruf auf Nelson Mandela geschrieben, der im Freitag auf Deutsch zu lesen ist. Obschon Mandela als Superstar gefeiert wird, ist auch bei ihm kein Rat zu finden, wie eine radikale emanzipatorische Politik totalitären Versuchungen widerstehen und eine Alternative zur herrschenden Ideologie durchsetzen kann. (16.12.13)

Filosofie beim Phußball

Die ZEIT unterhält sich mit Wolfram Eilenberger, FC-Bayern-Fan und Chefredakteur des Philosophie Magazins, über die Menschenrechtslage in Katar, wo demnächst wohl irgendwas mit Fußball stattfindet: Bayern-Trainer Pep Guardiola liest angeblich Kant und Hesse, sieht aber aus finanziellen Gründen keine ethischen Probleme in Katar. (17.12.13)

Das Historische muss das Bewährte bleiben

Der Churer Bischof Vitus Huonder sieht die Geschlechterdebatte von einem totalitären und widernatürlichen Genderismus beherrscht. In der NZZ erklärt Katrin Meyer, warum Wertkonservative vom dekonstruktivistischen Gender-Begriff so angefressen sind und warum nicht nur die Gender Studies mit dem restaurativen Gegenangriff gemeint sind. (18.12.13)

Da wäre noch eine Alternative

Alain Badiou war diese Woche als „gefährlichster Philosoph Mitteleuropas“ (weil er nach wie vor am Kommunismus als Alternative festhält) in Berlin. Peter Nowak berichtet für den Freitag von der Diskussion über Blöd-Medien, Demokratie- und Kommunismuskritik, die Badiou mit dem Verleger und ehemaligen DDR-Gefangenen Peter Engelmann führte. (19.12.13)

In Maßen maßlos

Edo Reents von der FAZ unterhält sich mit Martin Meyer von der NZZ über dessen Camus-Buch und darüber, was den diesjährigen Jubilar nach wie vor so faszinierend macht, nämlich dass er den späten Nietzsche konsequent u.a. mit den Begriffen des Absurden und des Maßes weiterentwickelte. (20.12.13)

Et cetera:

Hans Ulrich Gumbrecht beschäftigt sich mit Vögeln (nicht, was Sie jetzt wieder denken!) und fragt im FAZ-Blog, wie es sein mag, fliegen zu können. +++ Neulich schrieb das Mindener Tagblatt vom Detmolder Philosophen Sven Stemmer, der im Bauwagen sein Diogenes-Projekt des einfachen Lebens erprobt, das nun nach sechs Monaten beendet ist. +++ Im Freitag bespricht Seifert Markus Gabriels „Warum es die Welt nicht gibt“, erklärt dessen Neuen Realismus und macht sich Hoffnungen auf eine neue, debattenfähige Denkergeneration. +++ Aus aktuellem Anlass: Anna Katherina Ibeling weist beim Freitag darauf hin, dass auch zu Weihnachten die Maxime Sapere aude gilt.


Intime Interna am 21.12.2013, 15:45 Uhr

Das neue Heft ist da!

Die beste Vorbeugung gegen die jahreszeitlich bedingte Erkältung ist eine vitaminreiche Ernährung. Wem das ganze Abwaschen, Schälen, Portionieren und klebrige-Finger-waschen zu umständlich ist, kann sich auch den aktuellen Lichtwolf reintun, der ist nämlich wegen des Titelthemas "Obst" genauso gut wie zwei Liter Ananassaft intravenös. (Klinisch getestet am Redaktionspraktikanten!)

Lichtwolf Nr. 44 (Obst)

Das sehr gute Lichtwolf-Winterheft handelt auf knapp 100 unbunt illustrierten Seiten DIN A4 von Früchten und Fürchten.

Hinter dem schicken Titelbild, das man sich am besten mal in Originalgröße ankiekt, stecken knapp 100 Seiten mit gleichfalls schicken Illus und einer geistigen Vitaminsplitterbombe nach der anderen: Essays und Geschichtchen über freche Früchtchen, Fallobst, Früchte des Zorns, Cioran, den Sündenfall, Stadt und Land, Still-Leben, die Kulturgeschichte und den Obstler sowie über Brecht, Machiavelli, den zu Unrecht vergessenen Kabarettisten Karl Schnog und den Wolf als Viehlosovieh.

Was alles im Winterheft steht, erfahren Sie in der Auslage des Einkaufszentrums, wo die Ausgabe auch zu bestellen ist (alternativ im Buchhandel: ISBN 9783941921351). Man kann auch mal hineingucken, sei es in die Leseprobe als PDF oder im LichtwolfReader, worin ebenfalls die ersten Seiten der Nr. 44 zum Durchklicken bereit stehen. Die Einleitung ins Titelthema, Bdolfs Propädeutikum und Prolegomena sowie das erste Drittel von Wolfgang Schröders kunsthistorischer und lebenskünstlerischer Meditation über obstreiche Stillleben sind auch online zu lesen. Die E-Book-Fassung des Obstwolfs folgt in den nächsten Tagen.

Wir wünschen recht schöne Feiertage nicht ohne den Hinweis, dass hier wg. Säkularisierung auch während der Weihnachtstage alle verlorenen Posten besetzt sind, Sie also ruhig weiterhin bzw. mehr denn je (Weihnachtsgeld verjubeln!) Abos abschließen und Themenhefte bestellen sollen.

Spätestens an Heiligabend müssen Sie übrigens noch einmal auf www.lichtwolf.de reinschauen, denn dann jährt sich der Start der Weltnetztröte trotz Philosophie zum zehnten Mal und ein Haufen Beiträge aus den vergangenen Heften wird zu diesem freudigen Anlass in den Online-Orbit hochgewuchtet.


Intime Interna am 24.12.2013, 15:23 Uhr

10 Jahre lichtwolf.de

Der Lichtwolf beweist sich auch als Organ alter Schule, weil sein Internetauftritt jünger ist als das Periodikum selbst. Letztes Jahr durften wir die Lichtwolf-Gründung im Sommer 2002 mit dem Jubiläumsband feiern, in dem das Beste aus den ersten zehn Jahrgängen enthalten ist sowie u.a. die halsbrecherische Geschichte von www.lichtwolf.de erzählt wird.

An diesem Heiligabend 2013 zelebrieren wir also den zehnten Jahrestag des Auszugs von der Seite der Freiburger Philosophie-Fachschaft (Grüße!) und den Start von www.lichtwolf.de mit einigen Artikeln aus vergangenen Ausgaben, die nun dem Internet zur Gratislektüre übergeben seien.

Und zwar:

Lichtwolf Nr. 30Ein Fallbeispiel für ausgewachsene Geisteswissenschaft
von Stefan Schulze Beiering
aus Lichtwolf Nr. 30 (Erwachsene), Sommer 2010

Lichtwolf Nr. 31Von der Kunst, den Menschen zu schaffen
von IPuP-Press
Der Lichtwelpe: Dreck
von Timotheus Schneidegger
aus Lichtwolf Nr. 31 (Steinzeit), Herbst 2010

Lichtwolf Nr. 32Grützendämmerung
von Stefan Rode
Leviathan frisst
von Georg Frost
aus Lichtwolf Nr. 32 (Essen und Trinken), Winter 2010/11

Lichtwolf Nr. 33Die größte Bratwurst der Welt: Welches Monster sollte Berlin heimsuchen?
von Bdolf, Magister Maier, Michael Helming, Timotheus Schneidegger und Tina Wirtz
aus Lichtwolf Nr. 33 (Monster), Frühling 2011

Lichtwolf Nr. 34Arbeitslos und Spaß dabei
von Marc Hieronimus
Die Grenzen der Insel
von Vasile V. Poenaru
aus Lichtwolf Nr. 34 (Urlaub), Sommer 2011

Lichtwolf Nr. 35Don’t worry, I know you’ll never understand it.
von Stefan Rode
Woran wir reden, wenn wir an einer „Kultur des Herzens
von Michael Helming
aus Lichtwolf Nr. 35 (Sprache), Herbst 2011

Lichtwolf Nr. 36Fiat Nox
von Jürgen Nielsen-Sikora
Die lange (ewige) Nacht von Wuppertal
von Bdolf
aus Lichtwolf Nr. 36 (Nacht), Winter 2011/12

Lichtwolf Nr. 37Das ist die Wahrheit: Konsens, Kuchen und Kaffee
von Filbinger, dem Praktikanten des Jahres
Schöne Hände
von Timotheus Schneidegger
aus Lichtwolf Nr. 37 (Tittenhitler), Frühling 2012

Damit sollten Sie erstmal genug Material für die Feiertage haben. Zur Not können Sie sich ja den aktuellen Lichtwolf zum Thema Obst holen oder gleich das komplette Heftarchiv aufkaufen. Sie täten damit auch was für Ihre Gesundheit, denn solange man liest, stirbt man bekanntlich nicht. (Abo?)

Schöne Feiertage!


Links der Woche am 28.12.2013, 14:04 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 52/13

Commonismus - die ersten 30 Tage gratis!

Ein Artikel wie ein guter Film: Wer beide Hirnhälften beieinander hat, findet die Überfluss- und Wegwerfgesellschaft problematisch. So lesen wir wohlwollend, was Harald Staun in der FAZ über die entstehende Shareconomy schreibt, und gerade, als wir zu wissen glauben, wer die Guten sind, müssen wir lesen, wie der Kapitalismus mithilfe einiger Idealisten den Kommunismus monetarisiert! (22.12.13)

Alles ist so egal geworden

Pierre Rosanvallon hat mit „Die Gesellschaft der Gleichen“ ein epochales Werk vorgelegt, findet Maximilian Probst in der ZEIT. Die Krise der Gleichheitsidee, die politische Apathie und Distinktionsstreben befördert, wird darin historisch nachgezeichnet und soll mit einem zeitgemäßen Gleichheitsbegriff auf der Basis von Singularität, Reziprozität und Kommunalität gelöst werden. (23.12.13)

Der uninteressanteste Skandal 2013

NZZ-Feuilletonchef Martin Meyer macht den Schirrmacher: Mit Orwell und Foucault blickt er zurück auf die Geschichte der Überwachung von Ali Baba bis in die heutige Betreuungs- und Therapiekultur, die in Kombination mit einer zur Normalität gewordenen Transparenz vorauseilende Harmlosigkeit fördert. (24.12.13)

Zeit, zur Besinnung zu kommen

Der Zürcher Theologe Samuel Vollenweider schreibt in der NZZ über relative Zeit, etwa bei traumatischen Erfahrungen, während derer die verdichtete Zeit - anders als Jahre des Alltags - Spuren im Gedächtnis hinterlässt. Das erste Weihnachten war zumindest für Herodes ein solches Ereignis, für uns sind die Feiertage eine Unterbrechung im unspektakulären Verinnen der Zeit. (25.12.13)

Christen und Kapitalisten feiern getrennt

Tomasz Konicz hat die Feiertage genutzt, um für Telepolis in einer dreiteiligen Essayreihe die Kapitalismuskritik des Papstes (und die Reaktionen darauf) zu analysieren. Diese erweist er im ersten Teil als Manöver in einem Religionsstreit, wie schon an der Schnappatmung unter konservativen Kapitalismusgläubigen zu erkennen ist. Der von ihnen behaupteten Rationalität und Segensspende des Kapitalismus geht Konicz im zweiten Teil nach, worin vor allem die enge Verwandtschaft der beiden Glaubensrichtungen etwa an ihrem Arbeitsbegriff gezeigt wird. In Teil drei schließlich wird mit modernen Theologen und Walter Benjamin der Kapitalismus als fetischistische Gesellschaftsformation, i.e. als Religion beschrieben.

Materialismus und Visualisierung

Nur was unsichtbar (weil im Mikro- oder Makroskopischen) ist, halten wir den Naturwissenschaften sei dank für eigentlich wirklich, meint Hans Ulrich Gumbrecht in seinem FAZ-Blog, was sich im Alltag in allenfalls visualisierbaren „latenten Phänomenen“ und Stimmungen ausdrückt; Rettung verspricht die Heidegger-Lektüre. (27.12.13)

Das Weitere und Engere:

Apropos Heidegger: Jürgen Kaube von der FAZ tut mit Blick auf die Konkurrenz von der ZEIT die neulich berichtete Aufregung um Heideggers antisemitische Notizen mit großer Geste ab. +++ Schnellere Affirmation für frühere Revolution: Cord Riechelmann stellt in der linksradikalen FAZ das Manifest des Akzelerationismus vor, einen Sammelband zur technischen Überwindung des Kapitalismus. +++ Fritz J. Raddatz fordert in der WELT, das Recht auf Suizid als Teil der Menschenwürde anzuerkennen. +++ Immer noch nicht genug zu lesen aufm Schirm? Heiligabend wurde www.lichtwolf.de zehn Jahre alt und zu diesem Anlass wurden 14 Artikel aus vergangenen Lichtwolf-Ausgaben online gestellt.



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Die aktuelle Ausgabe:

Lichtwolf Nr. 59 (3/2017), September 2017

Titelthema: Alte Berufe

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51 alte Berufe im philosophischen Portrait, ausführlicher: Alchemist, Matador, Schuster, Schutzmann, Töpfer und Zensor. Außerdem Lachse, Jacques Ellul und Automobile.


Das nächste Heft erscheint am 20. Dezember 2017 mit dem Titelthema Ins Gesicht. »» Abonnieren


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