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lichtwolf.de / Monatsbuch / November 2016

Monatsbuch

November 2016

Intime Interna am 01.11.2016, 13:02 Uhr

Erstmal nicht weitermachen...

...sondern alles an-, dann innehalten, um rauszukriegen, wie viel Rummel und Krempel man eigentlich braucht - und wie viel schöner, lustiger und länger das Leben ohne ein ständiges Höher, Weiter, Schneller von Produktion und Konsum ist.

Marc Hieronimus: Der Schritt zur Seite

Marc Hieronimus: Der Schritt zur Seite. Postwachstum - Rückgang - Décroissance. catware.net Verlag 2016, 328 Seiten, 14,80 Euro, ISBN 9783941921634

Das ist in nuce der Ansatz der Décroissance-Bewegung, die aus dem Pariser Mai 1968 hervorging und von Marc Hieronimus in seinem neuen Buch ausführlich vorgestellt wird. Der Ansatz ist radikaler als die modernen Simplify- und LOHAS-Trends, denn es geht um einen grundlegenden Wandel der Art, wie wir mit der Welt und vor allem miteinander umgehen. Ohne erhobenen Zeigefinger, sondern so humorvoll wie die Vor- und Nachdenker der Décroissance aus dem Umfeld von Charlie Hebdo zeigt der gute Hieronimus, was uns hindert und was uns erwartet, wenn wir nur den Schritt zur Seite wagen.

So heißt denn auch das Buch, das 328 Seiten stark ist, 23 wunderschöne Illustrationen, ein Sach- und Personenregister sowie eine umfangreiche Bibliographie zum Thema in drei Sprachen enthält. Es ist ab sofort hier im Einkaufszentrum sowie direkt beim catware.net Verlag für 14,80 Euro zu haben.


Links der Woche am 05.11.2016, 13:51 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 45/16

Was will Slavoj Žižek?

Bernhard Wiens war für Telepolis (wo man die Website aufgehübscht hat) bei einem Auftritt Slavoj Žižeks in Berlin und wundert sich über dessen Zickzackkurs in Sachen Zuwanderung. Wiens steigt zur Erklärung tiefer in Žižeks Biographie und Begriffsinventar ein und findet darin den Grund, wie man Merkel, Stalin und Menschenrechte zugleich gut finden kann. (31.10.16)

Kinder zum Volk erziehen

Russlands Hochschulen leiden unter einem brain drain. Kerstin Holm berichtet für die FAZ über die dortige Bildungspolitik und spricht mit Vertretern der philosophischen Fakultät der Moskauer Staatsuniversität über Verschulung, Niveauverlust und Isolation in schwierigen Zeiten. (02.11.16)

Außerdemos von Sonstnochos:

Stephan Hebel hat sich für die FR durch drei kapitalismuskritische Neuerscheiungen von Sahra Wagenknecht, Yanis Varoufakis und Robert Reich gekämpft. +++ Außerdem zeigt sich Otto A. Böhmer in der FR begeistert von Gisela von Wysockis Adorno-Roman „Wiesengrund“. +++ Hilde Weeg berichtet für Deutschlandradio Kultur vom Philosophie-Festival in Hannover. +++ Die FAZ berichtet über eine Studie, die untersucht hat, ob der bekannte Zusammenhang zwischen Herkunft und Karriere auch in der Wissenschaft besteht. +++ Das Buch von Marc Hieronimus über die Décroissance-Bewegung und den nötigen Schritt zur Seite ist erschienen.


Links der Woche am 13.11.2016, 13:20 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 46/16

Ach, Amerika...

Das waren noch Zeiten: Die uralte NZZ hat in ihrem Archiv ihren damaligen Bericht über die US-Wahlen von 1789 gefunden. Das Ergebnis der Wahlen dieser Woche könnte kaum kurioser sein: Gewonnen hat entgegen aller Erwartungen Slavoj Žižeks Wunschkandidat Trump, den Brian Leiter als US-Präsidenten mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung analysiert. Die SZ sammelt die schockierten Reaktion von US-Intellektuellen wie Judith Butler oder Saskia Sassen, die sich fragen, wie das passieren konnte. Auch bei Schwein & Zeit geht es - neben einem Ausblick mit Platon - um die Frage, wer die ganzen Trump-Wähler eigentlich sind: alles dumme Nazis?! Hannes Stein portraitiert in der WELT die alternative Rechte („alt right“), die am lautesten und voller Fremdenhass für Trump geworben hatte; auch Meike Laaff blickt für die taz auf die unheilige Allianz der Enthemmung zwischen der Ultrarechten und Internet-Trollen.

300 Jahre ohne Leibniz

Zu seinem 300. Todestag wird Gottfried Wilhelm Leibniz von der NZZ ausgiebig geehrt: Michael Kempe blickt auf Leibniz’ fleißiges Leben und vielfältiges Wirken zurück, Uwe Justus Wenzel erzählt, wie Arthur Schopenhauer Leibnizens Auffassung von der besten aller möglichen Welten zu widerlegen versuchte (ein Projekt, das in diesen Tagen eine Renaissance erfahren dürfte...) und der Schriftsteller Karl-Heinz Ott würdigt die große Bedeutung von Phantasie und Inspiration für das Schaffen des großen Rationalisten Leibniz. Dem war gestern Abend auch die lange Nacht im Deutschlandfunk gewidmet, die man hier nachhören kann.


Links der Woche am 19.11.2016, 14:26 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 47/16

Philosophie blüht in der Krise

Die wachsende Popularität der Philosophie ist ein Symptom für Umbruchzeiten, wie Richard David Precht im NZZ-Interview erklärt - und sich freut: Bald werden Maschinen die ganze Arbeit machen und noch mehr Menschen noch mehr Zeit für Philosophie haben! Dann werden auch immer mehr Leute sich fundiert jenseits der Politik einmischen können. (19.11.16)

Die Woche danach

Eine Woche nach dem Wahlsieg Donald Trumps stellt dieser sein Regierungsteam aus apokalyptischen Reitern zusammen. Thomas Thiel hat sich für die FAZ im traditionell liberalen US-Wissenschaftsbetrieb umgehört, der sich nach Trumps Wahlsieg mit seiner Abkapselung und Wählerferne auseinandersetzen muss. Die US-Philosophin Susan Neiman zeigt sich in der FR (nur im Abo) entsetzt über Trumps Personalentscheidungen und sucht eine vernunftorientierte Politik anderswo (z.B. in Deutschland). Slavoj Žižek zuletzt freut sich in der ZEIT (mit Badiou und Mao) über Trump, der die drohende Katastrophe sein könnte, die (anders als Hitler) die liberalen Kräfte eint und mobilisiert.

Et cetera:

Zum Welttag der Philosophie hat sich Deutschlandradio Kultur mit Andreas Urs Sommer über die sozipolitische Rolle und Bedeutung der Disziplin zwischen Marktplatz und Elfenbeinturm unterhalten. +++ Die taz bespricht das neue Buch des Historikers Timothy Garton Ash, der verschiedene Positionen zum Verhältnis zwischen Meinungsfreiheit und dem Kampf gegen Hate Speech gegen einander abwägt. +++ An der Uni Glasgow stehen „Die Simpsons“ laut WELT im Mittelpunkt eines Philosophieseminars. +++ Der Freitag stellt den aufwiegelnden Essay „Versuch, die Jugend zu verderben“ vor, in dem sich Alain Badiou als kommunistischer Sokrates inszeniert.


Links der Woche am 26.11.2016, 14:45 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 48/16

Der Pragmatismus ist schuld an Trump

Der Pragmatismus hatte es in Europa schon immer schwer, weshalb der Pragmatiker Trump hier ein größeres Rätsel ist als in den USA, schreibt Andrian Kreye in der SZ. Er blickt darum in die US-Ideengeschichte und darauf, wie Dewey, James und Peirce die Politik und Kultur des USA geprägt haben, aus der der künftige Präsident hervorging. (18.11.16)

Die Eierköpfe sind schuld an Trump

Die linksliberale Elite in den USA drehe sich nur um sich selbst und habe mit ihrer Political Correctness den kleinen Mann zum Trump-Wähler gemacht, heißt es. Dem widerspricht Katja Kullmann im Freitag vehement, warnt vor dem Antiintellektualismus der neuen Rechten und ruft zur Solidarität der Prekarisierten mit und ohne Uni-Abschluss auf. (21.11.16)

Sie nannten ihn Krac

In der FR wird Siegfried Kracauer zu seinem 50. Todestag von Christian Thomas als metaphysischer Sinnsucher und Kulturkritiker gewürdigt, der sich mit Ernst Bloch und Georg Lukács anlegte und eine schwierige Beziehung zu Adorno pflegte. (25.11.16)

Geisteswissenschaftler sind die besseren Chefs

Für ihr Uni-Blog unterhält sich die FAZ mit dem Psychologen Nico Rose, der seines Zeichens Head of Corporate Employer Branding, University Relations & Recruiting Programs bei Bertelsmann ist und als solcher speziell Geisteswissenschaftler zu kreativen und leidenschaftlichen Führungskräften heranzieht. (25.11.16)

Das Weitere und Engere:

Rüdiger Suchsland weist bei Telepolis auf den Kinofilm „The Arrival“ hin, der Sprachspiele mit Außerirdischen zeigt, die nicht nur Wittgenstein gefallen würden. +++ Der Freitag bespricht Botho Straußens jüngstes antimodernes Lamento über die aussterbende deutsche Leit- und Altherrenkultur. +++ Die NZZ stellt Dieter Thomäs Philosophiegeschichte der bösen Jungs und Störenfriede vor. +++ Die FAZ rezensiert ausführlich, doch ein wenig ratlos Judith Butlers „Anmerkungen zu einer performativen Theorie der Versammlung“. +++ Ebenfalls in der FAZ darf Uwe Jochum einmal mehr gegen Open Access wettern und Sibylle Anderl blickt in eine Zukunft, in der Algorithmen für uns die wichtigsten Stellen aus dicken Büchern heraussuchen.



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Monatsbuch

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