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lichtwolf.de / Monatsbuch / November 2014

Monatsbuch

November 2014

Links der Woche am 01.11.2014, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 44/14

Zufälliger Anfang, unspektakuläres Ende

Roman Ehrlich schreibt in der Reihe „Freitext“ bei der ZEIT von einem Besuch bei den Zeugen Jehovas und der Lust am Untergang der Welt. Deren Sinnlosigkeit können Fundamentalisten jeglicher Richtung nicht ertragen. (29.10.14)

Fühl die Politik

In der ZEIT nimmt Eva Illouz negative Gefühle wie Angst und Neid gegen das neue Buch „Politische Emotionen“ der Philosophin Martha Nussbaum in Schutz. Nussbaum kritisiere die Position, Gefühle hätten in der Politik nichts verloren, weil dadurch übersehen wird, wie allgegenwärtig sie dort sind. Doch den Schluss daraus kann Illouz nicht teilen. (29.10.14)

Außerdemos von Sonstnochos:

Die Studierenden sind ganz zufrieden mit dem Bachelor, sagt eine Umfrage, aber Jürgen Kaube warnt in der FAZ, die Befragten hätten vielleicht keine Ahnung, was das heißt. +++ Apropos keine Ahnung: Das Datablog des Guardian belegt mit einer Statistik, wie falsch Schätzungen in politischen Streitfragen der Einwanderung, Arbeitslosigkeit usw. sind. +++ In der Arbeitswelt hat Selbstausbeutung die Disziplinierung abgelöst, schreibt Patrick Spät bei Telepolis (und Byung-Chul Han etwas ausführlicher in „Psychopolitik“). +++ Die FAZ berichtet über die bildungspolitische Revolution, die die TU Dresden mit der Einrichtung von Open-Topic-Professuren vollzieht. +++ Die NZZ stellt Daniel Heller-Roazens Buch „Der fünfte Hammer“ vor, in dem der pythagoräischen Harmonielehre die Verantwortung für die Unordnung der Welt zugeschrieben wird.


Links der Woche am 08.11.2014, 14:34 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 45/14

Bro für die Welt

Der Philosophy Bro ist bekanntlich zurück und kümmert sich auch wieder um seine Mailbag. Daraus entnahm er letzte Woche eine Zuschrift und erklärt am Beispiel Wittgenstein, wie man sich auch als Laie in Philosophie einfuchsen kann und warum das Ähnlichkeiten mit einem Philosophie-Studium hat.

DDR und Derrida

Nils Markwardt unterhält sich im Freitag mit dem Philosophen und Verleger Peter Engelmann über sein Leben in der DDR und den Mauerfall. Außerdem erfahren wir etwas über die Knasterfahrung des von Engelmann verlegten Derrida und warum Slavoj Žižek oder Alain Badiou so beliebt sind. (07.11.14)

Die untoten Texte

In seinem Blog betrachtet Georg Seeßlen den Text als lebendes System, das sich der Kontrolle des Autors entzieht. So, wie er lebt, kann er auch tot oder gar untot daherkommen, zumal wenn Laplacesche Dämonen datengestützt content produzieren... (01.11.14)

Et cetera:

Und nochmal der Seeßlen, der diese Woche auch über den Zusammenhang von Aristoteles und dem Mittelstand des Nachkriegskapitalismus nachdachte. +++ Auch die FAZ bespricht Birger Priddats Ratgeber, wie man gut durchs Bachelor-Studium kommt. +++ Hans Ulrich Gumbrecht erklärt in seinem FAZ-Blog, warum Friedrich Hölderlin gerade wegen seines Wahnsinns der Dichter für unsere verrückten Zeiten ist. +++ Sterbehilfe: Die Debatte um selbstbestimmtes Sterben geht weiter. Die FR weist auf die 3sat-Reportage „Wie wir sterben“ hin. Bettina Schöne-Seifert gibt in der FAZ eine Überblick über die politische und rechtliche Lage und plädiert für die Liberalisierung der Sterbehilfe.


Links der Woche am 16.11.2014, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 46/14

Titten aus Beton

Das SZ-Magazin unterhält sich ausführlichst mit Peter Sloterdijk über sein Leben - von Geburtstraumata über die Schulzeit und grenzdebiles Rammeln bis hin zu der Habermas-Feindschaft und dem Selbstbewusstsein als Bestseller-Großdenker.

Unn sünst?

Dass an den Unis nur eine Minderheit gut verdient, ist bekannt. Die FAZ berichtet vom wachsenden Unmut über die prekäre Situation von Lehrbeauftragten. +++ Apropos: Die ZEIT beschäftigt sich mit Ratgebern für den gutgelaunten Unternehmer seiner Selbst, der wir alle sein sollen. +++ Die WELT bespricht Bettina Suleimans Roman über Verhaltensforschung und die Dialektik von Wildnis und Kultur. +++ Carl Schmitts Tagebücher aus den Jahren 1921-24 führen uns einen liebeskranken Neurotiker vor, wie die NZZ in ihrer Besprechung bemerkt.


Links der Woche am 22.11.2014, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 47/14

Wirkliche Wirklichkeit

Wie wir uns Bilder von der Wirklichkeit machen, das war diese Woche das Thema in Georg Seeßlens Blog. Denn nur mit objektiver und subjektiver Wahrnehmung ist es nicht getan, auch die Bilder und die Sprache beziehen sich aufeinander und produzieren so Wirklichkeit. (17.11.14)

Sterbehilfe

Auch bei der ZEIT wird weiter über Sterbehilfe diskutiert. Nils Markwardt gibt zunächst eine Übersicht der philosophischen, politischen und rechtlichen Positionen in der Debatte, die eben auch eine um den Suizid als biopolitischen Widerstandsakt ist. Dagegen sieht Hanno Rauterberg die Sterbehilfe-Diskussion als Symptom einer Epoche, die vom Unverfügbaren gekränkt ist wie keine zuvor.

Außerdemchen:

Passend zum unerfreulichen Thema und November meditiert die WELT über die Unfarbe grau und in der ZEIT feiert Nora Bossong die Melancholie. +++ Die ZEIT erklärt ganz kurz, was beim Jobben neben dem Studium zu beachten ist. +++ Die NZZ bespricht Franco Morettis Studie über den Bourgeois in der Literatur. +++ Bei Deutschlandradio Kultur wurde heute diskutiert, wozu wir die Philosophie brauchen. (Und demnächst diskutieren ein Pinguin und eine Amsel, wozu Vögel Flügel brauchen.) +++ In gut einem Monat ist Weihnachten und dann haben Sie noch eine Woche, um Ihren Essay zur Wettbewerbsfrage einzureichen, warum es etwas gibt und nicht vielmehr nichts.


Links der Woche am 29.11.2014, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 48/14

Nicht neu, nur verschärft

In den Blättern beschäftigt sich Andreas Keller mit der Misere des „wissenschaftlichen Nachwuchses“, der an deutschen Unis in die Sackgasse Prekariat gerät. Die akademische Personalpolitik ist gewollt und beeinträchtigt ungewollt die Forschung. Reformkonzepte drohen eher „Verschlimmbesserungen“ zu werden.

Eigentum ist Diebstahl

Die gewaltsame Geburt des Kapitalismus aus Raub und Vertreibung ist in der südlichen Hemisphäre allerorts live zu beobachten. Patrick Spät blickt bei Telepolis zurück auf die Geschichte des Allmende-Raubs, der den Mythos von Robin Hood ebenso wie die protestantisch glorifizierte Not der Lohnarbeit hervorbrachte. (22.11.14)

Bessere Gesellschaften durch bessere Technologie

Andreas Exner äußert bei Telepolis einige Bedenken gegenüber der schönen neuen Welt der Shareconomy, die uns der 3D-Drucker eröffnen soll. Die Arbeit wird nicht überflüssig werden und der durch Technologie befreite „neue Mensch“ entspricht eher dem fordistischen Menschenbild. Mit dem Kapitalismus kann es aber auch so nicht weitergehen. (23.11.14)

Früchtchen des Kampfes

Hannelore Schlaffer blickt im Rahmen des NZZ-Podiums „Was will die Frau? Ortsbestimmungen der Gegenwart“ auf Geschichte und Stand der Frauenbewegung, beobachtet vor allem am Verhältnis zwischen einst aufständischer Mutter und emanzipierter Tochter. (28.11.14)

Das Weitere und Engere:

Ulrike Draesner war im Zoo und schreibt in der ZEIT, was wir von Affen über uns selbst lernen können. +++ Der Schweizer Schriftsteller Jens Steiner appelliert in der NZZ an das Ehrgefühl der erfindungsreichsten Spezies, sich nicht mehr aus Knappheit und Not freizukaufen. +++ Im Freitag unterhalten sich Thomas Piketty und Jürgen Trittin über Ungleichheit und den Fiskalstaat. +++ Die NZZ bespricht Bruno Latours neues Buch über „Existenzweisen“, deren Vielfalt das Anthropozän multiversal macht.



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