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lichtwolf.de / Monatsbuch / November 2012

Monatsbuch

November 2012

Links der Woche am 03.11.2012, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 44/12

Naturethik woher, wohin?

In den Scilogs greift Ludwig Trepl einen Kommentar auf, der nicht nur Menschen, sondern auch die Natur als Subjekt ethischer Überlegungen gelten lässt. Im ersten Teil geht Trepl den Grundrichtungen solcher Naturethiken nach, um dann erstmal Ethik an sich zu durchleuchten. "Achtung" ist in ihr mindestens so wichtig wie Wille und Gesetz, und so behandelt der zweite Teil von Trepls Überlegungen die Leitung durch moralische Gefühle im Umgang mit der Natur.

Rezensionen

Wenn die ZEIT von einem "epochalen Werk" spricht und damit ein Buch namens "Gerechtigkeit für Igel" bezeichnet, merkt der Ethiker mit Geschmack auf: Besprechung von Ronald Dworkins Summa über die eine große Sache. +++ Die Historiker nehmen sich nun der individuellen Gefühle an: Die NZZ bespricht einen Essayband zur Geschichte des Lachens. +++ Gerd Koenen zeigt sich in der NZZ unzufrieden mit dem letzten Buch des verstorbenen Eric Hobsbawm über den Marxismus als historische Gedankenformation.

Außerdemchen:

Doktorandin Janina Reibold ist in einen exzellenten Graduiertenkolleg zum Thema "Open Access" eingeladen worden und verbrennt mit ihrer ungezogenen Skepsis in der FAZ manche Brücke. +++ Im Blog nebenan beschreibt Sibylle Anderl das Hochstapler-Syndrom an Unis. +++ Und nochmals FAZ: Die hat sich ganz großartig mit Fritz J. Raddatz über Stil unterhalten.


Links der Woche am 10.11.2012, 14:28 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 45/12

Man muss noch ein Star an sich sein

Der Harvard-Philosoph Michael Sandel gehört zu den Feuilleton-Lieblingen hier- und dazulande, wo man ihn seines Vortragstalents wegen einen "Rockstar-Moralisten" heißt. Anlässlich des Erscheinens von Sandels neuem Buch "Was man für Geld nicht kaufen kann" hat Philo-Groupie Elisabeth von Thadden für die ZEIT ein Portrait verfasst. (03.11.12)

Elite kaputt

2017 läuft die Exzellenzinitiative aus und die Elite-Unis müssen selber zusehen, wie sie ihre E-Cluster weiterfinanziert kriegen. In der FAZ stellen drei Wissenschaftler ihre Forderungen für die Wissenschaftspolitik nach 2017 in den Diskursraum. Gleichfalls in der FAZ berichtet Ute Mehnert darüber, was Hurrikan Sandy von der Elite-Stadt und -Uni Princeton übrig gelassen hat.

Drachen schlachten

Ob jung oder alt, Geisteswissenschaften pflegen ihre sprachlichen Eigentümlichkeiten. (zur Kritik daran) Die Gender Studies übertreiben es damit ganz besonders, wie Andrea Roedig im Freitag mit Beispielen belegt und recht ordentlich kritisiert. Einerseits haben die geisteswissenschaftlichen Fachtermini ihren Sinn, andererseits sind die "verquirlten Butler-Foucaultizismen" starr und autoritär. (09.11.12)

Rezensionen und Reste

Jan-Werner Müller geht in der NZZ dem Schlagwort "Postdemokratie" nach. +++ Sabine Richebächer stellt den Band vor, der mit der Korrespondenz zwischen Sigmund Freud und Eugen Bleuler Quellen zur Psychiatriegeschichte urbar macht. +++ In der FAZ empfiehlt uns Cord Riechelmann den Dokumentarfilm "Derrida, anderswo" von Safaa Fathy, der 1999 gedreht wurde und nun auf DVD erschienen ist. +++ Peter Henning ist in der ZEIT ganz begeistert von Édouard Levés "Selbstmord", dem Buch, das der titelgebenden Finalhandlung voranging. +++ Suizid, Zug um Zug: Für eine Würdigung der Kulturtechnik des Rauchens muss man inzwischen die EU gen Balkan verlassen. Die FR berichtet über eine Ausstellung zur Qualmkultur in Zagreb.


Links der Woche am 17.11.2012, 14:11 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 46/12

Die Nacht ist nicht nur...

...zum Schlafen da, wie wir aus dem Nachtwolf Nr. 36 wissen. Martin Meyer macht in der NZZ eine sorgfältige Meditation über Schlaflosigkeit und die Nacht. Damit läuten die Schweizer die Reihe ein, in der "kluge Menschen" schreiben, was sie unter "schlaflos" verstehen. Die Zürcher Theaterintendantin Barbara Frey fängt an.

Für Lehrerinnen und Lehrer

Im FAZ-Blog Planckton schreibt Joachim Müller-Jung über Prüfungsangst und Black-outs, die nur die Spitze des Eisbergs sind. Angstforscher sehen in ihrem Forschungsgegenstand nämlich eine soziale Grundkraft, die vor Mathe-Tests am deutlichsten zum Vorschein kommt.

Aber anscheinend wird in den Geisteswissenschaft auch ein leer abgegebenes Blatt noch als Essay mit "ausreichend" bewertet: Jürgen Kaube findet die Inflation der Bestnoten auf Abschlusszeugnissen in der FAZ eher ungut. Für den Freitag hat sich Michael Angele darüber mit Heinz-Peter Meidinger vom Deutschen Philologenverband unterhalten, der seit langem die Noteninflation kritisiert.

Was dürfen wir mit Fischen machen?

Markus Wild von der Uni Fribourg hat ein ethisches Gutachten verfasst, demzufolge die kognitiven Fähigkeiten von Fischen gar nicht so verschieden von denen der Säugetiere sind, wie er in der NZZ im Gespräch mit Andrea Roedig erklärt. Pescetarismus ist somit auch keine moralisch einwandfreie Ernährungsweise. Wer die Auseinandersetzung des blinden Hundes mit Fischen, Peter Singer und dem Prinzip der gleichen Interessenabwägung aus dem aktuellen Lichtwolf gelesen hat, weiß das schon und hat nun einen Argumentationsweg extra.

Sozialphilosophie warmer Stuben

Hans Ulrich Gumbrecht denkt in seinem FAZ-Blog über Bewerbungen nach - und zwar aus Perspektive derer, die täglich Dutzenden von hochqualifizierten Prekariern alles Gute für ihre weitere berufliche Zukunft wünschen. Die Selbstdarstellungen von "Musterknaben" und "Alphamädchen" erregen halb Mitleid, halb Verachtung, weil sie von der mußevollen Beschäftigung mit "literarischen Losern" abhalten und anscheinend nur von der Suche nach sozialer Sicherheit motiviert sind. (16.11.12)

Unn sünst?

Sein heißt Gesehenwerden, das wissen auch die Lütten und so verstehen sie es, wenn sie sich die Augen zuhalten, ist in der ZEIT zu lesen. +++ Wer sich als Philosoph einen Hund zum Gefährten wählt, kann ihn nicht Rex, Hasso oder "Hund" nennen. @str0mgeist hat einen guten Tipp zur Benamsung aufgetan: Hundenamen im antiken Griechenland. +++ Apropos: @derblindehund hat sich am dieswöchigen Welttag der Philosophie nicht die Nase zugehalten und dieses Philosophie-Quiz bei der FAZ aufgestöbert.


Links der Woche am 24.11.2012, 14:27 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 47/12

Willkommen im Diskurs

Thomas Thiel berichtet für die FAZ von einer Marburger Tagung zum Stand der Dinge in Sachen Michel Foucault. Dessen Diskurstheorie ist längst als guter Ton im Diskurs verankert, bleibt die ideengeschichtliche Aufarbeitung in Form z.B. von Hegelkritikkritik, angewandter Psychiatriegeschichte und Aktivierung der Gouvernementalität. (20.11.12)

BHL mal wieder

Für die FAZ hat sich Feuilleton-Juniorchef Nils Minkmar mit Bernard-Henri Lévy, der früher was mit Philosophie gemacht hat, unterhalten, und zwar über François Hollandes Inneneinrichtung und den Untergang Europas. (20.11.12)

Sie ist immer schon ihre Geschichte

Nebenan ist bei Information Philosophie die Abschiedsvorlesung von Heinrich Niehues-Pröbsting vom letzten Jahr nachzulesen. Darin fragt der Erfurter Philoprof, wozu und mit welchem Philosophieverständnis wir Philosophiegeschichte studieren, anstatt die ollen Kamellen links liegen zu lassen und uns mit Besinnungsaufsätzen hurtig einen Platz in der Ethikkommission zu erschreiben. (24.11.12)

Et cetera:

Hegel ist wieder da, meldet der Freitag! +++ Das Institut für Polytoxikomanologie und Perspektivismus hat seit geraumer Zeit eine Forschungsstelle im Internet, wo u.a. philosophische Begriffe in 4.000 Zeichen erklärt werden, jüngst Horkheimer/Adornos "Fun ist ein Stahlbad". +++ Die Tage werden immer kürzer und Hans-Ulrich Gumbrecht denkt über Licht nach. +++ Joe Paul Kroll denkt dagegen beim CULTuRMAG über die Verfassung der Gattung Essay nach und darüber, was sie über die Verfassung des modernen Subjekts verrät.



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Monatsbuch

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