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lichtwolf.de / Monatsbuch / Oktober 2013

Monatsbuch

Oktober 2013

Intime Interna am 03.10.2013, 11:48 Uhr

Bürgerpflicht elektrisch

Den aktuellen Lichtwolf zum Thema Bürgerpflicht kann, nein: soll man (gerade heute) auch als E-Book erwerben.

Lichtwolf Nr. 43 (Bürgerpflicht) als E-Book

Lichtwolf Nr. 43 (Bürgerpflicht) ist jetzt auch als E-Book für Kindle und im .epub-Format erhältlich.

Wie die bisherigen Ausgaben (jedenfalls alle seit Lichtwolf Nr. 34) gibt es auch die jüngste Herbstausgabe zu Pflichtethik und Citoyenwesen in zwei Geschmacksrichtungen für je 3,99 Euro: Einmal als Kindle-Ausgabe (ASIN: B00FFHH5JW, 5.398 KB) und auch im offenen .epub-Format (ISBN 9783941921306); diese Elektrofassung sollte auch in allen anderen Elektrobuchläden erhältlich sein, was vor Ort allerdings mangels E-Book- und Apple-Geräten nicht überprüfbar ist. Gucken Sie halt mal nach und lassen Sie uns wissen, ob und welche unserer vielen schönen E-Books es durch die Zugangskontrollen in die Regale des Elektrobuchladens Ihrer Wahl geschafft haben.

Merci und schönen Feiertag!

(Das Herbstheft gibt es natürlich auch weiterhin als 100-seitiges DIN-A4-Paperback hier im Einkaufszentrum.)


Links der Woche am 05.10.2013, 14:16 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 40/13

Einen Pfennig für alle

Rudolf Diesel hat nicht nur den feuerfesten Sprit erfunden, sondern sich auch Gedanken über ein besseres Zusammenleben und Wirtschaften gemacht. Rudolf Stumberger stellt uns bei Telepolis Diesel als sozialen Utopisten und Vordenker des Genossenschaftswesens vor. (29.09.13)

Alles scheiße außer Mutti

Ilija Trojanow ist gerade wieder angesagt, weil ihm womöglich als Reaktion auf seine Kritik an der Netzüberwachung die Einreise in die USA verweigert worden ist. Das Nachtwächterblog Bonaventura nimmt das zum Anlass, Trojanows Buch "Der überflüssige Mensch" zu besprechen und die Mankos (nicht nur) von dessen Kapitalismuskritik aufzuspießen. (03.10.13)

Karl Kraus à la Franzen

Letzte Woche rief die WELT Stefan Raab als neuen Karl Kraus aus, diese Woche meldet Patrick Bahners in der FAZ, Jonathan Franzen unternehme den unmöglichen Versuch, Karl Kraus ins Englische zu übersetzen. Denn wer Krausens unbedingte Polemiken gegen das "Preßwesen" kenne, sei gegen den techno-consumerism und Fortschrittsdusel des Internetzeitalters gewappnet, was Dietmar Dath ebenfalls in der FAZ dem Franzen nicht ganz durchgehen lässt. (04.10.13)

Der glückliche Tod

Macht es was aus, wenn die Geisteswissenschaften verschwänden? Nö, findet Hans Ulrich Gumbrecht in seinem FAZ-Blog, und hat in Stanford die Erfahrung gemacht, wo die Humanities auf den Rang geduldeter Nebenbeschäftigungen und der Geisteswissenschaftler auf den "des kultivierten und allerseits angesehenen Pausenclowns" zurücksinken. (04.10.13)

Et cetera:

Open Access gilt als neue Hoffnung für das akademische Publizieren, hat aber geschäftsmodellbedingt auch seine Schwächen, so berichtet Telepolis von einem neuen Fall, in dem ein Quatschartikel es durch jede zweite peer review geschafft hat. +++ Als Ethiker hat Klaus-Michael Kodalle das Verzeihen längst zur Grundlage humaner Verhältnisse erklärt; die NZZ bespricht Kodalles Summa zum Thema. +++ Dieter Kaltwasser würdigt Denis Diderot zu seinem 300. Geburtstag bei Glanz & Elend als Enzyklopädisten und Weltliteraten. +++ Ebenfalls bei Glanz & Elend stellt Lothar Struck zwei Neuerscheinungen über Albert Camus von Iris Radisch und Martin Meyer vor; Freunde des mittelmeerischen Denkens könnten sich zu Camus' 100. Geburtstag im November auch den E-Book-Essay "Metaphysik und Revolution" von Timotheus Schneidegger schenken. +++ In der NZZ zeigt sich Martin Meyer (s.o.) angetan vom Briefwechsel zwischen Ulrich Blumenberg und Jacob Taubes, der zeigt, wie operettenhaft es hinter akademischen Kulissen menscheln kann.


Links der Woche am 12.10.2013, 14:44 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 41/13

Politik nach Zahlen

In der FAZ beklagt Lena Schipper den Sieg der angewandten Empirie über die normative Theorie in der Politikwissenschaft. Nicht nur die Methodik leidet unter vermeintlicher Praxisorientierung und dem Zwang, quantifizierte und verwertbare Ergebnisse zu produzieren. (08.10.13)

Alle Fragen offen

Letzte Woche war an dieser Stelle auf einen Telepolis-Artikel hinzuweisen, demzufolge jede zweite Open-Access-Zeitschrift Unfug annimmt. Ebenfalls bei Telepolis geht Ulrich Herb zum Gegenangriff über, indem er dem der Meldung zugrunde liegenden Versuch methodische Schwächen nachweist und über die verschiedenen review-Modelle nicht nur bei Open Access informiert. Apropos: Mit der Zeitschrift für philosophische Literatur gibt es eine neue "begutachtete Open-Access-Zeitschrift für deutschsprachige Besprechungen philosophischer Fachliteratur". Apropos die Zweite: Im Freitag gibt Ralf Klausnitzer einen Branchenüberblick der Wissenschaftsverlage, die nicht alle in Geld schwimmen und mit unterschiedlichen Strategien auf die Digitalisierung reagieren.

Auf der Jagd nach Dr. Dings

Auch Frank-Walter Steinmeier hat seine Doktorarbeit abgeschrieben? Die Unis wollen Plagiatsvorwürfe nur noch in Geheimausschüssen behandeln, um sie leichter unter den Tisch kehren zu können? Frederic Hanusch und Claus Leggewie machen in der FAZ auf die Gefahren aufmerksam, die von der grassierenden Plagiatsparanoia nicht zuletzt für Promovierende ausgehen. (09.10.13)

Was geschrieben steht:

Georg Seeßlen hat mal nachgesehen, welchen Menschen sich die Presse erzeugt, indem er deren Werbung beachtet. +++ Die taz bespricht drei Neuerscheinungen von Martin Meyer, Iris Radisch und Lou Marin zu Albert Camus', der nächsten Monat 100 würde. +++ In der FAZ richtet Markus Gabriel über das neue Buch von Thomas Nagel, das die idealistische Metaphysik der Intelligibilität ins 21. Jahrhundert aktualisiert. +++ Judith N. Shklars Buch "Der Liberalismus der Furcht" wird in der NZZ als negativ-konkrete politische Philosophie einer Freiheit von Furcht vorgestellt.


Links der Woche am 19.10.2013, 15:02 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 42/13

Naturphilologie

Der Physiker Josef Honerkamp thematisiert in den Scilogs das seit Leibniz und Kant scheinbar klare Verhältnis von Mathematik und Wissenschaft(lichkeit). Auch Beobachtung, Sachkunde und Begriffsbildung gehören zur Wissenschaft; darin erweist sich die mathematische Sprache als günstig, auch wenn sie vielen wie Esoterik vorkommt und - wie jede Sprache - auch zum Bluff taugt. (15.10.13)

Nichts als Werbung

In den vergangenen Wochen sorgte der Verdacht, auch Frank-Walter Steinmeier (SPD) habe in seiner Doktorarbeit abgekupfert, für milde Aufregung. Nach wachsender Skepsis gegenüber den Plagiatsjägern hat sich der Bremer Politologe Stephan Leibfried für die FAZ die Mühe gemacht, alle von einer Software inkriminierten Stellen in Steinmeiers Diss manuell zu prüfen. (16.10.13)

Distinktion ist der Zweck aller Bildung

Georg Seeßlen und Markus Metz haben 2011 in ihrem Buch "Blödmaschinen" die postdemokratischen Spektakelgesellschaft ergründet. In seinem Blog liefert Seeßlen gelegentliche Nachschriften dazu und diese Woche denkt er über Wissen und Geschmack als Verbindungsfunktionen von Subjekt und Gesellschaft nach. (17.10.13)

Die Freiheit der Masters of the Universe

Der abermalige US-Haushaltsstreit taugt nicht unbedingt als Philosophem, doch das hat Slavoj Žižek noch nie von etwas abgehalten, und so wundert er sich in der ZEIT über die scheinbare Ähnlichkeit zwischen Alt-Linken und der ultrarechten Tea-Party-Bewegung und über den Erfolg ihrer irrationalen Ideologie, ehe er auf die verschiedenen Freiheitsbegriffe zu sprechen kommt. (17.10.13)

Das bessere Leben im Smartphone

In der NZZ erklärt der Literaturwissenschafter Tomasz Kurianowicz, warum Facebook unglücklich macht: Die Überforderung, die konstante Flut an Statusmeldungen kritisch zu bewältigen, führt zu Angst- und Einsamkeitsgefühlen, weil zudem alle auf Facebook viel interessantere Leben haben als das eigene, dem man via Smartphone leicht zu entfremden ist. (18.10.13)

Außerdemchen:

Französische Woche im Freitag: Dort gibt es zum einen ein ausführliches Portrait von Alain Badiou, zum anderen noch eine Beschwerde, dass Sartre in den beiden Biographien zu Camus' 100. von Radisch und Meyer nicht gut wegkommt. +++ Gewichtige Roman zu lesen steigert die Menschenkenntnis, haben laut FAZ die Sozialpsychologen Emanuel Castano und David Kidd herausgefunden. +++ Und noch eine neue Open-Access-Zeitschrift aus dem schönsten Fach der Welt: Die Zeitschrift für Praktische Philosophie. +++ via @philomagde: Die "Kollegen" vom Focus haben einen superschweren Philosophie-Test im Angebot.


Links der Woche am 26.10.2013, 14:31 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 43/13

Sein und Zeit des Digitalen

Bei Glanz und Elend setzt sich Gregor Keuschnig mit Byung-Chul Han und Botho Strauß und deren Blick auf die digitale Leistungsgesellschaft auseinander. Mit unterschiedlich begründeter Skepsis bis Abscheu blicken Han und Strauß in ihren Büchern auf Verschwarmung des Menschen, seine Affektabfuhr in Shitstürmen, die Ameisenhaufigkeit und den Transparenzwahn. (21.10.13)

Willkommen im Nichts

Zum Start des Wintersemesters schreibt die Freiburger Romanistin Eva Erdmann (feat. Walter Benjamin) im Freitag den Erstis sieben Sachen hinter die grünen Löffel, um nicht nur dem akademischen Jungvolk (sondern auch der Bildungspolitik) klarzumachen, dass die Uni kein Schule für Große und die Wissenschaft besser als ihr Ruf ist. (25.10.13)

Das Fremde als Angebot und Nachfrage

Clan- und Stammesgesellschaften kannten noch die Bedrohung durchs totaliter aliter, schreibt Jörg Räwel fast bedauernd bei Telepolis. Der Moderne sind Bedrohung und Fremdheit vertraut geworden. So sind alle Großkonflikte im Weltbürgerkrieg und ausufernde Überwachung nur autoaggressive Allergien einer überaufgeklärten Gesellschaft. (26.10.13)

Et cetera:

Slavoj Žižek erklärt uns im Freitag die reaktionären Botschaften der 2011-Filme The King’s Speech und Black Swan: In Hollywoods Ideologie ist das traditionelle Familienleben Sinn, Ziel und Maßstab aller Leinwandhelden. +++ Viele neue Bücher: Im Freitag wird Ulrike Herrmanns neues Buch besprochen, dass der besorgten Mittelschicht die Augen über Probleme und Chancen des Kapitalismus öffnen soll. +++ Ebendort wird auch "Das Jahr der gefährlichen Träume" besprochen, worin Slavoj Žižek sich mit dem Jahr 2011 als Phänomen und Hoffnungsschimmer beschäftigt. +++ Manfred Geiers Buch "Geistesblitze" über Eingebungen in der Ideengeschichte der Philosophie wird von der WELT vorgestellt. +++ Aus der NZZ erfahren wir, dass Ludwig Klages' Öko-Rede "Mensch und Erde" von 1913 neu ediert worden ist.



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Monatsbuch

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