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lichtwolf.de / Monatsbuch / Oktober 2010

Monatsbuch

Oktober 2010

Politik am 01.10.2010, 22:19 Uhr

Für Deutschland-Reisende

Neue No-Go-Area im Südwesten entdeckt, bitte weiträumig umfahren!

Stuttgart 21



Links der Woche am 09.10.2010, 15:07 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 40/10

Heute starten wir mit einer neuen Rubrik nach einem alten Prinzip: Jeden Samstag Nachmittag liefert lichtwolf.de eine kommentierte Linkliste der Woche. Wir beginnen mit den Empfehlungen der Kalenderwoche 40 im Jahre 2010 und wünschen ein philosophisches Wochenende:

Unter Druck kommt der Mensch sich abhanden

Christian Geier bespricht in der FAZ einige Sachbücher des Herbstes u.a. von Giorgio Agamben, Ines Geipe und William Styron, die sich mehr oder weniger philosophisch mit Depressionen und dem Kampf um das gute Leben auseinander setzen.

Kindern die Unerklärlichkeit erklären

Markus A. Dahlem führt auf Brainlogs ein kurzes Interview mit Kalle Becker, der ein Kinderbuch (!) über schizophrene und manisch-depressive Psychosen geschrieben und illustriert hat. (06.10.10)

Nachtrag zu Lichtwolf Nr. 29 ("Vergessen")

In der Einleitung zum Titelthema "Vergessen" von Lichtwolf Nr. 29 wurde die arte-Dokumentation "Die andere Seite der Angst" erwähnt, in der es um posttraumatische Belastungsstörungen und ihren Zusammenhang mit Erinnern und Vergessen ging. Die aufmerksamen Kollegen des IPuP haben die Doku im Netz gefunden.

Wie es ist, eine Philosophin zu sein

Das @theorieblog wies via Twitter auf das Blog der Women in Philosophy Task Force hin, das in Anlehnung an Thomas Nagels berühmten Essay seine Leserinnen fragt: "What is it like to be a woman in philosophy?" (06.10.10)

Zur Freiheit bestimmt

Rüdiger Braun berichtet für die Märkische Allgemeine von der Kogwis 2010 in Potsdam, wo Philosophen, Psychologen und Kognitionswissenschaftler sich einmal mehr über neurologischen Determinismus und Willensfreiheit stritten. (07.10.10)

Liu Xiaobao zum Mitnehmen

Der Friedensnobelpreis 2010 geht an den chinesischen Dissidenten Liu Xiaobao, der in Haft sitzt und wahrscheinlich nichts von seiner Ehrung weiß. Die ZEIT bietet ein kurzes Portrait des Literaten und Philosophen. (08.10.10)

Ein Gott rettet uns auch nicht mehr

Volker Gerhardt stellt in der WELT den "Jahrhundertdenker" Hans Jonas und Band 1 seines edierten Gesamtwerks vor, das von Heidegger-Kritik über Theorien der Freiheit bis zum Prinzip Verantwortung alles enthält, was man zum guten Leben braucht. (09.10.10)


Links der Woche am 16.10.2010, 14:02 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 41/10

Zwei Nachträge zur KW 40/10:

Das Selbst, der Geist und der Markt

Für J.M. Bernstein war Hegel der Philosoph, der den Punkt im Blick hatte, an dem Individualismus und gesellschaftliche Insitutionen auf einander treffen. In der New York Times argumentiert Bernstein mit Hegels "Phänomenologie des Geistes" für eine stärkere Bankenregulierung. (03.10.10)

Geht doch bitte da drüben spielen!

Der Freitag hat die Übersetzung eines Guardian-Artikels, in dem Slavoj Žižek der offenen, der weichgespülten und der sich selbst unbewussten Fremdenfeindlichkeit nachspürt. Sie hat mehr mit der vorchristlichen Angst um den eigenen Stamm zu tun als mit christlich-jüdischen Werten. (08.10.10)

Empfehlungen aus der KW 41/10:

Never Forget

Das Internet vergisst nichts, lehren Medienpädagogik und Erfahrung. Chanchal Biswas überlegt in der NZZ, was es für die Ethik des Vergebens und Vergessens bedeutet, wenn über nichts mehr Gras wachsen kann, sondern jede Jugendsünde nur eine Googlesuche entfernt ist. (10.10.10)

Je Bildungsgrad, desto Kinderzahl

Alard von Kittlitz beleuchtet in der FAZ anlässlich des aktuellen Welthunger-Indicis den Zusammenhang zwischen Bildungsgrad und Kinderzahl und blickt dabei weder auf die Unterschicht noch auf das Schrumpfgermanentum, sondern auf die Überbevölkerung als unterschätzte Umweltkatastrophe. (11.10.10)

Sozialismus oder Barbarei

Am 3. Oktober starb der französische Philosoph Claude Lefort - von der deutschen Presse weitgehend unbeachtet, wie die taz in einem nur wenige Absätze kurzen Nachruf schreibt. Ein ausführlicheres, wenn auch ziemlich akademisches Portrait des libertären Merleau-Ponty-Schülers ist im Therorieblog zu lesen. (12.10.10)

Survival of the Fickest

Lars Fischer stellt (und beantwortet) im Fischblog die gute Frage, warum so viele Lebewesen Sex haben (oder gerne hätten) und nicht viel mehr den bequemen Weg der Jungfernzeugung beschreiten, sich also mit Zellteilung oder Selbstbefruchtung den ganzen Ärger von Partnersuche und -erhalt sparen. (15.10.10)

Alles in Unordnung

Lutker Lütkehaus zeichnet in der NZZ wissenschaftshistorisch die Karriere des Entropiebegriffs nach - von der Physik des optimistischen 19. Jahrhunderts bis zu den Nichtungen von Schopenhauer und Nietzsche. (16.10.10)


Intime Interna am 21.10.2010, 16:53 Uhr

Bald haben wir das Internet voll

Auf dem Weg zur Vollendung dieses glorreichen Ziels und damit das arme Internet auch mal wieder ein bisschen Lichtwolf zu Gesicht bekommt, sind fünf weitere Artikel aus den gedruckten Ausgaben ins Netz gehievt worden. Es handelt sich um:

"10 Gründe, um das Philosophiestudium abzubrechen", rechtzeitig zum Semesterstart aus der vergriffenen Ausgabe Lichtwolf Nr. 13 ("Erstis") gezogen;

"Aus dem Tagebuch eines Werbefuzzis" von Magister Maier aus Lichtwolf Nr. 26 ("Werbung")

"Neues vom Hai und seinem Alkoholproblem, Folge 3" von Judith Stieber aus Lichtwolf Nr. 27 ("Arbeit")

Aus Rücksicht auf den bald zur Neige gehenden Platz im Weltnetz gibt es nur gekürzte Fassungen dieser beiden Artikel:

"Die saubere Welt der Werbegegner" von J******** F********* aus Lichtwolf Nr. 26 ("Werbung")

"Die größte Bratwurst der Welt", in der fünf Autoren ihren Senf zur Frage abgeben, ob Internet vergesslich macht; (vollständig) erschienen in der nach wie vor lieferbaren Ausgabe Lichtwolf Nr. 29 ("Vergessen").


Links der Woche am 23.10.2010, 15:01 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 42/10

Informationsethik

Die heutige Ausgabe der NZZ widmet sich ausführlich dem Internet und damit zusammenhängenden Kulturfragen. Früher dran und tiefer drin war die "International Review of Information Ethics", deren 13. Ausgabe vom September 2010 als PDF (1 MB) zur Verfügung steht. Unter dem Titel "Intercultural Infomation Ethics" werden u.a. P2P, MMORPGs, Nekama und das gute Leben im Netz behandelt.

Der Weg war Ziel

Stuttgart 21, wohin man blickt. In der taz nimmt Jörg Magenau das schwäbische Ringen um Oben oder Unten zum Anlass einer unterhaltsamen Überlegung zum Reisen und der darauf wirkenden Beschleunigung, die vom Fortschritt ausgeht. (17.10.10)

Dunkelheit schärft die Sinne

Karl Payer erkennt im Journal für Philosophie & Psychiatrie 2/09, dass Heideggers Angst-Begriff ziemlich genau eine Depression beschreibt, und überlegt mit "Sein und Zeit" und weiteren Klassikern im Gepäck, welchen Sinn und Nutzen für das Leben Depressionen haben.

Das Frühstück der Champions

Die Wirkungsweise von Ketamin, auch bekannt als "Special K", ist auch Jahrzehnte nach der Synthetisierung nicht gänzlich verstanden. Jörg Albrecht blickt in der FAZ auf die medizinische und psychedelische Geschichte des Narkotikums zurück, das dort helfen könnte, wo alle anderen Psychopharmaka versagen. (20.10.10)

Unergründliche Ratsschlüsse

Die ersten Studienjahrgänge verlassen mit Bachelor-Zeugnissen die Hochschulen - oftmals unfreiwillig, denn wie so oft hat die Politik mit der Bologna-Reform erstmal kräftig flexibilisiert und gehofft, der Markt werde die Verteilungslogik schon irgendwie regeln. Das "Master-Desaster" ist Wochenthema beim Freitag. (21.10.10)


Irgendwas mit Medien am 28.10.2010, 13:14 Uhr

Die Instant-Laudatio für jedermann

Wer kennt das nicht: Man sitzt in der Wanne und mümmelt einen Keks, da ruft der schwedische König an und fragt, ob man auf die Schnelle bei der Verleihung des Nobelpreises eine Laudatio halten könne. Oder das: Man schafft es nicht einmal, sich den mit einem Früchtekorb im Wert von 50 Euro dotierten Kurzgeschichtenpreis der evangelischen Gemeinde Hintertupfingen zu erschreiben, und wünscht sich doch fürs eigene Schaffen nichts mehr als ungelenkes Lob aus dem Munde des Kreissparkassenleiters.

Die serviceorientierte Fraktion des Lichtwolf ist Ihr zuverlässiger Partner in allen Lebenslagen und bietet nun auch für obige Szenarien halbautomatische Hilfestellung: Der Laudatomat liefert fesselnde Preisreden auf Knopfdruck. Egal, ob sie einen Literaten, Philosophen, Historiker oder Journalisten über den grünen Klee loben müssen/wollen: Einfach den Namen eingeben, ein paar Einstellungen machen und Knopf drücken. Der Laudatomat spuckt sogleich ein individuell angepasstes Rührei aus den schönsten Preisverleihungsfloskeln aus.

(Achtung: Exzessiver Gebrauch des Laudatomaten kann zu Abhängigkeit, Desillusionierung und Brechdurchfall führen.)


Links der Woche am 30.10.2010, 15:42 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 43/10

Doof bleiben und Scheiße kaufen

Lesenswert ist das etwas erratische Interview, das "die Presse" mit Klaus Theweleit über den Sturz des Totalitarismus durch Rock'n'Roll geführt hat, wegen der These vom Kalten Krieg der Regierungen gegen die Bevölkerung: "Wir sollen doof bleiben und denen weiterhin ihre Scheiße abkaufen." (21.10.10)

Nerven und nerven lassen

Malte Welding outet sich in einem schönen, langen BZ-Text als Mitglied der Minderheit, der es zu gut geht, um Gegenstand von Integrationsdebatten zu sein: den weißen Männern. Als solcher erkennt er an Multikulti alle Eigenschaften der Wirklichkeit: laut, hässlich, miefend und nicht zu leugnen. (23.10.10)

Liebesökonomie

In der WELT diagnostiziert Volker Demuth anhand gegenwärtiger Romane, dass die bedingungslose Liebe der Partnerschaft auf Bewährung gewichen ist, die sich geschmeidiger mit den Anforderungen des 21. Jahrhunderts vereinbaren lässt und - wie alles andere im Leben - strikt buchhalterisch betrachtet wird. (26.10.10)

Helfende Tatzen

Die Frankfurter Rundschau stellt das neue Buch des Verhaltensforschers Michael Tomasello vor, der untersucht, wie und warum Primaten es vorziehen, miteinander zu koopieren anstatt zu konkurrieren. Dazu vergleicht er die Gruppendynamik von Schimpansen und kleinen Menschen (sog. "Kindern"). (27.10.10)

Quellenangabe im wahrsten Sinne

Der Chicagoer Soziologe Andrew Abbott hat untersucht, wo und wie in wissenschaftlicher Prosa aus einem seiner Bücher zitiert oder darauf verwiesen wird. Ergebnis: Die meisten Autoren haben das Buch gar nicht gelesen, die Quellenangaben sind bloß akademisch geforderter Formalschmuck, so berichtet Jürgen Kaube in der FAZ. (28.10.10)

elgooG ist kein Haustier

Die Schriftstellerin Dubravka Ugresic denkt in der NZZ über Gott und die Welt bzw. das moderne Äquivalent Google und das Internet nach. Aber auch über Neuroplastizität und Schicksal und das englische Wort für Hund. (30.10.10)

Die Tage werden kurz länger, dann weiter kürzer

Morgen bzw. heute Nacht werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Aus diesem Anlass denkt der Physiker Joachim Schulz weiter über das Phänomen Zeit nach - rein in den Grenzen der Naturwissenschaft, aber heimlich dürfen auch Philosophen mitlesen. (30.10.10)



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Titelthema: Alte Berufe

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51 alte Berufe im philosophischen Portrait, ausführlicher: Alchemist, Matador, Schuster, Schutzmann, Töpfer und Zensor. Außerdem Lachse, Jacques Ellul und Automobile.


Das nächste Heft erscheint am 20. Dezember 2017 mit dem Titelthema Ins Gesicht. »» Abonnieren


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Monatsbuch

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