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lichtwolf.de / Monatsbuch / September 2015

Monatsbuch

September 2015

Links der Woche am 05.09.2015, 14:54 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 36/15

Von Hegel zu Bernd, dem Brot

Wer zu viele Nachrichten konsumiert, flieht vor dem eigenen Ich und bleibt gelangweilt und verwirrt zurück, so der Ausgangspunkt von Alain de Bottons neuem Buch, das Jan Pfaff im Freitag vorstellt. Es analysiert die persönlichen und gesellschaftlichen Bedingungen und Möglichkeiten der stets noch neueren Neuigkeit im vermittelten Vermittelnden. (31.08.15)

Ästhetik ohne Nutzeroberfläche

Die Konsumgesellschaft hat das Schöne markt- und smartphonefähig gemacht und damit zerstört. Davon geht Byung-Chul Han in seinem jüngsten Essay aus, um die (spirituelle) „Errettung des Schönen“ u.a. mit Hegel, Barthes, Baudrillard, Gadamer und Benjamin anzugehen. Peter V. Brinkemper bespricht den Essay bei Glanz & Elend. (31.08.15)

Was, wenn alles wie nie gewesen ist?

Samuel Scheffler hat aus einem Gedankenexperiment ein Buch gemacht: Was heißt es für die Überzeugungen eines Menschen, wenn er wüsste, dass die Menschheit dreißig Tage nach seinem Tod ausgelöscht wird? In der NZZ stellt Uwe Justus Wenzel uns Schefflers Variationen des Lebens nach dem Tod und die interessanten Schlüsse daraus vor. (01.09.15)

Der Argwohn des Sesshaften gegen den Nomaden

Der (nicht unumstrittene) Politologe Herfried Münkler erklärt in der NZZ, wie die Menschheit durch Migration zu dem wurde, was sie ist. Dabei waren es stets saturierte Gesellschaften (und in ihnen natürlich nur das Lumpenproletariat...), die sich von Wandel und Wanderung beunruhigen ließen. (05.09.15)

Heidegger immer weiter...

Die sauertöpfische Zuschrift des ehelichen, nicht leiblichen Heideggersohns Hermann an die ZEIT wurde hier bisher nicht verlinkt, weil wahrlich nicht jeder Kommentar zu Heideggers angeblichem oder tatsächlichem Antisemitismus teuren Strom wert ist. Bei literaturkritik.de nehmen Max Beck und Nicholas Coomann aber die familiäre Apologie so nett auseinander, dass der ganze Kram im Paket (mitsamt der Leserkommentare) zur Lektüre empfohlen sei.


Links der Woche am 13.09.2015, 11:17 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 37/15

Alles aus dem Ungeraden

Bei satt.org bespricht Andreas Jacke das „Das Andere der Natur“, worin der Physiker und Philosoph Jan Cornelius Schmidt „neue Wege zur Naturphilosophie“ jenseits von Idealismus und naturwissenschaftlichem Reduktionismus sucht. Zentraler Begriff ist dabei die Instabilität, die das Ganze in Gang hält und zugleich unberechenbar macht. (08.09.15)

Europa muss sterm, damit wir leben könne

Die ZEIT unterhält sich ausführlich mit Giorgio Agamben über die Lage Europas, die Agamden als beschissen beurteilt: Da die europäische Idee auf Wirtschaftszone und Biopolitik reduziert worden ist, ist die Krise eine Chance, „erstmals das zu leben, was [...] ungelebt blieb“. Die Zukunft liegt also in der Vergangenheit, die es nicht gab. (27.08.15)

Unn sünst?

Die taz portraitiert den Soziologen und Kursbuch-Herausgeber Armin Nassehi, der vormacht, wie man als überflüssiger Linksintellektueller heutzutage klarkommt. +++ Die FR stellt kurz den Bilder-Philosophen Georges Didi-Huberman vor, der den diesjährigen Adorno-Preis erhält. +++ Die NZZ befasst sich diese Woche ausgiebig mit dem Antisemitismus-Vordenker Houston Stewart Chamberlain. Anlass war zum einen die Edition seiner Briefwechsel mit jüdischen Intellektuellen, zum anderen Udo Bermbachs ausführliche biographische Chamberlain-Studie. +++ Anlässlich der Wiederkehr des 11. Septembers unterhält sich die FR mit Noam Chomsky über Obamas Drohnenkrieg, Edward Snowden, subtile Repression und die Revolution gegen den Neoliberalismus. +++ Ende der Woche gibt es den neuen Lichtwolf (Titelthema: „Ego Null“) - vielleicht haben Sie ja Interesse an einem Abo, das den Preis wert ist?


Links der Woche am 19.09.2015, 14:06 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 38/15

Literatur des außerirdischen Menschen

In der Science-Fiction-Literatur ist Posthumanismus ein alter Hut. Philipp Theisohn denkt für die ZEIT anlässlich der Kinofilme „The Martian“ und „Interstellar“ darüber nach, was aus dem Menschen jenseits der Erde würde, was der digitale mit dem Weltraum gemeinsam hat und wie wichtig Bücher für diese Fragen sind - weshalb auch gleich mal einige posthumane Klassiker vorgestellt werden. (15.09.15)

Reiz-Reaktions-Professoren

Mit Blick auf die leistungsorientierte Mittelvergabe in der Wissenschaft empfiehlt Stefan Kühl in der FAZ den Hochschulmanagern die Lektüre von Motivationsratgebern. In der Wirtschaft habe man nämlich längst verstanden, mit Anreizsystemen lediglich das Frisieren maßgeblicher Kennzahlen zu befördern, wie Kühl es an Universitäten und Lehrstühlen beobachtet. (17.09.15)

Vom Wissen zum Dispositiv

In seinem Blog denkt Georg Seeßlen mit Foucault und Agamben über Wissen als narratives Gut, Funktion der Macht und Objekt des Marktes nach. Er greift dabei seine Dichtomie von Beute und Gespenst und das Dispotiv auf, in dem Wissen und Macht als Mythos aufgehen. (19.09.15)

Et cetera:

Der Politologe Claus Leggewie bespricht in der FR das neue Buch von Armin Nassehi und ist froh, dass es seine These, rechts und links seien als politische Verortungen obsolet, selbst widerlegt. +++ Die NZZ stellt die Biographie des Kirchenvaters und Frühmetaphysikers Augustinus aus der Feder von Klaus Rosen vor. +++ Lichtwolf Nr. 51 ist unterwegs zu den Abonnenten - wenn Sie auch einen haben möchte, bekommen Sie hier Ihr schönes Liwo-Abo.





Intime Interna am 24.09.2015, 10:13 Uhr

Lichtwolf Nr. 51 ist da!

Die Gerüchte stimmen: Der Herbst hat begonnen und Lichtwolf Nr. 51 ist seit ein paar Tagen bereits zum Beispiel hier im Einkaufszentrum erhältlich.

LW51

Lichtwolf Nr. 51 ist die aktuelle Herbstausgabe zum Thema „Ego Null“.

Das Titelthema der aktuellen Ausgabe lautet „Ego Null“. Wenn Sie also Bock haben auf lange Texte ohne Werbeunterbrechungen und sich Tiefsinn rund um Identität und Nullität, Individualität und Kollektiv, Authentizität und Inszenierung reinziehen wollen, ist das was für Sie!

Die ersten paar Seiten können Sie sich hier als PDF-Leseprobe herunterladen. Zur Lektüre am Bildschirm stehen zur Verfügung die Einleitung und Bdolfs Propädeutikum und Prolegomena zum Titelthema.

Außerdem können Sie in Marc Hieronimus’ Essay hineinlesen, worin er der Menschheit nahelegt, sich mit der narzisstischen Kränkung ihrer Unwichtigkeit zu arrangieren. Bebildert ist das Ding im Heft mit Illustrationen von Andy Singer und einem Makaken-Selfie, um das die Tierrechtsorganisation PETA gerade einen Rechtsstreit führt.

Greifen Sie also ruhig zu: Das Heft hat 104 Seiten im DIN A4-Paperback, wiegt um die 350 Gramm und kostet bloß 7,80 Euro inklusive Versand. Die E-Book-Fassung folgt wie immer in den nächsten Tagen.


Links der Woche am 26.09.2015, 14:21 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 39/15

„Künstlichkeit ist die Natur des Menschen“

Die NZZ bringt den Vortrag, den Konrad Paul Liessmann beim diesjährigen Philosophicum Lech über Transhumanismus gehalten hat. Der Mensch ist wie von Nietzsche vorhergesagt das nicht festgestellte Tier, das sich technisch selbst optimiert, um zu werden, was es ist - weshalb den Zukunftstechnologien uralte Sehnsüchte zugrunde liegen. (20.09.15)

Analyse vor Ideal

Der Tübinger Emeritus Manfred Frank zeigt sich in der FAZ unzufrieden mit der philosophischen Landschaft: Die analytische Philosophie habe kontinentale Denktraditionen fast vollständig verdrängt sowie - im Verbund mit den Bologna-Reformen - Kleinteiligkeit, Nabelschau und Hektik befördert. (24.09.15)

Meinung und Freiheit

Nicht erst die Flüchtlingskrise hat manchen aufheulen lassen, man dürfe ja gar nicht alles sagen. Katja Thorwarth macht sich in der FR Gedanken über die wahre Bedeutung der in Online-Kommentarspalten angeblich eingeschränkten Meinungsfreiheit. In Frankreich herrscht ein bisschen Zoff: Dem Philosophen Michel Onfray wird vorgeworfen, mit seinen Äußerungen zu Flüchtlingen und Gleichstellung dem Rechtsextremismus Vorschub zu leisten, wie die NZZ berichtet. Die SZ dagegen unterhält sich mit Alexander Filipovic über die Gründe der Empörung, die Charlie Hebdo mit einer Karikatur des toten syrischen Jungen Aylan Kurdi ausgelöst hat.

Außerdemchen:

Die NZZ stellt zwei Neuerscheinungen vor, die psychedelische Drogen z.B. in der Sterbebegleitung und Zeitforschung konsumistisch rehabilitieren. +++ Der Freitag berichtet über die interne Ratgeber-Kolumne des NSA-Sokrates, der die Geheimdienstmitarbeiter - aber nicht zu sehr! - zum Nachdenken bringen soll. +++ Die aktuelle Herbstausgabe des Lichtwolf ist erschienen.



Lektüreempfehlungen


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Monster

Sarrazins größter Alptraum und weitere Ungeheuerlichkeiten aus Philosophie und Popkultur in Lichtwolf Nr. 33 vom Frühling 2011. Kostet nur monströse 6,80 Euro, das dicke Heft!



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Die aktuelle Ausgabe:

Lichtwolf Nr. 59 (3/2017), September 2017

Titelthema: Alte Berufe

vorherige Ausgabe

Lichtwolf Nr. 59 (3/2017)

51 alte Berufe im philosophischen Portrait, ausführlicher: Alchemist, Matador, Schuster, Schutzmann, Töpfer und Zensor. Außerdem Lachse, Jacques Ellul und Automobile.


Das nächste Heft erscheint am 20. Dezember 2017 mit dem Titelthema Ins Gesicht. »» Abonnieren


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Monatsbuch

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Martin Gohlke: Im Bauch der Titanic

Da wird die Geschichte der westdeutschen Intelligenz lebendig: Martin Gohlkes Roman gibt es als Hardcover mit 394 Seiten beim catware.net Verlag oder hier im Einkaufszentrum für nur 19,80 €.


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Die erste Gesamtdarstellung der Décroissance-Bewegung und ihrer Ursprünge, ihrer Motive, Denker und falschen Freunde: Das leidenschaftliche und fundierte Plädoyer für ein anderes Leben ist erhältlich direkt beim catware.net Verlag oder im Buchhandel (ISBN 9783941921634) erhältlich.


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