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Monatsbuch

Juni 2015

Links der Woche am 06.06.2015, 14:03 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 23/15

Wegen Mainzer Minipressen-Messe (wir sind noch bis Sonntag da, also kommen Sie in die schön klimatisierte Mainzer Rheingoldhalle) diese Woche nur ganz eiliges Gelinke: Wilhelm Schmid empfiehlt im ZEIT-Interview Sex und Sauna zwecks Kreativität. +++ Die taz versucht, Kant und Bier auf/unter einen Deckel zu bringen. +++ Der Philosophy Bro beantwortet wieder Leserpost, diesmal zur Furcht vorm Sterben und was u.a. Camus und Heidegger dazu zu sagen haben. +++ Marie Mohrmann bespricht im Freitag zwei Bücher über den freien Willen im Neoliberalismus. +++ Vor einer Weile sah Nikita Dhawan in der taz mit Derrida das kantische Weltbürgertum bedroht - und zwar durch die EU-Flüchtlingspolitik. Jüngst antwortete Christoph Brendel im theorieblog auf Dhawan mit der Klarstellung, dass es sich mit Kants Weltbürgerrecht etwas komplizierter verhält. +++ Letzte Woche hatte die phil.Cologne den Bioethiker Peter Singer nach einem NZZ-Interview ausgeladen, was nun harsche Kritik einiger Philo-Profs nach sich zieht. Unter anderem um das Ungemach in Sachen Singer geht es im nächsten Lichtwolf (Titelthema: Schotter), der in zwei Wochen erscheint. Ein Abo können Sie hier abschließen oder noch bis morgen Nachmittag auf der eingangs erwähnten Mainzer Minipressen-Messe, wo wir an Stand E7 mit Kaffee, Bier und Keksen auf Sie warten.


Links der Woche am 14.06.2015, 14:30 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 24/15

Zwischen den Fronten

Für die FAZ berichtet Jürg Altwegg von den journalistischen Arbeiten des Albert Camus aus der Résistance-Zeitung Combat, die nun auch auf Deutsch vorliegen. Wir lesen darin nach wie vor aktuelle Erwägungen über Journalismus und Ethik in der maßlos polarisierten (Nach-)Kriegsgesellschaft. (07.06.15)

Gedankenfreiheit und Marktdiktatur

Der Schriftsteller Norbert Niemann beschäftigt sich in der FAZ zunächst damit, wie die digitale Ökonomisierung die bayrische Provinz vor der Verödung bewahrte, um sodann auf die politischen und sozialen Verheerungen der Marktideologie am Beispiel der literarischen Landschaft zu sprechen zu kommen. (07.06.15)

Der kidult als politisches Riesenbaby

Warum flippen die Leute neuerdings eigentlich wegen jeder Lappalie aus?, fragt sich Ursula März in der ZEIT und hat auch gleich eine Antwort parat: Der Wutbürger ist wie das Emoji-Unwesen ein Nebeneffekt der konsumistischen Infantilisierung, die Benjamin R. Barber und Susan Neiman diagnostiziert haben. (13.06.15)

Zufall und Geschichte

Die FR beschäftigte sich diese Woche damit, wie das Prinzip Zufall die Welt regiert. Arno Widmann überlegt in seinem einleitenden Essay, wie sehr die Geschichte auch all das ist, was nicht passiert und unentdeckt bleibt. Es folgt ein Interview mit dem Medienwissenschaftler Jochen Hörisch über die religiöse Dimension der Ökonomie.

Unn sünst?

In der FR werden in ungewöhnlichem Ton die frühen Tagebücher von Alexandre Kojève, dem französischen Wirtschaftsbeamten sowie Hegel- und Stalin-Propagandeur, vorgestellt. +++ Die taz berichtet vom Festival „The Power of Powerlessness“ in Berlin, das sich mit unserem Alltag in Kontrollsystemen und Ohnmachtserfahrungen beschäftigt. +++ Die NZZ bespricht das Buch des Theologen Karl-Josef Kuschel über Martin Buber, dessen Herausforderung das Christentum wohl bereichert habe. +++ In seinem Blog geht Georg Seeßlen mit fünf Fragen der einen nach, was es ist, das ein Bild ausmacht. +++ Felix Werdermann portraitiert im Freitag anlässlich ihrer 400. Ausgabe Graswurzelrevolution, die anarchistische „Zeitung ohne Chef“. +++ Bei Telepolis lesen wir ein Interview mit Ferdinand Lassalle zur geplanten Rettung der SPD durch Neugründung - und Duellierung mit dem Parteivorsitzenden. +++ Dürfen wir Sie darauf hinweisen, dass in einer Woche der neue Lichtwolf in den Briefkästen unserer Abonnenten landet?


Intime Interna am 17.06.2015, 20:09 Uhr

Frost, Thriller, Afghanistan

Lichtwolf-Leser kennen ihn als Schöpfer von knollennasigen Comicfiguren und anderen Behelfsillustrationen in unserem fröhlichen Wissenschaftsmagazin: Georg Frost ist daneben auch unsichtbar tätig als metteur en pages (also der Setzer) und hat eine dunkle Vergangenheit in der Automobilindustrie - sowie bei der Bundeswehr.

Georg Frost: Hartes Land

Teil I der Thriller-Reihe um Spionage, Drogen, Korruption und das neue große Spiel der Mächte am Hindukusch ist erhältlich als Taschenbuch sowie als E-Book.

Sie (die Bundeswehr als Einsatzarmee) spielt auch in Georg Frosts erstem Roman eine nicht unwichtige Rolle. Denn es geht darin um Spionage, Drogen, Korruption und das neue große Spiel der Mächte am Hindukusch. Falls Sie sich also gefragt haben, warum der Kollege Frost in der Rezensionsrubrik „Kurz und Klein“ seit Jahren Bücher über den Afghanistan-Einsatz bespricht: Das war Teil der ausgiebigen Recherche.

Näheres entnehmen Sie bitte der Produktbeschreibung beim catware.net Verlag, wo es den voraussetzungsreichen und ziemlich komplexen (also nicht für Doofe geeigneten) Thriller auch schon als E-Book (epub, DRM-frei) zum Herunterladen (wie üblich gegen weniger Geld) gibt.

Georg Frost hat also ein Buch geschrieben und er plant, noch weitere zu schreiben. Seien Sie als potentielle Leserin also schon einmal vorgewarnt: Nicht alle eröffneten Handlungsstränge werden bis zur letzten Seite zu Ende geführt, der Roman „Hartes Land“ eröffnet vielmehr eine auf mehrere Teile ausgelegte Reihe. Die Fortsetzung wird bereits Ende 2015 erscheinen - und noch spannender, komplexer, brutaler, schneller, härter, voraussetzungsreicher sein.





Links der Woche am 20.06.2015, 16:57 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 25/15

„verblindet“ und „verblendet“

Reinhart Kosellecks „Kritik und Krise“ über Aufklärung und Politik im 18. Jahrhundert belehrte die Intellektuellen, ihre moralischen Kriterien seien dem politischen Krisenalltag fremd. 60 Jahre später sieht Caspar Hirschi in der FAZ Kosellecks Traum von der unkritisierbaren Realpolitik in der Dauerkrise verwirklicht. (13.06.15)

Schluss mit lustig!

Michael Ebmeyer denkt in der ZEIT mit E.T.A. Hoffmann, Jan Philipp Reemtsma und Flann O’Brien über die verschiedenen Weisen des Lachens nach. Das ist weniger beliebt als man denkt, insbesondere dasjenige Lachen, das Autorität zersetzt - im Gegensatz zum unfreien, hämischen Gelächter. (19.06.15)

The Internet is not only for Porn

Für Telepolis unterhält sich Reinhard Jellen ausführlich mit Georg Seeßlen über Eros und Information. Dank des Internets kann man sich vom Schreibtisch aus Sexualkontakte organisieren - was allerdings die Begriffe von Partnerschaft und Liebe hin zur Marktförmigkeit verändert. (20.06.15)

„Einzeltätervolk“

Anlässlich der jüngsten rassistisch motivierten Morde in den USA beschäftigt sich Dietmar Dath in der FAZ damit, wie in God’s own Country die Hautfarbe darüber entscheidet, ob jemand Opfer einer Tragödie oder des Terrorismus ist, und was Nudelteig mit der liberal-emanzipatorischen Unterdrückung des weißen Mannes zu tun hat. (20.06.15)

Neues vom Papst

Die NZZ zeigt sich angetan von der „Öko-Enzyklica“ des Papstes, die diese Woche erschien und zur Schonung des Oikos aufruft. Für die FAZ berichtet Patrick Bahners von den eher nicht so begeisterten Reaktionen „klimaskeptischer“ US-Konservativer auf die lyrisch-wissenschaftliche Mahnung zur Umkehr.


Intime Interna am 21.06.2015, 14:13 Uhr

Liwo fuffzich ist da.

Der neue Lichtwolf ist da. Das Titelbild sehen Sie hier:

Lichtwolf Nr. 50

Lichtwolf Nr. 50 zum Thema Schotter ist erschienen.

Es ist wieder gelb, weil es sich (trotz der Temperaturen) um die aktuelle Sommerausgabe handelt. Es ist auch die 50. Ausgabe der „Zeitschrift trotz Philosophie“. Das Titelthema lautet Schotter. Darin geht es u.a. um synthetische Drogen, Straßenbeläge, Geld, Kunstwerke und Salafismus sowie um die Sabotage von Castor-Transporten, den Stand der Diskussionskultur am Beispiel Peter Singers, die Mainzer Minipressen-Messe und Pferde. Online zu lesen gibt es die Einleitung, Prolegomena und Propädeutikum und den Anfang des Essays von Manuel Zabel. Die Leseprobe gibt es hier als PDF und hier im LichtwolfReader.

Das Heft hat 100 Seiten und kostet unverschämte 7,80 Euro. Es ist in wenigen Tagen auch als E-Book erhältlich. Bitte bestellen Sie es weder hier im Einkaufszentrum noch über den Buchhandel (ISBN 9783941921528), wir möchten die wenigen Exemplare der Auflage gern selbst behalten. Auch ein Abonnement würde uns nur Arbeit machen und Ihnen Lektürepflichten auferlegen, die dem Fun abträglich sind.


Links der Woche am 27.06.2015, 15:18 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 26/15

Heidegger-Ungemach, nächste Runde

Heidegger Großverweser Friedrich-Wilhelm von Herrmann will dem Herausgeber der „Schwarzen Hefte“, Peter Trawny, wegen ungebührlicher Selbstvermarktung die Editorenschaft entziehen, wie der KStA meldet. Das geht aber gar nicht, wie Michael Hesse in der FR klarstellt und den Gegenangriff auf von Herrmann (er „versuche, den Nachlass Heideggers rein zu halten“) dokumentiert.

Identitätsgeschäfte und -geschlechte

In seinem Blog überlegt Georg Seeßlen, was es für die Konstitution der (nicht zuletzt politischen) Identität heißt, als jemand zu handeln. Das Thema ist auch in den USA aktuell, seit sich eine Weiße als Schwarze ausgab und ein Spitzensportler sich via Magazin-Cover als transsexuell outete. Andrea Köhler untersucht diese und ähnliche Fälle in der NZZ darauf, was sie über das westliche Identitätskonstrukt verraten.

Außerdemchen:

Eva Berendsen befasst sich für die FAZ mit Laurie Penny und ihrem topmodernen Feminismus. +++ Die NZZ stellt den jüngsten Band der kleinen Schriften Jean-Paul Sartres vor sowie Hans Joachim Schädlichs Roman über Hofnarren aus dem 18. Jahrhundert. +++ Telepolis zu guter Letzt informiert über eine Studie, derzufolge positives Denken auf liberal eingestellte Studenten eher hemmend, auf konservative eher anspornend wirkt.



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Die aktuelle Ausgabe:

Lichtwolf Nr. 59 (3/2017), September 2017

Titelthema: Alte Berufe

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Lichtwolf Nr. 59 (3/2017)

51 alte Berufe im philosophischen Portrait, ausführlicher: Alchemist, Matador, Schuster, Schutzmann, Töpfer und Zensor. Außerdem Lachse, Jacques Ellul und Automobile.


Das nächste Heft erscheint am 20. Dezember 2017 mit dem Titelthema Ins Gesicht. »» Abonnieren


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