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lichtwolf.de / Monatsbuch / Juni 2014

Monatsbuch

Juni 2014

Links der Woche am 07.06.2014, 14:22 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 23/14

Baldurians Esel vorm Shampoo-Regal

Jede Entscheidung vernichtet unzählige von Möglichkeiten und weil wir damit nicht zurecht kommen, pflegen wir eine „Kultur der Unentschiedenheit“, wie sie die Philosophin Renata Salecl (Ex-Frau von Slavoj Žižek) in ihrem neuen Buch beschreibt. Andrea Roedig stellt es im Freitag vor und hätte sich präzisere psychoanalytische Kapitalismuskritik gewünscht. (03.06.14)

Überall automatisch ausgebildet

Im vierten Teil seiner Essayreihe „Der Unterricht im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ kommt Matthias Becker bei Telepolis auf die ökonomischen Bedingungen der industrialisierten (digitalisierten?) Pädagogik zu sprechen. Mit Milton Friedman müsste die globalisierte Bildungswelt im Internet der feuchte Traum eines jeden Neoliberalen sein. (03.06.14)

Transnewtonianische Wunderwelten

Ulf von Rauchhaupt portraitiert für die FAZ den Kosmologen „Mad Max“ Tegmark. Dessen mehrstufige Multiversum-Theorie gilt längst nicht mehr als irrer Scheiß, sondern lässt sich aus einem unendlich großen Universum und der Quantentheorie folgern. Wenn Sie hier nicht darauf klicken, klicken Sie anderswo ganz bestimmt darauf. (06.06.14)

Außerdemos von Sonstnochos:

Christoph Borgans erklärt in der FAZ die kafkaeske Verwendung des Adjektivs „kafkaesk“. +++ Zum D-Day-Jahrestag erklärt Christian Hesse im ZEIT-Blog, was Wichteln mit Kryptographie zu tun hat und wie Alan Turing den Zweiten Weltkrieg gewann. +++ Die FR vergleicht Ronald Dworkins neues Buch, in dem er das Programm eines religiösen Atheismus entwirft, mit ähnlichen Schriften. +++ Apropos: Der Papst hat in der Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem die Theodizee-Frage gestellt, worüber der Theologe Jan-Heiner Tück in der NZZ nachdenkt. +++ Bald ist Fußball-WM und wie in den Vorjahren versuchen sich manche an der Versöhnung von Denk- und Ballsport: Lothar Struck bespricht bei Glanz & Elend Martin Gessmanns vielversprechenden Essayband „Mit Nietzsche im Stadion“.


Links der Woche am 14.06.2014, 14:47 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 24/14

Leben und Sterben eines Gangsters

Im Freitag portraitiert der Gefängnispsychologe Götz Eisenberg den Räuber Thomas S., dessen Herkunft ihn nicht gerade zu dem Schwerkriminellen prädisponierte, dessen Tod er nach Einsicht und Buße starb. Ein interessanter Essay über das ganz andere Leben der schweren Jungs - u.a. mit Hegel, Marcuse und Theweleit. (05.06.14)

Turing oder nicht Turing

In dieser Woche meldete die Universität Reading, einer ihrer Computer habe pünktlich zum 60. Todestag Alan Turings den Turing-Test bestanden. Die taz interviewte daraufhin testweise den eigenen Medienticker, die NZZ fasste die einhellige Skepsis gegenüber dem angeblich geglückten Versuch zusammen und TechDirt hat eine Liste mit Gründen zusammengestellt, warum die Meldung völliger Quatsch ist.

Renaissance der Renaissance

Der Baseler Philoprof Arno Schubbach stellt in der NZZ den Begründer der Ästhetik, Alexander Gottlieb Baumgarten anlässlich seines 300. Geburtstags vor. Der pietistische Wolff-Schüler sann - wenn auch in dunkler Sprache - als Erster der eigenen Wahrheit der schönen Künste nach, die bis heute bekniffelt wird. (13.06.14)

Et cetera:

Jürgen Kaube weist in der FAZ mit seiner üblichen Suffisanz auf Studien zu Psychologie-Studien hin, welche von jenen recht oft als halbseiden bis hanebüchen entlarvt werden. +++ Gerade ist Fußball und wer standesgemäß klug mitreden will, der lese die kosmologische Exegese diverser Nationalflaggen des Astronomen Florian Freistetter. +++ Die WELT stellt Peter Sloterdijks neues Buch vor, in dem er der Frage nachgeht, warum so schlechte Stimmung herrscht und der Vatermord die Triebfeder der Geschichte ist. +++ Für den Freitag unterhält sich Helena Neumann mit der ungarischen Philosophin Ágnes Heller über die Lage in ihrem Heimatland sowie über Hannah Arendt und das Subjekt. +++ Im Freitag lesen wir außerdem ein Portrait des Philosophen, Literaturwissenschaftlers und Hipsters Armen Avanessian, der als Herausgeber des Akzelerationismus-Sammelbands bekannt geworden ist. +++ Kommende Woche erscheint der neue Lichtwolf (diesmal über „Perverse“) - hier kriegen Sie das Abo, das Ihnen noch fehlt!






Intime Interna am 20.06.2014, 10:20 Uhr

Fuck, das neue Heft ist da!

Und es ist ein versauter Wonneproppen von 118 Seiten im DIN-A4-Paperback geworden, auf denen es um das geht, was wir alle gern waren und immer noch wären: Perverse.

Lichtwolf Nr. 46 (Perverse)

Lichtwolf Nr. 46 (Titelthema: „Perverse“) neigt dazu, sich ab sofort von Fremden im Einkaufszentrum bestellen zu lassen.

Allerhand Persönlichkeitsstörungen, Paraphilien und abartige Zeitgeistphänomene werden darin be- und durchdacht sowie veralbert. Reingucken können Sie ins Heftle entweder hier im LichtwolfReader oder Sie laden sich eine Leseprobe als PDF herunter. Doch Obacht: Das Heft ist themenbedingt very NSFW. Aber keine Sorge, wie immer verschicken wir auch die Sommerausgabe im neutralen Umschlag, sollten Sie sich zu einem Abo oder zur Bestellung im Einkaufszentrum überwinden können.

Einige Beiträge aus dem aktuellen Lichtwolf sind auch online, und zwar die triebtheoretische Einleitung und Bdolfs Prolegomena und Propädeutikum zum Titelthema „Perverse“; außerdem untersucht Jonis Hartmann die Monetarisierung des Perversen in Exploitationfilmen. Michael Helming spaziert über das Schlachtfeld von Königgrätz und denkt über Kriegsgeilheit und Pädophilie von Platon bis Schopenhauer nach. Alles weitere über Pädo- und Zoophilie, Bestialität, Narzissmus, Heideggers Schwarze Hefte, Postmoderne, Kellerasseln und islamische Mystik steht halt nur im neuen Heft, dessen Bestellung mit Lustgewinn verbunden ist.

In den kommenden Tagen folgen wie üblich die E-Book-Fassungen für Kindle und im epub-Format, erhältlich u.a. bei den Kollegen der E-Book-Boutique minimore.de - wo man überhaupt sehr gut Elektroliteratur shoppen kann!


Links der Woche am 21.06.2014, 14:16 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 25/14

Die Formel für alles und Fußball

Bei Telepolis unterhält sich Harald Zaun mit dem Bonner Mathematiker Christian Blohmann über Ruf und Rang seiner Disziplin, über die Frage, ob mathematische Wahrheit im Universum immer und überall gleich ist, und vor allem über Orakelei und Statistik im Fußball. (13.06.14)

Keine Zeit für Fragen

Die Astronomin Sibylle Anderl schreibt in der FAZ über eine Initiative, Wissenschaftstheoretiker und Astrophysiker zusammenzubringen, nachdem die Philosophie der Physik zuletzt als fortschrittsfeindlicher Quatsch galt. Nun erweist sie sich zwischen kleinsten und größten Skalen als erkenntnistheoretisch hilfreich. (16.06.14)

Bis zum Morgengrauen

Nils Markwardt berichtet für den Freitag von der ersten „Nacht der Philosophie“ mit über siebzig Philosophen und Künstlern aus Deutschland und Frankreich im Berliner Institut français. Die Referenten - darunter Étienne Balibar und der unvermeidliche Markus Gabriel - sprachen bis in die Puppen über Zombies, Übermenschen und Fußball. (17.06.14)

Die Zeit der Irren und Idioten

Für die FAZ hat sich Christian Geyer mit einigen Psychologen und Psychiatern über die Pathologisierung jeder Regung und die junge Gegenbewegung zu dem Trend unterhalten, der die nützlichen Aspekte von Abweichung, Albträumen oder Trauer sowie die Fragwürdigkeiten des Anstiegs psychiatrischer Diagnosen unterschlägt. (18.06.14)

Fremdsprachen machen cool

In der Ethik-Grundausbildung wird man u.a. an einen Weichenhebel gestellt, mit dem man einen auf fünf Leute zurasenden Zug auf ein Gleis umleiten kann, auf dem nur eine Person läuft. Florian Rötzer berichtet bei Telepolis von einigen Untersuchungen dieses Trolley-Problems; bei einer solchen zeigte sich, „dass die Menschen, wenn sie eine Fremdsprache benutzen, weniger emotional seien und dann eher utilitaristisch entscheiden.“ (19.06.14)

Rezensionen

Uwe Justus Wenzel ist in der NZZ wenig begeistert von Wolfram Eilenbergers et.al. Lehnstuhlphilosophie des „Tatort“. +++ Andrea Roedig bespricht im Freitag eine neue bzw. die maßgebliche Biographie zum 85. Geburtstag von Jürgen Habermas. +++ Andreas Kilcher (NZZ) geht in seiner Rezension von „Band 2.1: Mythos und Mystik“ der Werkausgabe des Religionsphilosophen Martin Buber auch auf das Gezänk im Hintergrund des Editionsprojekts ein.

Übrigens: Seit gestern gibt es einen neuen Lichtwolf. Thema sind diesmal Perverse. Es ist Sommer, also ziehen Sie sich mal aus!


Links der Woche am 28.06.2014, 19:25 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 26/14

Die ZEIT stellt Vittorio Hösles „Kurze Geschichte der deutschen Philosophie“ vor, worin er halb polemisch, halb ideengeschichtlich dem deutschen Geist nachsinnt. +++ Auch von Peter Sloterdijk gibt es ein neues Buch, „Die schrecklichen Kinder der Neuzeit“, welches in der taz besprochen wird. +++ Seit zwei Jahren sitzt Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London fest. Zum Jahrestag erinnert Slavoj Žižek im Freitag an die Wikileaks-Enthüllungen über den Wert der Freiheit im Westen. +++ Manfred Klimek von der ZEIT hat den einzigartigen Hermes Phettberg in Wien besucht und portraitiert den „schönen Menschen“. +++ Nachdem die Berliner HU erfolglos versuchte, eine Professur für „Reine Mathematik“ mit einer dieser im Fach unterrepräsentierten „Frauen“ zu besetzen, bleibt diese nun leer, wie das FAZ-Ressort Männerdiskriminierung meldet. +++ Zum 30. Todestag von Michel Foucault bringt die taz ein umfangreiches Portrait seiner Denk- und Wohnorte. +++ Der Kapitalismus produziert Dinge und Vorstellungen, schreibt Georg Seeßlen in seinem Blog und warnt: „Alles was man sich im Kapitalismus vorstellen darf, muss kapitalistisch sein.“



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Titelthema: Alte Berufe

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51 alte Berufe im philosophischen Portrait, ausführlicher: Alchemist, Matador, Schuster, Schutzmann, Töpfer und Zensor. Außerdem Lachse, Jacques Ellul und Automobile.


Das nächste Heft erscheint am 20. Dezember 2017 mit dem Titelthema Ins Gesicht. »» Abonnieren


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Monatsbuch

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