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lichtwolf.de / Monatsbuch / Juni 2013

Monatsbuch

Juni 2013

Links der Woche am 08.06.2013, 14:28 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 23/13

Der Exzess als Frage

Dafür, dass es "Erste Skizzen zu einem Konfliktfeld" sein sollen, wird es schon recht umfassend: Georg Seeßlen denkt in seinem Blog über den "Exzess" nach, der nicht bloß ein Zuviel oder Ausnahmefall, sondern wesentlicher Teil aller Gesellschaftsformen ist. Damit ist der Boden bereitet für den Exzess im Film - Seeßlens eigentliche Domäne. (26.05.13)

Der letzte Systemphilosoph

Michael Hesse unterhält sich in der FR mit John Searle über die immerwährende Krise, den engagierten Philosophen, die Occupy-Bewegung und den philosophischen Fortschritt. In summa gibt das Gespräch einen kompletten Überblick in Searles systematisches Schaffen. (01.06.13)

Die generischen Enten

Die Soziologin Paula-Irene Villa gibt bei Telepolis ausführlich Auskunft über Gender Studies. In Teil I geht es um die Entstehung aus der Frauenforschung, die regionalen Eigenarten und die Nähe zur Wissenschaftssoziologie. In Teil II erklärt Villa, was die großen Forschungsergebnisse und -perspektiven sowie praktischen Folgen des Fachs sind und dass seine Themen so schwierig weil scheinbar selbstverständlich sind.

Das Interview kann das Gender-Unkundige ruhig als Einstieg in die junge Disziplin nehmen, die derzeit wieder sehr gefragt ist: Die Entscheidung der Uni Leipzig, in ihrer Grundordnung statt der üblichen Schrägtiefstrich-Binnen-I-Partizip-Hampelei durchweg das generische Femininum zu gebrauchen (was man bei Springer mal wieder überhaupt nicht versteht, d.h. als "Sprach-Opfer im Namen des Feminismus"), sorgt für Aufregung; desgleichen der Wechsel, den die Heidelberger Kolleginnen und Kollegen vom ruprecht im Untertitel - von "Studierendenzeitung" zu "Studentenzeitung" - vorgenommen haben (vgl. einige Leserbriefe).

Shitstorm wegen Urschleim

Der Fledermausantiempiriker Thomas Nagel hat ein neues Buch geschrieben, in dem er die naturwissenschaftliche Erklärbarkeit vieler geistiger Phänomene, aber auch der Entstehung des Lebens in Zweifel zieht. Das hat in den USA einen Sturm der Entrüstung ausgelöst, den Malte Lehming im Tagesspiegel vorbildlich mit Links nachzeichnet und mit dem deutschen Historikerstreit vergleicht. (07.06.13)

Außerdemchen:

Für die NZZ bespricht Ludger Lütkehaus ein neues Buch über deutsche Philosophen zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus. +++ Hihi: Arno Frank hat für die taz aus Hitlers Tischgesprächen einige Forderungen der Grünen exzerpiert. +++ Horst Hippler, Chef der HRK, verteidigt in der FAZ Open Access gegen die Interessen der Wissenschaftsverlage. +++ Die Kollegen von der Philosophie-Zeitschrift Hohe Luft veranstalten einen Schreibwettbewerb: 8.000 Zeichen zur Frage, was Gerechtigkeit ist.


Links der Woche am 15.06.2013, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 24/13

Das Imperium schlägt zurück

An dieser Stelle wurde vor einem Monat auf Giorgio Agambens bei Alexandre Kojève entlehnte Europa-Kritik hingewiesen. Rudolf Maresch hat sich für Telepolis die Mühe gemacht, die Debatte um den Traum von einem lateinischen Imperium mit Links (also Verweisen) zu den einschlägigen Wortmeldungen und ursprünglichen Ideen nachzuzeichnen. (09.06.13)

In Nachbarschaften

Peter Sloterdijk hat zum 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags ein Buch über "Mein Frankreich" (also seins) vorgelegt, das Dieter Kaltwasser bei Glanz & Elend vorstellt. Von rheinübergreifender politischer Entfremdung und philosophisch-literarischer Faszination (besonders Derrida hat es ihm angetan) handeln die versammelten Essays und Notizen. (10.06.13)

Gedanken über Gedanken

Christian Hoppe widmet sich bei den Scilogs der "Hirnforschung und Theologie" und machte sich diese Woche ausdrücklich "Gedanken über Gedanken": vom schlichten aber gewissen Denken-an über daraus gewonnene Urteile und den Zusammenhang von Sprache und Denken bis zur Frage nach der Wirklichkeit von Gedanken und der Möglichkeit von Metaphysik. (12.06.13)

S weiß, dass p.

Passend dazu das Thema ein Blog weiter: Leonie Seng stellt uns zu seinem 50. Jubiläum den Gettier-Fall vor, der das Verhältnis von Glauben und Wissen auf logische Weise problematisiert. In Erlangen wurde dazu getagt und Seng stellt uns einige Einsichten vor, ob und wenn ja was das Problem mit Gettier ist. (13.06.13)

Die Welt ist nicht genug

Metaphysik auch in der NZZ, wo Uwe Justus Wenzel den popularphilosophischen Erstling von Markus Gabriel, "Deutschlands jüngstem Philosophieprofessor", zwar im Marktsegment der Sinnstiftung verortet, es aber ob des systematischen Ehrgeizes (der "Neue Realismus" klingt dabei nach altem Königsberg) vom Ruch der Precht-Epigonie freispricht. (11.06.13)

Geschäftsmodell und Gesinnung offenbart

Die Hochschulreformen unter dem Kürzel Bologna sind nicht arm an Kuriositäten, die selbst die irrsten Schwarzmalereien der Reformkritiker übertreffen. Eine solche stellt Jürgen Kaube in der FAZ vor: Akkreditierungsagenturen entscheiden über die Zulassung von Studiengängen und bieten jetzt selbst Seminare zur Antragsstellung an. (12.06.13)





Intime Interna am 20.06.2013, 10:09 Uhr

Das neue Heft ist #@%*!

Hallöchen, Popöchen: Die passende Lektüre zum längsten Tag im Jahre des Herrn 2013 liegt für Sie bereit. Die 42. Lichtwolf-Ausgabe seit Gründung der Welt beschäftigt sich im Titelthema mit dem #@%*! Gottes.

Lichtwolf Nr. 42 (Sommer 2013)

Lichtwolf Nr. 42 vom Sommer 2013 mit dem Titelthema "Der #@%*! Gottes" ist ab sofort als Einzelheft sowie im Abo erhältlich.

Neben grammato-theologischen Klärungen, was der #@%*! Gottes sei, werden die besten Gottesbeweise behandelt, Zoolatrie, Renaissance des Totgesagten und Transzendenzverbote. Außerdem kommt die Essayreihe darüber, was ein Wort ist, zu ihrem Abschluss, die Selbstaufgabe Ulrich Horstmanns wird behandelt und in der Reihe "Lebende & Leichen" wird die argentinische Schriftstellerin und Dichtermuse Norah Lange portraitiert.

Eine PDF-Leseprobe zum Ausdrucken und Selbstkleben können Sie hier herunterladen, wo es auch PDFs früherer Ausgaben gibt. Alternativ können Sie im LichtwolfReader ins neue Heft reingucken. Abonnenten sollten ihr Exemplar der Sommerausgabe spätestens morgen im Briefkasten haben. Wenn auch Sie zu dieser philo-literarischen Elite gehören möchten, beantragen Sie Ihr Abo an dieser Stelle. Oder Sie bestellen sich den aktuellen Lichtwolf im Einkaufszentrum, wo Näheres zum Inhalt des Hefts zu erfahren ist.

Die E-Book-Fassung folgt wie üblich in den kommenden Tagen (Haben Sie die bisherigen Lichtwolf-E-Books denn schon durch?).

Möge Gottes #@%*! mit Ihnen sein!


Links der Woche am 22.06.2013, 14:35 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 25/13

Der Arier hält sich für eine Buche

In den Scilogs ergründet Ludwig Trepl sehr ausführlich den Naturbegriff des Nationalsozialismus. Dabei fällt ihm auf, dass der darwinistische Konkurrenzkampf sowohl in der NS-Ideologie wie im Liberalismus als natürlich gilt. Allerdings haben die faschistischen Sozialdarwinisten Darwins Theorie nicht verstanden. (17.06.13)

Die Hälfte ist geschafft

Sage noch einer, in der Mathematik gäbe es keine Fortschritte: Heinrich Hemme informiert uns in der FAZ, dass nach 40.000 Rechenstunden die schwache Goldbachsche Vermutung (jede Zahl größer 5 ist die Summe dreier Primzahlen) zumindest für alle ungerade Zahlen bewiesen wurde. (19.06.13)

Der Sex von morgen schon heute

Martin Kurthen lässt sich nicht lumpen und legt bei Telepolis seine Gedanken zum posthumanen Sex vor: Mit der platonischen Aristophanes-Rede erweist er zunächst die Kopulation als künstlichen Notbehelf, den er sodann mit Lacan und Freud untersucht, um die Begriffe "künstlich" und "natürlich" zu revidieren. Posthumanismus wird dann zur Wiederherstellung prähumaner Funktionalität; auch und besonders bei der Fortpflanzung. (16.06.13)

Es war einmal in Regensburg

Rudolf Maresch erinnert bei Telepolis an den vor zwei Jahren verstorbenen Medienwissenschaftler Friedrich Kittler und die gemeinsame Ahnung vom digitalen Strukturwandel und seinen Folgen für die Öffentlichkeit. An vielen Beispielen wie Goethes Portokasse zeigen sich die diskursformenden medialen Effekte, denen Kittler pionierhaft nachspürte. (16.06.13)

Armut und Anarchismus

Im Freitag hat Nina Marie Bust-Bartels ein Portrait des baskischen Anarchisten Lucio Urtubia geschrieben: Bankräuber, Fälscher und Proletarier in der Franco-Diktatur, Bekanntschaft mit Camus und Breton, Familiengründung im Untergrund, ein gigantischer Scheckbetrug zugunsten revolutionärer Bewegungen, heute unterwegs als Lehrer für Utopie. (20.06.13)

Und Weiteres:

Die NZZ stellt Christina Wesselys Buch "Welteis" vor, das Hanns Hörbigers Welteislehre als wissenschaftshistorischen Coup beschreibt. +++ Wer den Lichtwolf kennt und schätzt, weiß um die Bedeutung der Wurst im aktuellen wie in jedem Heft. Auch anderswo wird dem Kulturgut des gefüllten Darms mit Achtung begegnet: Zeichnungen von Eugen Egner taugen nur was, wenn eine Wurst drin vorkommt, Bloggerin Patsy Jones sieht in der Wurst ein Antidot zum Sexismus und die taz stellt uns Constantin Alexander vor, der Bilder von wurstessenden Politikern sammelt.


Intime Interna am 25.06.2013, 11:09 Uhr

Gottes E-Book-Reader

Lichtwolf Nr. 42 als E-Book

Der aktuelle Lichtwolf Nr. 42 (Titelthema: Der #@%*! Gottes) ist nun auch als E-Book erhältlich.

...kriegt frisches Material, dass ER aber gar nicht braucht, kennt Er sich doch ohnehin mit allem, vor allem mit seinem #@%*! aus, der ja bekanntlich das Titelthema der aktuellen Sommerausgabe ist.

Eben nämliche ist eine Woche nach Veröffentlichung des 92-seitigen DIN-A4-Paperbacks auch als E-Book erhältlich (wie alle Lichtwölfe seit der Nr. 34 auch). Wie gewohnt gibt es auch das Heft über den #@%*! Gottes einmal als E-Book für Amazon Kindle sowie im offenen .epub-Format bei unserem Vertriebspartner Libreka!, der das E-Book auch an Apple weiterreicht; so die Apfelzensoren sich nicht zu sehr am nackerten Weihnachtsmann auf dem Cover stören, könnte der #@%*! Gottes also bald auch die virtuellen Regale im iBookstore verunstalten.

Sind Ihnen bei der Elektrolektüre zu viel Unternehmen im Spiel? Dann nehmen Sie bitte gern ein schönes Lichtwolf-Abo - da kommt zu jeder Jahreszeit ein von Hand verumschlagtes neues Heft mit der guten alten Post.


Links der Woche am 29.06.2013, 14:35 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 26/13

Philosophie ohne innen

Sibylle Anderl bloggt bei der FAZ über den geringen Frauenanteil in der Philosophie und die möglichen Gründe dafür. Selbst wenn es schlichtes Desinteresse der Damenwelt an Fundamentalontologie wäre, ist zu fragen, wo dieses herrührt. Anderl präsentiert Diagramme, Befragungen und mit einem aktuellen Skandal ein Indiz für Sexismus auch in der Philosophie. (22.06.13)

Börne und Thiel Sloterdijk

Peter Sloterdijk hat letzte Woche den Ludwig-Börne-Preis gekriegt und dabei wie es sich gehört eine Rede gehalten. Diese wird von Richard Kämmerlings (WELT) ausgiebig als "überheblich und voller antidemokratischer Affekte" erledigt, weil sie dem Springerschen Leitbild uneingeschränkten Post-9/11-Blutrauschs widerspricht.

Geld ist Zeit ist Geld

Der Neoliberalismus hat die Zeitlichkeit des Daseins pervertiert, meint Byung-Chul Han in der ZEIT und hebt mit einem Nietzsche-Zitat an, dass die Hektik freilich nicht erst als Kollateralschaden der spätkapitalistischen Moderne ausweist. Dauer jedenfalls ist unmöglich gemacht und Entschleunigung wird nicht helfen. (23.06.13)

Die da oben ticken anders

Politikverdrossenheit ist ein Zeichen der Entfremdung zwischen politischer und bürgerlicher Sphäre, so der wenig überraschende Befund des Elitenforschers Michael Hartmann, der bei Telepolis Auskunft gibt darüber, was die "Kernelite" von sozialer Ungleichheit hält. (24.06.13)

Wo sind sie geblieben (Folge XIII)

Jeden Sommer beklagt irgendeine große Zeitung das Fehlen der Intellektuellen. Annabelle Seubert seufzt in der taz, frühere Generationen hätten Adorno, Böll, Arendt gehabt, wir bloß Richard David Precht. Das ist denn auch gleich das Thema der taz.am wochenende vom 29./30. Juni 2013 (mit brutaler Titelseite). Wo sind denn die liberalen Intellektuellen, frug wohl auch Gerhart Baum laut FAZ bei einer Filmvorführung und wird im Bericht als letzte noch lebende Antwort auf die Frage präsentiert.

Außerdem:

Der blinde Hund weist auf eine Gesetzesnovelle hin, die Wissenschaftlern die Zweitveröffentlichung ihrer Artikel aus Fachzeitschriften erleichtern soll. +++ Wie man als Dozent Arbeiterkinder behandeln sollte, lernt man laut Telepolis an der FU Berlin und Dr. Dr. Peter Riedlberger urteilt: Gut gemeint ist das Gegenteil von gut. +++ Über Recht und Moral, Gehorsam und Widerstand, Treue und Verrat im Falle des Whistleblowers Edward Snowden gibt Reinhard Merkel in der ZEIT Auskunft.



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51 alte Berufe im philosophischen Portrait, ausführlicher: Alchemist, Matador, Schuster, Schutzmann, Töpfer und Zensor. Außerdem Lachse, Jacques Ellul und Automobile.


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