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lichtwolf.de / Monatsbuch / April 2014

Monatsbuch

April 2014

Intime Interna am 05.04.2014, 11:30 Uhr

Lichtwolf Nr. 45 elektrisch

Die Frühlingsausgabe des Lichtwolf mit dem Titelthema „Spielchen“ ist jetze nicht allein als Heftsche im Einkaufszentrum und im Abo erhältlich, sondern auch als E-Book.

Lichtwolf Nr. 45 (Spielchen) E-Book

Lichtwolf Nr. 45 (Titelthema: „Spielchen“) ist ab sofort auch als E-Book für Amazon Kindle und im epub-Format erhältlich.

Wie gewohnt wird die elektrifizierte Fassung in zwei Farben angeboten, diesmal allerdings mit einem neuen Dreh. Lichtwolf Nr. 45 gibt es als E-Book

-für Amazon Kindle,

-im offenen .epub-Format via Libreka und

-neuerdings auch in der E-Book-Boutique minimore.de.

Ebendort bei minimore gibt es inzwischen auch alle elektrifizierten Lichtwölfe seit der Nr. 34 für kleines Geld.

E-Book-Ausgaben des Lichtwolf wurden (wahrscheinlich) gewaltfrei hergestellt, sind DRM-frei und kosten bloß 3,99 Euro, so auch die aktuelle Frühlingsnummer über den homo ludens und das Spiel des Lebens sowie Adorno, Katzen, Nazi-Romane und Svatopluk Turek.


Links der Woche am 06.04.2014, 12:21 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 14/14

Markus Metz und Georg Seeßlen gehen ja berufsmäßig u.a. ins Kino, wo sie den Bibel-Fantasy-Kracher „Noah“ geguckt haben. Im Freitag wundern sie sich über die Rückkehr des Monumentalfilms als „Religiotainment“. +++ Harry Nutt bespricht in der FR Elias Canettis „Buch gegen den Tod“, das aus dem Nachlass des Todfeinds stammt. +++ Kant und Einstein hätten unter den heutigen Bedingungen nichts an den durchökonomisierten Unis werden können, erinnert Klaus Peter Weinert im Deutschlandradio Kultur. +++ Der Salem-Direx a.D. Bernhard Bueb hat ein neues Buch geschrieben, das pathetisch von der Macht der Ehrlichen schwärmt und für Michael Schefczyk (NZZ) an den entscheidenden Stellen schweigt. +++ Vor 20 Jahren nahm sich Kurt Cobain das Leben. Jens-Christian Rabe (SZ) schreibt, dass die letzte große Botschaft, die Cobain mittels Schrotflinte in die Welt brachte, bis heute nicht verstanden worden ist. Michael Pilz (WELT) schimpft dagegen über Popmärtyrertum und Gedenkpornographie. +++ Den aktuellen Lichtwolf Nr. 45 gibt es nun auch als E-Book für Kindle und im epub-Format.


Links der Woche am 12.04.2014, 14:15 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 15/14

Selbstzensur im digitalen Zeitalter

Wer überwacht wird, ist nicht frei, so die Binse, die durch den seit bald einem Jahr schwelenden NSA-Skandal zu neuer Aktualität gekommen ist. Wie sehr die Massenüberwachung auch das Verhalten derer beeinflusst, die glauben, nichts zu verbergen zu haben, beschreibt Peter Galison in der FAZ unter Rückgriff auf Sigmund Freud. (07.04.14)

Die vorgemachte Mehrheit

Nach Sarrazin bedient nun auch Felidae-Autor Pirinçci den Markt der Endlich-sagts-mal-einer-Literatur. Über political correctness und Shitstorms als konstituierende Instrumente von (längst unmöglichen) Mehr- und Minderheiten und darüber, warum Markus Lanz dafür büßen muss, dass die Glotze nicht mehr einheits- und mehrheitsstiftend ist, schreibt Georg Seeßlen in seinem Blog. (07.04.14)

Kunstwerk im kapitalistischen Zeitalter

Nochmals Seeßlen: Diese Woche tastete er sich auch an das Wesen des Bildes als Kunstwerk heran. Es offenbart etwas und ist darin das Vorbild der reklamemäßigen Ware, doch je mehr diese entwertet wird, desto geheimnisvoller muss das Kunstwerk werden, bis es seinerseits zur wertlosen Ware in Oligarchenbesitz wird. (10.04.14)

Et cetera:

Uwe Justus Wenzel meldet in der NZZ den Tod des Religionskriminologen Karlheinz Deschner. +++ Bei Deutschlandradio Kultur stellt Matthias Dell den Sammelband „Der Tatort und die Philosophie“, der wie das Philosophie Magazin von Wolfram Eilenberger herausgegeben wird. +++ Christian Welzbacher bespricht im Freitag Sven Grzebetas Doktorarbeit und Insiderbericht, der sprachkritisch und ideengeschichtlich die „Ethik und Ästhetik der Börse“ herausfordert. +++ Der Musikkritiker und Poptheoretiker Mark Fisher hat einige seiner Aufsätze versammelt im Buch „Ghosts of my Life. Writings on Depression, Hauntology and Lost Futures“, das in der taz besprochen wird.


Links der Woche am 19.04.2014, 14:13 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 16/14

Fragen, Antworten, Fragen

Lutz Hachmeisters Buch über die Hintergründe des SPIEGEL-Interviews mit Heidegger von 1966 kam gerade recht zur anhaltende Debatte um die NS-Verstrickung des Fundamentalontologen. Lothar Struck bespricht bei Glanz & Elend mit vielen nützlichen Links das Buch, das an seinem umfassenden Anspruch scheitert und dennoch zeigt, warum und wie gern sich der SPIEGEL für Heideggers Selbstinszenierung als Nazi-Opfer einließ.

Denken unterwegs zum Frieden

Jakob Huber hat Kants Aufsatz „Was heißt: Sich im Denken orientieren?“ wiedergelesen und stellt Text wie Rezeption im theorieblog vor. Zunächst verortet er den Aufsatz im Pantheismusstreit Ende des 18. Jahrhunderts und referiert dann Kants Idee einer Topographie der Vernunft, ehe er deren politische Lesart für die globalisierte Welt vorstellt. (14.04.14)

Es blieb mehr, als geschrieben ward

Zum 150. Geburtstag erinnert Hans-Martin Lohmann in der FR an Max Weber. Der erzbürgerliche Universalgelehrte und Gründungsvater der deutschen Soziologie lebte im wechselvollsten Teil der deutschen Geschichte, seine Politiktheorie und Analytik der kapitalistischen Gesellschaft wirkt bis heute nach. (18.04.14)

E provincia lux

Gerade in Deutschland wurde lange Zeit kraftvolles Denken mit der Provinz verbunden, schreibt Hans Ulrich Gumbrecht in seinem FAZ-Blog. Da muss natürlich abermals Heidegger als Kronzeuge denkerischer Heimeligkeit her, der allem intellektuellen Kitsch zum Trotz doch ahnen lässt, warum provinzielle Verhältnisse (und seien es die des Silicon Valley) der Kontemplation zuträglich sind. (19.04.14)

Außerdemchen:

Bei Telepolis setzt Matthias Becker seine Reihe zum „Unterricht im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ fort; auch im dritten Essay untersucht er, wie die digitale Rationalisierung des Lernens und Lehrens Pädagogik und Bildung umkrempeln wird. +++ Die ZEIT stellt das Buch vor, in dem Emmanuèle Bernheim nahezu psychothriller-artig von der Sterbehilfe für ihren Vater erzählt. +++ Der Sammelband „How Reason Almost Lost Its Mind“ rekapituliert den Kalten Krieg als Goldenes Zeitalter der maschinenhaft kalten Rationalität und wird in der von sowas faszinierten FAZ besprochen. +++ Mara Delius berichtet für die WELT von einer Tagung über politische Romantik, bei der diverse hochkarätige Intellektuelle über die Spaltung zwischen Politik, Gefühl und Ästhetik diskutierten.


Links der Woche am 26.04.2014, 14:21 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 17/14

Glauben, ohne es zu wissen

Ulrike Heitmüller findet bei Telepolis, Politik könne auch sowas wie Religion sein, etwa der Kommunismus. Nun müsste man erstmal klären, was Religion ist, um den Kommunismus daraufhin abzutasten, wie es der Philosoph Michail Ryklin tut; ähnlich untersucht die Theologin Karen Armstrong den Fundamentalismus. (20.04.14)

Grammatik und Ökonomie

Georg Seeßlen stellt in seinem Blog die Frage nach dem autonomen Subjekt als Maß und Bedingung demokratischer Verhältnisse. Es gibt nämlich auch politische Subjekte wie „den Markt“ oder „das Wachstum“, denen es wie jedem Subjekt um absolute Freiheit geht; in der Postdemokratie tummeln sich ungezählte Spielarten von Subjekterfahrung, -beziehungen, -kulten, -schmelzen und -verwandlungen. (23.04.14)

Unsere Philosophie ist die Philosophie

Und nochmal Seeßlen, der diese Woche unter dem Aufruf „Occupy Philosophy!“ über das Grundrecht auf das Darauflosdenken und die Gesamtlage der Philosophie nachdenkt. Weisheit, Humor und Schönheit finden alle toll, sind aber nichts für „die Leute“. Philosophie wird immer schwieriger, Berufsphilosoph ist ein Beruf und Nachdenken längst die Vorstufe der Dissidenz. (25.04.14)

Das Vermischte und Geschiedene:

Seeßlen zum Dritten bzw. Zweiten, das mit „Wetten, dass...?“ zugleich die Inszenierung der harmlosen Konsensgesellschaft beerdigt, wie er im Freitag schreibt. +++ Der Ökonom Thomas Piketty zeigt, dass die wachsende Kluft zwischen arm und reich den Kapitalismus zerstört, wie im Freitag zu lesen ist. +++ via der blinde Hund: Der ZEIT-Leser Martin Sand nimmt sich einiger (v.a. von Naturwissenschaftlern) gepflegter Vorurteile gegenüber dem Philosophie-Studium an. +++ Bei Glanz & Elend bespricht Dieter Kaltwasser die großen Neuerscheinungen zum 150. Geburtstag von Max Weber. +++ Ein neues Buch versammelt die besten Witze aus Slavoj Žižeks Schriften zum mitlachen und nachdenken. +++ Die Faszination und die ihr zugrunde liegende politische Persönlichkeits-Präsentation Putins lässt Hans Ulrich Gumbrecht in seinem FAZ-Blog an Mussolini denken. +++ Robert Spaemann hat ein eher religiöses als philosophisches Buch über die Psalmen 1–51, das in der NZZ vorgestellt wird. +++ Der Wissenschaftsrat fordert in einem Positionspapier mehr Wissenschaftsforschung, die aber bitte bloß rein empirisch bleiben soll, wie Jürgen Kaube stirnrunzelnd in der FAZ berichtet.



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