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lichtwolf.de / Monatsbuch / April 2011

Monatsbuch

April 2011

Links der Woche am 02.04.2011, 14:47 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 13/11

Klasse Klassen

"Bierologe" Philipp Bayer hat in einem Geistesblitz festgestellt, dass Platons Ideenlehre offenbar auch ihren Niederschlag in der objektorientierten Programmierung (OOP) gefunden hat. In ihr werden Klassen definiert, nach deren Muster dann Objekte geschaffen werden. (28.03.11)

Na, wie geht's?

Man hat es immer schon geahnt, jetzt fasst Margit Mertens es in der FR zusammen: Small Talk ist sozial. Affen entlausen einander, um den Zusammenhalt zu stärken, wir labern übers Wetter und stellen Fragen, die nicht mehr als solche zu erkennen sind. Interessant: Das Gerede muss nicht einmal Sinn machen, geschweige denn gehaltvoll sein. (28.03.11)

Fieslinge und Fiesitäten

Das Böse ist gerade unheimlich angesagt. In der FR bespricht Oliver Pfohlmann zwei aktuelle Bücher zum Thema. Zum einen Terry Eagletons sprachphilosophisch beschlagene Studie "Das Böse"; zum anderen "Die Lust am Bösen. Warum Gewalt nicht heilbar ist." von Eugen Sorg, der sich als IKRK-Delegierter und Kriegsreporter ein Bild vom Bösen machen konnte/musste. (31.03.11)

Die schöne, weise Grüne

Jeder in der Zielgruppe hat einen der charakteristischen grünen Bände schon mal zumindest gesehen: Die "Philosophische Bibliothek" erscheint seit 100 Jahren im Felix Meiner Verlag. Doch die Reihe ist noch viel älter: Uwe Justus Wenzel stellt in der NZZ ihre Ursprünge und ihren Begründer Julius Hermann von Kirchmann vor. (02.04.11)

Unn sünst?

Dass ein Philosophie-Studium sich negativ auf die Lebenstüchtigkeit auswirken kannt, ist bekannt und wurde abermals in Köln bestätigt, als ein abgebrannter Philo-Student seinen Banküberfall wegen Zweifel abbrechen musste. Die SZ berichtet von Slavoj Žižeks jüngstem Auftritt in Berlin und säkulare Humanisten kriegen auch eine Bibel.




Links der Woche am 09.04.2011, 14:31 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 14/11

Der bessere Baron

Kollege Rode hat in der Zürcher Studierendenzeitung das wunderbare von Joel Bedetti verfasste Portrait des Barons Meinhard von Seckendorff gefunden. Ein guter Mann von Welt, wohlerzogen und voller Liebe zu Frauen, schönen Künsten und besonders zur Philosophie. Mit dieser Liebe hat er sein Erbe durchgebracht und sein Studium an der Uni Zürich kürzlich nach 90 Semestern abgebrochen. Nun hat er sich auf sein verfallendes Schloss zurückgezogen und gibt - immer noch gut gelaunt - Auskunft über sein Leben. (25.02.11)

Gewöhnung an Damokles

Jede neue Erfindung bringt eine neue Art von Unfällen mit sich, und je komplizierter die Technik, desto katastrophaler die Folgen im stets unwahrscheinlichen, doch möglichen Fall des Falls. Martina Heßler resümiert in der FAZ mit Günther Anders im Gepäck die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und warum der sich selbst überholende Mensch immer wieder davon ablässt, mit dem Unwahrscheinlichen zu rechnen. (03.04.11)

Libyen als Philosophem

Der scharfe Strubbelkopf BHL hat kürzlich den Libyen-Krieg in die Wege geleitet, nun weht ihm Gegenwind aus der eigenen Profession in die Föhnfrisur: Ein paar Intellektuelle, die Krieg prinzipiell nie gut finden, hat Frankreich noch. Sascha Lehnartz berichtet in der WELT, wie sie nun gegen den bellizistischen Mainstream in der linksrheinischen Philosophie aufmucken. (05.04.11)

Nietzsche für umme

Das European Journal of Philosophy hat eine komplette Ausgabe mit Essays zu Friedrich Nietzsche kostenlos ins Netz gestellt. Insgesamt 20 Texte im PDF-Format zu Nietzsches Positivismus, Amor Fati und Metaethik, zu der Tradition, in der er stand, und zu seinen Kritikern, außerdem zu - haha - "Genealogie und Moral" sowie zu Nietzsche und Kunst. (06.04.11)

Geburtstagsreime

The Philosopher's Eye weist auf allerhand Festivitäten zum anstehenden 60. Todestag von Ludwig Wittgenstein hin. Unter anderem veranstaltet die British Wittgenstein Society einen Wettbewerb, einzureichen ist ein Essay oder Gedicht mit bis zu 1500 Wörtern zum Thema "Wittgenstein nach 60 Jahren". Der Gewinner darf auf der Konferenz in Gregynog vorlesen; und das Örtchen klingt immerhin, als gebe es dort guten Whiskey. (07.04.11)


Links der Woche am 16.04.2011, 16:00 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 15/11

Schlimmer geht immer

War ganz schön viel los in den letzten Wochen: Japan, Wahlen, Libyen, Elfenbeinküste usw.usf. Sobald es irgendwo ruhig zu werden "drohte", kam schon die nächste Eilmeldung vom nächsten Brandherd. Marcus Jauer analysiert in der FAZ analogiereich die "Lust am Alarm" und kommt zu dem Schluss: Medien und ihre Konsumenten genießen es, auf Trab zu bleiben, um nicht lange darüber nachdenken zu müssen, wie es zu alldem kommen konnte. (13.04.11)

Und das kam so

Der brennenden Frage, woher all die dicken Philosophie-Klassiker kommen, ist Dieter Henrich in seinem neuen Buch "Werke im Werden" nachgegangen: Defizite aufspüren, Geistesblitz haben, irgendwie mit dem Leben klarkommen wollen und Schreibzeug sind die vier notwendigen Bedingungen fürs neue Denkgebäude. Sibylle Salewski hat das Buch im Deutschlandfunk besprochen. (14.04.11)

Der Rufer in der Wüste

Darauf, dass Muammar al-Ghadhafi ein Dichter und Denker ist, wies die SZ kürzlich bereits hin. In der NZZ beleuchtet Joseph Croitoru, mit welchen westlichen Intellektuellen sich der libysche Diktator zum Tee ins Zelt hockte, um seine philosophische Streetcred aufzupimpen. Die müssen sich jetzt alle schämen. (15.04.11)

Schneller lesen

Lesen ist anstrengend und blöd, besser also, man bringt es schnell hinter sich. Johannes Gernert hat für die taz an einem Speedreading-Kurs teilgenommen. Er schildert, was man dort übt, und ist begeistert von seine Fortschritten. (15.04.11)

Hume zum Geburtstag

Der britische Philosoph David Hume wird würde dieser Tage 300 Jahre alt werden. Hans-Martin Schönherr-Mann portraitiert den Empiristen (und erwähnt seine Epigonen) in der WELT: Außen pfui, innen hui, hat Hume Transzendenz und Gewissheit aus Alltag und Philosophie herausgescheucht. (16.04.11)

Figarofigarofigaro!

Am 2. Mai findet in Leizipg das Wettlesen des MDR Figaro Literaturpreises statt. Das wird wohl live übertragen und man möge doch bitte mindestens den Publikumspreis der Autorin mit dem Lichtwolf in der Vita zu"voten".


Links der Woche am 23.04.2011, 15:06 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 16/11

Ich ist out, wir ist in

Die populärwissenschaftlichen Weltbildhauer haben einen Schwenk vollzogen, so beobachtet Uwe Justus Wenzel in der NZZ am Sachbuchmarkt. Statt ökonomistischer und biologistischer Apologien des Egoismus beherrschen nun die Vorbeter eines neuen Wir-Gefühls den Diskurs, der das Wozu des Dazugehörens aber noch nicht recht zu bedeuten vermag. (18.04.11)

Nietzsches bester Freund

Henning Ritter bespricht in der FAZ die Neuausgabe der "Erinnerungen an Friedrich Nietzsche" vom besten Kumpel des Schnauzbartträgers, also von Franz Overbeck. Mit den aus dem Nachlass edierten Notizen sollte das Fascho-Bild korrigiert werden, dass Schwester Nietzsche von ihrem Bruder schon bald nach seinem Zusammenbruch entwarf. Die umfangreichere Neuedition räumt gar noch mit manch anderer Imagekomponente auf. (20.04.11)

Isegrimms Rückkehr

Der Wolf kehrt zurück in den deutschen Forst und natürlich gibt das Probleme, wenn die Leute "alle Grimm gelesen haben" - diese Beutegreiferverleumder! Iris Hilberth schildert in der FR, wo genau der Wolf auf dem Vormarsch ist, warum der gemeine Wanderer nichts zu fürchten hat und wie die gewohnt zuwandererfreundliche CSU damit umzugehen gedenkt. (22.04.11)

Die Jahreszeit der Nerds

In der FR weist der Gießener Mathematik-Professor Albrecht Beutelspacher auf die Fibonacci-Reihe und den Goldenen Schnitt hin. Diese beiden mathematischen Muster, die sich zur Frühlingszeit besonders zahlreich in der aufblühenden Natur finden lassen, stecken übrigens auch im Lichtwolf-Layout, siehe Lichtwolf Nr. 30, S. 34f. (22.04.11)

Das frustrierte Subjekt

Goedart Palm bespricht bei Glanz & Elend Slavoj Žižeks und Jacques Rancières Bemühungen der Wiedergeburt des Subjekts aus dem Frust der Theorie, namentlich das Buch "Die Tücke des Subjekts" über die verwischte Grenze zwischen dem Privaten und Politischen.



Links der Woche am 30.04.2011, 13:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 17/11

Jesus Reloaded

Der Philologe und Übersetzer Mustafa Al-Slaiman hat in der SZ zu Ostern erklärt, wie Jesus im Koran dargestellt wird. Demnach versteht sich der Islam als Ergänzung (oder klarstellendes Update), nicht als Konkurrenz zum jüdischen Messianismus und christlichem Trinitätsgedenken. So gesehen wäre der Islam nicht, wie gern behauptet, dem Christentum knapp 700 Jahre hinterher, sondern einen Schritt voraus. (24.04.11)

Vertrauen braucht mehr als eine Runde

Letzte Woche wurde bereits auf den neuen populärwissenschaftlichen Trend "Altruismus" bzw. "Kooperation" hingewiesen. Nun hat Josef Honerkamp in den Scilogs nachgelegt mit Überlegungen aus der Spieltheorie, allen voran dem Gefangenendilemma. Gingen die Beteiligten streng rational vor, würde jede Runde gleich ausgehen. Gäbe es aber eine Vielfalt von Agenten und Strategien, deren Spiel zudem über mehrere Runden ginge, würde der Kooperation gleichsam evolutionär der Vorzug gegeben werden. (27.04.11)

Rosa und braun

Wie es der reinste Zufall will, hat man an der Uni Cambridge pünktlich zum 60. Todestag Ludwig Wittgensteins bisher unveröffentlichte Notizen des Sprachphilosophen (und seines Liebhabers Francis Skinner) ausgegraben, die einst als das Rosa Buch gedacht waren und womöglich noch dieses Jahr als das Braune Buch erscheinen könnten. The Philosopher's Eye hat Näheres + Links zur Geschichte. (29.04.11)

Fast rund, polar

Marianna Lieder portraitiert im Tagesspiegel zum fünften Geburtstag das Halbjahresmagazin "Polar. Zeitschrift für politische Philosophie und Kultur." Die zehnte Ausgabe ist gerade zum Thema "Tod und Gesellschaft" im Campus Verlag erschienen. (29.04.11)

Wandern mit Frege

Im Vorgriff auf das Titelthema der Sommerausgabe ("Urlaub") verweisen wir hier gern auf einen Termin für die Logiker an der Ostseeküste: Alljährlich begeht Wismar den Geburtstag ihres großen Sohns Gottlob Frege mit einer Wanderung. Am nächsten Sonntag zum 25. Mal, wie die Ostsee-Zeitung informiert. (30.04.11)

Der Link-der-Woche-Preis für die schönste Einleitung geht in dieser Woche übrigens an Constanze Kurz: "Wo steht man eigentlich als postmoderner Mensch? Apple kann es uns sagen."



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Das nächste Heft erscheint am 20. Dezember 2017 mit dem Titelthema Ins Gesicht. »» Abonnieren


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Monatsbuch

Zeichenkette Stichwort

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