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lichtwolf.de / Monatsbuch / März 2015

Monatsbuch

März 2015

Links der Woche am 07.03.2015, 14:26 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 10/15

Angst und Schrecken in Österreich

Österreich hat Angst, so schreibt Marlene Streeruwitz im Standard. In diversen Krisen übernehmen Staatsleute weder Führung noch Verantwortung, und recht eigentlich haben die Leute Furcht, nicht Angst. Außerdem geht es um Exogamie, Inzest und Integration. (01.03.15)

Mit Humboldt gegen die OECD

Der Standard hat sich mit Julian Nida-Rümelin über die Steigerung der Akademikerquote, die zugrundeliegenden Denkfehler und die wirtschaftlichen Folgen unterhalten. Hinter dem Akademisierungswahn stecke u.a. das Bestreben der Wirtschaft, den Selbstzweck von Bildung zugunsten von employability zurückzudrängen. (04.03.15)

Subjekt und die ganze Realität

Der „der Shooting-Star der Deutschen Philosophie“ Markus Gabriel hat sich Slavoj Žižeks Hegelschwarte für die ZEIT vorgenommen und zeigt sich etwas enttäuscht, darin lediglich eine Summe der bisherigen Denkarbeit zu finden. Auch die Verteidigung seiner Lesart des Idealismus als Materialismus überzeugt den Rezensenten ebenso wenig die Selbstpositionierung durch Auseinandersetzung mit den Klassikern. (06.03.15)

Der Heidegger-Stuhl

Uwe Justus Wenzel äußert sich in der NZZ zu den letzte Woche bekannt gewordenen Überlegungen der Uni Freiburg, den Heidegger-Lehrstuhl in eine Juniorprofessur für Logik (Welch wunderbare Ironie!) umzuwandeln. Darüber, aber besonders über mögliche Motive - Animositäten, Kostensparen, Personalentwicklung, Exorzismus - schüttelt Wenzel wortreich den Kopf. (07.03.15)


Links der Woche am 14.03.2015, 14:20 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 11/15

Wider den Pathos der Freiheit

Im Standard veröffentlicht Bert Rebhandl einen Essay darüber, wie Gerechtigkeit nur mittels Perspektivwechsel hergestellt werden kann: An konkreten Fragen der Verteilungsgerechtigkeit exerziert er Begriffe wie Rawls’ „Schleier des Nichtwissens“ oder Sedmaks „Geburtslotterie“ durch. (14.03.15)

...zwischen Erklären und Verstehen

Mit dem wüsten Durcheinander von Meinungen und Standpunkten setzt sich Klaus Lüderssen in der FR auseinander. Dabei nimmt er Karl Jaspers’ „Psychologie der Weltanschauungen“ zur Hilfe, um zu ergründen, woher unsere Urteile und Wirklichkeiten kommen und welche Rolle dabei Mythen und Erzählungen spielen - nicht nur bei PEGIDA. (11.03.15)

Nichts außer Revolution oder Eskapismus

Der Literaturwissenschaftler Joseph Vogl hat mit „Der Souveränitätseffekt“ eine Geschichte des Finanzmarkts geschrieben. Demnach seien die Zentralbanken Quell des neoliberalen Ungeists, der sich die Demokratie nur noch als Fassade gefallen lässt. Die FAZ bespricht das Buch skeptisch, aber interessiert. (11.03.15)

Et cetera:

Auch der Freitag befasst sich eingehend, nämlich in einem Interview mit Vogls Thesen zu Finanzmarkt und Griechenlandpolitik. +++ Der Freitag-Leser Ernstchen beschäftigt sich in einem Nutzerbeitrag mit Künstlicher Intelligenz aus dem Schoß der destruktiven Intelligenz. +++ Die Uni Freiburg nimmt Stellung zu den Gerüchten um die Abschaffung des Heidegger-Lehrstuhls: „Husserl und Heidegger bleiben in Freiburg“. +++ Aram Lintzel bedauert in seiner taz-Kolumne, dass Vernunftkritik nicht mehr nur emanzipatorisch, sondern längst auch sehr rechts sein kann. +++ In der FAZ-Serie „Die Weltverbesserer“ würdigt Otfried Höffe Kant als Pionier von Eigentums- und Handelsgeist. +++ Die FR stellt Jan Assmanns neues Buch über die Entstehung des Monotheismus als Monument vor, an dem keiner vorbeikommt. +++ Die NZZ bespricht die Medientheorie des Bibliothekars Uwe Jochum, der kulturkritisch zwischen Wandmedien, Handmedien, Digitalia unterscheidet. +++ Dietmar Dath erklärt den Kindern in der FAZ, wie man Schriftsteller wird.






Links der Woche am 21.03.2015, 14:02 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 12/15

Die SZ unterhält sich mit dem Rektor der Uni Freiburg, Hans-Jochen Schiewer, der die Aufregung nicht versteht, die die Ankündigung ausgelöst hat, man wolle den Heidegger-Lehrstuhl in eine Juniorprofessur für Logik umwandeln. Darüber kann Jürgen Kaube in der FAZ nur abermals kräftig den Kopf schütteln. +++ Die FAZ geht anscheinend davon aus, dass die Neuauflage der Exzellenzinitiative scheitern wird. +++ Die NZZ berichtet von den offengelegten Akten der schwedischen Akademie, die zeigen, wie schwer sie sich mit dem Nobelpreis für Jean-Paul Sartre tat, der ihn 1964 dann auch noch ablehnte. +++ In der ZEIT verteidigt Nicklas Baschek den Hip Hop gegen das kulturkritische Gerede vom Pop-Dschihad des IS. +++ Der Freitag unterhält sich mit dem Künstler Tucké Royale, der sich zum Ersten Sprecher des Zentralrats der Asozialen in Deutschland ernannt hat. +++ David Hugendick regt sich in der ZEIT über den Begriff des Abendlandes auf. +++ Nebenan bei Glanz & Elend ist der Siegertext unseres gemeinsamen Essaywettbewerbs zu lesen: „Der stolze weiße Schwan der Metaphysik“ von Ulrich Elsbroek. +++ In halb eigener Sache sei zum einen auf die taz hingewiesen, die den Wolf als den Moslem der Tierwelt decouvriert, zum anderen auf die Kölner Kapelle Grau feat. MC Hieronimus, von der es neue Tondokumente auf MP3 gibt. +++ Heute ist Indie-Book-Day. Also gehen Sie bitte in den Anderen Buchladen (in Köln) und kaufen Sie sich dort halt was Schönes.


Intime Interna am 22.03.2015, 14:32 Uhr

Es werde Frühling!

Hurra, hurra, das neue Heft ist da und es ist wieder usw.usf., Sie kennen ja das Pipapo, das an dieser Stelle alle drei Monate ertönt, um Sie erfolglos zum Heftkauf zu bewegen.

Dieses Mal ist es aber nicht bloß der neueste und besteste Lichtwolf überhaupt je, der im Einkaufszentrum Einzug gehalten hat: Die Frühlingsausgabe ist mit 124 Seiten auch dicker denn je und überdies komplett bunt! (Und darum zwo Euro teurer.)

Denn das Titelthema lautet Blumenkraft. Behandelt wird konkrete und abstrakte Flower Power, nämlich Erbe, geistige Ahnen und Militanz der Hippie- bzw. 68er-Bewegung (von Lebensreform über Bommi Baumann bis Charlie Hebdo). Darüber hinaus geht es u.a. um Mao, Arbeiterbewegung, Ansteckblumen und Grabschmuck sowie um das Nichts. Gucken Sie halt mal rein: Hier gibt es Leseproben als PDF, im LichtwolfReader kann man durchs Heft klicken und es hier bestellen.

Online zu lesen gibt es die Einleitung sowie Bdolfs Propädeutikum zum Titelthema und den Anfang von Filbingers Essay über Pflanzengifte in der Hopfenkaltschale; außerdem Ulrich Elsbroeks Siegertext des Essaywettbewerbs.

Die gedruckte Ausgabe bietet übrigens auch ein schickes Daumenkino - nehmt das, ihr E-Book-Spacken! Apropos: Die elektronische Fassung des Hefts für die hochgeschätzten Freunde modernen Lesens folgt wie üblich in den nächsten Tagen als E-Book für Kindle und im epub-Format. Nur halt ohne Daumenkino.

Hier gibt es ein Abonnement. Schönen Frühling!


Links der Woche am 28.03.2015, 14:27 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 13/15

Schicksalsgemeinschaft Mensch und Hund

Zum Ende einer dermaßen unerfreulichen Woche mal was Nettes: Christina Hucklenbroich setzt sich in der FAZ mit der Lage des Hundes auseinander, der keineswegs bloß als Ersatzkind fungiert, auch wenn um Hundeerziehung genauso wie um Kindererziehung gestritten wird und der Hund manches Herz zu öffnen vermag. (28.03.15)

Nochmal wg. Heidegger

Der jüngste Band der „Schwarzen Hefte“ Martin Heideggers hält das Feu weiterhin auf Trab. Für die WELT hat Markus Gabriel darin geblättert und schildert die Entschuldigung des Geschicks im „Wahnsystem[...] des Seynsdenkers Heidegger“. Adam Soboczynski geht in der ZEIT dem Verdacht nach, die bisherigen Bände der Heidegger-Gesamtausgabe könnten von den Herausgebern gesäubert worden sein, was den Klostermann Verlag nervös macht. Der Freiburger Emeritus Rainer Marten fordert ebenfalls in der ZEIT, endlich Heideggers Nachlass komplett freizugeben. Parapsychologisch fundiert beschäftigt sich Hannah Lühmann in der WELT mit Heideggers Geist und seinen Freiburger Ghostbustern.

Das Weitere und Engere:

Georg Seeßlen denkt über Diskriminierung nach. +++ Jürgen Nielsen-Sikora zeigt sich bei Glanz & Elend enttäuscht von Leo Schestows antiakademischem Denktagebuch „Apotheose der Grundlosigkeit“. +++ Die taz meldet den Tod von Barbara Emme, der Supermarkt-Kassiererin, die sich erfolgreich gegen ihre Kündigung wegen eines Pfandbons wehrte. +++ Die NZZ bespricht Herausgaben aus dem Nachlass Hans Blumenbergs u.a. zur Bedeutung des Mythos in der Politik. Auch der Freitag beschäftigt sich mit Blumenbergs nachgelassener Kritik an Hannah Arendts Entzauberung Eichmanns. +++ Klaus Theweleit hat seine „Männerphantasien“ fortgesetzt: Die FAZ bespricht sein Buch über die Lust am Töten von Breivik bis zur IS-Miliz. +++ Mit Frühling ist noch nicht so viel, aber die Frühlingsausgabe zum Thema Blumenkraft ist schon da.



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Lichtwolf Nr. 59 (3/2017), September 2017

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51 alte Berufe im philosophischen Portrait, ausführlicher: Alchemist, Matador, Schuster, Schutzmann, Töpfer und Zensor. Außerdem Lachse, Jacques Ellul und Automobile.


Das nächste Heft erscheint am 20. Dezember 2017 mit dem Titelthema Ins Gesicht. »» Abonnieren


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Monatsbuch

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