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lichtwolf.de / Monatsbuch / Februar 2014

Monatsbuch

Februar 2014

Links der Woche am 01.02.2014, 14:20 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 05/14

Evolutionärer Überschwang

Der Naturalismus kommt den naturwissenschaftlich geprägten Scilogs-Lesern entgegen, weshalb der Biologe Ludwig Trepl es unternimmt, statt der üblichen geisteswissenschaftlichen Einwände dem Naturalismus mit eigenen Mitteln die Sicherheit zu nehmen: Ethik und Mathematik mögen evolutionär bedingt sein, können aber nicht darauf reduziert werden. (29.01.14)

Herr K. und die NSA

Der Germanist Reiner Stach schreibt in der WELT, wie aktuell Kafkas Schloss und Process heute sind. Dabei hat Herr K. aus P. keineswegs prophetisch die umfassende Überwachung durch Staat und Wirtschaft vorausgeahnt, sondern als Versicherungsangestellter das Prinzip von Daten, Macht und einem daran angepassten Bewusstsein verstanden. (31.01.14)

Rezensionen

Die taz bespricht eine der letzten Schriften des längst verstorbenen Medientheorikers Friedrich Kittler, die „Philosophien der Literatur“ als Teil seiner „Austreibung des Geistes aus den Geisteswissenschaften“. +++ Jürgen Kaube (FAZ) hat zum 150. Geburtstag von Max Weber dessen Biographie vorgelegt, die im Freitag sowie in der NZZ recht begeistert besprochen wird. +++ Akzelerationisten wollen die technologische Evolution beschleunigen, um den mit ihr verbundenen emanzipatorischen Fortschritt aus den Fesseln des Kapitalismus ausbrechen zu lassen: Das akzelerationistische Manifest hat inzwischen auch die Schweiz erreicht und wird in der NZZ vorgestellt. +++ Auch besprechen tut die NZZ Martin Saars Politische Theorie nach Spinoza: „Die Immanenz der Macht“.


Links der Woche am 08.02.2014, 14:08 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 06/14

Bologna hat Tutoren zu Mentoren gemacht, steht in der FAZ, die auf Geschichte und Wandel der studentischen Lehrkraft zurückblickt.

Die taz unterhält sich mit Daniel Strassberg über das Irrationale in der Vernunft und das Verhältnis von Philosophie und Wahnsinn.

Ebenfalls in der taz wird die Debatte um den Akzelerationismus fortgesetzt, ob und wie das technologische Potential einzusetzen wäre, um über den Kapitalismus hinauszugelangen.

Das PR in Professor: FAZ-Autorin Birgitta vom Lehn hat eine Uni angerufen und wundert sich, wie wenig sich die dortigen Wissenschaftler ohne Presseabteilung zu sagen trauen.

Ein Gesetzentwurf für Baden-Württembergs Hochschulen will die Wissenschaftler zu Open Access zwingen, meldet Jürgen Kaube in der FAZ und rekapituliert die Argumente von Befürwortern und Gegnern.

MOOCs aus den USA unterliegen fortan den Exportrestriktionen im Namen des Kriegs gegen den Terror, wie Telepolis kabelt.


Links der Woche am 15.02.2014, 14:15 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 07/14

Unser Universum gehört uns nicht

Vor einem Weilchen ging es schon mal um die Indizien, unsere komplette Welt könne bloß simuliert sein. Der leidenschaftliche Atheist Michael Szameit hat in einem Telepolis-Artikel die Wahrscheinlichkeitsrechnungen für die neueste Variante eines transzendentalen Demiurgen versammelt. (09.02.14)

Futurismus Reloaded

Bei Telepolis unterhält sich Peter Mühlbauer mit Armen Avanessian, der den seit Wochen diskutierten Sammelband zum Akzelerationismus herausgegeben hat. Da geht es um den Unterschied zwischen katastrophischer und epistemischer Beschleunigung, den affirmativen Hang des neo-primitivistischen Lokalismus und um die Bedeutung von Science Fiction für den Akzelerationismus als technophile Utopie. (10.02.14)

Gutes Chaos in allen Straßen

In Bosnien-Herzegowina wird quer durch alle Ethnien und Schichten gegen die Regierung demonstriert. Slavoj Žižek beschreibt im Guardian/Freitag die Unruhen als überfällige „Revolte gegen die nationalistischen Eliten“ und sieht - womöglich etwas voreilig - „etwas wirklich Emanzipatorisches“ in Gang kommen. (11.02.14)

Burschis allein zuhaus

Matthias Stickler schreibt in der FAZ über die Krise der Deutschen Burschenschaft: Der Dachverband ist vor allem mit ideologischen Grabenkämpfen beschäftigt, dabei ging es nach 1945 doch so gut los mit FDGO-treuen akademischen Männerbünden, die sich 1968 auch politisierten, wie Stickler in seinem Rückblick auf die Geschichte der Studentenverbindungen schreibt. (14.02.14)

Natur wird durch Messung gemacht

Physik befasst sich damit, was wir über die Natur sagen können: Was den Kantianer wenig wundert, bringt Physikphilosophen den Vorwurf des Mystizismus ein, schreibt Ulf von Rauchhaupt in der FAZ. Die neue Lehre des QBismus scheint die Absurditäten der Quantenwelt mit einem offenen Bekenntnis zu Subjektivität und Wahrscheinlichkeit allerdings überzeugend in den Griff zu kriegen. (15.02.14)

Bücher, Bücher, Bücher

Nebenan bei Glanz & Elend gibt es einige Rezensionen aus unserem Lach-, Sach- und Fachgebiet zu lesen: Gregor Keuschnig ist wenig überzeugt von Sloterdijks sozial- und medienphänomenologischer Börnepreisrede „Reflexionen eines nicht mehr Unpolitischen“; Georg Patzer stellt die Neuübersetzung von Montaignes Reisetagebuch vor und Schneidegger bespricht Andreas Steffens’ „Ontoanthropologie“.


Links der Woche am 22.02.2014, 14:21 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 08/14

Nachtrag zum Valentinstag

In der FAZ schreibt Stefan Niggemeier gewohnt klug über den Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz: Auf letztere müssen Homosexuelle et.al. auch weiterhin warten. Denn der Mainstream meint, Toleranz müsse ausreichen, um das Tolerierte künftig wieder in Ruhe geringschätzen zu dürfen. (15.02.14) (Die gute Nachricht: Homophobie verkürzt die Lebenserwartung.)

Rosenkohlfressende Löwen mit Lätzchen

In Kopenhagen wurde eine Giraffe getötet und an Löwen verfüttert. Christina Hucklenbroich beschreibt in der FAZ, wie sich die Empörung darüber bald gegen die Empörten selbst richtete, aber auch, wie weit die von Zoosendungen und Reklame genährten Vorstellungen des Normalbürgers von Selbstverständlichkeiten der professionellen Tierhaltung entfernt sind. (19.02.14)

Et cetera:

Bernard-Henri Lévy findet Sotschi an sich schon schlimm genug, aber angesichts der von Polizisten ermorderten proeuropäischen Demonstranten in Kiew obszön: So ruft er via FAZ zum Boykott auf. +++ Im Tectum-Verlag erscheint der edierte Nachlass des Philosophen, Lektor und DZPhil-Herausgebers Wolfgang Harich. Die NZZ stellt Band 5 vor, aus dem Harichs Haltung im Hegel-Streit hervorgeht: Der Versuch einer Rettung Hegels vor dem Bannfluch Stalins trug mit zu Harichs Inhaftierung 1956 bei. Ein Portrait Wolfgang Harichs ist übrigens in Lichtwolf Nr. 28 zu lesen. +++ Nach langer Diskussion sind sie da und Jürgen Kaube hat sie für die FAZ gelesen: Heideggers „Schwarze Hefte“ mit Notizen von 1931 bis 38, deren erster Band weniger Antisemitismus als philosophischen Narzissmus offenbart; über Nutzen und Nachteil der Notizheftforschung generell denkt Tilman Spreckelsen ebenfalls in der FAZ nach. +++ Nochmals zur Erinnerung: Im Blog des Instituts für Polytoxikomanologie und Perspektivismus geht es weiterhin mit Debord und Marx um Ware und Spektakel.



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