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Monatsbuch

Februar 2013

Links der Woche am 02.02.2013, 14:25 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 05/13

Ein Mann für alles

Diese Woche waren bekanntlich diverse großdeutsche Gedenktage. Der Historiker Thomas Weber blickt in der FAZ auf die NS-Forschung hierzulande, und zwar weniger auf den Forschungsstand als auf die Strukturen, die an hiesigen historischen Seminaren bestenfalls "enervierende, obskurantistische Hitler-Folklore" zulassen. (29.01.13)

Und sonst?

Sibylle Berg ist in der Reihe der NZZ schlaflos mit einem Leistungsträger. +++ Wolfgang Büscher erinnert in der WELT an Botho Strauß' Essay "Anschwellender Bocksgesang", der vor 20 Jahren das Feuilleton in mächtige Wallung brachte. +++ Sonst war nicht so viel los diese Woche. Falls Sie noch was zu den Gedenktagen nacharbeiten möchten, sei Ihnen der Tittenhitler empfohlen, in dem es auch ein bisschen um Sexismus geht. Zur abschwellenden Debatte um politisch korrekte Kinderbücher sei an Fiete Fatmoakers beliebte "Verbotene Wörter" erinnert. Und wo wir schon dabei sind: Haben Sie eigentlich schon Ihr Lichtwolf-Abo bestellt?


Links der Woche am 09.02.2013, 14:26 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 06/13

Das Fast-Nachten der Fasnet

Aus aktuellem Anlass (Karneval) stellt uns Maximilian Krämer in der FAZ die Gebrüder Heidegger vor: Der eine, Martin, umstrittener Fundamentalontologe, der andere, Fritz, ein in der Schwabenprovinz gefeierter Fasnetprediger. Aus dem (Un)Vermögen der Sprache schenkt sich die Grenze zwischen Ernst und Komik und Philosophie und Fastnacht. (08.02.13) (Mehr Tiefsinn aus Frohsinn schürft Marc Hieronimus in seinem Aufsatz über Fastnacht und ihr revolutionäres und konterrevolutionäres Potential, siehe Lichtwolf Nr. 36.)

Wie man Dr. wird

Nachdem es nun doch ernst geworden ist mit dem Doktortitel der mutmaßlichen Plagiatorin Annette Schavan, fragt sich das staunende Publikum: Was ist das eigentlich, so eine Promotion - und wie ging und geht das vor sich? Ulrich M. Schmid, Professor in St. Gallen, erklärt in der NZZ den Promotionsprozess. (08.02.13) (Haben Sie den klugen Aufsatz von Peter V. Brinkemper zum Fall Schavan bei Glanz & Elend schon gelesen?)

Außerdemchen:

Micha Brumlik war wohl im Kino und hat für die taz mit Hannah Arendt "Lincoln" und mit Hegel "Django Unchained" geguckt. +++ Die NZZ stellt das neue Buch des Rechtsphilosophen Ronald Dworkin über/wider Metaethik vor. +++ Außerdem verweist die NZZ auf die in New York erscheinende neo-marxistische Revue "Jacobin". (Hier geht es direkt zu den US-Kollegen.)


Links der Woche am 16.02.2013, 14:29 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 07/13

Die Gelegenheit wird zur Pflicht

Der Historiker Valentin Groebner zeigt in der FAZ, wie alt die Elemente der zeitgemäßen Heilslehre vom Mitmach-Netz sind, und kommt nach dem wissenschaftshistorischen Rückblick auf die immer schon forschende Schwarmintelligenz auf das Problem zu sprechen: Überproduktion von Texten, die mit Überproduktion von Metatexten bekämpft wird. (10.02.13)

Das Gute, Wahre, Schöne ist nicht das Soziale

Ameisenforscher Edward O. Wilson hat ein Buch über das (soziale) Wesen des Menschen geschrieben, von dem die FAZ nicht so begeistert ist. Frank Schirrmacher, Mitherausgeber eben jener Zeitung, hat auch ein neues Buch geschrieben, in dem er die Spieltheorie als wissenschaftliche Grundlage des Neoliberalismus ausmacht, und das Georg Seeßlen für den Freitag bespricht. Die menschlichen Bedürfnisse bringen die Menschen in Handel und Wandel zusammen, wo sie bald sich verselbstständigen Umständen unterliegen: Vom Individuum in den Systemen des Kapitalismus erzählt Ökonomin und Philosophin Shoshana Zuboff ausführlich im FAZ-Gespräch. Individuenwoche auch bei Hans Ulrich Gumbrecht, der in seinem FAZ-Blog mit Canetti und Heidegger eine neue Sehnsucht nach Aufgehen in der Masse ausmacht, was in Stadien gelegentlich auch mal einen Superorganismus hervorbringt. Der Ökologe Ludwig Trepl dagegen ist gar nicht einverstanden mit der Gaia-Hypothese, wonach die Erde wegen der vielfältigen Rückkopplungs- und Selbstorganisationsphänomene auf ihr als Superorganismus zu verstehen sei. Und Eva Berendsen zu guter Letzt sieht die Generation Vielleichtsager komplett überfordert von der poststrukturalistischen Unübersichtlichkeit.

Das Weitere und Engere:

Der Rechtsphilosoph Ronald Dworkin ist gestorben, die Nachrufe in der FAZ und in der NZZ würdigen seine politisch-ethische Lehre, im Deutschlandfunk ordnet Ottfried Höffe Dworkins Werk ein. +++ Der blinde Hund hat "ferngesehen", nämlich Kent Brockmans Bemerkung über arbeitslose Philo-Absolventen. +++ Und mal was von Spon: Dort darf die Philosophie Ursula Wolf Auskunft geben über Arbeit, Stress und "Diogenes' Performance-Philosophie".



Links der Woche am 23.02.2013, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 08/13

Erbenlose Denkwende

Philip Bloms Buch "Böse Philosophen" erzählt von dem Pariser Salon, in dem Diderot, Hume, Laurence Sterne, Rousseau und andere Aufklärer miteinander debattierten. Goedart Palm nimmt das Buch bei Glanz & Elend zum Anlass, in einem Essay der Frage nachzugehen, was heute noch von der Aufklärung als bedenkenswert übrig geblieben ist. (16.02.13)

Die blöde kapriziöse Kuh von Verbraucher

Jens Friebe "ist Musiker, Autor und Vegetarier", wie es unter seinem FAZ-Beitrag zum aktuellen Pferdefleischskandal heißt, und hat als solcher einen besonders scharfen Einblick in die Ideenwelt der im wahrsten Sinne "Fleischverbraucher"; titeln tut der Text mit einem heißen Kandidaten für die "Überschrift des Jahres 2013": "Man hat uns Tier ins Fleisch gemischt!" (20.02.13)

Philosophie und Vertrauen

Die NZZ bringt die gekürzte Abschiedsvorlesung des Basler Philosophen Emil Angehrn, worin er beschreibt, wie die Philosophie Vertrauen und Misstrauen voraussetzt und selbst zum Gegenstand hat. Es ist nicht wenig, worauf sie so vertraut: die Intelligibilität der Welt, die Wahrheitsfähigkeit von Sprache und Ratio usw. - andererseits ist das sonst unmögliche Gespräch den Vertrauensvorschuss wert. (22.02.13)

Und sonst so?

Auch Uwe Justus Wenzel schreibt in der NZZ von Philosophie und Vertrauen, namentlich mit Blick auf den Universalhermeneutiker Paul Ricœur. +++ Kein Vertrauen mehr bzw. nie gehabt, sondern den vorige Woche dokumentierten Umgang mit Leiharbeitern zum Anlass genommen, die Zusammenarbeit mit Amazon zu beenden, haben Lichtwolf und catware.net Verlag. +++ In der FAZ bespricht Dietmar Dath den neuen Eckhard Henscheid und Thomas Assheuer bespricht für die ZEIT das neue Buch von Andreas Reckwitz, in dem dieser das Aufgehen der Kreativität im Kapitalismus beschreibt. +++ In Lichtwolf Nr. 39 ("Jenseits des Menschen") hat der Blinde Hund uns Peter Singers tierethische Argumentation vorgestellt - der Text ist nun auch im Blog vom blinden Hund zu lesen. +++ Eine Würdigung zum 100. Todestag erhält der rätselhafte Ferdinand de Saussure in der NZZ von Bernhard Dotzler. +++ Die ZEIT stellt einige der jungen, kleinen, kritischen Zeitschriften vor, die an der US-Ostküste wie Pilze aus dem Boden schießen.



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