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lichtwolf.de / Monatsbuch / Februar 2004

Monatsbuch

Februar 2004



Intime Interna am 05.02.2004, 00:00 Uhr

Dumm fickt gut

...oder zumindest öfter, was die Chance auf ein Mitdasein als bonbaisant rein statistisch erhöht.

Aber das ist auch gar nicht der Punkt, sondern: Schlaue Leute haben herausgefunden und dem "Scientific(k) American" mitgeteilt, daß das Gehirn nun doch eine nicht unerhebliche Rolle bei der Partnerwahl spielt. Sogar bei Männchen. Offenbar wurde diese implizit allen irgendwie längst vertraute Eigenheit durch Gespräche mit Affen, aus denen hervorging, wie sich Bruder Schimpanse den Kopf darüber zerbricht, in was für Schwierigkeiten ihn ein Quickie unterm Schwingrad bringen könnte.

Alles brühwarm nachzulesen im "Scientific Anmerican.


Intime Interna am 05.02.2004, 00:00 Uhr

Blutrünstiger Ungemach im Gemeinschatfskrimi

Pah,

ich bin zutiefst erschüttert. George, Tony und Fred sind tot. Ich, genau ich, durfte sie nicht mit einer Explosion aus Maxwells Absteige jagen - und jetzt kommt Genosse Schneidegger daher und läßt sie biederen Mafia-Methoden zum Opfer fallen!

Skandal.

Paßt nur auf, wie ich mich rächen werde, paßt nur auf! Fred, Gregor und Tony leben noch! In meiner Fantasie überleben sie...

Demnächst...


Intime Interna am 06.02.2004, 00:00 Uhr

Abschiedsvorlesung Prof.Scholz

Am 11. Februar hält Prof. Dr. Rüdiger Scholz von der Freiburger Germanistik seine Abschiedsvorlesung. So weit, so unspektakulär. Aber der Ciao-Vortrag mit dem schlichten Titel "Ende." verspricht in seinem Untertitel interessante Wortlaute: "Germanist an der Universität Freiburg 1968 - 2004. Ein Blick zurück - eher im Zorn. Eine Rede an die Studierenden."

Wer Herrn Scholz vor dessen Verbravung erleben durfte, wird ahnen, was sich in dem Mann an Wut auf Uni-Obrigkeit und Strukturen angesammelt haben und am 11.02. wortgewandt entladen wird...

"Ende.", Abschiedsvorlesung von Prof. Scholz: 11. Februar 04, 11 Uhr c.t. in HS 1015 (Uni Freiburg).


Intime Interna am 09.02.2004, 00:00 Uhr

Ratten produzieren unter Hochspannung Ozon

Wer hätte es gedacht: Wenn man eine Ratte in ein zehn Kilovolt starkes EM-Feld setzt, produziert sie große Mengen an Ozon und womöglich vieler anderer bösartiger Stoffe.

Diese großartige neue Erkenntnis hat die Menschheit dem Pacific Northwest National Laboratory zu verdanken, das seine Studie in der Zeitschrift "Bioelectromagnetics" (Jg.25, Ausg.2, S.107-113) veröffentlicht hat; den dazugehörigen Abstract gibt's hier, und zuerst stand's - wie immer - im Lichtwolf.




Intime Interna am 13.02.2004, 00:00 Uhr

Widersprüchliche Welt

Dialektik in alltäglicher action: Kaltes Wasser macht dünn, warmes Wasser kostet Millionen.



Intime Interna am 22.02.2004, 00:00 Uhr

Kant ist unfähig (wäre).

Nachdem sich all der zum 200. Todestag aufgewirbelte Medienmist in den letzten Tagen wieder etwas legen konnte und die Öffentlichkeit für die nächsten 50 Jahre von weiteren Ausbrüchen des Kantismus verschont bleibt ist es nun an der Zeit, einen zwar nicht wirklich brauchbaren, aber wenigstens kurzweiligen Text aus der düsteren Periode anzuzeigen, in der selbst der von schwerer Geisteskrankheit gezeichnete F.J. Wagner was zu/über Kant zu sagen hatte.

Das ist bemerkenswert, weil der seriöse Wiener Standard mit seiner Überlegung, ob Kant an einer Elite-Uni, wie sie unseren Regierenden vorschwebt, angenommen worden wäre, die Vorlage für Wagners restlos verblödetes Aktualitätsgesülze liefert.


Intime Interna am 25.02.2004, 00:00 Uhr

In den Knast für Adorno

Der Hamburger Zigarettenscheich Reemtsma sieht es nicht gern, wenn mit seinen Besitzungen Schabernack getrieben wird. Darum hat er eine Meute von Rechtsanwälten auf einen Studenten losgelassen, der es gewagt hat zwei Adorno-Texte ins Internet zu stellen, die der Reemtsma genauso als Privateigentum betrachtet wie seine gigantomanischen Tabakplantagen in Afrika. Der Frankfurter Teddybär wäre stolz auf den Erbschleicher seiner Gedanken.

Über die ganze Geschichte berichtet in durchaus lesenwerter Manier die taz.



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