Obacht: Einige Funktionen dieser Website setzen die Speicherung von Cookies auf Ihrem Rechner voraus. (Datenschutzbestimmungen)

Ok, weiter....!

Lichtwolf - Titelseite

lichtwolf.de / ...



Links der Woche am 28.02.2015, 14:30 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 09/15

Das totale Subjekt seiner selbst

In der FAZ diagnostiziert Melanie Mühl die narzisstische Persönlichkeitsstörung als Pathologie der Moderne, auch wenn Christopher Lasch davon bereits 1979 sprach. Da heute allen Ernstes empfohlen wird, „die eigene Person als Marke zu definieren und etablieren“, habe die krankhafte Selbstbezogenheit mitsamt ihrer Wahrnehmungsdefizite beste Chancen, sich weiter auszubreiten. (24.02.15)

„Und was willst du damit später einmal machen?“

Andrea Roedig beschäftigt sich im Freitag damit, warum Leute Geisteswissenschaften - konkret: Philosophie - studieren und damit zuletzt an ihre Karriere denken. Geisteswissenschaftler haben es schwer auf dem Markt, weil sie dem Konsumenten einiges zumuten und nicht warenförmig sind, und darum eine Künstlerexistenz wählen und sich in Brotberufen verdingen (müssen?). (24.02.15)

Kein Heidegger ist auch keine Lösung

Nach der Edition von Heideggers Schwarzen Heften vor einem Jahr haben auch beinharte Apologeten Probleme, den antisemitischen Fundamentalontologen zu verteidigen. Jürgen Kaube berichtet in der FAZ von Plänen der Uni Freiburg, den Heidegger-Lehrstuhl abzuschaffen, der allerdings - vertrackte Historie! - auch der Husserl-Lehrstuhl ist. (27.02.15)

Außerdemos von Sonstnochos:

In seiner Reihe beim Freitag beklagt Klaus Fürst, dass sich heutige Philosophen in ihren Elfenbeinturm zurückzögen, statt über volksnahe Dinge nachzudenken. +++ Trotz manch spekulativen Überschwangs zeigt sich die NZZ recht zufrieden mit Hermann Parzingers Geschichte der Menschheit vor der Erfindung der Schrift. +++ Die taz bespricht die Kurzportraits früher Pioniere des Umweltschutzes aus der Feder des Soziologen Udo Simonis. +++ Die FR weist auf den Gesprächsband hin, in dem sich die Pop-Ökonomen Tomáš Sedlácek und David Graeber über Zukunft und Ende des Kapitalismus unterhalten.


Links der Woche am 21.02.2015, 14:44 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 08/15

Spiegelwelt der islamisierten Dauerkriminalität

Für die ZEIT war Georg Seeßlens Exegese der Propaganda europäischer Dschihadisten so wichtig, dass sie den Essay auf Deutsch und Englisch veröffentlichte. Der Essay ist auch bei Getidan zu lesen und beschreibt, wie mit westlicher Gangster-Ästhetik ein Gegennarrativ zum westlichen Liberalismus geschaffen wird, der dem nichts für Betroffene ähnlich Attraktives entgegenzusetzen hat. (16.02.15)

Darüber lieber keinen Volksentscheid

Das Für und Wider der Todesstrafe gehört zu den Grundübungen der politischen Philosophie. In seiner ZEIT-Kolumne erklärte Bundesrichter Thomas Fischer diese Woche angenehm elaboriert, warum der Staat seine Bürger nicht töten darf und eine (womöglich gar lebenslange) Freiheitsstrafe für den Menschen als Bürger auch nicht ohne ist. (17.02.15)

Et cetera:

Die beiden Martins Altmeyer und Dornes sind in der FAZ nicht damit einverstanden, dass Slavoj Žižek und Byung-Chul Han die Schuld am IS nicht allein dem Araber in die Schuhe schieben, sondern Liberalismus und Kapitalismus für einen Teil des Problems halten. +++ Der Freitag portraitiert die britische Feministin Lynne Segal, die sich gegen Fokussierung des feministischen Sexualitätsdiskurses auf männliche Gewalt und für mehr Gemeinschaft ausspricht. +++ In Lichtwolf Nr. 45 und 46 hatte sich Bdolf mit kontrafaktischen (Nazi-)Romanen beschäftigt - ein Thema, das wohl in der Luft liegt: Richard J. Evans’ politisch-methodischer Essay „Veränderte Vergangenheiten“ wird in der FR besprochen. +++ Arno Widmann bespricht ebenfalls in der FR den neuen Essayband des Historikers Götz Aly, worin dieser gegen den Mythos von der Kaperung der Deutschen durch die Nazis anschreibt. Der Band heißt „Volk ohne Mitte“ und um die geht es auch im FR-Interview mit dem Soziologen Heinz Bude über Engherzigkeit und Antikapitalismus in Ost- und Westdeutschland. +++ Und noch eine Essaysammlung, nun von Martin Seel, der sich darin laut NZZ-Rezension mit seiner Frankfurter Schuldialektik mit Kunst und Freiheit beschäftigt. +++ Außerdem stellt die NZZ das Buch des Entwicklungspsychologen Thomas Suddendorf vor, worin dieser der Frage nachgeht, was den Menschen zum Menschen macht und ihn vom restlichen Tierreich unterscheidet: Sprache und Zeit. +++ Heidegger laufen die Freunde weg: Die Kollegen von Hohe Luft wissen vom Unbehagen, das den Herausgeber Peter Trawny vor dem nächsten Band der Schwarzen Hefte befällt, und der Freiburger Statthalter Günter Figal hat sich ohnehin längst vom Heideggerianertum losgesagt. +++ Heute Abend gibt es wieder Radio zum Mitdenken: Im Deutschlandfunk beginnt um 23:05 Uhr die Lange Nacht über Bösewichter (von Markus Metz und Georg Seeßlen). +++ Zum Schluss die wirklich gute Nachricht: Der Theologe Jürgen Öff Öff Wagner wohnt in einem Erdloch angeblich ohne Geld und Strom und ist nun tatsächlich von der Rundfunk-Haushaltspauschale befreit, wie Telepolis meldet.


Links der Woche am 14.02.2015, 14:34 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 07/15

Literarische Debattenbegleitung

In Deutschland hadert die Literatur noch mit dem, was in Frankreich längst Konjunktur hat: Sterbehilfe in der Literatur. Marc Keller stellt in der NZZ einige der modernen Variationen von Liedestod, Suizid und würdevollem Sterbetourismus vor. (07.02.15)

Kleine akademische Karriereberatung

Die prekäre Lage des akademischen Nachwuchses ist seit einem Weilchen wieder Thema. Der Philoprof Tobias Rosefeldt rechnet in der FAZ den Zynismus des universitären Mittelbaumodells vor und plädiert für dessen Abschaffung. Eine neue Studie belegt, was wir Bourdieu-Leserinnen ohnehin ahnten, nämlich dass vor allem die soziale Herkunft darüber entscheidet, ob man einen Lehrstuhl ergattert. Rudolf Stumberger unterhält sich bei Telepolis mit Christina Möller, Autorin der Studie. Einen Einblick in das Leben jenseits des Lehrstuhls gibt die taz: Dort erzählt Stefanie Schmidt von ihren verzweifelten Versuchen, als promovierte Historikerin überhaupt irgendeinen Job zu bekommen. Ob man also besser Intellektueller werden soll, erwägt Jan Grossarth unter besonderer Berücksichtigung des Arbeitsmarkts in der FAZ.

Blumendenkkraft

Der Neurobiologe Stefano Mancuso vertritt in seinem neuen Buch die Theorie von der „vegetativen Intelligenz“. Arno Widmann unterhält sich in der FR mit ihm darüber, wie Pflanzen denken und kommunizieren und raffinierter auf die Umwelt reagieren als Mensch und Tier. (13.02.15)

Unn sünst?

Nils Markwardt hat im Freitag ein kleines ABC der Neuen Philosophie zusammengestellt - von Akzelerationismus bis Slavoj Žižek. Dessen neue Hegelschwarte „Weniger als nichts“ wird in der FR von Otto A. Böhmer besprochen und könnte eine Renaissance des Idealismus anschubsen. Aram Lintzel in der taz dagegen schimpft eher mit Žižek wegen dessen Überzeugung, nur eine radikale Linke könne Europa vor dem Fundamentalismus retten - mit eisenharter Disziplin und Organisation.


Links der Woche am 07.02.2015, 14:14 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 06/15

Dr. Hoffnungslos in die Arena!

Nüchtern blickt Daniel Hornuff in der FAZ auf die schlechten Perspektiven habilitierter Geisteswissenschaftler. Statt sich davon entmutigen zu lassen, sollten sie sich mit Agilität und Streitlust öffentlich sichtbar machen, indem sieden Zeitgeist mitgestalten. (31.01.15)

Postdocs in Nöten

Mit dem Russisch Roulette der akademischen Karriereabsicht beschäftigt sich Sibylle Anderl in der FAZ. Denn auch wer Mobilitätszwang und Prekarisierung hinzunehmen bereit ist, muss in existentieller Unsicherheit hoffen und bangen - nicht nur am Wissenschaftsstandort Deutschland. (01.02.15)

Das Gehirn des Angsthasen

Der Münsteraner Physiologe Hans-Christian Paper setzt sich in der FAZ ausführlich mit Angst und Furcht auseinander. Neben der genauen Unterscheidung von Emotionen und Gefühlen widmet er sich insbesondere der, die in der Hirnforschung zwischen überlebenswichtig und pathologisch gezogen wird. (01.02.15)

Gegen Neoliberalismus und Fundamentalismus

Unter anderem in der ZEIT hatte Slavoj Žižek in einer radikalen Linken die Rettung vorm Islamismus gesehen. Nun korrigiert Byung-Chul Han ebendort Žižeks Buddhismus-Bild und Nietzsche-Interpretation. Insbesondere aber sei gegenwärtig eher Carl Schmitt als Karl Marx gefragt. (01.02.15)

Antimilitaristische Psychologie

Bei Telepolis unterhält sich Jens Wernicke mit dem Psychologen Klaus-Jürgen Bruder über die ideologische Mobilmachung, die deutschen Köpfen den Pazifismus austreiben soll und in Form von PEGIDA erste Früchte trägt, aber auch über die politische Bedeutung seiner Disziplin allgemein. (04.02.15)

Der Schein als einzig lebbare Seinsweise

Entweder man ist ein Erfolgsmensch oder man geht unter in der modernen Leistungsgesellschaft. Wie sie das Subjekt ethisch und anthropologisch deformiert ist Robert Misiks Thema in der NZZ. Demnach seufzt inzwischen selbst die Wirtschaftswoche: „Der Zwang zum Erfolg macht uns fertig.“ (06.02.15)

Plädoyer für einen Dummheits-Lehrstuhl

So aufgeklärt die Postmoderne auch sein mag, so sehr greifen Irrationalismus und Aberglaube um sich, konstatiert Jürgen Kaube in der FAZ. Als mögliche Gründe sieht er die Balkanisierung des Wissens, den neoliberalen Perfektionismus, der hinter jedem Fehler Absicht vermutet, und das Internet. (07.02.15)


Eine Übersicht aller Themen und Beiträge finden Sie im Monatsbuch.


Lektüreempfehlungen

Neueste Beiträge:

Weitere Beiträge:


Weitere Empfehlungen




Reklame

Lichtwolf Nr. 36

Lichtwolf Nr. 36, Titelthema "Nacht": 60 Schattenseiten voller luzider Texte in DIN A4 für 6,80 Euro bestellen! (Auch erhältlich als als E-Book für Kindle und alle anderen Lesegeräte.)



Im Einkaufszentrum »

Die aktuelle Ausgabe:

Lichtwolf 4/2014 (Nr. 48), Dezember 2014

Titelthema: Häuser

Bauen, Wohnen, Denken, Grundbesitz und Landkommunen, Architekturwunder und Fremde, Großstadtgefühl, Kraus, Mauthner, Lafargue und Ponyhof auf 108 illustrierten Seiten DIN A4! ISBN 9783941921450

Auszüge aus der Nr. 48 können Sie auch im LichtwolfReader durchblättern.

Auch als E-Book erhältlich:
Kindle-Ausgabe Kindle-Ausgabe, 3,99 EUR
epub-Format E-Book im .epub-Format, 3,99 EUR
epub bei minimore .epub bei minimore.de, 3,99 EUR


Das nächste Heft erscheint am 20. März 2015 mit dem Titelthema Blumenkraft. »» Abonnieren


Reklame


Lichtwolf für Kindle, iPad, iPhone usw.

E-Books vom catware.net Verlag

Den Lichtwolf und die Bücher seiner Autoren gibt es auch als E-Book.



Monatsbuch

Zeichenkette Stichwort

« März 2015
So Mo Di Mi Do Fr Sa
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031

Stichwortverzeichnis


Archiv


Titelseite Themen Beiträge Einkaufszentrum

...nach oben | Hilfe | Über diese Seite | Haftungsausschluss   © 2002-2015 Zeitschrift Lichtwolf / catware.net Verlag

Netzseitenoptikregler: normal / alt / harmlos / mobilSchriftgröße: A A A

www.lichtwolf.de