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Essaywettbewerb


Links der Woche am 16.11.2014, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 46/14

Titten aus Beton

Das SZ-Magazin unterhält sich ausführlichst mit Peter Sloterdijk über sein Leben - von Geburtstraumata über die Schulzeit und grenzdebiles Rammeln bis hin zu der Habermas-Feindschaft und dem Selbstbewusstsein als Bestseller-Großdenker.

Unn sünst?

Dass an den Unis nur eine Minderheit gut verdient, ist bekannt. Die FAZ berichtet vom wachsenden Unmut über die prekäre Situation von Lehrbeauftragten. +++ Apropos: Die ZEIT beschäftigt sich mit Ratgebern für den gutgelaunten Unternehmer seiner Selbst, der wir alle sein sollen. +++ Die WELT bespricht Bettina Suleimans Roman über Verhaltensforschung und die Dialektik von Wildnis und Kultur. +++ Carl Schmitts Tagebücher aus den Jahren 1921-24 führen uns einen liebeskranken Neurotiker vor, wie die NZZ in ihrer Besprechung bemerkt.


Links der Woche am 08.11.2014, 14:34 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 45/14

Bro für die Welt

Der Philosophy Bro ist bekanntlich zurück und kümmert sich auch wieder um seine Mailbag. Daraus entnahm er letzte Woche eine Zuschrift und erklärt am Beispiel Wittgenstein, wie man sich auch als Laie in Philosophie einfuchsen kann und warum das Ähnlichkeiten mit einem Philosophie-Studium hat.

DDR und Derrida

Nils Markwardt unterhält sich im Freitag mit dem Philosophen und Verleger Peter Engelmann über sein Leben in der DDR und den Mauerfall. Außerdem erfahren wir etwas über die Knasterfahrung des von Engelmann verlegten Derrida und warum Slavoj Žižek oder Alain Badiou so beliebt sind. (07.11.14)

Die untoten Texte

In seinem Blog betrachtet Georg Seeßlen den Text als lebendes System, das sich der Kontrolle des Autors entzieht. So, wie er lebt, kann er auch tot oder gar untot daherkommen, zumal wenn Laplacesche Dämonen datengestützt content produzieren... (01.11.14)

Et cetera:

Und nochmal der Seeßlen, der diese Woche auch über den Zusammenhang von Aristoteles und dem Mittelstand des Nachkriegskapitalismus nachdachte. +++ Auch die FAZ bespricht Birger Priddats Ratgeber, wie man gut durchs Bachelor-Studium kommt. +++ Hans Ulrich Gumbrecht erklärt in seinem FAZ-Blog, warum Friedrich Hölderlin gerade wegen seines Wahnsinns der Dichter für unsere verrückten Zeiten ist. +++ Sterbehilfe: Die Debatte um selbstbestimmtes Sterben geht weiter. Die FR weist auf die 3sat-Reportage „Wie wir sterben“ hin. Bettina Schöne-Seifert gibt in der FAZ eine Überblick über die politische und rechtliche Lage und plädiert für die Liberalisierung der Sterbehilfe.


Links der Woche am 01.11.2014, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 44/14

Zufälliger Anfang, unspektakuläres Ende

Roman Ehrlich schreibt in der Reihe „Freitext“ bei der ZEIT von einem Besuch bei den Zeugen Jehovas und der Lust am Untergang der Welt. Deren Sinnlosigkeit können Fundamentalisten jeglicher Richtung nicht ertragen. (29.10.14)

Fühl die Politik

In der ZEIT nimmt Eva Illouz negative Gefühle wie Angst und Neid gegen das neue Buch „Politische Emotionen“ der Philosophin Martha Nussbaum in Schutz. Nussbaum kritisiere die Position, Gefühle hätten in der Politik nichts verloren, weil dadurch übersehen wird, wie allgegenwärtig sie dort sind. Doch den Schluss daraus kann Illouz nicht teilen. (29.10.14)

Außerdemos von Sonstnochos:

Die Studierenden sind ganz zufrieden mit dem Bachelor, sagt eine Umfrage, aber Jürgen Kaube warnt in der FAZ, die Befragten hätten vielleicht keine Ahnung, was das heißt. +++ Apropos keine Ahnung: Das Datablog des Guardian belegt mit einer Statistik, wie falsch Schätzungen in politischen Streitfragen der Einwanderung, Arbeitslosigkeit usw. sind. +++ In der Arbeitswelt hat Selbstausbeutung die Disziplinierung abgelöst, schreibt Patrick Spät bei Telepolis (und Byung-Chul Han etwas ausführlicher in „Psychopolitik“). +++ Die FAZ berichtet über die bildungspolitische Revolution, die die TU Dresden mit der Einrichtung von Open-Topic-Professuren vollzieht. +++ Die NZZ stellt Daniel Heller-Roazens Buch „Der fünfte Hammer“ vor, in dem der pythagoräischen Harmonielehre die Verantwortung für die Unordnung der Welt zugeschrieben wird.


Links der Woche am 25.10.2014, 14:29 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 43/14

Antiintellektualismus aktuell

In der konkret blickt Georg Seeßlen am eigenen Beispiel zurück auf den Linksintellektuellen und wie dieser von rechts als abgehoben stereotypisiert wurde, um heute wie alles und jeder dem Ent- und Verwertungsprozess unterworfen zu sein. (22.10.14)

Und noch einmal Seeßlen: In seinem Blog schreibt er eine Begriffsgeschichte von Ökonomie und Politik und was Markt, Gott und Natur darin verloren haben. +++ Die taz bespricht die Studie „Die Ambivalenz des Guten“, in der Jan Eckel sich an einer Geschichte der Menschenrechte und ihrer Praxis versucht. +++ Neues aus der Maschinenwelt: Die NZZ bespricht George Dysons Buch über die Ursprünge und Großeltern des digitalen Zeitalters. Am vorläufigen Ende seiner Entwicklung steht Big-Data-Expertin Yvonne Hofstetter, die sich im Freitag mit Jakob Augstein über Algorithmen und Friedrich Dürrenmatt unterhält. Und die ZEIT frägt allen Ernstes: Werden wir irgendwann alle zu Cyborgs? Wohl nicht, aber Günter Hack brauchte bloß einen Aufhänger für seine Meditation über unser zwischen Furcht und Verinnerlichung schwankendes Technikverhältnis.


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Titelthema: Mars

Alles Bedenkswerte über den Roten Planeten, den Krieg und seinen Gott sowie über das Symbol für den weißen Mann plus Postmoderne, Geldkritik und Radikalinskis auf 118 Seiten DIN A4, ISBN 9783941921436.

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