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Die Zeitschrift trotz Philosophie

Die subversive Kraft des Denkens gegen die akademischen und literarischen Blabla-Betriebe rehabilitieren – das ist Aufgabe des Lichtwolf. Im Widerstand gegen die Verzweckung des Daseins stand er von Anfang an im lichten Abseits.
Der Lichtwolf wurde im Sommer 2002 aus Übermut und Langeweile im Umfeld der Fachschaft Philosophie der Uni Freiburg gegründet. Der Studentengag wuchs sich im Laufe der Jahre grund- ...

Über den Lichtwolf

Die aktuelle Ausgabe

Lichtwolf Nr. 53 (1/2016)

März 2016

Titelthema: Schloch

Für nur 7,80 EUR (inkl. Porto) bestellen:

Exemplar(e)

Lichtwolf Nr. 53 (1/2016) ist auch als DRM-freies E-Book zum Preis von nur 3,99 EUR erhältlich:

Schloch ist selten ein direkter Ausruf, höchstens scheinbar, etwa aus einem vorbeifahrenden Auto vernommen. In der Hauptsache wird Schloch gedacht (oder eher empfunden) – in unterdrückter Wut und stiller Verachtung, die darum in diesem Heft ebenso zu behandeln sind wie die verwandten Begriffe „Schland“ oder „Schmitsoße“.
Marc Hieronimus, der dieses schwierige Titelthema ersonnen hat, übersandte seine Beiträge in einer E-Mail mit dem Betreff „fertig ("Mama, abputzen!")“ und dem Gruß „voller Stolz auf das eigene Produkt“. Der Mann weiß also, worum es geht, und steigt – nach Bdolfs Propädeutikum – gleich hinab ...

zur aktuellen Ausgabe

Das Neueste aus Ontenhausen:

Links der Woche am 28.05.2016, 14:38 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 22/16

Immanente Transzendenz der Wissenschaft

Mit dem Wissenschaftshistoriker Hans-Jörg Rheinberger unterhält sich Reinhard Jellen bei Telepolis ganz nett über seine Derrida-Übersetzungen, über Philosophie als System und Haltung und über ihr Verhältnis zu Wissenschaft. (21.05.16)

Der freie Prof und der gebundene Rest

Eigentlich sollte es der verstaubten Ordinarienuniversität mit der Bologna-Reform an den Kragen gehen; aber jene bestärkte noch das Lehrstuhlprinzip, das Remigius Bunia in der FAZ mit Blick auf Mittelbau und akademischen Nachwuchs als gefährlich forschungsfeindlich beschreibt. Denn eine handvoll Autoritäten bestimmt allein über Karriere- und Forschungswege aller anderen. (24.05.16)

Durchschnittsmensch und Kollektivsubjekt

Nils Markwardt sucht im Freitag nach dem kleinen Mann, von dem (und seinen Wünschen, Nöten und Sorgen) neuerdings wieder so viel die Rede ist: moderne Woyzecks, die für die „(Selbst-)Verzwergung des postmodernen Prekariats“ stehen, welche wiederum den selbsternannten populistische Anwälten des kleinen Manns, d.h. den großen Verhältnissen nützt. (24.05.16)

Keine Zeit, keine Zeit!

Es geht immer hektischer zu in unserer Welt, bemerkt Hannah Bethke in der FAZ bzw. am Frankfurter Hauptbahnhof. Die Leute haben keine Zeit mehr, weil sie sie ständig in irgendwas investieren. Mit dem Beschleunigungs-Soziologen Hartmut Rosa und dem Astrophysiker Luciano Rezzolla geht Bethke der relativen Zeit nach. (27.05.16)

Neue Bücher

Die Denkhefte des umtriebigen und unabhängigen Essayisten Paul Valéry sind komplett als E-Book erhältlich, worauf Bernd Leukert bei Glanz & Elend hinweist. +++ Der Standard rezensiert ganz kurz Heinz Budes kurzes Buch über Stimmungen, Wutbürger und Systemfatalisten. +++ Die NZZ bespricht Gregor Reischs nun auch auf Deutsch vorliegendes philosophisches Lehrbuch von 1503, welches „die über das Mitverstehen ermöglichte Teilhabe eines jeden am Grossen und Ganzen“ befördern will.

Philosophie ist für alle da!

Letzte Woche durfte Peter Trawny in Hohe Luft vor der Popularisierung der Philosophie warnen, nun antwortet ihm der Chefredakteur nämlichen Magazins, Thomas Vašek, Philosophie müsse „mitten im Leben“ stehen und sich auf den Markt einlassen, anstatt den Kapitalismus zu verteufeln. Trawny darf dann noch einmal klarstellen, was Sokrates auf dem Markt macht und warum Populärphilosophie affirmativ sein muss und damit eine inszenierte Philosophie ist.

Unn sünst?

Marc Reichwein gibt in der WELT einen begeisterten Einblick in sein Erleben der phil.cologne, wo sich die Großdenker der Saison zu den Themen der Saison austauschten. +++ Ebendort hat der Gewaltforscher Jörg Baberowski vor dem Hintergrund der Kölner Silvesternacht über Pazifizierung durchs Gewaltmonopol nachgedacht, was er im Interview mit der FR etwas ausführt. +++ Jürgen Kaube würdigt in der FAZ den an einer Welt-Kriegsgeschichte arbeitenden israelischen Historiker Dan Diner zum 70. Geburtstag. +++ Diese Woche machte ein Archäologe mit der Behauptung auf sich aufmerksam, er habe in Stageira auf Chalkidiki das Grab des Aristoteles entdeckt. +++ Matthias Heine weist in der WELT auf eine Studie hin, wonach sich komplexe Sachverhalt am besten mit langverketteten Wörtern ausdrücken lassen, für die das Deutsche so geeignet und berühmt ist. +++ Heiko Werning weist in der taz auf ein chinesisches Rap-Video hin, in dem Karl Marx derbst abgefeiert wird. +++ Rainer Moritz gibt in der NZZ Beispiele für schlampiges Lektorat in aktuellen Buchtiteln. +++ Außerdem stellt die NZZ die hypermoderne Ausstellung über Erasmus von Rotterdam in Basel vor. +++ Heute Abend ab 23:05 Uhr gibt es im Deutschlandfunk die Lange Nacht über Voltaire.


Links der Woche am 21.05.2016, 14:32 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 21/16

Schlechte Uni Bolognese

Unter der schönen Überschrift „Kleine Reform eines großen Irrtums“ berichtet Stefan Kühl in der FAZ über die Pläne der Wissenschaftsministerien, jetzt endlich mal die gröbsten Verheerungen durch die Bologna-Reform zu kitten und die Verschulung der Universitäten mitsamt Notenwahn und Prüfungsterror ein bisschen einzuhegen. (18.05.16)

Algorithmen oder Trump?

Die Watson 2016 Foundation hat (zum Spaß) vorgeschlagen, 2020 einen Supercomputer als US-Präsidentschaftskandidaten zu nominieren. In der FAZ zählt Adrian Lobe zunächst die Gründe auf, warum eine Künstliche Intelligenz gute Politik machen könnte, und endet dann mit den ethischen Erwägungen, die alles wieder zunichte machen. (20.05.16)

Wider die rot-grün-versiffte Kulturpampe

In der ZEIT denkt Thomas Assheuer über rechtspopulistische Kulturpolitik nach, die Teil der europaweiten Re-Nationalisierungs- und Abgrenzungsstrategie ist und der es um mehr als eine Leitkultur geht: Die Mytheme von Kultur, Volk, Nation brechen in der Krise gewaltsam hervor und streben einem vorpolitischen Naturzustand zu. (20.05.16)

Nicht alle, aber manche - und das reicht.

Ruud Koopmans wundert sich in der NZZ, wieso sich der Paris-Attentäter Salah Abdeslam so lange in seiner Heimatstadt Brüssel verstecken konnte. Dabei war jede Terrorgruppe der Geschichte auf Sympathisanten angewiesen, die sich hinreichend mit den Tätern identifizieren können. Erfolgreiche islamistische Anschläge weisen darauf hin, dass es unter Muslimen in Europa ein Unterstützerpotential gibt. (21.05.16)

Philosophie ist beliebt!

In Köln steigt wieder die phil.cologne. Lars Weisbrod vermutet in der ZEIT hinter der Popularität solcher Philosophie-Festivals die Sehnsucht nach gut gelüfteten Schutzräumen jenseits von Polarisierung, politischer Korrektheit und Shitstorm-Angst. Das hingegen passt: Das populärphilosophische Magazin Hohe Luft lässt den Heidegger-Schwarzheft-Herausgeber Peter Trawny vor der Selbstabschaffung der Philosophie durch ihre Popularisierung warnen. Denn der Trend zur Philosophie für Jedermann hängt zusammen mit der Ökonomisierung der Universitäten.

Altes vom Studentenpack

Studenten heißen längst Studierende, was konservative Kulturkritiker nervt. Dabei wollte es schon Johann Gottlieb Fichte so, wie der Historiker Philipp Felsch in der FAZ anmerkt, allerdings nicht aus Gender-Gründen. Sondern weil die Studenten nur Quatsch machten statt zu studieren. Aus diesen seligen Zeiten rührt noch manche heutige Wendung, wie Matthias Heine in der WELT über die Jugend- und Studentensprache des 18. und 19. Jahrhunderts schreibt: Der krasse Schwachmat versucht einen famosen Ulk und blamiert sich bierbass als Kümmeltürke.

Außerdemchen:

Die FAZ weist auf eine Studie hin, die am Beispiel Mexiko-USA zeigt, das Grenzsicherung Migration nicht nur nicht verhindert, sondern böse-ironische Nebenfolgen hat. +++ Jens Bisky berichtet für die SZ vom 31. Internationalen Hegel-Kongress in Bochum, wo man den Beinaheabschluss der Hegel-Gesamtausgabe zelebrierte. +++ Auf der phil.cologne zankte sich Axel Honneth mit Norbert Bolz über Sozialismus und deutsche Verhältnisse, wie die FR berichtet. +++ Die NZZ bespricht den in Buchform vorliegenden Briefwechsel zwischen Paul Celan und René Char. +++ Dem in Yale lehrenden Ethiker Thomas Pogge wird vorgeworfen, gegenüber seinen Doktorandinnen sexuell übergriffig geworden zu sein.


Links der Woche am 14.05.2016, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 20/16

Kommando zurück!

Für die ZEIT hat sich Elisabeth von Thadden in der Karlsruher Ausstellung „Reset Modernity!“ - kuratiert von Bruno Latour - umgesehen. Die versammelten Werke suggerieren: Das Hoffnungsprojekt Moderne steckt in der Krise fest, gute Gelegenheit also, selbst auch mal innezuhalten und nachzudenken, wie es weitergehen soll. (05.05.16)

Verschwörungs-FAQ

Bei den Scilogs hat Thomas Grüter drei häufige Fragen und Antworten zusammengestellt, die sich in den zehn Jahren seit Erscheinen seines Buchs über Verschwörungstheorien ergeben haben: Woran erkennt man sie? Wie verhalten sie sich zu Verdacht und Wirklichkeit? Warum glauben nicht nur Irre an sie? (11.05.16)

Was Horkheimer gesagt hat

Die kapitalistische Subjektivität ist Faschismus, schreibt Alain Badiou in seinem neuen Buch, aus dem ein Auszug im Freitag steht. Badiou erklärt den Terrorismus mit der Enttäuschung vom Westen, auf die ein nihilistisches Gangstertum folgt, das wiederum dem Kapitalismus entspricht. (11.05.16)

Die linke Professoren-Troika

Falls Sie glauben, der Postkapitalist Paul Mason sei noch nicht hochgejazzt genug: Nun setzt er sich im Guardian bzw. Freitag mit den jüngsten Veröffentlichungen der beiden anderen Linksolympier Thomas Piketty und Yanis Varoufakis auseinander. Für deren trotz des drögen Themas spannende Analysen der Finanz- und Eurokrise hat er nur Lob übrig. (11.05.16)

Das Licht am Ende

Anlässlich der Fertigstellung des Gotthard-Basistunnels meditiert Martin Ebel in der WELT über Enge, Tiefe und Claustrophobie: Vom Uterus bis ins Grab ist der Tunnel das Gegenstück zur Brücke und ein spektakulärer Angstraum, der von Ingenieuren und Künstlern gleichermaßen bewundert wird. (13.05.16)

Weiteres und Engeres:

Der Standard berichtet über die Aufführung des Stücks „Terror“ von Ferdinand von Schirach im Linzer Landgericht, bei dem die Zuschauer entscheiden, ob ein Kampfflieger dafür verurteilt wird, ein entführtes Flugzeug abgeschossen zu haben, um einen Terroranschlag zu verhindern. +++ Die Schriftstellerin Vendela Vida wundert sich in der ZEIT, dass das Leben die dollsten Geschichten schreibt, die im Roman wie ausgedacht wirken. +++ Mathe im Kino: Die ZEIT weist auf den Film „Die Poesie des Unendlichen“ hin, in dem sich Mathematiker erstmals nicht als Freaks dargestellt sehen dürfen. +++ Außerdem portraitiert die ZEIT die Bestatterin und Mediävistin (Spezialgebiet: Hexentheorie) Caitlin Doughty, die zunächst ihre eigene Todesangst überwand und uns nun das gleiche lehren will. +++ Die NZZ bespricht zwei Bücher von Gernot Böhme und Michael Hutter, die sich beide mit dem ästhetischen Kapitalismus befassen. +++ Die FAZ bringt den offenen Brief Heidelberger Professoren wider das System zur Akkreditierung von Studiengängen.


Links der Woche am 07.05.2016, 14:30 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 19/16

Nationalsozialismus für Philosophen erklärt

Geschichte ist beliebt, schreibt Per Leo im MERKUR, und das hat Vor- und Nachteile, die er ausführlich illustriert an einer „Begegnung von Historikern, die das 19. und 20. Jahrhundert erforschen, mit Philosophen, die eine Meinung zum Nationalsozialismus haben“. Klar: Es geht um Heidegger!

Et cetera:

Die WELT schreibt über den in Princeton lehrenden Psychologen Johannes Haushofer, der mit einem Lebenslauf seines Scheiterns mehr Aufmerksamkeit erregt als mit seiner Forschung. +++ Rachel Barney versucht im Journal of the American Philosophical Association eine aristotelische Definition des Internet-Trolls. +++ Apropos: Der Heidelberger Germanist Roland Reuß ist bekannt für seine Skepsis allem Digitalen gegenüber. In der NZZ wendet er sich jetzt gegen Pläne der EU-Kommission, einen wolkigen Server-Verbund für wissenschaftliches Publizieren zu finanzieren. +++ George Steiner hat sich für ein Interview-Buch, das die taz vorstellt, von einer Journalistin zu Heidegger, Todeslagern und zum Sterben befragen lassen. +++ Das Literaturarchiv Marbach will zum 50. Jahrestag das Wunderjahr 1968 aus globaler Perspektive betrachten, wie in der WELT zu lesen ist. +++ Seit Wochen protestieren in Paris junge Leute unter dem Motto „Nuit debout“; in der ZEIT beschäftigt sich Felix Stephan mit dem Vorwurf, es handele sich bloß um eine elitäre Nabelschau. Paul Mason kommt natürlich auch vor. Im ZEIT-Interview mit Elisabeth von Thadden erklärt dieser nochmal, warum es mit dem Kapitalismus zu Ende geht und Information das nächste große Ding wird.


Eine Übersicht aller Themen und Beiträge finden Sie im Monatsbuch.


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Titelthema: Schloch

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Vom Ar zum Loch in 94 Seiten: Anale Charaktere, Deutsche, Franzosen, Trolle, innere Schweinehunde sowie Eulen, Feuerland-Indianer und Kryptographie.


Das nächste Heft erscheint am 20. Juni 2016 mit dem Titelthema Ekstase. »» Abonnieren


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